Forum: Gesundheit
Umstrittene Promi-Ärzte: Heiler vom Dienst
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Sanft, wirksam und ganz ohne Operation? Gegen Rückenschmerzen soll die Methode von Martin Marianowicz helfen, in Talkshows hat der Münchener Orthopäde seine Lehre schon oft verbreitet. Der Fall verdeutlicht: Nicht jeder Promi-Arzt ist automatisch Experte - aber ist das schlimm?

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thelma&louise 03.07.2013, 07:42
1. Na und?

Und wenn wir wissenschaftlich nicht belegen können, warum etwas hilft, das aber nicht schadet, dann ist das egal. Die nicht wirklich indizierten Operationen sind alle wissenschaftlich gut belegt - die Indikation im Einzelfall nie, oder ist genau dieser Patient schon ausreichend oft operiert worden, dass man den Erfolg vohersagen kann? Hier werden doch Totschlägerargumente von den Wissenschaftlern gebracht. Seit wann wird man ein guter Arzt durch das Verfassen wissenschaftlicher Schriften? Wer jemals Assistenzarzt in einer Uniklinik war weiß, dass der mit den meisten Veröffentlichungen die geringste ärztliche Erfahrung hat - wann hätte er die auch sammeln sollen? Wissenschaft ist wichtig, aber sie ist nur ein Bruchteil der ärztlichen Alltagsarbeit. Und wenn Grönemeyer das Volk von "ich muss mich schonen und brauche eine Krankmeldung, denn im Liegen geht es mir ja gut"-Dichter und Denkern dazu bringt, sich zu bewegen: Danke, Herr Kollege.
Dieses schlechtmachen guter und gleichzeitig eloquenter Ärzte durch die Copy and Paste Fraktion ist nur eine subtile Form von Neiddebatte.

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Spiegelleserin57 03.07.2013, 07:51
2. eiskaltes Geschäft!

Chirurgen verdienen nun mal an ihren OPs, das ist ihr Geschäft. Kein Wunder ist dass gegen Leute gehechelt wird die von ihrem Geschäft abraten. Mit Krankengymnastik und Vorsorge verdienen diese Leute kein Geld, gut nachvollziehbar. Auch klar ist jeh nachdem welche Liga man befragt in dieser Richtung bekommt man auch die Antwort. Entscheidend sollte doch sein dass der Patient schmerzfrei wird. Was zu bedenken ist: mit jeder Operation werden Schnitte gesetzt die auch gesundes Gewebe zerstören und Fasern zerstrennen die wieder zusammen wachsen müssen. Auch kar ist dies nicht wird wie vorher. Zu bedenken sind auch die Narbenschmerzen und die Schmerzen später bei jedem Wetterumbruch. Es bedarf auch einer Narbenpflege die Kosten erzeugt und Krankengymnastik um wieder fit zu werden und die verschreibt kaum ein Arzt. 6 Mal reichen da nicht aus und der Patient muss zu zahlen, mittlerweile Minuten dazu kaufen, auch ein Geschäft. Desweiteren besteht immer ein Infektionsrisiko. Ob die Hygiene in Krankenhäusern gut ist mag dahin gestellt bleiben.
Dass das Seelenleben besonders im Schmerzbereich eine nicht zu unterschätzende Rolle spielt dürfte auch gut nachvollziehbar sein. Ein guter Arzt muss eben auch auf psycholoigschen Ebene seine Pastienten betreuen und nicht nur in OP. Da hapert es oft und da ist sicher die "Rundumbetreuung" deutlich im Vorteil und erzielt auch große Erfolge OHNE OP.
Geld verdient sie auch damit. Leider können sich viele Patienten diesen Komfort nicht leisten, die Zwieklassenmedizin eben! Vieles Leid kann verhindert werden vorausgesetzt man hat das Geld dazu und den Arzt der auch die Rezepte ausstellt. Es heißt nicht umsonst : weil du arm bist mußt du früher sterben, leider auch eine Tatsache!

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Lorbeerblatt 03.07.2013, 07:53
3. Informationsgehalt?

Was ist das denn wieder für ein Informationspotpourri? Hier werden völlig verschiedene Aussagen wahllos und leider auch Sinn verzerrend durcheinander geworfen.

Richtig ist, dass man im Ausland weniger Probleme innerhalb der Branche hat, wenn ein Kollege in dem Medien rumhampelt. Falsch ist aber, dass die medizinische Anerkennung damit in irgendeinem Zusammenhang stehen.

Der Artikel suggeriert, dass die Verfahren der Medienstars nur deshalb schlecht bewertet seien unter Kollegen, weil deren "Erfinder" in den Medien präsent seien. Dabei wird -an anderer Stelle - sogar indirekt gesagt: Der Grund liegt einzig im fehlenden Nachweis der Wirksamkeit.

Die Medien haben in dem Bereich eine sehr große Verantwortung! Sie können Scharlatanen, also jenen, die Geld abschneiden, aber bestenfalls nicht helfen, wenn nicht schaden, genauso eine Plattform bieten, wie echten Innovationen oder nützlichen Rückbesinnungen.
Wichtig wäre eine Berichterstattung, die die Kompetenz der Bürger unterstützt. Das ist sicher nicht dann erfüllt, wenn es sich ganz offensichtlich um einen Werbeartikel mit geführter Feder handelt. Diese Artikel häufen sich in letzter Zeit!

