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Wechseljahre: Kein Freispruch für die Hormonersatztherapie
Corbis

Hormone lindern Beschwerden in den Wechseljahren - erhöhen aber das Risiko für Krebs oder Herzinfarkt. Das verunsichert Frauen wie Ärzte. Zehn Jahre nach den ersten negativen Schlagzeilen kommt jetzt das Fazit von US-Forschern: Vorsicht ist weiterhin angesagt.

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happyrocker 02.10.2013, 12:44
1. Unverantwortlicher Blödsinn

Meine Mutter schluckte mehr als 10 Jahre die vom Arzt dringend empfohlenen Hormone - obwohl sie gar keine Beschwerden hatte. Sie erkrankte dann an Brustkrebs, der mit höchster Wahrscheinlichkeit auf die Hormoneinnahme zurückzuführen war. Ärzte, die Frauen zu so etwas raten, um das Rezept abrechnen zu können, gehören vor Gericht!

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sigih 02.10.2013, 13:04
2. Zu einseitig...

Ich vermisse in Ihrem Bericht die Unterscheidung zwischen einer transdermalen (Hormone in Form von Gel, welches über die Haut aufgenommen wird) Therapie und der Einnahme von Hormontabletten. hinsichtlich des Risikos von Brustkrebs bezieht sich die zitierte Studie aus dem Jahre 2012 nur auf die orale Aufnahme der Hormone. Zudem ist zu unterscheiden, ob man synthetische oder naturidentische Hormone zu sich nimmt. Letztere haben bei transdermaler Aufnähme kein höheres Brustkrebsrisiko in einer Schweizer Studie gezeigt. Ein kompetenter Frauenarzt oder Hormonexperte wird die Frauen darüber detailliert aufklären. Panikmache mit dem Credo " da muss man als Frau durch, Wechseljahre sind ganz natürlich" können nur von einem Mann stammen, der keine Ahnung davon hat, was Wechseljahre für einige Frauen bedeutet. Im Übrigen: warum sollen naturidentische Hormone für eine Frau ungesund sein, wenn ihr Körper eben jene Hormone über Jahrzehnte selbst gebildet hat?

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dennisballwieser 02.10.2013, 13:11
3. Zitierte Studie

Zitat von sigih
Ich vermisse in Ihrem Bericht die Unterscheidung zwischen einer transdermalen (Hormone in Form von Gel, welches über die Haut aufgenommen wird) Therapie und der Einnahme von Hormontabletten. hinsichtlich des Risikos von Brustkrebs bezieht sich die zitierte Studie aus dem Jahre 2012 nur auf die orale Aufnahme der Hormone. Zudem ist zu unterscheiden, ob man synthetische oder naturidentische Hormone zu sich nimmt. Letztere haben bei transdermaler Aufnähme kein höheres Brustkrebsrisiko in einer Schweizer Studie gezeigt. Ein kompetenter Frauenarzt oder Hormonexperte wird die Frauen darüber detailliert aufklären. Panikmache mit dem Credo " da muss man als Frau durch, Wechseljahre sind ganz natürlich" können nur von einem Mann stammen, der keine Ahnung davon hat, was Wechseljahre für einige Frauen bedeutet. Im Übrigen: warum sollen naturidentische Hormone für eine Frau ungesund sein, wenn ihr Körper eben jene Hormone über Jahrzehnte selbst gebildet hat?
1. Der Text beschäftigt sich mit einer Studie, die gestern, am 1. Oktober 2013, erschienen ist. Wir zitieren keine Studie aus dem Jahr 2012. Die fragliche Studie ist im Text und in der linken Spalte (WWW-Darstellung) verlinkt und bei "Jama" frei zugänglich, ohne zu bezahlen oder sich anmelden zu müssen.

2. Die WIH hat keine transdermalen Präparate untersucht, diese waren zum Zeitpunkt der Studienplanung nicht Gegenstand der Diskussion. Die Untersuchungsgrundlage wird im Fachartikel erläutert.

3. Wir berichten über Forschung, wir selbst stellen keine Vermutungen an, wie bestimmte Arzneimittel wirken. Das überlassen wir Wissenschaftlern.

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sigih 02.10.2013, 13:39
4. Zitierte Studie

Ich habe mich vertippt, meinte die Studie, aus dem Jahre 2002. Diese Studie ist doch Grundlage der neuen Veröffentlichung, da sich die WHI auf diese Daten stützt und die Nachbeobachtung von 27000 Frauen (der damaligen Studie? ) hinzuzieht.
Mir ist klar, dass sie keine Wissenschaftler sind, meine Kritik richtet sich auch eher gegen die in allen Medien zu einseitige Darstellung der Risiken einer Hormonersatztherapie.

