Forum: Gesundheit
Vegetarismus: Warum der Mensch auch fleischlos kann
Corbis

"Fleisch ist ein Stück Lebenskraft" behauptet ein bekannter Slogan. Stimmt das wirklich? Oder kommen wir auch ganz gut ohne aus? Die Faktenlage ist eindeutig.

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schwanerich 09.12.2012, 13:08
70. Inuit

Kann mir mal ein Vegetarier sagen, ob auch ein Inuit (Eskimo) vegetarisch leben kann. Ist das in dieser Klimazone überhaupt möglich? Mit welchen in den Siedlungsgebieten der Inuit wachsenden Pflanzen könnte sich ein Inuit gesund ernähren?

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200MOTELS 09.12.2012, 13:13
71. Fisch

Verantwortlich fuer das Wachstum des Gehirns ist Hauptsaechich die Omega 3 Fettsaeure aus dem Fisch das dieser widerum aus dem Planktum erhaelt, sehr gut nachzulesen auf gou.de

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bordoblau 09.12.2012, 13:22
72. Wirklich ärgerlich,

einen derartigen Unsinn auf SPON lesen zu müssen. Es ist auf dem Gebiet der Ernährungsforschung sehr, sehr schwer, durch reproduzierbare Untersuchungen über einen langen Zeitraum zu haltbaren Erkenntnissen zu kommen. Wenn aber ein solches Sammelsurium von Meinungen wie in dem Artikel als Fakten verkauft wird, führt das genau zu diesem Zustand: man kann auf einer einzigen Seite 3 gegenteilige Aussagen zu einem Sachverhalt lesen.
Nach derzeitiger Erkenntnislage dürfte Fleisch kaum schädlich für Menschen sein, solange der Verzehr in einem "vernünftigen" Rahmen stattfindet (3x täglich Currywurst mit Eisbein am Billigimbiss gehört nicht dazu).
Wahrscheinlich ist die Ausgewogenheit der Nahrungsaufnahme, wie schon viele Foristen hier angemerkt haben, die beste Grundlage für eine gesunde Ernährung.
Dass durch den hohen Fleischkonsum unerträgliche "Produktionsbedingungen" für dieses Lebensmittel vorherrschen ist zwar schrecklich, hat aber nur bedingt (Futterzusatzstoffe, Stresshormone,...) mit dem Thema "gesunde Ernährung" zu tun.
Viel wichtiger ist, dass die nachwachsende Generation oft schon nicht mehr weiß, was man mit einem unverarbeiteten Lebensmittel anfangen könnte. Weil sie sich rund um die Uhr von Fertigprodukten ernähren. Und dass Fertigprodukte als ausschließliche Ernährung nicht so vorteilhaft sind, hat sich bereits herumgesprochen. Das nützt nur nichts, solange Eltern keine Zeit haben, um Ihren Kindern den Umgang mit frischen Nahrungsmitteln beizubringen. Oft können sie es selbst nicht mehr.

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derohnetitel 09.12.2012, 13:36
73. Der Mensch kann zwar fleischlos, aber

nur wegen der Zivilgesellschaft, biologisch ist es beim Menschen genau so wenig vorgesehen wie beim Braunbären, obwohl diese Tiere auch einen sehr grünen Speiseplan haben. Ansonsten ist der Artikel entgegen der Überschrift doch sehr ausgeglichen. So, dass ich ihm zu stimmen kann.
Mir schmeckt der Schinken einfach und ich werde ihn auch in Zukunft essen und kein Veganer wird mir einreden können deshalb ein Mörder zu sein!

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Kuppelbauer 09.12.2012, 13:36
74. Generalist

Der Mensch ist unter allen Tieren der größte Generalist. Es gibt Gesellschaften, welche ohne jedes Fleisch auskommen (ein Großteil der indischen Bevölkerung zum Beispiel) oder solche ohne je nur 1 Gramm pflanzliche Nahrung (Inuit). Auch sollte uns der Umstand, dass wir trotz steigendem Fleischkonsum immer älter werden, zu denken geben. Kurz & gut: Es gibt keinen Grund für Kreuzzüge in dieser Richtung. Soll doch jeder nach seiner Fasson glücklich werden!

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lauffreak 09.12.2012, 13:37
75.

Zitat von SchneiderG
Prima, da haben wir einen sehr ähnlichen Lebenslauf und eine ebensolche sportliche Aktivität. Der einzigste Unterschied ist, ich Esse Fleisch und Wurst. Wat nu ?
...dann treffen wir uns am 25.5.2013 um 6.00 Uhr in Eisenach
auf dem Marktplatz :-)))

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tl-hd 09.12.2012, 13:38
76. Viele Ursachen

Zitat von taubenvergifter
Hmm. meine - im Gegensatz zu mir - fleischfressenden Mitarbeiter sind häufiger krank, schaffen es nicht, ganzjährig 40 km täglich mit dem Rad zur Arbeit und äußerlich unterscheiden wir uns überhaupt nicht. Die stehen halt eher auf Mario Barth als auf Hagen Rether.
Dieser Beitrag zeigt (vermutlich ungewollt) ein großes Problem bei Studien zum Zusammenhang zwischen Ernährung und Gesundheit: Letztere hängt eben nicht nur von der Ernährung, sondern auch von vielen anderen Faktoren ab. Jemand, der 40km täglich mit dem Rad zur Arbeit fährt, ist wohl auch sehr sportlich und trainiert dabei auch gleich noch sein Immunsystem. Dass man dann seltener krank ist als jemand, der dies nicht tut, ist doch nicht sehr überraschend - unabhängig von der Menge an Fleisch, die gegessen wird.

