Forum: Gesundheit
US-Studie: Ungesunde Ernährung tötet mehr Menschen als Tabak - was ist da dran?
Anze Buh / EyeEm / Getty Images

Elf Millionen Menschen starben 2017 an den Folgen ungesunder Ernährung, berichten Forscher. Sie sei damit für mehr Todesfälle verantwortlich als Rauchen. Diese Aussage ist allerdings mit Vorsicht zu behandeln.

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K. Larname 04.04.2019, 09:27
60.

Zum Thema statistische Kreativität:

Könnten dieselben Daten herangezogen werden für eine Abhandlung über die Schädlichkeit des Bewegungsmangels?

X Menschen sind vorzeitig gestorben, weil sie sich falsch ernährt haben.
X Menschen sind vorzeitig gestorben, weil sie keinen Sport getrieben haben.
X Menschen sind vorzeitig gestorben, weil sie vermutlich - auf Basis statistischer Durchschnitte - länger gelebt hätten.

Wen interessieren schon Individuen oder der Wahrheitsgehalt von Wahrscheinlichkeiten unter Berücksichtigung mglw. versehentlich oder bewusst weggelassener oder überbewerteter Daten?

Statistik regiert die Welt und erzeugt Mediencontent.

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mirage122 04.04.2019, 09:31
61. Wenn Bill Gates in sowas investiert,

... dann sehe ich dahinter keine üblen Eigen-Interessen. Darum finde ich es schon wichtig, den Finger auf Wunden zu legen - und das kann nicht oft genug passieren. Ich beobachte oft Menschen, die auf der Straße mit dem Handy in der einen Hand und dem Döner in der anderen in totaler Hektik ihren Hunger stillen. Leider sind das oftmals diejenigen, die eindeutig zu viel Pfunde auf den Rippen haben. Die sogenannten To-Go-Angebote sind mit Sicherheit nicht gesund. Warum findet man nicht die Zeit, sich zu Hause etwas Appetitliches zurecht zu machen? Es gibt doch genügend Koch-Shows, nicht nur nebenher laufen lassen, während man mit dem Smart-Phone beschäftigt ist. Zu einem Essen, das uns nicht schadet, muss auch der Zeitfaktor berücksichtigt werden. In der Ruhe liegt die Kraft. Ich finde nicht, dass so eine Studie mir die Freiheit nimmt, über mich selbst zu entscheiden. Es ist mit Sicherheit nicht schädlich, sich über diese Erkenntnisse zumindest ernsthafte Gedanken zu machen.Das gilt aber ganz besonders für den Alkohol-Konsum, das wurde hier in einigen Beiträgen bereits angesprochen. Mir ist unverständlich, wieso hier nicht die Verbots-Schraube angelegt wird. Vielleicht weil die verantwortlichen Politiker oftmals selbst ein Problem damit haben.

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Indiana.Jones 04.04.2019, 09:35
62. Ganz meine Meinung

Zitat von jarno80
Verstehe, beim Diesel ist die Methode erlaubt. Gleiches gilt beim passivrauchen. Aber bei der Ernährung kann man so natürlich nicht argumentieren. Oder die kritischen Forscher sind nur gekaufte Einzelmeinungen. ...
Ich meine, mich erinnern zu können, dass die WHO-Studie, die zu dem NOx-Grenzwert führte, genau so eine Beobachtungsstudie war.

Aber vermutlich ist das ja etwas ganz anderes...

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principezinho 04.04.2019, 09:38
63. Einfache Behauptungen

Zitat von Actionscript
Nicht nur was man isst sondern auch wieviel man isst, ist entscheidend. Und wenn man zu viele Nüsse isst oder gesalzene Nüsse, dann gibt es ein echtes Problem. Auch werden Sport, Stress, Drogenkonsum (Alkohol) auch ausser acht gelassen. Meiner Meinung nach kann man zwar sagen, dass das Verzehren von bestimmten Lebensmitteln nicht gut ist, doch Rückschlüsse auf die Anzahl der Toten in einem Jahr zu ziehen, geht absolut zu weit. Das Einzige, was ich glauben würde, wäre die Anzahl der Todesfälle bei bestimmten Krankheiten wie Diabetes, Krankheiten direkt bezogen auf das Rauchen wie bestimmte Art von Lungenkrebs, Asthma, COPD.
Ohne die Studie wirklich gelesen zu haben, wird hier von vielen behauptet, man hätte andere Faktoren, wie rauchen, Stress etc. außer Acht gelassen. Das hat man natürlich NICHT! Bei den Auswertungen von Studien (Meta-Studie)= Epidemiologie, werden gerade hinsichtlich der Interpretation der Daten, viele Störfaktoren herausgerechnet. Diese Leute sind doch nicht blöd! Und dass man hier als Kommentator des Artikels, ohne jegliche Kennnisse auf den Gebieten der Epidemiologie, Data Science, Statistik und Stochastik, meint, man müsse die Forscher belehren, auf was sie angeblich nicht geachtet hätten, finde ich schon sehr anmaßend. Natürlich werden Risikofaktoren einbezogen. Wenn man z.B. eine Gruppe, die einen sehr hohen Salzkonsum hat, die in Amerika lebt und eine andere Gruppe mit hohem Salzkonsum in Afrika (wo man vielleicht viel gepökelten Fisch isst) vergleiche, dann kann man z.B. wechselseitig andere Faktoren wie Stress, rauchen, Drogenkonsum etc. herausrechnen. Und wenn in diesen Salz-Gruppen Herzkreislauferkrankungen statistisch signifikant gehäuft auftreten, und diese Menschen überall auf der Welt dieselbe hohe Signifikanz aufweisen, dann kann nur das Salz dafür die wahrscheinlichste Ursache sein, weil die Menschen in dieser Gruppe sonst keine Gemeinsamkeiten haben, die dafür ursächlich sein könnte. Bei 10 oder 100 Leuten treten diese statistischen Effekte nicht hervor. Bei 3 Millionen oder 20 Millionen aber sehr wohl.

