Forum: Gesundheit
Warnung von Verbraucherschützern: Magnesium-Präparate oft zu hoch dosiert
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Stichproben zeigen: In Nahrungsergänzungsmitteln steckt häufig zu viel Magnesium. Das kann krank machen. Dabei sind die Mittel bei gesunden Menschen Geldverschwendung, sagen Wissenschaftler.

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Denkentutnichtweh! 18.01.2017, 20:07
10. Man fragt sich von welchen gesunden Durschnittsmenschen hier gesprochen wird...

Ich treibe viel Sport, trinke Kaffee und Tee und gelegentlich auch mal ein paar Bierchen. Hinzu kommt noch der übliche Alltagsstress.
All diese Aktivitäten und auch Stress verbrauchen nachweislich viel Magnesium.
Wenn ich meine durchschnittliche und vergleichsweise gesunde Ernährung analysiere, dann sticht ins Auge, dass es tatsächlich sehr schwer ist, den täglichen Bedarf über die Nahrung zu decken. Dafür müsste ich nach Plan essen. Darauf habe ich aber keine Lust.
Verzichte ich für ein paar Wochen oder Monate auf die Magnesium-Supplementierung, merke ich das recht deutlich.
Bevor nächtliche Muskelzuckungen und Krämpfe einsetzen, bemerke ich auch eine unangenehme innere Unruhe, bei der auch kein Koffeinverzicht hilft. Ich bin dann deutlich stressanfälliger und auch meine Stimmung verschlechtert sich.

Vermutlich ernähren wir uns so vielfältig wie nie zuvor. Dennoch bezweifle ich, dass der Durchschnittsmensch ganz ohne Mangelerscheinungen davonkommt. Das ist weiter auch nicht problematisch. Schließlich war der Mangel über Jahrtausende Normalzustand. Zuweilen kann er dennoch recht unangenehm und ungesund werden...

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Denkentutnichtweh! 18.01.2017, 20:19
11. Manchmal ist es dann doch so einfach...

Ein Familienmitglied von mir hatte über Jahrzehnte Unterbauchschmerzen. Sämtliche bildgebende Verfahren blieben ohne Befund. Das Problem wurde dann eher zufällig gelöst. Nämlich durch eine tägliche Magnesiumeinnahme, ursprünglich aufgrund von Rückenverspannungen. Die Unterbauchschmerzen waren plötzlich verschwunden. Auf diesen Lösungsansatz ist in all den Jahren kein Arzt gekommen.

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albertwilhelm-s 18.01.2017, 20:33
12.

..es ist sehr einfach,den Mangel ggf. bei sich selber festzustellen: nächtl. Verkrampungen der Bein-und Fußmuskeln.Ggf.wird es bis in die Hand spürbar.Nierensteingeplagte,Psoriasispatienten haben immer einen Mangel.Ich kam schon mit 6Jahren beim baden in Kalter See zu Problemen,da wusste noch keiner,woher die Krämpfe kamen.Mittlerweile wurde es schlimmer ab 67J.Denn die Blutdruckpillen nebst Entwässerungspi. machen das Problem schlimmer,so daß nun regelmässig tgl. 300mg genommen werden.Am biligsten im Drogeriehandel mit 20Stck. zu 40ct.Teuere Pillen aus der Apotheke sind da nicht nötig.Manchmal bei üppiger Ernährung und wenig Sport geht der Mangel zurück,aber nie dauerhaft....

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MtSchiara 18.01.2017, 20:48
13. unwissenschaftliche Aussage

Zitat von Artikel
"Ein Magnesiummangel mit definierten Symptomen konnte bei gesunden Menschen mit den üblichen Ernährungs- und Lebensgewohnheiten bisher nicht nachgewiesen werden", beruhigt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE). Wer gesund ist, muss deshalb nicht extra Magnesiumpräparate einnehmen.
Eine wissenschaftliche Aussage ist eine Aussage, bei der die Schlüsselbegriffe definiert sind durch ein Meßverfahren, mit dem festgestellt werden kann, ob und in welchem Maße sie vorliegen.