Generell sollte man aber versuchen, ein wenig von den Ideologien abzugehen in solchen Diskussionen. Hier liest man fast nur Beiträge, in denen die "Fleischfresser" verteufelt und die Überlegenheit der vegetarischen oder gar veganen Ernährung "belegt" wird oder solche, in denen die "Körnerfresser" verteufelt und die Überlegenheit der fleischhaltigen Ernährung "belegt" wird.

Die Wahrheit liegt vermutlich wie so oft in der Mitte. Eine Ernährung ohne Fleisch und insbesondere ohne Tierprodukte ist sicher möglich, aber nicht unbedingt einfach. Gleiches gilt aber auch für eine Ernährung, die fast nur aus Fleisch besteht. Ich lasse mir jedenfalls ein bischen Fleisch oder Wurst von Zeit zu Zeit gerne schmecken, und das lasse ich mir auch von keinem Vegetarier ausreden. Aber es gibt auch viele fleischfreie Gerichte, die mir gut schmecken, es gibt also auch häufig Tage, an denen ich kein Fleisch esse. Das aber vor allem deshalb, weil mir die fleischfreien Gerichte schmecken, und nicht, weil ich unbedingt auf Fleisch verzichten muss.

Auf Tierprodukte könnte ich aber nicht verzichten. Wenn ich rein vegan leben sollte, dann weiß ich zwar nicht, ob ich dadurch länger lebe, aber (um einen alten Witz zu bemühen) es käme mir definitiv länger vor. Und das ist für mich ein wichtiger Punkt: Ernährung sollte nicht jeglichen Gesundheitsgrundsätzen widersprechen, aber trotzdem auch ein Stück Lebensqualität liefern.

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Willi Wacker 09.12.2012, 13:39
77. Wie wir wissen,

[QUOTE=neoliberaler_kapitalist2;11518166]Ich bin erschüttert über diesen unserösen Journalismus. QUOTE]

der Führer war auch Vegetarier.
(wenn wir schon bei unseriös sind...)

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Phil_iP 09.12.2012, 13:39
78. Carni-Foren

Dass Fleischkonsum das Hirnwachstum fördert(e), ist völliger Humbug, da das Gehirn von Geburt an praktisch vollständig ausgebildet ist und nur die Feinstruktur bis zum Alter von 14 noch zurechtgerückt wird. Es wäre allerhöchstens denkbar, dass ein erhöhter Fleischkonsum von Schwangeren hier bei der Evolution förderlich war. # # #
Alle Lebewesen existieren über die 3 Stoffgruppen: Proteine, Kohlenhydrate, Lipide. Theoretisch sind alle Stoffgruppen ineinander umwandelbar (über den Zitratzyklus), so dass es theoretisch auch egal ist, welche Stoffgruppe wir mehr, und welche wir weniger zu uns nehmen. Einziges Problem: Die Proteine enthalten als einzige Stoffgruppe Stickstoff, den der Körper über Harnstoff wieder loswerden muss - was metabolisch nicht grundsätzlich gut gelöst ist (verglichen zum Metabolismus der Vögel als Beispiel). Ein weiteres Problem stellt die Darmflora dar, die uns einerseits vor Infektionen schützt (orale Toleranzmechanmismen über die Peyer'schen Plaques), andererseits aber Faser- und Schlämmstoffe benötigt, um im Intestinum Halt zu finden. Der nächste Knackpunkt sind Vitamine und Mineralstoffe. Über unsere hygienisch Büroarbeit ist die Belastung allerdings so gering, so dass ca. 1/4 der Zufuhr eines Pyramidenarbeiters oder römischen Legionärs ausreicht. Der größte Knackpunkt sind die vielen Kalorien, die als Fettleber und Fettgewebe den Körper so unbeweglich machen, dass die Sauerstoffversorgung der Gelenke, die Druckdurchblutung bei anstrengender Arbeit und gewebsinvasive Aktionen des Immunsystems massiv behindert werden. Mit Alkohol und Nikotin potenziert sich das dann. Mit den bekannten gesellschaftlichen Effekten.

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J4cky 09.12.2012, 13:40
79. ...

Zitat von drdenim
diese ewigen "fleischdiskussionen" sind ein so grotesker spiegel unseres gesamten verhaltens auf diesem planeten, dass ich mittlerweile drüber lachen muss. das leid anderer lebewesen, ist vollkommen egal. dieser planet ebenso.
Ich empfinde dieses Verhalten einfach als natürlich. In den meisten Bereichen unseres Lebens sind wir einfach verweichlicht. In der westlichen Welt gibt es den Überlebenskampf in dem Sinn gar nicht mehr, was sehr unnatürlich ist und entsprechende Auswüchse mit sich bringt. Wenn Sie den Planeten länger erhalten wollten, dann müssten Sie zum natürlichen Ursprung mit sämtlichen Konsequenzen zurück.

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