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Volkskrankheit: Warum Diabetes oft nicht erkannt wird
DPA

Diabetes und ihre Vorstufen bleiben in Deutschland oft unentdeckt. Dabei handelt es sich inzwischen um eine Volkskrankheit. Auch Ärzte fallen häufig herein - und rechnen nicht mit Nomadengenen.

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Sokratester 09.11.2017, 18:07
30. eigene Erfahrugen

1. Halbjahr "normal" gegessen + gelgentlich Süßes: HBa1c = 7,6
3. Quartal sehr wenig Kohlenhydrate + konsequentem Verzicht auf Süßes : HBa1c = 6,7
Facit: Mit Ernährungsmaßnahmen lässt sich - zumindest im Grenzbereich - einiges Bewegen. Seit über 15 Jahren halte ich so meinen Diabetes einigermaßen im Griff.
Die Ratschläge im Artikel sind deshalb berechtigt und m.E. begründet.

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CancunMM 09.11.2017, 18:15
31.

Zitat von whitewisent
8,0 gilt doch als möglicherweise tolerierbarer Wert bei bestimmten Krankheiten, siehe https://www.test.de/medikamente/vom_arzt/a_stoffwechsel/a_diabetes/a_diabetes/a_der_langzeittest_hba1c/ https://www.netdoktor.de/krankheiten/diabetes-mellitus/diabetes-werte/ https://www.mz-web.de/leben/diabetes-behandlung-wichtig-ist-der-langzeitwert-3262522 Es ging lediglich darum, diesen Wert zu benennen, wo das Fiasko eingetreten ist, was bei niedrigeren Werten angekündigt und beschrieben wird. Die 45 Jahre beziehen sich nicht auf das Alter, ab dem die Vorsorge kostenlos ist, sondern die Risikofaktoren, wie sie zB. bei http://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/diabetes/therapie/vorbeugung/tid-32997/keine-chance-fuer-die-zuckerkrankheit-diese-sieben-faktoren-schuetzen-sie-gegen-diabetes_aid_1075308.html benannt werden. Das war nur ein simpler Forenbeitrag, aber sicher nicht so falsch, wie Du tust.
8,0 ist vielleicht tolerabel bei einem 80 jährigen Patienten, aber sicher nicht bei Pat. unter 70-75 Jahren. Der Check-up ist ab 35 Jahren kostenlos: U-Status, Cholesterin, Nü-Blutzucker.
Der Hba1c-Wert von 8,0 sagt erst mal gar nichts. Kann sein, dass der vor einem Jahr noch normal war und jetzt 8,0 ist, dann wird man dem Pat. wenn er den nübergewichtig ist und bisher keine Tabletten eingenommen hat sicher schnell wieder in Bereiche von 6,5 oder darunter bekommen. Wenn er die 8,0 aber über 10 Jahre hat, können schon Folgeschäden wie diabetische Retinopathie und diabetische Nephropathie auftreten. Und was soll die 45 denn bedeuten ? kann man auch 46 oder 47 sagen. Wie gesagt: die einzige zusätzliche Untersuchung kostenlos im Rahmen der GKV ab 45 ist die Krebsvorsorge beim Mann mit Untersuchung des äußeren Genitale und der lokalen Lymphstationen.

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CancunMM 09.11.2017, 18:24
32.

Zitat von wauz
Hausärzte können die Diagnose "Diabetes" stellen. Bzw die Verdachtsdiagnose. Und genau dann sollten sie einen Überweisungsschein ausstellen. Punkt!
so ein Blödsinn ! Ich bin ja nicht der Überweiungsaugust !
Ich weiß ja nicht was sie für Hausärzte kennen.
Ich habe 17 Jahre im Krankenhaus in der Intensivmedizin, Kardiologie, Hepatologie, Gastroenterologie gearbeitet. Während meines Studiums auch in der Geriatrie. Glauben Sie mir. Ich kann Diabetiker diagnostizieren und auch therapieren. Und habe sicher mehr Erfahrung als ein frischer Facharzt der Diabetologie. Und ich kenne auch meine Grenzen. Ich arbeite mit vielen Fachärzten, darunter auch Diabetologen, zusammen. Ich kenne die und die kennen mich. Ich weiß was die können und die wissen was ich kann. Es gibt keine Probleme.
Aber wir können ja jeden zum Facharzt schicken und uns dann wundern warum man so lange auf einen Termin wartet.

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CancunMM 09.11.2017, 18:35
33.

