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US-Studie: Ungesunde Ernährung tötet mehr Menschen als Tabak - was ist da dran?
Anze Buh / EyeEm / Getty Images

Elf Millionen Menschen starben 2017 an den Folgen ungesunder Ernährung, berichten Forscher. Sie sei damit für mehr Todesfälle verantwortlich als Rauchen. Diese Aussage ist allerdings mit Vorsicht zu behandeln.

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cobaea 04.04.2019, 17:01
160.

Zitat von Olaf
Allerdings habe ich noch keinen stark Übergewichtigen 90 jährigen getroffen. Die waren alle ziemlich schlank. Weiterhin hat diese Generation einen großen Teil ihres Lebens gezwungener Maßen recht gesund gelebt.
Sowas sollten Sie nicht behaupten - ich könnte mich versucht fühlen, Ihnen ein paar Beispiele mir bekannter moppeliger Hochbetagter zu beschreiben, die ich tatsächlich gekannt habe bzw. kenne. Ich hätte dann im Gegenzug auch noch ein paar fitte, schlanke deutlich jünger Verstorbene zu bieten. Aber ums kurz zumachen: Aus einzelnen persönlichen Erfahrungen kann man keine allgemeingültigen Aussagen schnitzen.

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cobaea 04.04.2019, 17:10
161.

Zitat von antelatis
Es gab mal eine Zeit, in der der Mensch nicht überleben konnte, ohne Tiere zu töten und zu verwerten, aber diese Zeit ist schon lange vorbei. Heutzutage wird das in diesem Ausmaß nur noch gemacht, weil es ein riesen Geschäft ist. Klar, es gibt Pflanzen, die giftig sind, aber die Pflanzen, die bekömmlich sind, sind absolut unbedenklich und sogar ausdrücklich gesund. Tierische Produkte sind hingegen alle bestenfalls fragwürdig.
Ach, der Glaubenskrieg tobt wieder. Also ich behaupte jetzt mal, das meiste Fleisch wird heute gegessen, weil es den Leuten schmeckt und sie es sich leisten können. Und nicht, weil es ein "riesen Geschäft" ist. Denn das Geschäft funktioniert nur, wenn genügend Abnehmer da sind. Da niemand zum Fleisch essen geprügelt wird, muss es also genügend Leute geben, die Fleisch mögen. Tierische Produkte sind bedenklich, wenn die armen Viecher in Massentierhaltung dahinvegetieren mussten. Ansonsten wüsste man nicht warum Fleisch - in Maßen genossen - fragwürdig sein sollte. Sobald eine Pflanze bekömmlich ist, kann man sie logischerweise essen - sonst wäre sie ja nicht bekömmlich. Aber es wäre schon sinnvoll darüberhinaus ein paar Dinge über essbare Pflanzen zu wissen - sonst sind die nämlich oft auch "fragwürdig" - rohe Bohnen z.B. und ebensolche Kartoffeln.

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TS_Alien 04.04.2019, 17:16
162.

Zitat von curiosus_
Es wird zwar nur "ein zusätzlicher Faktor" betrachtet, aber selbstverständlich hat man alle anderen Faktoren (z.B. Lebensmittel. Oder Sport. Oder die Gesundheitsversorgung. Oder die genetische Veranlagung. Oder der Stresslevel. Oder die böse Schwiegermutter. Oder..) genau so parallel wirkend. Es ist immer die Summe aus allem die wirkt, egal ob gezielt nur ein Faktor oder viele betrachtet werden.
Im Statistik-Einmaleins lernt man, dass man bei zwei Gruppen, die sich nur in einem Faktor unterscheiden, sehr wohl den Einfluss dieses einen Faktors ermitteln kann.

Darüber hinaus wäre es geradezu absurd, wenn Abgase oder Rauch nicht für den Körper schädlich wären. Sie sind lokal schädlich in der Lunge. Das sollte bereich reichen, diese Stoffe in der Umwelt zu reduzieren.

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TS_Alien 04.04.2019, 17:29
163.

Zitat von meinegruenesocke
Was viele Foristen zu vergessen scheinen, ist, dass es bei einer gesunden Ernährung nicht um ein langes Leben geht, sondern darum, so lange wie möglich gesund zu bleiben. Und dass das am besten mit einer vollwertigen, pflanzenbasierten Ernährung erreicht werden kann, wurde in unzähligen Studien nachgewiesen.
Vielleicht gibt es eine gesunde Ernährung. Dann aber eine, die für jeden Menschen individuell ist. Der eine braucht mehr von X, der andere mehr von Y. Im Extremfall kann sogar eine individuell ungesunde Ernährung für ein längeres Leben sorgen. Beispiel? Jemand trinkt viel Alkohol. Der Alkohol zerstört eine Zelle im Magen-Darm-Trakt. Diese Zelle hätte sich kurze Zeit später in eine Krebszelle verwandelt. Es entwickelt sich kein Krebs.

Und nun?

Statistiken, denen kein plausibles Erklärungsmodell mitgeliefert wird, können reine Zahlenspielereien sein.

Die eine oder andere Ernährungsregel scheint sinnvoll zu sein. Aber wetten würde ich darauf nicht.

