Forum: Gesundheit
Vegetarismus: Warum der Mensch auch fleischlos kann
Corbis

"Fleisch ist ein Stück Lebenskraft" behauptet ein bekannter Slogan. Stimmt das wirklich? Oder kommen wir auch ganz gut ohne aus? Die Faktenlage ist eindeutig.

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kranng 09.12.2012, 13:41
80.

Es ist immer wieder erschreckend wie reaktionär hier argumentiert wird.
Es ist vollkommen unerheblich ob der Mensch von Natur aus Fleischesser ist oder nicht. Was schert es mich wer vor wie vielen hunderten Jahren was gegessen hat. Glücklicherweise werden ja auch keine Kriege mehr geführt weil ein Prinz des einen Landes die Prinzessin aus dem anderen ablehnt.
Sicher ist: Der stetig wachsende Fleischkonsum, genau so wie der Konsum anderer tierischer Lebens (oder besser Toten-) Mittel fährt den Planten an die Wand, verseucht die Erde, ist einer der Hauptgründe für kranke oder die für die Kranken hungernden Menschen und Millionen leidende Tiere.
Diese Mottenkugelfresser-Argumente: "Das war schon immer so" verraten viel über den Horizont ihrer Verwender. Bei dem vielen Gräuel, das der Mensch während seines irdischen Gastspiels angerichtet hat, muss man ihm zu Gute halten, dass es ihm hin und wieder gelingt Lehren aus seinen Fehlern zu ziehen und sein Verhalten zu ändern.
Im Bezug auf die Ernährung wird das bitter nötig sein.

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tl-hd 09.12.2012, 13:42
81. Gebiss

Zitat von kritiker1956
Mit fortschreitender Entwicklung der Menschheit wird Fleisch immer seltener gegessen werden, denn der Mensch hat NICHT die Zähne eines Fleischfressers. Die menschlichen Backenzähne sind so geformt, dass sie Getreide mahlen können. Die vorderen Schneidezähne sind dazu geeignet, Früchte anzubeißen usw. Es ist daher offensichtlich, dass aufgrund dieser natürlichen Gegebenheiten die menschliche Nahrung aus Getreide bestehen sollte und nicht aus Fleisch. Ich bin davon überzeugt, dass wenn die Menschheit eine höhere Entwicklungsstufe erreicht hat, das Essen von Fleisch allmählich aufgegeben wird, auch aus ethischen Gründen. Ich bin übrigens KEIN Vegetarier.
Sie lassen hier aber die Eckzähne aus. Welche Funktion sollten die denn für eine fleischfreie Ernährung haben? Das menschliche Gebiss ist weder das eines Fleisch- noch das eines Pflanzenfressers, sondern vielmehr das eines Allesfressers. Dem Gebiss nach sollte also die Nahrung weder nur aus Getreide noch nur aus Fleisch, sondern aus einer Kombination von beidem bestehen.

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butternut 09.12.2012, 13:47
82. Umweltzerstörer

Die größten Umweltzerstörer sind Veganer, um denen ihre Nahrungsmittel mit allen notwendigen Nährstoffen heranzukarren, müssen spezielle Lebensmittel aus aller Welt eingeflogen werden. Regionale saisonale vegane Nahrungsmittel führen unweigerlich zur Mangelernährung, insbesondere an Vitamin B12. FAKT.

Eine ovo-lacto-vegetarische Ernährung geht soweit in Ordnung.

Übrigens: Pflanzliche Nahrungsmittel sind durchweg mit Kadmium und Blei belastet. Vegetarier und Veganer vergiften sich daher deutlich mehr mit Schwermetallen.

Wie man es dreht, man vergiftet sich. Also Leute: Wer viel Fisch (kein Raubfisch, enthält meist viel Quecksilber), nicht zu viel Fleisch und sich ansonsten abwechslungsreich ernährt, der macht am wenigsten falsch.

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pigtime 09.12.2012, 13:47
83. halbgarer Artikel...

