Forum: Gesundheit
Vorstoß der FDP: Ärzte lehnen Verkauf von Suizid-Mitteln für Schwerkranke ab
DPA

Unheilbare Kranke haben in Extremfällen das Recht, eine tödliche Dosis Betäubungsmittel zu erhalten. Bislang verwehrt ihnen das Gesundheitsministerium den Zugang, die FDP will das ändern. Doch Ärzte halten dagegen.

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temp1 19.02.2019, 14:19
1. Wenn Ärzte selbst in die Lage kommen, sehen die das anders

Interessant, was die Bundesärztekammer so entscheidet. Interessant auch, dass Ärzte nicht selten für sich selbst im Alter diese Medikamte bereit legen. Die Akteure der Bundesärztekammer sind offenbar noch zu sehr in ihrer politischen Laufbahn verhaftet, als dass sie das Leid mancher Sterbender ernsthaft in ihre Betrachtung einfließen lassen. Eine andere geäußerte Einstellung könnte ihrer Karriere evtl. Schaden zufügen. Das ist ihnen wichtiger, als Unterstützung für Sterbende zu äußern, eine Äußerung, die dann gegen diese Köpfe verwendet werden könnte.

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Freidenker10 19.02.2019, 14:24
2.

Mein Gott, es muss doch jeden selbst überlassen sein bei Schwersterkrankungen seinem Leben ein Ende zu setzen und nicht ewig Leiden zu müssen! Ich kommen aus dem Gesundheitsbereich und glaube mittlerweile dass es um Profite geht, denn Schwerstkranke bringen reichlich Geld. Allein schon die expodierende Zahl der Wachkomapatienten zeigt einen deutlichen Trend zur Lebenserhaltung von Menschen mit Null Lebensqualität, aber die bringen halt Geld ohne Ende! Meine eigene Mutter hat schon Geld zurückgelegt um im Notfall in die Schweiz gehen zu können, wo es Sterbehilfe gibt. Aber solange die Pseudochristen der Union an der Macht sind und die Pharmaindustrie profitiert solange wird sich da wohl auch nichts ändern... Ein echtes Armutszeugnis für unser Land!

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isar56 19.02.2019, 14:26
3. Woran liegts?

Ist das Ignoranz oder Größenwahn, Sterbenden mit extremen Schmerzen Hilfe zu verweigern? Ich habe einige Male Sterbende mehr oder weniger intensiv begleitet. Einige konnten einigermaßen friedlich und schmerzarm gehen.
Zweimal erlebte ich ein unbeschreibliches Elend und Leid.
Die Ärzte sagten, die schweren Schmerzen könnten nicht sein und ließen sich nicht mehr blicken.
Ein qualvolles Verrecken war das und ganz nebenbei - ich bin bis heute, nach 24 Jahren, nicht darüber hinweg.
Leider hatte ich nicht den Mut ein Kissen auf das Gesicht zu drücken oder anderweitig dem ausdrücklichen Wunsch des Sterbenden nachzukommen.
Und dafür (Nebenbaustelle) bezahlen Krankenkassen tausende von Euro täglich.
In Belgien und Holland wird Sterbehilfe praktiziert und es ist kein Fall von Missbrauch bekannt.
Dagegen kann mit Vorsichtsmaßnahmen gut gegen gesteuert werden.

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DrWimmer 19.02.2019, 14:26
4. Doppelmoral von Dogmatikern

Wenn werdendes Leben nach geltendem Recht ungefragt abgebrochen wird, sollte es durchaus zu rechtfertigen sein, unter bestimmten Voraussetzungen einer bewussten Entscheidung eines mündigen Menschen zur Beendigung einer nicht mehr lebenswerten Qual zu entsprechen. Die Voraussetzungen sollten die Ärzte ethisch festlegen aber nicht alles dogmatisch ablehnen. Sonst wird es weiter illegal geschehen, mit allen Problemen und Schäden die das mit sich bringt. Ich lasse mich im Leben nicht von Ärzten bevormunden - auch wenn manche das Arzt-Patientenverhältnis genau so sehen - und werde auch beim Sterben ggf. meine Entscheidung treffen, solange ich es noch selbst kann. Mit dem Segen der Ärzte (den sie hier kategorisch ohne Einzelfallbetrachtung verweigern wollen) oder ohne. Es ist natürlich bequemer sich dieser Verantwortung zu entziehen. Aber so ist es in jedem Job. Es kommen ständig Veränderungen und neue Anforderungen die man nicht mag.

