Forum: Gesundheit
Wechseljahre: Kein Freispruch für die Hormonersatztherapie
Corbis

Hormone lindern Beschwerden in den Wechseljahren - erhöhen aber das Risiko für Krebs oder Herzinfarkt. Das verunsichert Frauen wie Ärzte. Zehn Jahre nach den ersten negativen Schlagzeilen kommt jetzt das Fazit von US-Forschern: Vorsicht ist weiterhin angesagt.

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thelma&louise 02.10.2013, 17:15
10. Leitlinien

Bitte zu beachten: es handelt sich nicht um die Leitlinien der Gynäkologen, in der Leitlinienkommission saßen gerade mal zwei Gynäkologen, alle anderen waren gynäkologische Laien, auch ärztliche Laien. Am Ende wird in einer Leitlinienkommission demokratisch abgestimmt. Wir machen also eine Medizin, bei der über Wissen demokratisch abgestimmt wird zwischen Experten und Laien.
Merkwürdig, dass Sie Herrn Ortmann befragen und nicht zB Herrn Mueck. Honi soit...
...und zum hunderttausendsten Mal WHI. Als gäbe es niemanden, der daraus gelernt hat. Da wird ein uraltes Produkt aus Pferdeurin untersucht. Genau so gut könnten wir die Insulintherapie verlassen wegen der Nebenwirkungen des früher verwendeten Schweineinsulins.
Leider kommen jetzt nur noch Frauen, die selbst Ärztinnen sind, an gute HRT. Alle anderen müssen der Herde folgen. Aber bitte nicht meckern, wenn zB die Osteoporosetherapue so viel Geld kostet.

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helianthe 02.10.2013, 17:19
11. Gruß an ihre Stute

Makeup täglich,Solarium nie weil ungesund. Botox nicht nötig dank gesundet Lebensweise noch ziemlich gut gehalten;-)

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ruhepuls 02.10.2013, 17:28
12. Naturidentisch = Harmlos?

Zitat von sigih
Ich vermisse in Ihrem Bericht die Unterscheidung zwischen einer transdermalen (Hormone in Form von Gel, welches über die Haut aufgenommen wird) Therapie und der Einnahme von Hormontabletten. hinsichtlich des Risikos von Brustkrebs bezieht sich die zitierte Studie aus dem Jahre 2012 nur auf die orale Aufnahme der Hormone. Zudem ist zu unterscheiden, ob man synthetische oder naturidentische Hormone zu sich nimmt. Letztere haben bei transdermaler Aufnähme kein höheres Brustkrebsrisiko in einer Schweizer Studie gezeigt. Ein kompetenter Frauenarzt oder Hormonexperte wird die Frauen darüber detailliert aufklären. Panikmache mit dem Credo " da muss man als Frau durch, Wechseljahre sind ganz natürlich" können nur von einem Mann stammen, der keine Ahnung davon hat, was Wechseljahre für einige Frauen bedeutet. Im Übrigen: warum sollen naturidentische Hormone für eine Frau ungesund sein, wenn ihr Körper eben jene Hormone über Jahrzehnte selbst gebildet hat?
Kein künstlich zugeführtes Hormon, egal ob oral oder transdermal - auch nicht wenn es naturidentisch ist, ist völlig harmlos.

Der "Körper einer Frau" hat jahrzehntelang Hormone produziert (aber nicht nur eines oder zwei) - und sie bedarfsabhängig reguliert. Da kann keine Pille und auch kein Gel.

Außerdem fährt nach den Wechseljahren altersbedingt das Immunsystem etwas herunter. Wenn gleichzeitig wachstumsfördernde Hormone gegeben werden, dann erhöht das logischerweise das Krebsrisiko. Und weil es so schön sicher ist, bestrahlt man dann die Brust sinnigerweise alle 1-2 Jahren mit Röntgenstrahlung, bei der Mammografie.