Zitat von sysop
"Fleisch ist ein Stück Lebenskraft" behauptet ein bekannter Slogan. Stimmt das wirklich? Oder kommen wir auch ganz gut ohne aus? Die Faktenlage ist eindeutig.
Die genannten Studien bieten nichts Neues.
Das gerade Schinken und Salami ein grundsätzlich Problem sind, ist ein alter Hut. Gerade in Blick auf Magen- und Darmkrebs. Schuld ist hier nicht (nur) das Fleisch, sondern vor allen das Pökelsalz - Magenkrebs war übrigens zu Zeiten als es noch keine Kühlschränke gab und gepökeltes Fleisch der Standart war, viel häufiger . Ähnliche Probleme haben die Japaner und Koreaner aufgrund des starken Konsums salzig eingelegter Gemüse.

Grundsätzlich ist eine ausgewogene Ernährung mit Fleisch gesünder, allerdings leben Vegetarier oft insgesamt bewusster (Sport, Alkohol, Zigaretten), was die Gesundheitsstatistik zugunsten fleischloser Ernährung beeinflußt. Ich muß hier auch sagen, dass die meisten Vegetarier die ich privat kenne, dank Kohlenhydrate, eher ungesund/dick sind. Prominente Beispiele für leicht bis extrem adipöse Vegetarier/Veganer sind Cool Savas oder Dirk Bach. Es ist also alles relativ.

Wer 1-3 mal die Woche gedünstetes Huhn oder Fisch ißt, gelegentlich mal n Steak oder Burger futtert und seinen Konsum von Kohlenhydraten und Salz in Grenzen hält, der liegt vollkommen richtig..auch ohne Fleischverzicht!

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200MOTELS 09.12.2012, 13:53
84. Was schmeckt denn da ?

Wer hier behauptet dass Fleisch schmeckt der meint doch in Wirklichkeit die Sosse ! Evolutionstechnisch gesehen sind die Fleischlieferanten (Rind, Schwein ect.) unsere Geschwister, Fische unsere Vorfahren. Der einzige Baustein zur Herstelllung neuer Synapsen ist die DHA und EPA welche sich im Kaltwasserfisch befindet. Der Veganer der keinen Fisch verspeist verbloedet demzufolge von Tag zu Tag

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Willi Wacker 09.12.2012, 13:54
85. Wenn schon so argumentiert

Zitat von kritiker1956
Mit fortschreitender Entwicklung der Menschheit wird Fleisch immer seltener gegessen werden, denn der Mensch hat NICHT die Zähne eines Fleischfressers. Die menschlichen Backenzähne sind so geformt, dass sie Getreide mahlen können. Die vorderen Schneidezähne sind dazu geeignet, Früchte anzubeißen usw. Es ist daher offensichtlich, dass aufgrund dieser natürlichen Gegebenheiten die menschliche Nahrung aus Getreide bestehen sollte und nicht aus Fleisch. Ich bin davon überzeugt, dass wenn die Menschheit eine höhere Entwicklungsstufe erreicht hat, das Essen von Fleisch allmählich aufgegeben wird, auch aus ethischen Gründen. Ich bin übrigens KEIN Vegetarier.
zum x-ten Male:
das menschliche Gebiß ist das eines Allesfresser. Ähnliche Gebisse haben Bären und Schweine.

Daraus leitet sich weder ab, das der Mensch Fleisch essen MUSS noch, das er ein Vegetatier sein MÜSSTE.

Davon abgesehen, das der Mensch schon seit längerer Zeit das Fleisch nicht mehr mit seinen Zähnen vom Knochen reissen muss. Im Gegensatz zu den Tieren stehen dem Menschen Werkzeuge (Messer, aus Stein, aus Bronze, aus Metall, aus Keramik) zur Verfügung. Uns der Mensch beherrscht das Feuer! Er kann also das Essen (Früchte, Getreide UND Fleisch) in eine andere Form bringen. (wobei Erhitzen sowohl für alle gut ist, weil Keime abgetötet werden)

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malanda 09.12.2012, 13:56
86. Ein verführerisches Argument ... lach

