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Vorsorge: Deutsche kaufen Pflege-Bahr trotz unsicherer Zukunft
DPA

Vor allem junge Deutsche lassen die staatlich geförderte Zusatzversicherung für den Pflegefall boomen. Täglich werden 1600 Verträge abgeschlossen, jubeln die privaten Krankenversicherer. Dabei ist die Zukunft des Pflege-Bahrs unsicher und das Produkt umstritten.

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Vanagas 15.11.2013, 17:55
20. FDP - Produkt

Zitat von sysop
Vor allem junge Deutsche lassen die staatlich geförderte Zusatzversicherung für den Pflegefall boomen. Täglich werden 1600 Verträge abgeschlossen, jubeln die privaten Krankenversicherer. Dabei ist die Zukunft des Pflege-Bahrs unsicher und das Produkt umstritten.
Niemals , aber auch niemals wird ein Politiker etwas machen wovon das gemeine Volk profitieren wird .

Erst Recht nicht wird es einem FDP - Politiker einfallen das Volk zu " verwöhnen " .
Die FDP ist nur dem Kapital verpflichtet !

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Spiegelleserin57 15.11.2013, 18:02
21. so ganz Unrecht hat der zitierte Kommentar nicht!

Zitat von kalim.karemi
Die Pflegekosten Ihrer Eltern werden auf Sie zurückfallen, Ihre Pflegekosten auf Ihre Kinder. Eine Versicherung funktioniert nach dem Prinzip der Wahrscheinlichkeit, einige werden Pflege benötigen einige nicht, letztere haben Pech oder Glück, wie man es sieht. Sich um nichts zu scheren und vom Ersparnis der Steuerzahler zu lamentieren, ist typisch für Leute, die sich in allem und jeden auf den Staat verlassen und Kosten assozial auf die Gemeinschaft abwälzen. Haupsache viel Spaß im Leben und nach mir die Sintflut.
Es gibt nämlich einen Haken bei den Pflegeversicherungen und dieser liegt bei den Gesundheitsfragen. Ich habe mich sehr genau mit diesen Fragen beschäftigt und oft wird die Frage gestellt: haben Sie eine Gesundheitsstörung? Wichtig!!! Wissen Sie ob Sie irgendwo im Köroer eine Krankheit haben die Sie vielleicht nicht bemerkt haben?
Wissen Sie was Ihr Arzt bei der KV angegeben hat? Tritt der Pflegefall ein prüft die Versicherung und findet sie etwas zahlt sie nicht!!
UND Ihre ganzen Beiträge über Jahre hinweg sind verloren!
Im Internet wurde bereits von einem Anwalt vor dieser Falle gewarnt.
Sie ist rechtlich korrekt ABER Sie haben keine Chance auf Zahlung!
Wer hat keine Gesundheitsstörung; ein Pickel auf der Haut ist schon eine. Wird daraus später mal Hautkrebs ist das Problem perfekt.
Für Versicherungen ist wichtig dass sie nicht zahlen müssen und die allgemeinen Bedingungen sollte man vorher genauestens studieren.
Ich habe 6 verschiedene Versicherungen tagelang genau gepürft und KEINE abgeschossen da ich überall eine Möglichkeit gefunden habe auf die sich die Vericherung zurückziehen kann um nicht zahlen zu müssen!

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Spiegelleserin57 15.11.2013, 18:04
22. lesen Sie bitte mal meine Erfahrungen mit den Pflegeversicherungen!

Zitat von godfather58
Darum geht es doch gar nicht. Es spricht überhaupt nichts gegen eine vernünftige Vorsorge. Nur ist das geförderte Produkt so angelegt, dass für den Versicherten nicht wirklich was herauskommen wird. Ein individuelle nicht gefördertes Produkt dürfte in der Regel deutlich sinnvoller sein. So wir der "Pflege Bahr" konstruiert ist, ist es nur ein Geschenk an die Versicherungswirtschaft.
Warum ich Keine abgeschlossen habe , habe ich ausführlich dargelegt!

