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Umstrittene Studie: Ist schmutzige Luft tödlicher als Rauchen?
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Luftschadstoffe führen zu mehr vorzeitigen Todesfällen als Rauchen, behaupten Mainzer Forscher. Kritiker sprechen von einem "Musterbeispiel einer Unstatistik".

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dagmar1308 12.03.2019, 20:11
80. Feinstaub ist Killer no.1

egal wie man rechnet. Die Ursachen die zu bekämpfen sind in der Reihenfolge Holzverbrennung über diverse Kamine so zum Spaß betrieben sofortige Stilllegung, dann die Benziner und dann die Elektrizitätsgewinnung durch Kohlekraftwerke. Letzte Punkt ist in Arbeit und im Rückgang und weit ab von den Menschen. Die Holzverbrennung stark steigend und direkt im Wohnumfeldgestaltung. Zum PKW gibt es für Großstädter Alternativen. Zulassungsbeschränkungen für die Bewohner greifen hier optimal.

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Spiegelpfau 12.03.2019, 20:12
81. Nein, Rauchen ist „tödlicher“

Man stirbt beim Rauchen ca. sechsmal, beim Einatmen schmutziger Luft nur einmal.

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brotzeitholer 12.03.2019, 20:47
82. dazu braucht es keinen Wissenschaftler

Zitat von chewbakka
Sobald diese 'Wissenschaftler' schlüssig und widerspruchsfrei belegen können, wieso trotz dieser ungeheuerlichen Gefahren die Menschen nicht nur immer älter werden und dabei auch noch immer länger gesund bleiben, dürfen sie wiederkommen.
wo ist der Widerspruch? In Deutschland seit Jahrzehnten immer bessere Luft und längere Lebenserwartung.

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markx01 12.03.2019, 20:52
83. MisterD

Zitat:"...Man muss sich mal vergegenwärtigen, dass wir diese, kruden, ja absurden Debatten nur führen können, weil unsere Vorfahren all das für uns erreicht haben, ohne sich einen feuchten Dreck um ihre Gesundheit zu scheren..."

Der erste Alkoholrausch ist irgendwo auch schön. Wenn man permanent an der Flasche hängt, wird es schwierig. Etwas über die atomare Welt in Erfahrung zu bringen ist sicherlich aufregend bis interessant. Mit dieser Urkraft Bomben zu bauen und über bewohnte Gebiete abzuwerfen ist weder aufregend noch interessant, sondern im besten Falle blödsinnig.

Niemand hat etwas gegen technologischen Fortschritt, aber die Menschheit hat schon ein leicht euphemistischen Hang zur eigenen Göttlich oder Unsterblichkeit.

Mag ja sein, dass solche Debatten in bestimmten Punkten Luxus sind. Ändert aber nichts an der Notwendigkeit, sie ständig und immer wieder zu führen.

In dem Sinne wird es immer wieder Leute geben, die eine Atomnbombe bauen oder abwerfen wollen. Und in diesem Sinne muss man den Leuten dann auch immer wieder sagen, dass das keine gute Idee ist.

Technologischer Fortschritt endet dort, wo er auf Dauer die eigene Lebensgrundlage zerstörrt oder nachhaltig schädigt. Man kann das zwar weitgehend ignorieren oder als Luxus abtun, aber kommt nicht an diesen Punkt vorbei.

Gruß

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modellflieger 12.03.2019, 21:17
84. Stuttgart

Am meisten dem Feinstaub ausgesetzt sind die Autofahrer, die täglich im Stau stehen. Die Luft für den Innenraum wird nur 70 cm über der Fahrbahn angesaugt. In der U-Bahn (in Stuttgart Straßenbahn und S-Bahn) sind die Fahrgäste nicht besser dran. Der Feinstaubgehalt ist dort noch höher als auf der Straße. Also sterben zuerst die Fahrgäste und dann die Autofahrer.

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MisterD 12.03.2019, 21:26
85. Ich hab mal nur ihren Schlussabsatz zitiert...