Zitat von pl-pitt
Ecke abhaben. Sie sind ein Eldorado für alle möglichen Allergien, weil sie mit ihrem Immun-System Schindluder treiben!!! Haben Sie schon mal eine Frau gesehen, die ein bisschen Speck auf den Rippen hat, ständig zickig ist??? Wohl nicht!
... jaaa, ich weiß ganz genau, dass das nicht zu halten ist ... aber pl-pitt hat schon a bisserl recht. Passt auch mit meinen Eindrücken (hat nichts mit "Wissen" zu tun) zusammen, dass zickige Menschen nicht selten ausgesprochen dürr, hager, faltig sind. Unausgeglichen. Streitsüchtig. So richtig schön unfreundlich.

Das darf nicht verallgemeinert werden. Viele dünne Menschen sind natürlich freundlich und liebenswert.

Und wahrscheinlich pflege ich auch den falschen Umgang - so viele überzeugte reine Vegetarier oder Veganer kenn' ich nicht. Nun ja, natürlich sollen sie essen, was sie wollen. Weniger toll find' ich's, wenn sie meinen, die Welt missionieren zu müssen. Darin sind sie dann so richtig unleidlich ... und tragen so zum oben beschriebenen Bild bei.

Auch das Stichwort Allergien fand ich toll: Ich bin allergisch ... auf Äpfel, Heidelbeeren, Ingwer, Erbsen, Bohnen, Weizen, Roggen, Hopfen, Zimt, Zitrusfrüchte und viele schöne andere Dinge.

Fleisch allerdings kann ich essen ... ahh ein Genuss, in ein saftiges Stück Fleisch zu beissen. Ein angenehmer, würziger Geschmack dabei im Mund. Allein die Vorstellung davon lässt mir schon das Wasser im Mund zusammenlaufen.

Ja - sicher bin ich ein Tier. Aber was soll ich machen, nachdem mich der liebe Gott mit so vielen Allergien und als kleines Extra noch mit einer Laktose-Intoleranz beschenkt hat? Aber ein schlechtes Gewissen hab' ich beim besten Willen nicht - Vieles in der Natur basiert auf Fressen und Gefressen-werden. Ich bin auch nur ein Produkt der Natur.

Natürlich gibt es einen Unterschied zwischen dem angeblich so edlen, ethisch denkenden Mensch und den triebhaften Tieren. Rein der Verstand kann es nicht sein - Raben, Delphine, Affen und dgl. haben auch durchaus tolle Ansätze. Aber wir haben noch einen kleinen Vorsprung: Wir benutzen auf dem Klo Papier.

Vegetarier können auch nicht die alleinige Krönung der Schöpfung sein ... es wird zwar immer gesagt, die werten Fleischfresser seien die aggressiven ... (kann man ja auch anders sehen - siehe oben) ... aber da gab es dann auch diesen Vegetarier, der den Krieg mit den meisten Opfern veranlasste. Böse Menschen gibt es unter Vegetariern und Fleisch-Genießern genauso.

Liebe Vegetarier - ihr habt gute Argumente. Aber ich tu' nur, was die Natur mir vorgibt. Und meint nicht, dass die Körner-Industrie den Segen der Menschheit darstellt - Monsanto und Co biegen die Gene, wie sie's brauchen. Das kann auf den Menschen böse zurückschlagen.

Jetz' geh' ich noch ein bisschen mit meinen Zwillis lesen ... übrigens ... der eine mag kaum Fleisch, die andre isst's mit Genuss. Ja so wat.