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Sleeper_in_Metropolis 04.04.2019, 17:51
164.

Zitat : "Ungesunde Ernährung tötet mehr Menschen als Tabak - was ist da dran?"

Naja, es ist eine US-Studie. Und wenn man sich den Prototyp des übergewichtigen US-Bürgers mit all' den dazugehörigen Ernährungs- und Bewegungsdefiziten vorstellt glaub' ich sofort, das das tödlicher ist als ein paar Zigaretten im Leben bei ansonsten einigermaßen vernünftiger Lebensführung.

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behemoth 04.04.2019, 18:00
165. Vielleicht

Zitat von unaufgeregter
Heute haben sich die Kollegen hier den obligatorischen Döner bestellt und nachmittags wird dann Kuchen gegessen. Mit Anfang 30 sind die meisten relativ füllig und davon überzeugt, das Sport Mord ist. Ich kann mir gut vorstellen, an welchen Krankheiten sie in wenigen Jahren leiden werden.
wird der eine oder andere ja auch so alt wie Helmut Schmidt ("Reyno und Cola")?

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Ali Blabla 04.04.2019, 18:05
166. Ignoranz killt!

Erschreckend was hier teilweise für ein Blödsinn geschrieben wird. „Warum soll ich achtzig werden, wenn ich dieses oder jenes nicht essen oder trinken darf? Was hab ich dann vom Leben?“ Diese Frage beantwortet du am Besten, wenn dein Arzt die Diagnose „Krebs“ stellt. , zu viel Wurst und Fertiggerichte, zu viel Zucker etc.

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murun 04.04.2019, 18:50
167. Nein

Zitat von antelatis
- Nahezu alle pflanzlichen Nahrungsmittel sind gesund bis unbedenklich (es sein denn sie sind offensichtlich giftig oder unverträglich).
Obst ist Vitaminspender. Jep. Aber zu viel davon ist alles andere als gesund. Ich verstehe einfach nicht, dass so viele den Fruchtzuckeranteil von Obst einfach nicht im Hinterkopf haben...

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D. Brock 04.04.2019, 20:16
168. Wobei Sie freilich den Fehler machen ...

Zitat von manni0815
als erstes gesundes Lebensmittel wird Obst aufgefuehrt, welches viel Zucker enthält. Zucker ist insbesondere in mit einer Dosis von 50 Gramm, wie sie DGE noch empfiehlt extrem ungesund. Da die meisten Menschen schon viel Weizenprodukte zu sich nehmen, welche ähnlich verstoffwechselt werden wie Zucker, muesste die Empfehlung fuer diesen Wert etwa um die Hälfte gesenkt werden. Zucker ist Droge Nr. 1 und fuer die meisten Todesfälle verantwortlich. Gemuese sollte an erster Stelle stehen in Verbindung mit Wildpflanzen, welche sehr viele Mineralien und sekundäre Pflanzenstoffe enthalten. Aber wer weiß heute noch, dass Löwenzahn, Giersch, Wegerich, Franzosenkraut, Miere, Brennnessel, uvm 1. eßbar und 2. sehr inhaltsreich sind? Diese Pflanzen wuerden uns das liefern, was in den Meisten Hochertragssorten mittlerweile fehlt.
... zu glauben der Fruchtzucker einer vollständigen Frucht würde genauso gut oder schlecht verstoffwechsel werden wie ein x-beliebiger künstlich hinzugefügter.
Dies ist ein Irrtum.
Wenn Sie einen Apfel essen, kann dieser vollständig verstoffwechselt werden, da ein Apfel eben auch die Stoffe mitbringt, die genau dies bewirken!
Gesunde Ernährung kann nicht losgelöst von der biologischen Evolution betrachtet werden - es wird DAS vollständig verwertet, was die Natur anbietet. Monokulturen kommen in einer gesunden Natur nicht vor. Deshalb ist es bei natürlicher Ernährung zudem auch nicht möglich sich einseitig zu ernähren.
Dass Süßes, Fettes und Salziges besonders gut schmecken, ist ebenfalls eine Folge der Evolution. Es schmecken gerade die Dinge besonders gut, die natürlicherweise eben rar sind.
Eine Lebensmittelindustrie, die sich also nur auf Gutschmeckendes konzentriert, sorgt dafür, dass erstens absolut gesehen ZUVIEL und zweitens ZUVIEL von dem gegessen wird, was ursprünglich eine (zwar notwendige) NAHRUNGSERGÄNZUNG war. Wer nur noch NACHRUNGSERGÄNZUNGEN zu sich nimmt und absolut gesehen viel zu viel isst, muss sich in der Tat nicht über die Folgen wundern.
Gehen Sie von einer Steinzeiternährung mit einen gesunden Mix natürlicher, vollständig, wenig und schon gar nicht thermisch bearbeiteter Lebensmittel aus und Sie liegen richtig.

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brooklyner 04.04.2019, 21:00
169.

Einfach wie die Finnen Zucker durch Xylitol ersetzen, was ausser beim Karamellisieren von Zwiebeln bestens funktioniert und schon gibt es keine bösen Überraschungen beim Zahnarzt mehr - im Gegenteil.

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