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aku12 04.04.2019, 09:39
64. Dank dieser treffenden Schlagzeile ist der Tag gerettet

Zitat von joe_guglielmo
sind kurze "take home messages" immer falsch! Die ungeklärten Fragen der Kausalität sind ja schon im Text erwähnt. Hinzu kommt, dass es wohl nichts nützt "gesunde" Lebensmittel zu essen, wenn sie nicht die als "ungesund" attribuierten Lebensmittel ersetzen. Außerdem sollte man doch eher von "verkürzter Lebenszeit" als von Todesfällen sprechen. Denn: jeder der irgendetwas tut stirbt irgendwann. Ich erwarte noch die reißerische Schlagzeile "Geburt ist die Ursache 100% aller Todesfälle"
Zitat:
"Ich erwarte noch die reißerische Schlagzeile "Geburt ist die Ursache 100% aller Todesfälle"

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moev 04.04.2019, 09:39
65.

Zitat von Little_Nemo
Ziel jeden Lebens ist nicht der Tod, sondern das Leben. Wäre das Ziel der Tod, wäre das Ziel ja sehr schnell erreichbar. Das Ende jeden Lebens ist aber der Tod. Und bei diesem Thema hier geht es weniger um Zeiteinheiten, denke ich, sondern um Todesursachen. Man kann nämlich, unter günstigen Umständen, auch eines natürlichen Todes sterben.
Letztlich ist der "natürliche Tod" technisch auch nur durch Krankheit verursacht (ersticken nach aussetzen der Herz-Kreislaufunktion durch oxidativen Zell-Stress oder so ähnlich) und unterscheidet sich so gesehen nicht am Tod als Folge ungesunder Ernäherung

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mullertomas989 04.04.2019, 09:42
66. Die Frage ist doch ....

Will ich mich nach Geschmack ernähren oder mit Sinn und Verstand?? Ich bevorzuge primär Sinn und Verstand einzuschalten! Ich wähle ja auch eine Partnerin nicht nur nach dem Aussehen aus - das wäre schön blöd!

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curiosus_ 04.04.2019, 09:44
67. Frage

Wenn alle gemäß diverser Studien "zum Tod führenden" negativen Dinge (Ernährung, Verbrennungsmotor-Partikelbelastung & -NOx-Belastung usw. usw.) entfallen würden, wie hoch würde dann unsere Lebenserwartung werden? 150 Jahre?

Das wäre doch mal eine reizvolle Motivation für eine Meta-Studie zu all den "lebensverkürzenden" Meta-Studien!

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moev 04.04.2019, 09:44
68.

Zitat von dschungelmann
JEDER serioese Arzt hat mir bisher bestaetigt: Milch ist eben NICHT gesund fuer Menschen da artfremd.Zudem sind, je nach Gegend, 15-90% der Menschen schicht laktoseintollerant. Ein Schei ...artikel. Ich fuehle mich verar...t.
Da hat die Evolution aber gepennt und es offenbar nur versehentlich zugelassen, das sich die Mutation einer kleinen Gruppe laktosetoleranter Freaks dermaßen in den nördlichen Breitengraden so absolut durchgesetzt hat

Klar, heute wo wir jedes Lebensmittel aus jeder Ecke der Welt jederzeit einfliegen ist der Vorteil dahin, aber die Durchsetzung der Laktosetoleranz in den nördlichen Breitengraden spricht Bände

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sponcon 04.04.2019, 09:45
69. Studie hin oder her

Eigentlich sagt der Artikel "Geheimnis der Gesundheit" aus der Spiegel-Ausgabe 40/2009 schon alles.

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