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nine1011 02.10.2013, 13:45
5. @sigih

Warum sollen Hormone ungesund sein, wenn der Körper diese über Jahrzehnte selbst produziert hat? Antwort: der Körper hat schon seinen Grund, warum er die Produktion der Hormone nach Jahrzehnten einstellt.
Außerdem: auch naturidentische oder natürliche Hormone, z.B. mit Sojapräparaten, sind keinesfalls besser oder eher zu empfehlen, weil ein Hormon oder eine hormonwirkende Substanz eben hormonell wirksam ist. Ganz einfach. Dies ist auch für all jene interessant, die sich für eine vegetarische und sogar vegane Ernährung aussprechen und dann den ganzen Tag Soja futtern.
Soja für Kinder, Frauen und Männer ist hormomell wirksam und sollte dringend auch als Beigabe in Lebensmitteln (Sojalecithin etc.) verboten werden! Stichwort: Wachstumstörungen, Unfruchtbarkeit, Verunreinigung der Gewässer etc)

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maipiu 02.10.2013, 13:45
6. Blödsinn!

Die Medizin sollte sich darauf beschränken, Krankheiten zu behandeln. Die Menopause ist aber eben so wenig eine Krankheit wie Schwangerschaft. Also Schluss mit dem Blödsinn! Aber so lange sich gutes Geld damit verdienen lässt...

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sigih 02.10.2013, 14:03
7. Mit Sicherheit

Zitat von maipiu
Die Medizin sollte sich darauf beschränken, Krankheiten zu behandeln. Die Menopause ist aber eben so wenig eine Krankheit wie Schwangerschaft. Also Schluss mit dem Blödsinn! Aber so lange sich gutes Geld damit verdienen lässt...
Sind die Kosten für mögliche wechseljahresbedingte Folgeerkrankungen ( Osteoporosen, Muskelschmerzen, Herzinfarkt, Depression...)um einiges höher als das, was an Hormongel zu verdienen ist. Ich bin auch nicht der Meinung, dass jede Frau wahllos Hormone zu sich nehmen sollte, aber wenn sie unter den Wechseljahren leidet, sollte zumindest ein kompetenter Frauenarzt ihr verschiedene Möglichkeiten aufzeigen. Eine zehn Jahre alte Studie, die sich nur auf eine Form der Thearpie stützt und die medizinische Entwicklung der letzten drei Jahre nicht berücksichtigt, greift da nicht wirklich.

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sigih 02.10.2013, 14:10
8. Der Körper hält schon seinen Grund...

Zitat von nine1011
Warum sollen Hormone ungesund sein, wenn der Körper diese über Jahrzehnte selbst produziert hat? Antwort: der Körper hat schon seinen Grund, warum er die Produktion der Hormone nach Jahrzehnten einstellt. Außerdem: auch naturidentische oder natürliche Hormone, z.B. mit Sojapräparaten, sind keinesfalls besser oder eher zu empfehlen, weil ein Hormon oder eine hormonwirkende Substanz eben hormonell wirksam ist. Ganz einfach. Dies ist auch für all jene interessant, die sich für eine vegetarische und sogar vegane Ernährung aussprechen und dann den ganzen Tag Soja futtern. Soja für Kinder, Frauen und Männer ist hormomell wirksam und sollte dringend auch als Beigabe in Lebensmitteln (Sojalecithin etc.) verboten werden! Stichwort: Wachstumstörungen, Unfruchtbarkeit, Verunreinigung der Gewässer etc)
In unsere Evolution war es sicher sinnvoll, dass Frauen ab einem bestimmten Lebensalter nicht mehr fruchtbar sind, da sie wesentlich früher starben und sich dann nicht im ihren Nachwuchs kümmern konnten. Genauso wie es irgendwann mal nützlich war, einen Blinddarm zu haben. Heute werden die Frauen wesentlich älter und können entsprechend auch die Folgeerkrankungen des Hormonentzugs am eigene Leib erfahren. Sinnvoll, nun ja, wenn man davon ausgeht, dass eine Osteoperose z.B. irgendeinen Sinn ergibt. Naturidentische Hormonetherapie hat nichts mit Soja zu tun.

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helianthe 02.10.2013, 16:31
9. Osteoporose

und viele andere Wechseljahrbeschwerden haben viel mit gesunder Ernährung zu tun. Ein normales Gewicht und Sport ist alles was man tun muss um durch die Wechseljahre zu kommen. Und eine gesunde Lebenseinstellung.Diäten und Jugendwahn sind der Grundstein für Osteoporose und Wechseljahrbeschwerden.

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