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butternut 09.12.2012, 14:05
87. Halbwissen, aber hallo

Zitat von Phil_iP
Dass Fleischkonsum das Hirnwachstum fördert(e), ist völliger Humbug, da das Gehirn von Geburt an praktisch vollständig ausgebildet ist und nur die Feinstruktur bis zum Alter von 14 noch zurechtgerückt wird. Es wäre allerhöchstens denkbar, dass ein erhöhter Fleischkonsum von Schwangeren hier bei der Evolution förderlich war. # # # Alle Lebewesen existieren über die 3 Stoffgruppen: Proteine, Kohlenhydrate, Lipide. Theoretisch sind alle Stoffgruppen ineinander umwandelbar (über den Zitratzyklus), so dass es theoretisch auch egal ist, welche Stoffgruppe wir mehr, und welche wir weniger zu uns nehmen. Einziges Problem: Die Proteine enthalten als einzige Stoffgruppe Stickstoff, den der Körper über Harnstoff wieder loswerden muss - was metabolisch nicht grundsätzlich gut gelöst ist (verglichen zum Metabolismus der Vögel als Beispiel). Ein weiteres Problem stellt die Darmflora dar, die uns einerseits vor Infektionen schützt (orale Toleranzmechanmismen über die Peyer'schen Plaques), andererseits aber Faser- und Schlämmstoffe benötigt, um im Intestinum Halt zu finden. Der nächste Knackpunkt sind Vitamine und Mineralstoffe. Über unsere hygienisch Büroarbeit ist die Belastung allerdings so gering, so dass ca. 1/4 der Zufuhr eines Pyramidenarbeiters oder römischen Legionärs ausreicht. Der größte Knackpunkt sind die vielen Kalorien, die als Fettleber und Fettgewebe den Körper so unbeweglich machen, dass die Sauerstoffversorgung der Gelenke, die Druckdurchblutung bei anstrengender Arbeit und gewebsinvasive Aktionen des Immunsystems massiv behindert werden. Mit Alkohol und Nikotin potenziert sich das dann. Mit den bekannten gesellschaftlichen Effekten.
Da haben Sie sich aber schön was zusammenkopiert, nur am Verständnis hapert es. Lesen Sie sich einfach noch zu den Themen Evolution, Bioverfügbarkeit von Nährstoffen und Hirnphysiologie ein. Dann verstehen Sie vielleicht, wieso die entwicklungsgeschichtliche Vergrößerung des Hirnvolumens mit dem verstärkten Konsum tierischer Eiweiße (dazu zählen auch Insekten und Aas) in Verbindung gebracht werden.

Übrigens ohne einen evolutionären Vorteil hätte sich der Fleischkonsum beim frühzeitliche Menschen kaum durchgesetzt. Und wir wären jetzt alle glückliche Vegetarier und "bessere" Menschen.

Wäre da nur nicht Hitler gewesen, der war fanatischer Vegetarier.

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KuGen 09.12.2012, 14:08
88. Und wenn alle Menschen zu Veganern würden.....

....würden alle "Nutz"tiere binnen 1 Generation aussterben,

Solange Vegetarier /Veganer nicht das Hauptproblem angehen, nehme ich sie nicht ernst. Das Hauptproblem : zu viele Menschen auf der Erde, zu wenig Biosphären für Tiere.

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la.pa 09.12.2012, 14:23
89. vegan

Eine ausgewogene(!) vegane Ernährung, reich an Kohlenhydraten, wenig Fett und Eiweis, eher unverarbeitete als verarbeitete Lebensmittel und nicht zu stark salzen (ja, die Geschmacksnerven passen sich nach relativ kurzer Zeit daran an), ist das Beste was man in dieser Hinsicht für seinen Körper und seine Gesundheit tun kann.
Wer sich mal wirklich intensiv und mit dem Thema beschäftigt, wird das schnell herausfinden. Wer dann auch noch dementsprechen handelt, wird es am eigenen Wohlergehen ebenso merken.
Die grausamen Tierhaltungungs und Schlachtungsmethoden heutzutage, sowie Umweltprobleme, und die krasse Ineffizienz, die mit Fleischkonsum zusammenhängen, muss ich da nicht mal großartig aufrollen. Das sind nochmal ganz andere Themen für sich.

Als Anfang würde ich vielleicht mal das Buch "China Study" empfehlen, oder die äußerst interessante Seite www.nutritionfacts.org .Hier werden in tausenden kleinen Videos verschiedenste Ernährungswissenschaftliche Studien besprochen, die auch selbsteverständlich alle original verlinkt sind, zum selber nachlesen. Da gibt es dann keine Ausrede mehr.

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