Zitat von markx01
(...) Technologischer Fortschritt endet dort, wo er auf Dauer die eigene Lebensgrundlage zerstörrt oder nachhaltig schädigt. Man kann das zwar weitgehend ignorieren oder als Luxus abtun, aber kommt nicht an diesen Punkt vorbei. (...)
denn er zeigt mir, dass Sie es nicht verstanden haben. Selbstverständlich muss Fortschritt stets die Verbesserung der Lebenssituation beinhalten und natürlich muss das Ziel am Horizont darin bestehen, dass auf dieser Erde keiner mehr stirbt, bevor er 150 Jahre alt geworden ist...

Wobei das allein schon reichlich wohlfeil ist, denn während wir hier Milliarden und Abermilliarden EUR aus dem Fenster werfen, um 2 von 100.000 Einwohnern zu retten, könnte man für 500 EUR am Tag in Afrika schon gut und gerne 50 von 100.000 Einwohnern das Leben retten... najs seis drum, der Afrikaner hat's wohl nicht anders verdient, nehme ich an...

Sie dürfen nicht übersehen, dass Fortschritt und Lebensqualität Dinge sind, die man sich leisten können muss.
Wenn in Deutschland die Arbeitslosigkeit auf 25% steigt, weil die Automobilindustrie vor die Hunde geht und somit ein Großteil der gut verdienenden Arbeitnehmer stempeln gehen muss... dann mag das Klima vorerst gerettet sein... allerdings fehlen dann auch zig Milliarden EUR an Steuern, das Gesundheitssystem bricht krachend zusammen, es gibt soziale Unruhen usw.

Seien Sie bitte nicht so kindlich naiv, wie die Schüler, die auf die Straßen gehen und glauben die Welt würde ganz trivial funktionieren. Jugendliche dürfen das noch denken, dafür sind sie Jugendliche... aber wir gebildete Erwachsene sollten die Welt und wie sie funktioniert besser durchdrungen haben...

Dasselbe Geleier mit der Lebensgrundlage, die wir zerstören, hören wir uns doch schon seit 50 Jahren an. Waldsterben, Bienensterben, Artensterben, Ozonloch, Polkappen schmelzen usw.
Klar, das ist alles nicht gut. Aber die Menschheit muss eben lernen. Um den Verbrenner so sparsam und effizient zu haben, wie wir ihn heute kennen, musste man ihn 150 Jahren lang stetig verbessern, testen, verbessern, testen, verbessern...

Haben Sie die Lösung? Dann auf auf, machen Sie es besser...

Ich haben die Lösung leider nicht, also muss ich als Ingenieur täglich versuchen zu lernen und die Welt ein kleines Stück zu verbessern...

Jeder Irrtum, jeder Fehler in der Geschichte der Menschheit war nötig, um uns dahin zu bringen, wo wir heute stehen. Wir werden im Schnitt 85 Jahre alt. Für unsere Großeltern war es noch normal, dass man seine Rente im Schnitt 3 bis 5 Jahre genießen kann, bevor es unter die Erde geht... mal drüber nachdenken... wir führen hier Luxusdebatten, nicht mehr und nicht weniger...

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zeisig 12.03.2019, 21:34
86. Im Ernst?

Derartige Behauptungen aufzustellen und das das auch noch als wissenschaftlich fundierte Studie verkaufen zu wollen, das ist für mich schon skandalös. Ich glaube diesen Forschern kein Wort.

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zeisig 12.03.2019, 21:50
87. Das Rauchen nicht verharmlosen.

Einfach mal einen Raucher fragen, der - so wie ich - im Alter von fünfzig Jahren mit dem Rauchen aufgehört hat. Es ist einfach unverantwortlich, die Gefahren des Rauchens derart zu verharmlosen ! Ich jedenfalls genieße täglich die frische Luft in der Stadt, in der ich wohne und werde bestimmt 85 Jahre alt !

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markx01 12.03.2019, 22:26
88. MisterD

Ich verstehe tatsächlich nicht, warum sie mein Post ausgerechnet auf diese Weise angreifen. Zumal ich nicht mal grundlegend widersprochen habe. Mein Beispiel mit der Atombombe dient dabei nur zur Verdeutlichung.

