Forum: Gesundheit
Welthunger-Index 2015: "Konflikte sind die größten Hungertreiber"
AFP

Die gute Nachricht vorweg: Weltweit sterben immer weniger Menschen an Unterernährung. Doch noch immer hungert mehr als jeder Achte, bewaffnete Konflikte verschärfen das Problem.

Seite 1 von 6
waechstwiebloed 12.10.2015, 17:17
1.

Zitat von Peter Eckes
Die Situation wird einzig und allein dadurch verschärft das sich die Afrikaner unkontroliert vermehren und das es schlicht zu viele von ihnen gibt. Bewaffnete Konflikte und Hunger sind die zwingende Folge davon. Mehr Geld oder mehr Essen sind keine wirksamen Maßnahmen dagegen, weil sich der Afrikaner dann nur noch mehr vermehrt.
So ein Quark! Afrika wurde von den Kolonialmächten schon immer ausgebeutet. Man zog willkürlich Grenzen und stülpte ihnen unsere westliche, angeblich bessere, Kultur über und Stammeskonflikte wurden bewußt geschürt, damit man den Kontinent noch besser ausbeuten konnte. All das geht heute mit der selben Methode weiter. Woher kommen denn die Waffen? Wieso macht Europa die dortigen Märkte, durch seine Subventionspolitik kaputt? Was ist mit dem Sklavensystem für unsere Schokoladenindustrie? Den Monokulturen, für unsere Industrie. Man beutet den Kontinent weiterhin aus, weil dort noch unermeßliche Bodenschätze zu finden sind. Die Reichtümer dieses Kontinents fließen weiterhin in unsere westliche Welt und nach Fernost. Die Menschen dort profitieren in keiner Weise von den Schätzen ihres Kontinents.
Eigentlich sollte man Menschen mit ihrer Denkweise verbieten, sich zu vermehren.

Beitrag melden
Atheist_Crusader 12.10.2015, 18:22
2.

Einer der größten Quellen von Hunger (und Armut) ist immer noch Überbevölkerung. In einem Land in dem sich sowieso schon zu viele Leute zu wenige Ressourcen teilen müssen auch noch viel zu viele Kinder in die Welt setzen.
Zusammen mit fehlendem Verständnis von Nachhaltigkeit, Zukunftsfähigkeit und natürlich alten religiösen und ethnischen Fehden, was den Irrglauben entstehen lässt, man müsse die Anderen schon überbrüten, wenn man nicht untergehen will. Kultureller Nonsens über die Unmännlichkeit von Kondomen, religiöse Verhütungsverbote oder die Verklärung von Kindenr zu Wohlstandssymbolen tun ihr Übriges.
Und so entstehen dann Konflikte, die alles noch einen Gang höher schalten.

Darüber redet aber keiner, weil es im Rahmen der political corretness undenkbar ist, Drittweltländer vorzuschreiben, dass sie mal ihre wild wuchernden Geburtenzahlen unter Kontrolle bringen müssen.

Beitrag melden
Atheist_Crusader 12.10.2015, 18:29
3.

Zitat von waechstwiebloed
So ein Quark! Afrika wurde von den Kolonialmächten schon immer ausgebeutet. Man zog willkürlich Grenzen und stülpte ihnen unsere westliche, angeblich bessere, Kultur über und Stammeskonflikte wurden bewußt geschürt, damit man den Kontinent noch besser ausbeuten konnte. All das geht heute mit der selben Methode weiter. Woher kommen denn die Waffen? Wieso macht Europa die dortigen Märkte, durch seine Subventionspolitik kaputt? Was ist mit dem Sklavensystem für unsere Schokoladenindustrie? Den Monokulturen, für unsere Industrie. Man beutet den Kontinent weiterhin aus, weil dort noch unermeßliche Bodenschätze zu finden sind. Die Reichtümer dieses Kontinents fließen weiterhin in unsere westliche Welt und nach Fernost. Die Menschen dort profitieren in keiner Weise von den Schätzen ihres Kontinents.
Och bitte nicht SCHON WIEDER dieses Kolonialismus-Geplärre!

Afrika ist kein Sonderfall. Alle Länder beuten einander aus, wenn sie können. Nehmen Sie nur mal China: halb Europa hat ihnen einen Teil abgepresst um dort ihre kleinen Kolonien errichten zu können. Die Briten haben nicht einen, sondern sogar zwei Kriege gefochten - nur für ihr Recht, den Chinesen Opium verkaufen zu dürfen. Und trotzdem ist China heute auf dem Weg nach oben. Und beutet seinerseits Afrika aus.
Die haben es geschafft. Haben sich nicht hingelegt und ihre ethnische Vielfalt, ihre koloniale Vergangenheit oder das Einmischen fremder Mächte als Entschuldigung für ihre eigene Unfähigkeit benutzt. Genauso wie Thailand, Vietnam, Indien, Südkorea, Tawian und viele, viele andere Nationen.

Man kann trotz aller Probleme, trotz des bösen, bösen Westens zu einer bedeutenden, wirtschaftlich mächtigen Nation werden. Aber das erfordert natürlich ein bisschen mehr, als sich auf seinem Versagen auszuruhen, zuzusehen wie die heimischen Eliten das Land ausverkaufen und nur auf die nächste Entwicklungshilfe-Überweisung zu warten.

