Forum: Gesundheit
Verhütung: Gemeinsam mehr Spaß
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"Es gibt nun mal keine Pille für den Mann", heißt es schnell, wenn es um gleichberechtigte Schwangerschaftsverhütung geht. Dabei ist diese sehr wohl möglich - und vergrößert den Spaß an der Sache. Ein Plädoyer.

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ansv 10.10.2018, 18:25
70.

Der Titel des Beitrags lautet "Gemeinsam mehr Spaß" und reiht sich - samt Bild - damit nathlos in die täglichen Bento-Sextitelzeilen ein. Schade, dass es darum dann gar nicht geht. Oder wer hatte jetzt den Eindruck, dass Verhütung plötzlich "Spaß macht"?

Klar gibt es keine Pille für den Mann, schließlich gibt es ja eine für die Frau. Mit zahlreichen Nebenwirkungen, die Männern einfach nicht zuzumuten wären. Warum das so ist wird gar nicht mehr in Frage gestellt. Und, klar können Männer sich an den Kosten beteiligen. Vorausgesetzt, sie erwarten dafür keine irgendwie geartete "Gegenleistung". Vor allem, wenn die Pille bezahlt wird, die auf Seiten der Frau oft genug mit einer eingeschränkten Libido einhergeht.

Besonders nett fand ich die Beiträge der ungewollten Vaterschaften. Wer in einer - später nachgeschobenen - "langjährigen Beziehung" nur "gerade jetzt" keine Kinder wollte, hätte sich besser einmal ehrlich gemacht und die Partnerin, die für den richtigen Zeitpunkt ganz andere Kriterien anlegt (anlegen muss), aus seinen Fängen entlassen. Getoppt wird das nur noch vom "Samenstau" - ein Begriff, den ich seit den 70ern schon ausgestorben wähnte...

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demokrit2012 11.10.2018, 10:32
71. Vasektomie und das Thema ist durch

Wenn das Thema Kinder durch ist oder nicht in der Lebensplanung vorkommt, ist Mann mit einer Vasektomie bestens bedient und das Thema Verhütung ein für alle Mal durch. Hab's vor einigen Jahren zusammen mit einer LeistenbruchOP direkt mitmachen lassen und nie bereut.

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ColynCF 11.10.2018, 12:50
72.

Echte Gleichberechtigung gibt es erst, wenn es die Pille danach für den Mann gibt.

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realist4 11.10.2018, 15:14
73. @ Ultrasone

Nach zwei sehr schweren Schwangerschaften meiner Frau habe ich eine Vasektomie durchführen lassen und es nie bereut, man ist einfach unbeschwert und spürt absolut keinen Unterschied außer dass die Ejakulationsmenge deutlich reduziert ist, aber wen stört das? Ein 1 cm Schnitt in den Hodensack und die Samenleiter durchtrennt, die Operation war in wenigen Minuten mit lokaler Anästhesie erledigt. Starke Schmerzen spürte ich keine, man läuft wegen leichter Koliken einen Tag etwas gebeugt und fertig. Das war vor 35 Jahren! Ich halte diese Berichte über tausend Nebenwirkungen für maßlos übertrieben, aber heutzutage ist es ja modern sich den ganzen Tag wegen jedem Hirngespinst Sorgen zu machen. Nachteile gibt es natürlich auch hierbei, es ist definitiv. Mein Bruder hat nach seiner Scheidung nochmals geheiratet und seine neue Frau hat ihn ewig mit Kinderwunsch genervt, obwohl sie ja vorher schon von der Vasektomie wusste. Mehrere Versuche der Wiedervereinigung der Samenleiter schlugen fehl.

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simon.pfeiffer 17.10.2018, 17:03
74.

Zitat von FinnSimmons
Erstmal: wow, was für Reaktionen. Die von mir erwähnten Kumpels waren übrigens alle in langjährigen Beziehungen und wollten einfach noch keine Kinder. Das reine Vertrauen auf die Freundin/Frau war am Ende dann aber deplaziert. Da hätte Mann gerne eine simple Lösung. Nach Jahren in einer Beziehung wieder mit Kondomen anzufangen ist warscheinlich kein taktisch kluger Schritt, können sie aber gerne mal mit ihrer langjährigen Partnerin testen. Die Reaktion wird sicher super ausfallen. So hoffe nicht nur ich sondern auch viele Männer mit denen ich über das Thema spreche das zum Beispiel die Pille für den Mann die derzeit in Indonesien erforscht und erprobt wird hoffentlich auch bald in Europa auf den Markt kommt. Damit stößt man seine Partnerin auch nicht vor den Kopf wie wenn man ihr vorschlägt nach Jahren in monogamer Beziehung wieder Kondome zu benutzen. Hat irgendwie gewisse Implikationen. Aber zur Auflösung der spannenden Frage: ja da sind tatzächlich aufgrund des Vertrauensbruchs Beziehungen dran gescheitert und allein erziehende Mütter bei rausgekommen. Die Entscheidung übers Kinder kriegen liegt halt zur Zeit praktisch bei der Frau und das kann zu Konflikten führen.
Bewundernswert, dass Sie es bei derlei Forentrollen immer noch mit Differenziertheit versuchen.

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dr_jp 17.10.2018, 17:42
75. Ein Armutszeugnis, kein Plädoyer

SPON spielt sich wirklich nur noch als feministischer Ratgeber auf. Egal wo. Jetzt also Aufklärung für den Mann und alles wieder in die gleiche Richtung. Puh. Besteht eigentlich die gesamte SPON-Redaktion nur noch aus Frauen oder aus umgepolten Männern? Wenn es die Pille für den Mann gäbe, würden die Männer dies auch nehmen. Ich kenne sogar welche, die sich die Samenleiter haben durchtrennen lassen, was allerdings auch nicht vollen Schutz gewährt. Und Paare lassen sich auch ohne SPON aufklären; der Mann beim Hausarzt und die Frau bei der Frauenärztin oder Frauenarzt. Oder eben in einem Paarberatungkurs. Was das allerdings soll, ist mir schleierhaft. Werden da einem Stellungen beigebracht oder was ist der Sinn und zweck. Wenn man sich liebt, geht das übrigens von ganz alleine und wenn man dann Kinder haben möchte, auch. Dazu liest man doch als interessierter und gebildeter Bürger doch vorher z.B. ein Buch.

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nomac 17.10.2018, 18:46
76. Intimität

Schön, wenn man sich echte Intimität traut und beginnt, vertrauensvoll als Paar zu agieren und gemeinsame eine Lösung zur Verhütung findet, und diese vielleicht ganz freiheitlich anderen Menschen nicht einmal mitteilt und sie ihnen auf keinen Fall aufzwingt, denn im Prinzip sind alle Optionen zugänglich...
Dagegen lief zu Zeiten des vermeindlich ungezwungenen Singledasein doch immer alles auf die Fallback-Position Kondom hinaus, was durchaus was mit Vertrauen in die Partnerin oder dem Fehlen von selbigem zu tun hatte und nicht nur mögliche Kinder, sondern auch potenzielle Krankheiten betraf...
Aber natürlich ist auch dieser Kommentar reine Anekdoten-Evidenz...

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