Das ist eine sehr gute Kombination, wenn man Krebs erzeugen will.

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ruhepuls 02.10.2013, 17:30
13. HRT verhindert keine Folgeerkrankungen

Zitat von sigih
Sind die Kosten für mögliche wechseljahresbedingte Folgeerkrankungen ( Osteoporosen, Muskelschmerzen, Herzinfarkt, Depression...)um einiges höher als das, was an Hormongel zu verdienen ist. Ich bin auch nicht der Meinung, dass jede Frau wahllos Hormone zu sich nehmen sollte, aber wenn sie unter den Wechseljahren leidet, sollte zumindest ein kompetenter Frauenarzt ihr verschiedene Möglichkeiten aufzeigen. Eine zehn Jahre alte Studie, die sich nur auf eine Form der Thearpie stützt und die medizinische Entwicklung der letzten drei Jahre nicht berücksichtigt, greift da nicht wirklich.
Wenn die Studien eines gezeigt haben, dann, dass die HRT (Hormonersatztherapie) keine der genannten Folgeerkrankungen verhindert. Das einzige, was sie bewirken kann ist eine Linderung der akuten Symptome.
Das mag im Einzelfall - bei sehr schweren Wechseljahresbeschwerden - angezeigt sind unter Inkaufnahme des erhöhten Krebsrisikos.

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Spr. 02.10.2013, 18:38
14. sigih - heroischer Kampf für Hormone

Zitat von sigih
In unsere Evolution war es sicher sinnvoll, dass Frauen ab einem bestimmten Lebensalter nicht mehr fruchtbar sind, da sie wesentlich früher starben und sich dann nicht im ihren Nachwuchs kümmern konnten. Genauso wie es irgendwann mal nützlich war, einen Blinddarm zu haben. Heute werden die Frauen wesentlich älter und können entsprechend auch die Folgeerkrankungen des Hormonentzugs am eigene Leib erfahren. Sinnvoll, nun ja, wenn man davon ausgeht, dass eine Osteoperose z.B. irgendeinen Sinn ergibt. Naturidentische Hormonetherapie hat nichts mit Soja zu tun.
Sie lassen bei Ihrer Argumentation unter den Tisch fallen, dass es sich bei den Wechseljahren um eine vorübergehende Erscheinung handelt. Wie es schon aus der Bezeichnung "Wechseljahre" hervorgeht, stellt sich der weibliche Körper noch einmal um. Ist die Umstellung, also der Wechsel, abgeschlossen, sind spätestens auch die Beschwerden vorbei.

Die Hormone begünstigen nicht nur die Entstehung von weitaus schwerwiegenderen Krankheiten, als es Wechseljahresbeschwerden je sein können. Die Hormone schieben die Umstellung des weiblichen Körpers hinaus. Hört eine Frau mit der Behandlung ihrer Wechseljahresbeschwerden durch Hormone auf, geht die Umstellung des Körpers weiter und die Wechseljahresbeschwerden treten wieder auf.

Weshalb es so viele Frauen gibt, die vom Beginn der Wechseljahre an bis zu ihren Tod Hormone nehmen - und selbst heute noch von manchen Gynäkologen dazu gedrängt werden, Hormone einzunehmen. Trotz der vielen nachgewiesenen gesundheitlichen Risiken. Ohne die forcierte Gabe von Hormonen hätten diese Frauen ihre Wechseljahre oft seit Jahrzehnten hinter sich und könnten ohne Beschwerden und ohne Hormone einnehmen zu müssen leben.

Der Grund dafür ist oft die Angst, nach den Wechseljahren keine "richtige Frau" mehr zu sein und keine Lust mehr auf Sex zu haben. Auf die Frauen, die sich das haben einreden lassen, trifft dieser Grund dann auch zu. Andere Frauen haben auch nach den Wechseljahren ein erfülltes Sexualleben. (Ja, Sex mit über 50 ist völlig normal. Sogar noch mit über 80!)

