Forum: Gesundheit
Vorschlag von Minister Spahn: Ärzte sollen Apps verschreiben dürfen
Uwe Umstaetter/ Westend61/ Getty Images

Onlinetagebuch für Diabetiker oder digitale Hilfen für Schwangere: Krankenkassen könnten künftig die Kosten für bestimme Apps übernehmen. Zumindest wenn es nach Gesundheitsminister Jens Spahn geht.

Peletua 15.05.2019, 17:15
1. Dankeschön, Herr Minister

Dankeschön, Herr Minister, für eine weitere geniale Idee! Dass das Gesundheits-Ressort mal so 'modern' werden würde, hätte ich nie geglaubt.

Aber viel einfacher wäre es doch, die Daten aller Versicherten gleich offen ins Netz zu stellen, damit sich Ihre Freunde aus der Gesundheits- und Pharmaindustrie, dazu noch Arbeitgeber und andere interessierte Dritte ohne Umwege bedienen können, nicht wahr? Diese Hackerei ist so unschön und kostet nur zusätzliches Geld.

Aber wo denke ich nur hin. In dem Jahr, das eine App samt Daten im Netz stehen muss, um die Zulassung zu bekommen, ist der Zugriff auf unsichere Apps ja eh möglich... Man fasst es nicht.

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so-long 16.05.2019, 07:10
2. Profilneurotiker

Spahn will sich als „fortschrittlich, modern, digital“ präsentieren.
Eine App für Schwangere??? Wie konnten Kinder in den letzten Jahrtausenden ohne App geboren werden? Wahrscheinlich nur durch glückliche Zufälle? Der Bluthochdruckler hat entweder seine Sache im Griff, weil er das will, oder er hat es nicht. Ebenso beim Diabetiker.
Der Digitalisierungswahn im Gesundheitswesen verschlingt Milliarden und die Krankenversorgung verbessert sich Null. Z.B. bekommt die D-Telekom jeden Monat von jeder angeschlossenen Arztpraxis 83€ für den Unterhalt der Telematikinfrastruktur. Wenn künftig auch Huawei mitmischt... .

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CancunMM 16.05.2019, 09:09
3.

Zitat von so-long
Spahn will sich als „fortschrittlich, modern, digital“ präsentieren. Eine App für Schwangere??? Wie konnten Kinder in den letzten Jahrtausenden ohne App geboren werden? Wahrscheinlich nur durch glückliche Zufälle? Der Bluthochdruckler hat entweder seine Sache im Griff, weil er das will, oder er hat es nicht. Ebenso beim Diabetiker. Der Digitalisierungswahn im Gesundheitswesen verschlingt Milliarden und die Krankenversorgung verbessert sich Null. Z.B. bekommt die D-Telekom jeden Monat von jeder angeschlossenen Arztpraxis 83€ für den Unterhalt der Telematikinfrastruktur. Wenn künftig auch Huawei mitmischt... .
Naja das stimmt so nicht ganz. Die Telekom ist ein Anbieter von den
Geräten, die man in Arztpraxen braucht um die Telematik umzusetzen.
Und die Telekom kam mit ihren geräte auf den Markt als viele schon bei der anderen Firma bestellt hatte. Ich kenne keine Praxis, die Geräte von der Telekom hat.

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so-long 16.05.2019, 09:47
4. D-Telekom

Zitat von CancunMM
Naja das stimmt so nicht ganz. Die Telekom ist ein Anbieter von den Geräten, die man in Arztpraxen braucht um die Telematik umzusetzen. Und die Telekom kam mit ihren geräte auf den Markt als viele schon bei der anderen Firma bestellt hatte. Ich kenne keine Praxis, die Geräte von der Telekom hat.
ist einer der Anbieter der Telematikinfrastruktur.
Würde man die Milliarden anstatt in die laufenden Unterhaltskosten in die Krankenversorgung stecken, hätten die Patienten etwas davon, die Industrie entsprechend weniger.

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ayv62957 16.05.2019, 10:31
5.

Eine schnelle Suche im App-Store brachte zu den von mir eingegebenen Suchbegriffen (z.B. Diabetes, Schwangerschaft etc.) viele, viele Apps, die entweder werbefinanziert sind oder unter 5 € kosten....
Ich bin ja absolut gegen eine Zwei-Klassenmedizin, aber solche Kleckerbeträge von der Kasse übernehmen zu lassen ist dann doch eher den kommenden Wahlen geschuldet! Wer wirklich helfen will, macht andere Vorschläge!

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