Die drei Schlüsselbegriffe, um die es hier geht, lauten:
1) Magnesiummangel
2) übliche Ernährungs-/Lebensgewohnheiten
3) gesund

Für alle drei Begriffe ist mir keine wissenschaftliche Definition bekannt. Weder ist es möglich, einen leichteren Magnesiummangel meßtechnisch nachzuweisen, noch ist klar was "üblich" ist (nach Gaußcher Normalverteilung dürften das außerdem ja nur 70 Prozent der Bevölkerung sein), und es gibt auch kein meßtechnisches Verfahren, um nachzuweisen, daß ein Mensch gesund ist.

Der von mir oben zitierte Satz gaukelt also Wissenschaft vor, wo keine Wissenschaft drinnen ist. Tatsächlich ist es so, daß es für die meisten Vitamine, Spurenelemnte und Mineralien kein wissenschaftliches Verfahren gibt, um einen (leichten) Mangel nachzuweisen. Die wirksamste Methode, um einen Mangel festzustellen, ist daher - zum Beispiel bei einem B1-Vitamin-Mangel (und auch bei anderen Vitaminen/Spurenelemente/Mineralien) - eine kurzfristige selektive Überdosierung, um zu spüren, ob sich etwas ändert.

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zila 18.01.2017, 21:17
14. 250mg? das ist arg niedrig

Magnesium ist sicher eines der wichtigsten Nahrungsergaenzungsmittel und als Magnesiumoxid spottbillig. Ich glaube nicht, dass viele Menschen noch auf die taegliche Dosis von 420mg kommen mit Ernaehrung alleine (siehe RDA von Linus Pauling Foundation, WebMD). Ich nehme 50mg mit einer Multivit und 200mg mit einer zusaetzlichen Kapsel am Tag, dabei schon seit Jahren keinerlei Gesundheitsprobleme.
Der Satz im Artikel sinngemaess "wer gesund ist braucht keine Nahrungsergaenzungsmittel" ist ziemliche Zirkellogik, wer sowas von sich gibt sollte sich fragen, ob man jetzt bein Auto auch auf Oelwechsel verzichten kann - die macht man ohne das irgendwas bereits kaputt waere.
Nahrungsergaenzungsmittel sind wohl dafuer da, einem Mangel vorzubeugen bevor er sich klinisch manifestiert, sonst waeren es ja Arzneimittel. Und die Definition von Mangel ist schwammig. Je nachdem wen man fragt haben 2,5% oder 50% der Deutschen Zinkmangel.

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karin.italienfan 18.01.2017, 21:22
15. @ ericsteinert heute, 18:41 Uhr

Da kann ich Dir nur zustimmen. Ich treibe keinen Sport. Trotzdem habe ich schon seit langer Zeit immer wieder nächtliche Wadenkrämpfe. Und nicht nur das. Wenn ich länger auf einem harten Stuhl sitze, muss ich aufspringen und herumhüpfen wie blöd, weil der Krampf im Oberschenkel zu weh tut. Das dauert manchmal bis zu. Wenn ich ca. 1 Woche "Magnesium für die Nacht" (Hersteller darf man ja nicht nennen) nehme, bin ich längere Zeit verschont.

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w.schuler 18.01.2017, 21:53
16. Die Herren Experten

Viele Nahrungsergänzungsmittel sind diskussionswürdig. Das stimmt. Warum sich die Herren Experten aber nun an dem am wenigsten toxischen, unproblematischen und wirklich wirksamen Mittel abarbeiten ist ein Rätsel.
Die "Experten" haben vor 60 Jahren die Brandwunden mit Mehl oder Speiseöl traktiert. Kaltes Wasser war strikt verboten. Bei mir hat letzteres immer gut gewirkt und deren Urteil erstmals unterminiert. Bei Vergiftungen wurde damals Milch verabreicht und/oder Erbrechen ausgelöst. Verfahren, die sehr häufig kontraproduktiv sind. Zu dieser Zeit waren auch die Experten des Lobes voll für die saubere Kernenergie. Wenn man einen zeitlich umfassenden Erfahrungshorizont hat, kann man einen Großteil dieser Experten als profitorientierte Scharlatane
abhaken.
Wichtig ist, dass man Präparate auf Basis Magnesiumoxid benutzt. Die Jumbo Brausetabletten mit einigen
Gramm Na-bicarbonat sind des Teufels. Man spart am Salz wegen Blutdruck? Und dann haut man sich 2 g
Bicarbonat rein? Was wird daraus im Magen? 1,4 Kochsalz.
Experten haben in den 70 iger Jahren Novalgin verteufelt und Paractemol groß gemacht. Heute wissen Fachleute dass, was sie schon damals wussten. Novalgin ist das beste, wirksamste und sicherste Produkt aus der Reihe Paractemol, Ibuprofen, Aspirin, Diclophenac, Metamizol. Paracetamol ist das Produkt dass die Gift und Notrufzentralen auf Trab hält. Und an dem sich Anglo/US Konzerne sich dämlich verdient haben. Mit Hilfe der Experten.
Man beachte den Unterschied zwischen dem deutschen Wort Fachleute und dem Wort Experte.
Hat man schon mal gehört, dass Idioten als Fachleute tituliert wurden?
Aber die Bezeichnung "Experte oder Stratege" für unterbelichtete Figuren ist wohl jedem geläufig.