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plagiatejäger 03.07.2013, 08:01
4. Unterschiedliche Medien

Die Medien dürfen sich ihre Experten selbst wählen. Eine andere Meinung in der Medizin kann der Journalist ja nicht selbst wissenschaftlich prüfen. Ich bin klar für wissenschaftlich spezifische, kausale Methoden, was unspezifische Methoden in die Körperverletzung abgrenzt (akkupunktur etc. ). Medienärzte sind aber auch nicht immer nur Quacksalber, aber seriöse Ärzte machen ja auch keine Werbung.

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altefrau99 03.07.2013, 08:13
5. Herr Marianowicz hat Recht

Mein Mann ist auch rückenleidend, trotz viel Bewegung, Sport und Schlankheit. Vor acht Jahren konnte kaum aus dem Bett aufstehen, die Schmerzen ertrug nur mit Tabletten. Der Orthopäde hat OP vorgeschlagen. Da ich noch im Kopf hatte, wie ein Arbeitskollege nach zweimaligen Operation keine Besserung hatte, schickte meinen Mann gegen seiner Willen zu einem zweiten Arzt. Er hatte ihn zum Herrn Marianowicz geschickt und siehe da, seine Schmerzen sind nicht ganz verschwunden, aber er kann wieder Ski fahren, Inlineskaten , Schlittschuhlaufen, radfahren. Klar, er muss manche Vorschriften beachten und schlucken, wenn manche Menschen Bemerkungen machen, dass seine Frau die schweren Taschen trägt, aber er ist ohne OP ausgekommen. Seitdem bin ich auch überzeugte Gegnerin der schnellen RückenOPs.

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UbuRoy 03.07.2013, 08:20
6. Erlaubt ist, was hilft.

Pfeift auf die Schulmedizin. Wird eh nur von Diletanten und Fachidioten verbreitet die Nachplappern, was seit Jahrzehnten von der Mehrheit als Richtig empfunden wird. Das kann auch jeder allein für sich tun. Spart außerdem viel Geld.

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diskantus 03.07.2013, 08:22
7. Orthopädie-PR

Zitat von sysop
Der Fall verdeutlicht: Nicht jeder Promi-Arzt ist automatisch Experte - aber ist das schlimm?
Wenn das nicht ein bezahlter Artikel der Orthopäden-Liga ist (siehe dazu ausführlich: Frank Wittig - Die Weiße Mafia): dann heiße ich Meier.
Ein Herumgeschwurbel im PR-Beitrag: aber einen medizinischen Fehler kann man Herrn Dr. Marianowicz nicht nachweisen. ;-) Dennoch ist er natürlich ein Scharlatan: weil er Methoden "ohne OP" verbreitet! Es sind nämlich gerade die OPs, mit denen die Orthopäden viel, viel Geld verdienen, und Herr Dr. M. nimmt also den Herren Doktoren mit dem Skalpell Arbeit und damit Geld weg. Damit ist er natürlich ein schwarzes Schaf, das man am Besten mit in der Presse lancierten Beiträgen diskreditiert: denn immer noch glauben viel zu viele Menschen, dass Presse-Artikel immer brav vom Redakteur recherchiert werden. Ach was! das Gegenteil ist der Fall, leider. Denn es greift immer mehr um sich, dass Medien, um Geld zu lukrieren, Beiträge von PR-Firmen einkaufen. Das sollte aber, im Sinn einer objektiven Berichterstattung, nicht sein.

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dns82 03.07.2013, 08:34
8. Elfenbeintürme

Da ist er wieder, der alte Reflex der Schulmediziner: Da kommt jemand mit alternativen Methoden, die offenbar auch noch wirksam sind und wird von seinen Kollegen deswegen reflexhaft geringgeschätzt, weil nicht sein kann, was nicht sein darf. Vieleicht ist es eben gerade der kleine aber feine Unterschied, das "sich Zeit nehmen" und auf den Patienten eingehen, was des Rätsels Lösung ist. Viele Ärzte bewegen sich, was angemessene zwischenmenschliche Verhaltensweisen angehen (Respektvoller Umgang, verständliche Sprache, Empathie) nahe an der Grenze zur Inkompetenz. Soll Herr Dr. M. sich weiterhin die Zeit für seine Patienten nehmen, sich dafür angemessen bezahlen lassen und die Kollegen krakelen lassen. Wer heilt hat recht. Punkt.

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brido 03.07.2013, 08:53
9. Klar was Geld bringt

Zitat von sysop
Sanft, wirksam und ganz ohne Operation? Gegen Rückenschmerzen soll die Methode von Martin Marianowicz helfen, in Talkshows hat der Münchener Orthopäde seine Lehre schon oft verbreitet. Der Fall verdeutlicht: Nicht jeder Promi-Arzt ist automatisch Experte - aber ist das schlimm?
ist immer besser für die s.g. Wissenschaft...sehr neutral! Alles ist besser als dieses Blutbad...

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