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Gast2 19.02.2019, 14:27
5. Mitden chronisch Kranken verdient dieMedizinwirtschaft das meiste Geld

weil die Medizinwirtschaft (Ärze, Palliativzentren) mit den unermesslich leidenden das meiste Geld verdienen wollen sie diese bedauernswerten Leute auch zum Weiterleiden zwingen obwohl diese ein allmeines Persönlichkeitsrecht haben. Wenn ein chronisch Kranker sterben will hilft ihm der Verweis auf die Palliativmedizin auch nicht. Ich hoffe daß die Machtbasis von diesen wirtschaftsliberalen CDU-Leuten von der Afd und anderen Parteien mehr als schleichend zersetzt wird.

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Leser heute 19.02.2019, 14:28
6. Die Kammer darf das nicht regeln

Die Ärztekammern sind gesetzlich vorgeschrieben Selbstverwaltungsorgane der Ärzteschaft. Sie dürfen aber nicht selbständig Politik betreiben. Manche Ärzte werden Hilfen zur Selbsttötung ablehnen, andere nicht. Manche Ärzte lehnen Abtreibungen ab, andere nicht. Das Berufsrecht zu instrumentalisieren, um eine Gerichtsentscheidung auszuhebeln ist rechtswidrig. So wie auch das Handeln des Gesundheitsministeriums. Wenn aber Einzelpersonen beginnen, Gerichtsentscheidungen zu ignorieren, um ihr politisches Programm zu fördern und dazu die ihnen durch Mandat zeitweise verliehene Macht missbrauchen, rührt das an den Grundfesten unseres verfassungsmäßigen Zusammenlebens.

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deufin 19.02.2019, 14:36
7. Suizid sollte Grundrecht werden

Die Möglichkeit für einen humanen Suizid sollte ein Grundrecht sein. Es ist geradezu Absurd, daß mir die Freiheit zu sterben nicht per Gesetzt zugestanden wird.

Ich bin jetzt 41 und ich habe schlichtweg nicht vor ewig zu leben. Sobald meine körperliche oder geistige Leistung nicht mehr zulässt selbstständig zu leben, dann will ich bitte das recht haben mein Leben zu beendenm, weil ich es dann selbst nicht mehr als lebenswert erachte.

Selbstbestimmt leben heißt eben auch, selbstbestimmt sterben zu dürfen.

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kalim.karemi 19.02.2019, 14:38
8. ja warum wohl nicht

warum sollten sich Ärzte die beste Einkommensquelle wegschießen. Was man im Leben nicht an Kosten und damit Einkünften dem Gesundheitssystem generiert hat, in den letzten drei Monaten kommt da nochmal ordentlich was zusammen. Da wird der halbtote nochmal ausgequetscht wie eine leere Zitrone, Selbstbestimmung steht da nur im Weg.

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CancunMM 19.02.2019, 14:45
9.

Zitat von temp1
Interessant, was die Bundesärztekammer so entscheidet. Interessant auch, dass Ärzte nicht selten für sich selbst im Alter diese Medikamte bereit legen. Die Akteure der Bundesärztekammer sind offenbar noch zu sehr in ihrer politischen Laufbahn verhaftet, als dass sie das Leid mancher Sterbender ernsthaft in ihre Betrachtung einfließen lassen. Eine andere geäußerte Einstellung könnte ihrer Karriere evtl. Schaden zufügen. Das ist ihnen wichtiger, als Unterstützung für Sterbende zu äußern, eine Äußerung, die dann gegen diese Köpfe verwendet werden könnte.
Und ? Das ist doch etwas ganz Anderes. Sie können doch auch den Wunsch haben, wenn Sie große Schmerzen haben sich das Leben zu nehmen. Aber dieses Medikament Ihrem Vater oder Mutter selbst zu geben wird sicher nicht so einfach sein.
Es geht nicht darum Menschen leiden zu ersparen, sondern: Warum sollen Ärzte zum Henker werden. Warum nicht ein Familienangehöriger ? Warum nicht jemand, der vom Staat bestellt wird ? Ein Jurist z.B. ?
Der Patient ist danach erlöst, aber wie sieht es mit dem Arzt danach aus. Der muss weiter leben in dem Bewusstsein einen Menschen umgebracht zu haben.

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