Forum: Gesundheit
Urteil: Bei Verschreibungsfehler haftet Apotheker wie Arzt
DPA

Ein Arzt macht Fehler beim Ausstellen eines Rezepts, der Apotheker bemerkt das nicht - der Patient wird schwer geschädigt. Jetzt hat ein Oberlandesgericht entschieden: Sowohl der Apotheker als auch der Mediziner haften dafür.

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lukapp 28.08.2013, 19:28
1. Jetzt erklären Sie mir einmal,

wie ein Apotheker ohne Kontakt mit dem Patienten eine solche Verantwortung übernehmen soll?

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annibertazeh 28.08.2013, 19:42
2. Unglaublich und unakzeptabel das Urteil

Weder die Apotheker, noch die Heilmittelerbringer sind berechtigt zu diagnostizieren. Trotzdem wird von ihnen (höchst-richterlich) gefordert, die Ärzte zu kontrollieren. Es ist unglaublich, wie sich die Schwarz- und Rotkittel schützend vor die Weißkittel stellen. Zum Schaden der diesen vermeintlichen Göttern zugeordneten Berufsgruppen und der Patienten.

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Stäffelesrutscher 28.08.2013, 19:53
3.

Wie soll der Apotheker denn das beim Aufziehen der Schublade feststellen?

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inci2 28.08.2013, 20:04
4.

Zitat von lukapp
wie ein Apotheker ohne Kontakt mit dem Patienten eine solche Verantwortung übernehmen soll?
Auf den Rezepten steht das Geburtsdatum des Betreffenden. Das hätte ein Hinweis sein können. Wenn jetzt aber der Apotheker von der Krankheit des Kindes und der bevorstehenden OP gewusst hat, hätte er durchaus denken können, daß die Dosis der Medikation ihre Richtigkeit gehabt habe.

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Stäffelesrutscher 28.08.2013, 20:10
5.

Zitat von lukapp
wie ein Apotheker ohne Kontakt mit dem Patienten eine solche Verantwortung übernehmen soll?
Ganz einfach: Wer seine Profitraten immer damit begründet, er ziehe nicht nur Schubladen auf, sondern berate, dem fällt das irgendwann auf die Füße ...

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gwyar 28.08.2013, 20:15
6. zu #1

steht auf dem Rezept nicht das Geburtsdatum des Patienten?

Wenn der Apotheker nicht in Verantwortung genommen werden kann - weshalb dürfen Medikamente dann nicht beim Supermarkt verkauft werden?

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Medman 28.08.2013, 20:16
7. @lukapp

Wie der Apotheker diese Verantwortung übernehmen kann?

Indem er einfach mal auf das im Rezept aufgedruckte Geburtsdatum schaut und erkennt, dass der Petiwnt nicht 80 sondern 8 Monate alt ist.

Genau aus diesem Grund gibt es nämlich Apotheker - dass auch Sie die Verschreibung kontrollieren, ansonsten könnte das Ausgeben von Medikamenten ja jeder machen, der des Lesens mächtig ist.

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waldschrat80 28.08.2013, 20:38
8.

Zitat von lukapp
wie ein Apotheker ohne Kontakt mit dem Patienten eine solche Verantwortung übernehmen soll?
In dem Fall relativ eindeutig. Bei einer 8-fachen Überdosis sollte ein Apotheker eigentlich merken, dass etwas nicht stimmt.
Wenn es bei einer Apotheke nur noch darum geht, die Schachteln aus einem Regal zu nehmen, dann wird wohl kein langjähriges Pharmaziestudium mehr benötigt.

Aber natürlich darf sich das Urteil nur auf eindeutige Fälle beziehen (z.B. massive Überdosierungen oder zwei Medikamente auf einem Rezept, die zusammen nicht genommen werden dürfen, etc...). Solange die Menge, bzw. das Medikament grundsätzlich im Rahmen einer normalen Anwendung in Ordnung ist, darf der Apotheker ohne genaue Patienteninformationen, selbstverständlich nicht haftbar gemacht werden.

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hjm 28.08.2013, 20:41
9.

Wie funktioniert das eigentlich, wenn minderjährige Schmerzensgeld bekommen?
Wird das einfach den Eltern ausgezahlt (die es dann theoretisch auf den Kopp hauen können)?

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