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karin.italienfan 18.01.2017, 21:56
17. Korrektur meines Beitrags

"Das dauert manchmal bis zu....." - sollte richtig heißen "Das dauert manchmal bis zu 3 Min., die mir wie eine Ewigkeit erscheinen".
Und noch eine andere Art Krampf, die ich auch gelegentlich habe. In einzelnen Fingern, so daß diese plötzlich schräg stehen. Das tut zwar nicht weh, ist nur unangenehm. Ich erinnere mich, dass meine Schwiegermutter dagegen Trink-Ampullen vom Arzt verschrieben bekam, aber ich habe vergessen, ob das Magnesium oder Multivitamine waren.

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schiller1234 18.01.2017, 22:37
18. Aber es hilft doch!

Wo liegt der Widerspruch? Die DGE geht gemäß ihrer Grundvoraussetzung für die Sinnhaftigkeit von Nahrungsergäzungsmitteln stests davon aus, dass der der normale Bundesdeutsche jeden Tag 5 Portionen Gemüse zu sich nimmt, davon 3 Portionen aus dem eigenen Garten.
Wenn ich diese Vorgabe erfülle, benötige ich wahrscheinlich tatsächlich keine zusätzliche Zufuhr. Für alle anderen Verbraucher, die diese Vorraussetzungen nicht erfüllen können, macht es gemäß meiner täglichen Erfahrung mit Patienten tatsächlich Sinn, Magnesium durch ein Nahrungsergänzungsmittel zuzuführen. Da Nahrungsergänzungsmittel per se weder durch die GKV noch durch die PKV zu erstatten sind, verstehe ich die in diesem Artikel (absichtlich?) verbreitete Aufgeregtheit nicht. Jeder mündige Patient entscheidet doch selbst, ob es ihm Wert ist, dass er zur nebenwirkungsfreien Therapie seiner Wadenkrämpfe, seiner Stesszustände, seiner Migräne, seiner Ein- und Durchschlafstörungen und seines leicht erhöhten Blutdrucks Magnesium zuführt. Da in der ärztlichen Praxis Magnesium tasächlich hilft, ist es mir egal, ob das ein "Wissenschaftler" für richtig hält. Schließlich ist die Medizin eine Erfahrungswissenschaft!l

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dannhaltnet 19.01.2017, 23:01
19.

Es gibt nichts Besseres bei muskulären Verspannungen und Schmerzen unterschiedlicher Art wie Kopfschmerzen, Bauchkrämpfe, etc. Man muss nur hoch genug dosieren. Kurzfristige Einnahmen von 1000 bis 1200mg sind dann unbedingt notwendig. Natürlich kann das auch weichen Stuhlgang als Folge haben, nicht umsonst wird Magnesium auch als mildes Abführmittel eingenommen. Zwingend notwendig ist es, diese hohen Dosierungen nur wenige Tage zu nehmen. Aber in der Regel sind längerfristige Gaben von 400mg am Tag absolut unproblematisch. Eine Laborbefund ist hilfreich, gerade bei Dauereinnahme, dass keine Überdosierung auf Dauer stattfindet.
Ansonsten ist Magnesium ein Segen!!

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