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sigih 02.10.2013, 18:56
15. Erhöhtes Krebsrisiko

[QUOTE=ruhepuls;13891885]Wenn die Studien eines gezeigt haben, dann, dass die HRT (Hormonersatztherapie) keine der genannten Folgeerkrankungen verhindert. Das einzige, was sie bewirken kann ist eine Linderung der akuten Symptome.
Das mag im Einzelfall - bei sehr schweren Wechseljahresbeschwerden - angezeigt sind unter Inkaufnahme des erhöhten

Wurde unter transdermaler Hormonersatztherapie nicht nachgewiesen ( wir reden also von verschiedenen Dingen)! Neben der Linderung akuter Symptome ist der Effekt der Hormone hinsichtlich eines Schutzes vor Herzinfarkt, eines positiven Effektes auf die Knochendichte und die Psyche ...unbestreitbar. Im Übrigen gibt es ebenfalls Untersuchungen, die Übergewicht, Bewegungsmangel, Alkohol , Verzicht auf das Stilen als Faktoren für die Entsteheung von Brustkrebs nennen.

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sigih 02.10.2013, 19:09
16.

Zitat von Spr.
Sie lassen bei Ihrer Argumentation unter den Tisch fallen, dass es sich bei den Wechseljahren um eine vorübergehende Erscheinung handelt. Wie es schon aus der Bezeichnung "Wechseljahre" hervorgeht, stellt sich der weibliche Körper noch einmal um. Ist die Umstellung, also der Wechsel, abgeschlossen, sind spätestens auch die Beschwerden vorbei. Die Hormone begünstigen nicht nur die Entstehung von weitaus schwerwiegenderen Krankheiten, als es Wechseljahresbeschwerden je sein können. Die Hormone schieben die Umstellung des weiblichen Körpers hinaus. Hört eine Frau mit der Behandlung ihrer Wechseljahresbeschwerden durch Hormone auf, geht die Umstellung des Körpers weiter und die Wechseljahresbeschwerden treten wieder auf. Weshalb es so viele Frauen gibt, die vom Beginn der Wechseljahre an bis zu ihren Tod Hormone nehmen - und selbst heute noch von manchen Gynäkologen dazu gedrängt werden, Hormone einzunehmen. Trotz der vielen nachgewiesenen gesundheitlichen Risiken. Ohne die forcierte Gabe von Hormonen hätten diese Frauen ihre Wechseljahre oft seit Jahrzehnten hinter sich und könnten ohne Beschwerden und ohne Hormone einnehmen zu müssen leben. Der Grund dafür ist oft die Angst, nach den Wechseljahren keine "richtige Frau" mehr zu sein und keine Lust mehr auf Sex zu haben. Auf die Frauen, die sich das haben einreden lassen, trifft dieser Grund dann auch zu. Andere Frauen haben auch nach den Wechseljahren ein erfülltes Sexualleben. (Ja, Sex mit über 50 ist völlig normal. Sogar noch mit über 80!)
Hallo,
Die ihrer Meinung nach vorübergehende Erscheinung zieht sich bei einigen Frauen auch ohne Hormongaben an die 10 Jahre hin. Ich rede hier ja nicht von den Frauen, die einige Monate ein paar Hitzewellen haben und eventuell Leichte Schlafstörungen. Ich kenne Frauen, die durch die Wechseljahre dermaßen an Lebensqualität eingebüßt haben, das sie von Arzt zunArzt laufen müssten und sich dann (von einem Mann!)anhören zu lassen, dass das ganz normal sei. Soll also eine Frau mit derartigen Beschwerden "heroisch" die Zeit durchstehen, nur weil einige Ärzte aufgrund einer Studie, die nur einen Teil der Therapie beleuchtet, Angst haben, ihr ein Hormonpräparat zu verschreiben. Dass Sie mich nicht falsch verstehen: ich bin NICHT für Hormone für alle zur Prophylaxe, sondern dass man den Frauen die passende Therapie anbietet, ohne ihnen eine übertriebene Angst zu machen.

