Forum: Gesundheit
Vermeintlicher "Babyspeck": Viele Eltern unterschätzen das Übergewicht ihrer Kinder
Kwanchai Chai-Udom/ EyeEm/ Getty Images

Selbst wenn sie deutlich zu viel auf die Waage bringen, halten Eltern ihre Sprösslinge häufig für normalgewichtig, zeigt eine aktuelle Analyse. Für die Kinder birgt das Gefahren.

Seite 2 von 5
VormSpiegel 29.04.2019, 15:06
10. Dick != Fett

Wer etwas dick ist kann das mit relativ wenig Aufwand ändern, gerade als Kinder, wenn einfach deutlich mehr Sport getrieben wird und man daran Spaß hat.
Wer einmal richtig fett geworden ist, der hat da viel größere Probleme das zu ändern, den mit einem starken Übergewicht bewegt man sich umso weniger gern und hat am Sport auch wenig Spaß.

Wer seinen Schulweg zu Fuß oder mit dem Rad zurücklegt hat zumindest schon mal ein paar Minuten Sport jeden Tag. Die Kinder die jede 10 Meter mit dem Auto gefahren werden oder kürzeste Strecken mit der Straßenbahn fahren natürlich nicht und die verfetten nur umso stärker.

Computer und co. muss hingegen gar kein negativer Faktor sein, wenn nicht zeitgleich Kombinationen von Pizza, Cola und Süßkram rein gefeuert wird.

Fett zu sein hat auch den Makel des Schämen, man geht umso weniger raus und treibt umso weniger Sport.
Das andere Extrem, die völlige Akzeptanz des Fett-Sein ist aber genauso problematisch, den dann sind die Leute halt fett, aber das wird nicht als Problem erachtet. Am Ende muss klar sein wirklich fett zu sein ist schlichtweg ungesund und macht nicht glücklich, an dem Umstand etwas zu ändern sollte dann auch positiv unterstützt werden, hilft psychisch und physisch.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
happyrocker 29.04.2019, 15:56
11. Bei normal gesunder Ernährung kann man auch mal abwarten

Meine Söhne waren beide im Alter zwischen ca. 9 und 13 Jahren so "moppelig", dass die normalen Kinderhosen an Taille und Oberschenkeln nie passten. Das war übrigens schon bei meinem Bruder so (bei dem sogar schon früher). Seit Pubertät sind alle wieder schlank ohne irgendwelche Abnehmprogramme. Nicht alle Kinder entwickeln sich nach Tabelle, und wenn die Ernährung überwiegend gesund ist und das Gewicht keine extremen Ausmaße annimmt, kann man auch mal abwarten, statt das Kind mit ständigen Ermahnungen und Verboten den Spaß am Essen zu nehmen, zum heimlichen Süßigkeiten- und Fastfoodkonsum zu bringen oder im Extremfall sogar eine Essstörung zu riskieren.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
fatherted98 29.04.2019, 16:01
12. es gab immer...

...dicke Kinder....sogar in Kriegs- und Hungerzeiten. Eben gute Futterverwerter. Was heute jedoch auf dem Schulhof oder im der Kita ist, das sind künstlich gemästete, bewegungsunfähige, mit dem Computer oder Smart-Phone verwachsene, von Leidensdruck erfüllte, arme Wesen die von Ihren Eltern jeden Wunsch nach Schoki, Cola oder sonst was erfüllt bekommen....sich dabei 0 bewegen und jeden Schritt mit dem Auto rumgefahren werden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
geotie1 29.04.2019, 16:17
13.

Zitat von Teilzeitalleinerzieherin
Wo denn diese sagenumwobenen dicken Kinder zu finden sind. Wir haben zwei Kinder. In der Klasse von Kind 1 ist nicht ein zu dickes Kind zu finden. Im Kiga von Kind 2 mit ca. 90 Kindern ist genau eines erkennbar übergewichtig. Dieses Kind macht aber sehr viel Sport. Und bevor man mir Betriebsblindheit vorwirft: Mein Nachwuchs darf sich bei jedem Arztbesuch auf die Waage stellen — wegen Untergewicht...
Man glaubt es kaum, aber es gibt noch mehr Menschen in Deutschland. Da werden mit Sicherheit sogar viele dabei sein, die Sie und ich nicht kennen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
carlitom 29.04.2019, 16:26
14.

Zitat von SusiWombat
Ich bin übrigens dankbar, dass ich als Kind "etwas übergewichtig" (so wurde das bei der Schuluntersuchung genannt) sein durfte. Den folgenden Wachstumsschub hätte ich sonst wahrscheinlich nicht geschafft.
Was wäre in Ihren Augen sonst passiert? Wären Sie nicht gewachsen, wenn Sie schlanker gewesen wären? Das ist aber eine wilde Theorie.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
carlitom 29.04.2019, 16:27
15.