Sie bauen zu können, ist technologischer Fortschritt. Wenn man sie aber zündet, entzieht man sich in dem Gebiet der eigenen Lebensgrundlage. Was für ein Sinn hat das? In dem Sinne ist Technologie völlig irrsinnig.

Gleiches gilt auch für Autos. Wenn auch in einer anderen Art.

Natürlich können wir Deutschland dafür sorgen, dass jede zwei Autos besitzt und damit die Arbeisplätze erhält. Da gebe es in der Welt nur etwa 160 Millionen Autos und es gebe keinen großen Probleme.

Wenn man das für jeden Menschen auf der Welt erreichen will, wird das schwierig. Jedenfalls mit der aktuellen Technologie. Entzieht Technologie durch Bequemlichkeit, Freiheit oder Individualität auf Dauer die Lebensgrundlage.

Zitat:"Aber die Menschheit muss eben lernen"

Das mit den anderen Verkehrs konzepten ist schwierig bis unmöglich, weil es Arbeitsplätze in der Autoindustrie zerstörrt? Sorry, aber ... Genau das ist ja der Tenor.

In Zukunft werden wir halt was erfinden, was uns allle rettet. Ähnlich wie beim Atomstrom.

Allgemein. Wenn alle Menschen auf der Welt, und das sollte ja insgesamt das Ziel sein, unser aktuellen Lebensstandard ebenso auskosten, wäre dieser Lebensstil selbstzerstörrend. Zerstörrt die Umwelt als Lebensgrundlage. Trotz allem technoloschen Fortschritts, der damit verbunden ist.

Es geht nicht um irgendwelches Alter. In dem Punkt habe ich bei dem Text auch meine Zweifel. Eine halbwegs intakte Umwelt bedeutet immer auch Lebensqualität, egal wie lange man lebt.

Ansonsten könnte man seinen Urlaub auch irgendwo in einem Industriegebiet verbringen. Nein, man fährt ja irgendwo in den Urlaub, um "intakte" Natur zu erleben darüber seine Akkus wieder aufzuladen.

Gruß

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Patrik74 13.03.2019, 07:56
89. @79 Unsinn

Zitat von
Und ja... natürlich muss man daran arbeiten, dass alle Menschen lange und gesund leben. Aber das darf nicht auf Kosten unseres wirtschaftlichen Erfolges gehen.
Die Lebenserwartung ist nur deshalb gestiegen, WEIL es immer mehr Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutzgesetze und immer strengere Grenzwerte gibt.

Das Gejammer über den Untergang des Abendlandes kommt bei jeder neuen Maßnahme, und blieb bisher immer aus.

Ich will, dass meine Kinder die sauberste Luft atmen, das gesündeste Wasser trinken, die beste Ernährung kriegen. Und wenn das die Konzerne ein paar Prozentpunkte Rendite kostet, sei es drum.

Das ganze ist in der Tat eine reine Luxus-Debatte, wenn man sich vergegenwärtigt, dass bspw. VW letztes Jahr 17 Mrd. Gewinn gemacht hat, und die Nachrüstung aller Diesel ca. 1 Mrd. gekostet hätte. Worüber reden wir hier eigentlich? Und wieso lassen sich so viele vor den Karren spannen, nur damit der VW-Vorstand seinen vollen Bonus kassieren kann?

Die Kurzfassung dieser komplett sinnbefreiten Diskussion ist: Ich will dass meine Kinder schlechtere Luft, damit die Familien Porsche/Piëch noch mehr Milliarden verdienen.

Sehr löblich....

Wenn sie es wünschen, dann lassen sie doch ihre Kinder im ungesicherten Coltan-Bergwerk schuften, für den "wirtschaftlichen Erfolg" (erwarten sie aber weder ein langes Leben noch einen Dank seitens "der Wirtschaft")

Wie kann man nur so gegen seine eigenen Interessen und die zukünftiger Generationen argumentieren? Stockholm-Syndrom?

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