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sigih 02.10.2013, 20:46
17.

Zitat von thelma&louise
Bitte zu beachten: es handelt sich nicht um die Leitlinien der Gynäkologen, in der Leitlinienkommission saßen gerade mal zwei Gynäkologen, alle anderen waren gynäkologische Laien, auch ärztliche Laien. Am Ende wird in einer Leitlinienkommission demokratisch abgestimmt. Wir machen also eine Medizin, bei der über Wissen demokratisch abgestimmt wird zwischen Experten und Laien. Merkwürdig, dass Sie Herrn Ortmann befragen und nicht zB Herrn Mueck. Honi soit... ...und zum hunderttausendsten Mal WHI. Als gäbe es niemanden, der daraus gelernt hat. Da wird ein uraltes Produkt aus Pferdeurin untersucht. Genau so gut könnten wir die Insulintherapie verlassen wegen der Nebenwirkungen des früher verwendeten Schweineinsulins. Leider kommen jetzt nur noch Frauen, die selbst Ärztinnen sind, an gute HRT. Alle anderen müssen der Herde folgen. Aber bitte nicht meckern, wenn zB die Osteoporosetherapue so viel Geld kostet.
Ich kann Ihnen nur zustimmen! Frauen , die sich informieren oder selbst Ärztinnen sind, kommen an eine gute HRT. Traurig finde ich es, dass vielen Frauen in den Medien vermittelt wird, dass sie auf gar keinen Fall zu Hormonen greifen sollten, da sie ja sonst Brustkrebs bekommen würden macht Frau dann doch eine Therapie wird sie als oberflächlich angesehen, da sie offensichtlich nicht alt werden könne und um ihre Attraktivität fürchte. Und diese Meinung wird dann von Männern vertreten, denen es egal war, dass ihre Frauen 30 Jahre lang die Pille geschluckt haben. Traurig!

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ate2 02.10.2013, 22:42
18. In der Tat

Zitat von Spr.
Sie lassen bei Ihrer Argumentation unter den Tisch fallen, dass es sich bei den Wechseljahren um eine vorübergehende Erscheinung handelt. Wie es schon aus der Bezeichnung "Wechseljahre" hervorgeht, stellt sich der weibliche Körper noch einmal um. Ist die Umstellung, also der Wechsel, abgeschlossen, sind spätestens auch die Beschwerden vorbei. Ohne die forcierte Gabe von Hormonen hätten diese Frauen ihre Wechseljahre oft seit Jahrzehnten hinter sich und könnten ohne Beschwerden und ohne Hormone einnehmen zu müssen leben. (Ja, Sex mit über 50 ist völlig normal. Sogar noch mit über 80!)

Kann mich erinnern, die Pubertät mit Einsatz der Menstruation als etwas Normales zu betrachten, es war einfach so. Nachdem ich nun die Wechseljahre so einigermaßen hinter mir habe, denke ich, auch das lief normal. Nun habe ich diesbezüglich nie einen Arzt aufgesucht, etwaige Erscheinungen wie Schlaflosigkeit etc. habe ich auf andere Dinge geschoben, mein Gewicht hat sich gehalten, plus minus, die Figur immer noch mit Taillie, ansonsten normale Veränderungen. Ich habe es einfach versäumt, mich um Beschwerden zu kümmern, gut, ich lebte in den Tropen und da waren Schweissausbrüche normal. Ich habe nie Hormone genommen, habe aber auch keine Einschränkungen erfahren und Sex mit 57 ist wunderbar.

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nuci 03.10.2013, 00:05
19. Und was...

...ist nun eine "gute", ausgewogene HRT? Oder wird die nur unter dem Ladentisch gehandelt? Ich mag diese geheimnisvollen Andeutungen nicht. Nervig...

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