Forum: Gesundheit
Versuch in Hamburg: TK zahlt Tinnitus-App auf Rezept
Corbis

Die Techniker Krankenkasse erprobt in Hamburg eine App auf Rezept, Tinnitus-Patienten können sich dort in Zukunft die Anwendung verschreiben lassen. Auch den Kauf der Apple-Watch bezuschusst die Kasse neuerdings.

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sok1950 17.09.2015, 09:05
20. die TK sollte lieber verträgliche Medikamente zulassen

Glaukompatienten (Güner Star - erhöhter Augendruck) erhalten bei der TK standardmäßig nur Medikamente mit Konservierungsstoffen obwohl bekannt ist, dass diese Konservierungsstoffe bei längerfristiger Anwendung Hornhautschäden, bis hin zum Hornhautgeschwür verursachen.

Also: Vorsicht vor der Techniker Krankenkasse.

https://www.test.de/medikamente/vom_arzt/a_augen/a_entzuendung_operationen/a_entzuendung_operationen/a_konservierungsmittel/

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anders_denker 17.09.2015, 12:36
21. TK Subventioniert Apple

oder warum gibt es das nur für die Apple Watch? Generell für Smart-Watches wäre OK, aber diese Festlegung dient letztendlich nur Apple und verzerrt zudem den Markt.

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al2510 17.09.2015, 13:55
22. Tinnitustherapie ein Tummelplatz für Heuchler

der Tinnitus ist die Krankheit des Kaisers, schon von einem römischen Kaiser wird erzählt, dass er gestorben sei, weil eine Biene in sein Ohr gekrochen ist, und in sein Hirn, aber er hatte wohl auch Tinnitus und Stress. Auch Judas im "Passion" Film bekommt Tinnitus nachdem er Jesus verraten hat. Tinnitus ist bei gestressten Technikern recht häufig und nicht lebensgefährlich. Dazu neigen diese Menschen an die Machbarkeit von Gesundheit zu glauben und haben wie der Kaiser viel, viel Geld. Ich habe auch Transfusionen und Ginkgo Tabletten gegen Tinnitus bekommen. Die Physiotherapeutin habe ich auch mit 6 Sitzungen beglückt, weil sie versprochen hat, dass es hilft. Und Weltbild, der liebe Gott straft kleine Sünden bald, hat mir auch Tinnitus CDs samt Buch aufgeschwatzt. Aber die Grille in meinem Schädel dröhnt schon seit 8 Jahren. Beeindruckt hat sie keiner. Jeder Arzt hat unheilbar gesagt. Ich habe gelernt sie zu ignorieren. Wenn es mir schlecht geht, höre ich sie, sonst nicht. Die Musik die man da hören muss kann auch zum Ohrwurm werden. Wenn man ein schönes Bad nimmt, gut isst, oder an einem rauschenden Meer, Bach, Wasserfall steht, wäre es besser. Da ist das Geräusch auch übertönt. Aber der Mensch entspannt ehrlich. Vielleicht sollte man die gute alte Kur wieder bezahlen. Dann wird dem Tinnitus vorgebeugt. Eine Assistentin des örtlichen HNO Uniklinikums hat mir gesagt, der Tinnitus kommt vom Stress, früher hieß das auch Hörsturz, weil das Gehirn dann einen Sauerstoff Mangel hat. Manche verlieren dabei auch die Hörfähigkeit. Ein Arzt hat, dem Wunsch des Patienten nach Ruhe folgend, den Hörnerv getrennt. Der Mann konnte dann nur noch den Tinnitus hören. Wenn Menschen so hoffnungslos einer Krankheit ausgesetzt sind, die nur nervt, sollte man sie nicht auch noch abzocken. Aber es geht auch billiger. Ich stell mir auch immer vor, morgen hört es auf, wenn man keine Hoffnung hat, ist es noch schlimmer. Es hört zwar nicht auf, aber wenn ich nicht müde bin und mich freue, dann kann ich den Tinnitus gut überhören. Also fast wie weg.

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Balte 17.09.2015, 18:17
23. Unheilbar - fertig

Als einer von den "Heuchlern" schlage ich mich seit 2 Jahrzehnten mit Tinnitus herum. Die mein Leben begleitende Gräuschkulisse ist ja nicht monoton, sondern verläuft vom tiefsten Brummton bis zum spitzen Pfeifton in gerade noch hörbarer Frequenz, je nach körperlich-seelischer Belastung. Was man da unter Einstellung auf die Störfrequenz versteht, ist mir ein Rätsel. Bei mir wäre soetwas absolut daneben. Ich kann mir auch schlecht vorstellen, dass andere Tinnitusgeschädigte unter konstanter Geräuschfreqenz leiden. Mein Fazit: Versuch für die Tonne. Mrin Rat: Damit leben.

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crisalide 18.09.2015, 08:46
24. Tinnitracks funktioniert nicht bei jedem

Der Therapieansatz der Tinnitracks-App ist die sogenannte laterale Inhibition. Funktioniert nach dem Prinzip, dass Laute auf der Hirnrinde tonal verarbeitet werden. Das heißt bestimmte Hirnzellareale verarbeiten nur bestimmte Frequenzen. Die App rechnet die Tinnitusfrequenz aus der Lieblingsmusik heraus. Das Gehirn hört nun also verstärkt die benachbarten Frequenzen und "verlernt" die Tinnitusfrequenz zu hören. Das funktioniert tatsächlich! ABER die Therapie kann somit nur bei Patienten funktionieren, die einen eindeutigen Ton ( also einen reinen Laut einer bestimmten Frequenz) hören. Bei Tinnituspatienten die Geräusche, also Brummen, zischen oder Rauschen wahrnehmen kann die App nicht funktionieren da man hierbei an einer Überlagerung verschiedener Frequenzen leidet. Außerdem ist es wichtig tatsächlich täglich konsequent über lange Zeit die modifizierte Musik zu hören, sonst funktioniert es auch nicht. Ich hätte mir diese Information in einem gut recherchierten Artikel gewünscht um nicht falsche Hoffnungen zu wecken.

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Luise W. 18.09.2015, 09:08
25. Gibts bei anderen Kassen auch und schon seit 2013

Schade, dass auch SPON (wie andere große Blätter auch) eine Pressemitteilung so unreflektiert übernimmt. Die TK ist mitnichten die erste Kasse. Die BARMER GEK bezuschusst bereits seit 2013 eine App gegen Sehschwächen bei Kindern ... https://www.barmer-gek.de/barmer/web/Portale/Versicherte/Rundum-gutversichert/Leistungen-Beitraege/Lexikon_20Leistungen/Alle_20Eintr_C3_A4ge/App-auf-Rezept.html

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siora 18.09.2015, 11:06
26. schade dass das nur ein Pilotprojekt ist.

Ich habe seit über 22 Jahren Tinnitus, ständig, 24/7. Das würde mich schwer faszinieren, wenn das wirklich funktionieren würde.
Damals war die Medizin noch auf dem Stand, dass ich angeblickt wurde wie eine medizinische Kuriosität: "Das bekommen doch nur alte Menschen und keine kleinen Kinder?!"
Wär ja schön, wenn irgendwann was dagegen gefunden wird, das wirklich hilft - und dann nicht nur ausgewählte Patienten davon profitieren könnten.

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