Bei Interesse 4 Studien sollte man kennen:
UKPDS
ACCORD
ADVANCE und
DDG

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spdf 09.11.2017, 18:42
34. Diabetes trotz Untergewicht

Man muss nicht übergewichtig sein um Type 2 zu bekommen. Geht auch mit Untergewicht. Zuwenig Bewegung und zu viel Cola reichen völlig. Ist natürlich nicht schön wenn man auf einmal lauter blutende Wunden am Körper hat, und davor lauter Müdigkeitsattacken ausgesetzt sah. Beim Arzt war ich deswegen aber nicht. Trinke halt nur noch Leitungswasser und laufe mindestens 5 Kilometer am Tag. Reicht völlig. Wunden und Müdigkeitsattacken sind völlig verschwunden.

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wauz 09.11.2017, 19:09
35. Sie haben doch selbst

Zitat von CancunMM
so ein Blödsinn ! Ich bin ja nicht der Überweiungsaugust ! Ich weiß ja nicht was sie für Hausärzte kennen. Ich habe 17 Jahre im Krankenhaus in der Intensivmedizin, Kardiologie, Hepatologie, Gastroenterologie gearbeitet. Während meines Studiums auch in der Geriatrie. Glauben Sie mir. Ich kann Diabetiker diagnostizieren und auch therapieren. Und habe sicher mehr Erfahrung als ein frischer Facharzt der Diabetologie. Und ich kenne auch meine Grenzen. Ich arbeite mit vielen Fachärzten, darunter auch Diabetologen, zusammen. Ich kenne die und die kennen mich. Ich weiß was die können und die wissen was ich kann. Es gibt keine Probleme. Aber wir können ja jeden zum Facharzt schicken und uns dann wundern warum man so lange auf einen Termin wartet.
zugegeben, dass Sie so Ihre Probleme mit Typ-2-Diabetikern haben. Wie viel Zeit können Sie für einen Diabetiker aufbringen? Beratung, Gesundheitsaufklärung, Ernährungsberatung...?
Eine Diabetes-Fachpraxis hat mehr als nur den Diabetologen. Da steht ein komplettes Team bereit, das die Kenntnisse und Fertigkeiten des Arztes "hebelt". Und grundsätzlich ist schon bekannt, dass die Typ-2-Therapie bei Hausärzten in ihrer Wirksamkeit zu wünschen übriglässt. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis die Überweisung zum Facharzt zum absoluten Standard gehören wird.
"Erfahrung" - ist nicht so doll. Evidenz-basierte Medizin schlägt subjektive "Erfahrung" seit langem.

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wauz 09.11.2017, 19:27
36. Diabetes Typ 2

Zitat von spdf
Man muss nicht übergewichtig sein um Type 2 zu bekommen. Geht auch mit Untergewicht. Zuwenig Bewegung und zu viel Cola reichen völlig. Ist natürlich nicht schön wenn man auf einmal lauter blutende Wunden am Körper hat, und davor lauter Müdigkeitsattacken ausgesetzt sah. Beim Arzt war ich deswegen aber nicht. Trinke halt nur noch Leitungswasser und laufe mindestens 5 Kilometer am Tag. Reicht völlig. Wunden und Müdigkeitsattacken sind völlig verschwunden.
Es gibt verschiedene Krankheiten, die Diabetes heißen. Typ 2 Diabetes ist eine Krankheit, bei der das Hormon Insulin bezüglich des Blutzuckerwertes nicht so funktioniert, wie es sollte. Nun hängt es vom einzelnen Patienten ab, welche Therapie für ihn richtig ist. Für mache reicht es, sich viel zu bewegen und bei der Ernährung Umsicht walten zu lassen. Übergewicht kann Folge der Erkrankung sein. In jedem Fall verschlimmert aber Übergewicht die Symptomatik.
Es gibt aber nach derzeitigem Erkenntnisstand noch keine Gewissheit, dass jede Typ-2 Erkrankung mit Diät und Sport ausreichend behandelt werden kann. (Was allerdings nicht besagt, dass es der versuch nicht wert wäre...)

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spdf 09.11.2017, 19:43
37. richtig

Zitat von wauz
Es gibt verschiedene Krankheiten, die Diabetes heißen. Typ 2 Diabetes ist eine Krankheit, bei der das Hormon Insulin bezüglich des Blutzuckerwertes nicht so funktioniert, wie es sollte. Nun hängt es vom einzelnen Patienten ab, welche Therapie für ihn richtig ist. Für mache reicht es, sich viel zu bewegen und bei der Ernährung Umsicht walten zu lassen. Übergewicht kann Folge der Erkrankung sein. In jedem Fall verschlimmert aber Übergewicht die Symptomatik. Es gibt aber nach derzeitigem Erkenntnisstand noch keine Gewissheit, dass jede Typ-2 Erkrankung mit Diät und Sport ausreichend behandelt werden kann. (Was allerdings nicht besagt, dass es der versuch nicht wert wäre...)
Ist richtig.
Ein Problem ist noch, als Diabetes eben oft automatisch mit Übergewicht gleichgesetzt wird. Das erweckt den falschen Eindruck, dass man bei Normal-/Untergewicht vor Diabetes sicher ist. Da ist noch Aufklärungsarbeit nötig. Außerdem sollte das Thema Diabetes viel stärker im Schulunterricht angesprochen werden.