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gustavsche 15.11.2013, 18:09
23. In die richtige Richtung gedacht, aber

Zitat von 52er
Dass der Pflege-Bahr nicht alle Pflegekosten abdeckt ist vielen klar, dass er nur einen lächerlich geringen Teil abdeckt, wissen offensichtlich nur Wenige. Fakt ist, ein Inflationsausgleich besteht bei dieser absolut privaten Versicherung nicht. Daher werden sich manche "Bahr"-Zahler wundern was sie mit dem, was sie in vielleicht dreißig oder vierig Jahren an Zahlungen erhalten, noch finanzieren können. Der Pflege-Bahr ist letztendlich die gleiche Vermögensvernichtungsmaschine wie die Riesterrente. Es wäre sicherlich sinnvoller, dass Banken oder auch der Staat Sparmodelle anbieten würden, deren Erträge und Einzahlungen bis zu einem bestimmten Alter des Einzahlers gesperrt bleiben. Einen jährlichen Nachweis vorausgesetzt könnten dann auch die staatlichen Zulagen fließen. Das verschafft dem Einzahler sichere und wesentlich höhere Erträge, die Banken könnten mit dem Geld arbeiten nur Porsche wäre der Verlierer... die würden nicht mehr soviele Fahrzeuge an Versicherungsvertreter verkaufen.
nicht konsequent genug. Eine Sperrung ist nicht richtig, weil sie den Menschen ihrer Chancen beraubt.

Umso weiter ein Ereignis in der Zukunft liegt, umso idiotischer ist es, dafür vorzusorgen, dafür Geld zurückzulegen oder präventive Maßnahmen dafür zu ergreifen. Daher ist es Unfug, sich um die Rente im Jahre 2050 zu sorgen und auch um den Meeresspiegel.

So wichtig langfristiges Denken auch ist, sollte man immer daran denken, dass kurz- und mittelfristige Ziele genauso wichtig sind, wenn nicht wichtiger. Ein kurzfristiges Ziel ist es, den Hunger zu stillen. Was nutzt es, Geld für die Rente in 40 Jahren zurückgelegt zu haben, wenn man dann doch verhungert. Genau das Problem mit dieser dussligen Sperrerei und Festlegerei. Wer heute riestert, kommt nicht vor Renteneintrittsalter an sein Geld heran. Ihr geforderte Sperre läuft auf das gleiche hinaus.

Aber ich sagte ja, dass Ihr Vorschlag in die richtige Richtung gehe. Ja, man bräuchte ein flexibles Depot-Konto. Man kann Einzahlungen vom Girokonto vornehmen und dann Aktien kaufen. Die Dividenden sind dann so lange steuerfrei, wenn sie nicht von diesem Depot-Konto abgebucht werden, so lange das unter einem großzügigen Sparerfreibetrag liegt. Es stünde jedem frei, Geld von diesem Konto zu nehmen, Aktienpositionen zu verkaufen, denn was nützt es, wenn das Depot vielleicht 4 % Dividendenrendite abwirft, gleichzeitig aber 6 % Zinsen für einen Baukredit zahlen muss. Mit einer absoluten Sperre würden Sie genau das erreichen.

Ich selbst praktiziere das Aktiensparen. Bausparen und der ganze Blödsinn kommt für mich nicht in Frage, weil ich nicht plane, zu bauen. Ich spare aber so, dass eine hohe Rendite erziele und dass ich flexibel bin. Es kann ja sein, dass ich in fünf Jahren heirate, drei Kinder in die Welt setze und dann der Wunsch nach einem Haus kommt. Dann kann ich meine Aktien verklppen und das Haus mit 100 % Eigenkapital bezahlen. Jetzt hab schon knapp 90000 €. In fünf Jahren werden daraus wahrscheinlich schon 250000 € werden, wenn ich meine Sparquote beibehalte.

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rangodango 15.11.2013, 18:34
24. Unattraktiv

Hat sich schon mal jemand Gedanken gemacht was mit einem Tarif ohne Risikoselektion passiert? Genau, in einigen Jahren fliegen den Versicherten nämlich die Beiträge um die Ohren! Zum Thema Verdienst: der ist für Vermittler, gemessen am Beratungsaufwand, genauso unattraktiv wie die FDP.

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52er 15.11.2013, 18:56
25.

[QUOTE=gustavsche;14237614]nicht konsequent genug. Eine Sperrung ist nicht richtig, weil sie den Menschen ihrer Chancen beraubt.

Umso weiter ein Ereignis in der Zukunft liegt, umso idiotischer ist es, dafür vorzusorgen, dafür Geld zurückzulegen oder präventive Maßnahmen dafür zu ergreifen. Daher ist es Unfug, sich um die Rente im Jahre 2050 zu sorgen und auch um den Meeresspiegel.....