Zitat von gumbofroehn
... seitens der WHO gibt es die Child Growth Standards (https://www.who.int/childgrowth/standards/bmi_for_age/en/). Da kann dann jeder, der eine Waage, einen Zollstock und einen Taschenrechner hat, feststellen, wo sein Kind liegt. Sollte gerade für Ärzte gut zu schaffen sein.
Was bringt das, wenn die Liste bei Kindern mit fünf Jahren aufhört?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
carlitom 29.04.2019, 16:29
16.

Zitat von whitewisent
Dicke Kinder sind häufig auch größer als Gleichaltrige, was bis zu 2 Jahren ausmachen kann, was die körperliche Reife bei gleichen geistigen Fähigkeiten ausmacht.
Äh, nö. Da gibt es keinen Zusammenhang.
Es ist keineswegs so, dass gerade größere Kinder übergewichtig sind. Absolut nicht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
carlitom 29.04.2019, 16:31
17.

Zitat von whitewisent
was schlimmer ist, nen zufriedener kleiner Fleischklops, oder eine magersüchtige Zwölfjährige voller Komplexe, die nach jeder Mahlzeit zum Erbrechen auf die Toilette rennt.
Wieso tun Sie so, als gäbe es nur diese beiden üblen Alternativen? Das ist doch beides gleichmaßen Mist. Vor allem das nette Klischee vom zufriedenen Dicken. So ein Quatsch. Ich habe noch nie zufriedene Dicke erlebt, weder bei Erwachsenen noch bei Kindern. Ganz im Gegenteil. Und natürlich ist es keineswegs besser, magersüchtig als fett zu sein. Wieso nicht normalgewichtig, normalernährt und weder frustkotzend noch frustfressend?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
geotie1 29.04.2019, 16:31
18.

Zitat von VormSpiegel
Wer etwas dick ist kann das mit relativ wenig Aufwand ändern, gerade als Kinder, wenn einfach deutlich mehr Sport getrieben wird und man daran Spaß hat. Wer einmal richtig fett geworden ist, der hat da viel größere Probleme das zu ändern, den mit einem starken Übergewicht bewegt man sich umso weniger gern und hat am Sport auch wenig Spaß. Wer seinen Schulweg zu Fuß oder mit dem Rad zurücklegt hat zumindest schon mal ein paar Minuten Sport jeden Tag. Die Kinder die jede 10 Meter mit dem Auto gefahren werden oder kürzeste Strecken mit der Straßenbahn fahren natürlich nicht und die verfetten nur umso stärker. Computer und co. muss hingegen gar kein negativer Faktor sein, wenn nicht zeitgleich Kombinationen von Pizza, Cola und Süßkram rein gefeuert wird. Fett zu sein hat auch den Makel des Schämen, man geht umso weniger raus und treibt umso weniger Sport. Das andere Extrem, die völlige Akzeptanz des Fett-Sein ist aber genauso problematisch, den dann sind die Leute halt fett, aber das wird nicht als Problem erachtet. Am Ende muss klar sein wirklich fett zu sein ist schlichtweg ungesund und macht nicht glücklich, an dem Umstand etwas zu ändern sollte dann auch positiv unterstützt werden, hilft psychisch und physisch.
In der fernen Verwandtschaft gibt es eine Familie die es mit ihren Kindern nur gut meinen. Die bekommen alles, besonders an Süßigkeiten in Form von Essen und Trinken, Pizza und Konsorten nicht zu vergessen. Ich stichele dann beim Besucher immer, indem ich darauf hinweise, wenn man jemand absolut nicht mag, besonders die eigenen Kinder, verwöhne die nach Strich und Faden, nehme ihnen jede Form von Arbeit ab und mache viele Geschenke. Wenn die dann aber 18 Jahre alt geworden sind, schließ den Geldhahn, mach nichts mehr für die und schmeiß die aus dem Haus. Wenn es Beschwerden gibt, sagt dem Beschwerdeführer, dass man doch alles für das Kind gemacht hat.
Natürlich gibt es Kinder, die achten schon von Natur auf ihr Essverhalten, während den meisten Kindern das anerziehen muss bzw. darauf achten muss dass die nicht gedankenlos den leckeren sättigenden Weg gehen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
kzs.games 29.04.2019, 17:27
19. Bildung

richtig - Bildung ist wie oft der Schlüssel zum Erfolg. es ist nachgewiesen, dass gebildetere Menschen mehr auf ihre Ernährung achten - da muss ich nur in ne x-beliebige fast food Kette schauen - bankerfamilien sitzen da wenig. und der Apfel fällt nicht weit vom Stamm. wenn mir 150kg Mutti sagt, dass sie sich wohl fühlt tun mir ihre Kinder nur leid. wie sollen die gesund aufwachsen, wenn's nur Pommes und fertiges Zeug gibt.

die ganze dämliche "Body positivity" Bewegung hilft da nicht wirklich - bei nem BMI von 35 bist einfach fett, Ende aus. (oder Profisportler, aber die wissen es)

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 2 von 5