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wauz 09.11.2017, 20:05
38. Tja...

Zitat von spdf
Ist richtig. Ein Problem ist noch, als Diabetes eben oft automatisch mit Übergewicht gleichgesetzt wird. Das erweckt den falschen Eindruck, dass man bei Normal-/Untergewicht vor Diabetes sicher ist. Da ist noch Aufklärungsarbeit nötig. Außerdem sollte das Thema Diabetes viel stärker im Schulunterricht angesprochen werden.
Natürlich wäre Gesundheitsaufklärung in der Schule angebracht. Die Frage ist nur, wie wir das in unserem Schulsystem noch unterbringen können. Diabetes, Ernährung, Essstörungen, Depression und was nicht alles...
Ich vermute mal, die gezielte Ausbildung von Multiplikatoren, die alle Altersgruppen ansprechen, wäre schneller effizient. Vielleicht kann man das in das vorhandene Gesundheitssystem mit einflicken. Zumal die gesetzlichen Krankenkassen mehr Macht über Ärzte als über Kultusminister haben...

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wählersuchtpartei 09.11.2017, 20:22
39. Mitnichten ...

Was bitteschön ist an unserer industriell erzeugten Nahrung heutzutage noch traditionell? Dem Getreide sind auf Kosten des höheren Stärkeanteils in den letzten hundert Jahren alle wertvollen Begleitstoffe von einst nahezu weggezüchtet worden. Das weiße Mehl kam auch erst massenhaft in den letzten hundert Jahren auf. Dann die Cholesterin-Lüge, um den Weißzucker zu schützen, die Verweigerung der Lebensmittel-Ampel durch die EU ... Und die Spurenelemente aus unseren Böden sind durch die Intensiv-Landwirtschaft auch drastisch reduziert. Obst und Gemüse wird mittlerweile auch auf abenteuerlichste Weise gezüchtet, produziert, gelagert und kommt von sonstwo - was da wohl im Einzelfall noch an Vitaminen und Mineralien drin ist?
Wir gehen kaum noch in die Sonne und wenn dann mit Lichtschutz-Creme, wo soll das lebenswichtige D3 dann wohl herkommen?
Und welche Lobby steckt wohl hinter den z. T. viel zu niedrig empfohlenen Tagesmengen von Vitaminen und anderen Vitalstoffen?

Nahrungsergänzung ist sinnvoll, wenn man sich erstens einmal damit beschäftigt, was man übers Essen aufnimmt (einfach mal eine Tabelle anlegen und eintragen, was man alles so isst und wieviel Vitamin C, D3, usw., Spurenelemente, Zucker, Salz, das ganze Programm), dann vergleichen mit den Empfehlungen der DGE und einen eventuellen Mehrbedarf (z. B. als Raucher oder Typ 2 Diabetiker) einiger Stoffe mit einem Arzt, besser einem Diabetologen oder seriösem Ernährungsexperten abstimmen.
Die Vitalstoff-Defizite sollte man sich natürlich nicht übers Fernsehen oder irgendwelchen vollmundigen Gurus (in der Regel wirkungslos unterdosiert und überteuert) bestellen, sondern auf Sporternährungsseiten oder bei Amazon (mit reichlich Bewertungen).
Und immer prüfen, bringt es was oder bringt es nichts. Jeder ist anders und hat mit seinem hohen Zucker eine andere Ausgangssituation.
Wer anfängt, sich mit diesem ganzen Thema zu beschäftigen, wird schnell feststellen, dass es DIE eine Wahrheit nicht gibt.
Die Herausforderung ist, auch mit der Bereitschaft des zeitlichen Mehraufwandes und das eigene Bewerten der vielen widersprüchlichen Informationen, seine individuelle Situation zu verbessern. Es geht ja um die eigene Gesundheit, ohne die ist alles andere eben nichts.
Und man hat einen sicheren Parameter, ob etwas funktioniert oder nicht: nämlich der Pikser, der Blutstropfen, der Teststreifen und das Blutzuckermessgerät (gibt's mittlerweile schon recht preiswert ab 20 €).

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