Es ist jedem sicherlich freigestellt, wie er sein Geld anlegt, ob in Aktien oder in Immobilien und dafür braucht es natürlich auch keine Sperre.
Es liegt im ureigensten Interesse des Staates, dass jeder -und damit sind auch Kleinsparer und Geringverdiener denen Aktiensparen und Immobilienkauf nicht möglich sind- gemeint die reelle und geschützte
Möglichkeit erhält, für sein Alter vorzusorgen. Daher unterstützt er dies mit Zulagen. Es wäre aber nicht sinnvoll, dieses Geld vorzeitig auszugeben. Eine "Ausstiegsklausel" wäre hier sinnvoll, wenn das Geld benötigt wird, könnte man die selbst eingezahlten Beträge abzüglich
der staatlichen Zulagen inkl. geringer Verzinsung auszahlen. Der Rest geht an den Staat zurück, bei einem Immobilienkauf könnte man
auch auf die Rückzahlung der Zulagen verzichten. Leider hat sich die Politik für die Versicherungswirtschaft entschieden, dabei bleibt von den reellen und geschützten Möglichkeiten nicht viel übrig und die staatlichen Einlagen werden zuerst an die Vertreter verteilt.

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viceman 15.11.2013, 20:16
26. ja , aber was ändert sich

Zitat von kalim.karemi
ist derjenige blöd, der für den Verfall seiner Eltern später zur Kasse gebeten wir? Kinder haften für ihre Eltern, ich hoffe Sie kommen in den Genuß, es sein denn, bei Ihnen ist eh nichts zu holen. Bitte überlegen bevor unqualifizierte Kommentare losgelassen werden.
mit 10 euro pro monat und 5 euro zulagen wirklich? wenig, bis gar nichts-eine verschwendung sonders gleichen, v.a. von zulagengeldern-also steuergeldern. dieses geld direkt in die gesetzliche pflegeversicherung bringt den jetzt oder später pflegebedürftigen mehr-wetten! das bahr - konstrukt ist eine geldmaschine für die pkv, eine branche, die dringend frisches geld zum überleben benötigte !

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kalim.karemi 15.11.2013, 20:29
27. nein es ist nicht blöd

Zitat von viceman
mit 10 euro pro monat und 5 euro zulagen wirklich? wenig, bis gar nichts-eine verschwendung sonders gleichen, v.a. von zulagengeldern-also steuergeldern. dieses geld direkt in die gesetzliche pflegeversicherung bringt den jetzt oder später pflegebedürftigen mehr-wetten! das bahr - konstrukt ist eine geldmaschine für die pkv, eine branche, die dringend frisches geld zum überleben benötigte !
die ges. Pflegeversicherung ist wie GKV und gesetzliche Rente ein Umlageverfahren, das private eine Versicherung. Umlageverfahren werden durch Steuergelder am Leben gehalten wenn's Geld knapp wir. Ohne Steuermittel würde es mit der Rentenversicherung sehr düster aussehen. Die Menschen können nicht alles bei der Allgemeinheit abladen. Die Zulagen sind im Gegensatz zu den Kosten die der Steuerzahler für adäquater Pflege aufzubringen hätte, lächerlich gering. Überhaupt dient diese Versicherung dem Schutz Ihres Vermögens, wenn Ihre Angehörigen zu Pflegefällen werden, es deckt nämlich die Differenz er Kosten Pflegestufe III zu den tatsächlichen. Raten Sie mal woher sich der Sozialträger diese Differenz herholt, sollte bei Ihren Eltern nichts mehr zu holen sein. Viel Spaß dann, wenn es so weit ist.

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ktschorn 15.11.2013, 22:28
28. kalim.karemi irrt

Steuergelder werden benötigt weil der Gesetzgeber eine Beitragsbemessungsgrenze, zum Wohle der Gutverdiener, eingezogen hat. Ergo weg mit der Beitragsbemessungsgrenze. Jeder, aber auch wirklich Jeder, zahlt den gleichen Prozentsatz von seinen Einkünfte ein und die Versorgungssysteme leiden keine Not, im Gegenteil.

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Newspeak 15.11.2013, 22:40
29.

Diese Gesetze und Reformen dienen meiner Meinung vor allem dazu Steuergelder zu privaten Unternehmen umzuschichten. Ob die beteiligten Bürger davon profitieren werden, steht in den Sternen, ganz sicher aber hat die private Versicherungswirtschaft ihren Gewinn gemacht bis dahin.

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