Forum: Gesundheit
US-Studie: Ungesunde Ernährung tötet mehr Menschen als Tabak - was ist da dran?
Anze Buh / EyeEm / Getty Images

Elf Millionen Menschen starben 2017 an den Folgen ungesunder Ernährung, berichten Forscher. Sie sei damit für mehr Todesfälle verantwortlich als Rauchen. Diese Aussage ist allerdings mit Vorsicht zu behandeln.

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dasfred 04.04.2019, 06:19
1. Wo sollen die Nüsse plötzlich herkommen

Die empfohlene Tagesportion an Nüssen für die Weltbevölkerung muss erstmal gepflanzt werden. Das Vollkorn, Obst und Gemüse als Grundlage dienen sollten, Wurst, Fleisch und Zuckerwaren nur zusätzliche Genußmittel sind hat sich doch langsam rumgesprochen. Wer sich schlecht ernährt, weiß es meist selbst, macht es aber trotzdem. Wenn Genuss und Bequemlichkeit den Ton angeben, dann kann man auch mit Studien wenig ausrichten.

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Ramses_LXXII. 04.04.2019, 06:23
2. Ziel jeden Lebens ist der Tod

Die Behauptung, der Konsum oder Nicht-Konsum bestimmter Lebensmittel, führe zum Tod ist unsachlich und reißerisch. Schließlich führt jedes Leben - selbst bei idealer Führung - zum Tod. Aussagekräftiger wäre die Angabe der vermuteten durchschnittlichen Anzahl von Zeiteinheiten, um die die maximal mögliche Lebensdauer durch den Konsum oder Nicht=Konsum bestimmter Lebensmittel verkürzt wird.

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roithamer 04.04.2019, 06:30
3.

Ich lese:
"Für das Jahr 2017 sind demnach 11 Millionen Todesfälle sowie 255 in Krankheit verbrachte Lebensjahre auf die Ernährung zurückzuführen."
Was soll dieser Satz sagen? Haben die 11 Millionen an falscher Ernährung Verstorbenen zusammen bloß 255 Jahre in Krankheit gelebt? Oder sind von den Nichtverstorbenen insgesamt nur 255 Krankheitsjahre zu verzeichnen?

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masderr 04.04.2019, 06:31
4. 20 000 000

Menschen sterben pro Jahr durch schwachsinnige Studien.

Es ist schon klar, dass ungesunde Ernährung auf Dauer zum Tod führen kann. Viele Sachen werden aber bei jeder Studie ausgeblendet. Zusatzstoffe in Lebensmitteln, Rückstände von Pflanzenschutzmitteln, wie haben die Personen noch gelebt etc.

Weit wichtiger ist dich die Frage, warum Menschen immer noch an Hunger sterben müssen, obwohl es hier alles im Überschuss gibt.

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spon-facebook-10000239462 04.04.2019, 06:40
5. Bis jetzt...

Bis jetzt ist noch keiner lebend hier rausgekommen. Egal, was man isst - das Leben endet mit dem Tod. Ich finde, man sollte sich durch solche Artikel nicht ins Boxhorn jagen lassen. Lieber ein etwas kürzeres Leben mit Spaß, als ein paar Jahre länger und dafür immer auf der Hut vor schädlichen Umwelteinflüssen, was dann widerum auch krank machen kann.

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tailspin 04.04.2019, 06:44
6. Schau nach in China

Da gibt es die China Gesundheitsstudie, die ueber Jahrzehnte lief und eine unglaublich hohe Anzahl an Probanden ueber verschiedene Regionen untesuchte. Von Dr. Campbell analysiert."The China Study: Revised and Expanded Edition: The Most Comprehensive Study of Nutrition Ever Conducted and the Startling Implications for Diet, Weight Loss, and Long-Term Health".
Die Studie ist statistisch bestens abgesichert. Das besondere, die Studie fand statt bevor Mc Donalds Einzug nach China hielt. Die Chinesen dieser Epoche waren praktisch alle Vegetarier. Er ist absolut erstaunlich, welche Krankheiten (die meisten) es dort nicht gab. Die Schlussfolgerungen sind glasklar, die Umstellung alter Gewohnheiten duerfte hingegen nicht so einfach werden.

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Actionscript 04.04.2019, 06:49
7. Unglaubwürdige Studien

Nicht nur was man isst sondern auch wieviel man isst, ist entscheidend. Und wenn man zu viele Nüsse isst oder gesalzene Nüsse, dann gibt es ein echtes Problem. Auch werden Sport, Stress, Drogenkonsum (Alkohol) auch ausser acht gelassen. Meiner Meinung nach kann man zwar sagen, dass das Verzehren von bestimmten Lebensmitteln nicht gut ist, doch Rückschlüsse auf die Anzahl der Toten in einem Jahr zu ziehen, geht absolut zu weit. Das Einzige, was ich glauben würde, wäre die Anzahl der Todesfälle bei bestimmten Krankheiten wie Diabetes, Krankheiten direkt bezogen auf das Rauchen wie bestimmte Art von Lungenkrebs, Asthma, COPD.

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ddcoe 04.04.2019, 06:56
8. Ich wundere mich seit Jahren

darüber, was alles so verteufelt wird - aber noch mehr darüber, das z.B. Alkohol wie durch ein Wunder verschont wird. Nicht einmal unsere Drogenbeauftragten haben dazu genug Mut. Und solange diese alberne Heuchelei weiter geht, werde ich auch mit Genuß Rauchen und Essen was mir schmeckt. Der Alkohol scheint ein Biotop zu sein das heilig ist - einfach nur traurig.

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globulli 04.04.2019, 07:01
9. Interpretationssache

Die Geburtenrate steigt seit ein paar Jahren. Gleichwohl nimmt die Zahl “heimischer“ Störche zu. Manche Forscher kommen nun zu dem Ergebnis: Störche bringen DOCH die Babies.
(Kann es sein, dass mehr Menschen essen, sich auch potentiell mehr Leute mangelhaft ernähren können?)

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