Beitrag melden
hdudeck 12.10.2015, 19:12
4. Meine Guete, was fuer

Zitat von Peter Eckes
Die Situation wird einzig und allein dadurch verschärft das sich die Afrikaner unkontroliert vermehren und das es schlicht zu viele von ihnen gibt. Bewaffnete Konflikte und Hunger sind die zwingende Folge davon. Mehr Geld oder mehr Essen sind keine wirksamen Maßnahmen dagegen, weil sich der Afrikaner dann nur noch mehr vermehrt.
Vorurteile haben Sie denn? Leben Sie (gestieg) immer noch im 19 Jahrhundert? Schlimmer kann man ja nicht argumentieren. Das schlimste aber ist, das Sie scheinbar keine Informationen ueber Africa haben und nicht wissen, was da (Entwicklungsmaessig) wirklich vorgeht. Auch haben Sie den Artikel entweder nicht gelesen, oder mehr warscheinlich, nicht verstanden.

Beitrag melden
hdudeck 12.10.2015, 19:19
5. Bei China handelt es sich um ein Land,

Zitat von Atheist_Crusader
Och bitte nicht SCHON WIEDER dieses Kolonialismus-Geplärre! Afrika ist kein Sonderfall. Alle Länder beuten einander aus, wenn sie können. Nehmen Sie nur mal China: halb Europa hat ihnen einen Teil abgepresst um dort ihre kleinen Kolonien errichten zu können. Die Briten haben nicht einen, sondern sogar zwei Kriege gefochten - nur für ihr Recht, den Chinesen Opium verkaufen zu dürfen. Und trotzdem ist China heute auf dem Weg nach oben. Und beutet seinerseits Afrika aus. Die haben es geschafft. Haben sich nicht hingelegt und ihre ethnische Vielfalt, ihre koloniale Vergangenheit oder das Einmischen fremder Mächte als Entschuldigung für ihre eigene Unfähigkeit benutzt. Genauso wie Thailand, Vietnam, Indien, Südkorea, Tawian und viele, viele andere Nationen. Man kann trotz aller Probleme, trotz des bösen, bösen Westens zu einer bedeutenden, wirtschaftlich mächtigen Nation werden. Aber das erfordert natürlich ein bisschen mehr, als sich auf seinem Versagen auszuruhen, zuzusehen wie die heimischen Eliten das Land ausverkaufen und nur auf die nächste Entwicklungshilfe-Überweisung zu warten.
nicht um einen gesamten Kontinent. Auch haben die Laender Europas in China nur kleinste Teile kontroliert, und das auch nur ueber einige Jahrzehnte. Zudem hat sich China in seinen Grenzen nur unwesentlich geaendert und hat eine lange gemeinsamme Geschichte und Herscher. Das sieht in Africa ganz anders aus, da dort meist kleine Tribes waren. Auch hat Africa seine kraeftigsten Menschen durch die Sklaverei verloren, zurueck blieben die schwachen und Alten. Vielleicht sollten Sie sich mal mit Geschichte befassen und nicht so einen Unsinn niederschreiben.

Beitrag melden
Atheist_Crusader 12.10.2015, 20:03
6.

Zitat von hdudeck
Bei China handelt es sich um ein Land, nicht um einen gesamten Kontinent. Auch haben die Laender Europas in China nur kleinste Teile kontroliert, und das auch nur ueber einige Jahrzehnte. Zudem hat sich China in seinen Grenzen nur unwesentlich geaendert und hat eine lange gemeinsamme Geschichte und Herscher. Das sieht in Africa ganz anders aus, da dort meist kleine Tribes waren. Auch hat Africa seine kraeftigsten Menschen durch die Sklaverei verloren, zurueck blieben die schwachen und Alten. Vielleicht sollten Sie sich mal mit Geschichte befassen und nicht so einen Unsinn niederschreiben.
Würde ich Ihnen mal empfehlen.

1. China ist bei weitem nicht so homogen wie Sie glauben. Schonmal was von den Mandschu gehört? Den Han? Den Miao? Den Uiguren? Oder an deren dutzenden Minderheiten Chinas?
"Die Chinesen" gibt es nicht. Das ist ein Sammelbegriff für einen ganzen Haufen an Ethnien, die zwar eine gemeinsame Sprache haben (allerdings mit vielen extrem unterschiedlichen Dialekten), aber sonst nicht so furchtbar viel gemein haben. Zumindest nicht bevor die Kommunisten versucht haben, das Land zu einen. Und dass selsbt das nicht so erfolgreich war, sieht man ja in Xinjiang oder Tibet.
Und China war ebenso oft geeint wie es zerstritten war, mit zahlreichen Herrscherdynastien aus allen möglichen Ecken des Landes oder gar von außerhalb.

2. "seine kräftigsten Menschen durch Sklaverei verloren"? Ernsthaft? So ein Blödsinn. Individuelle Körperkraft hat ABSOLUT NICHTS mit der langfristigen Entwicklung eines Volkes zu tun. Zumindest, solange sich der Rest auch nur ansatzweise im durchschnittlichen Bereich bewegt. Wenn also nicht gerade ausschließlich die anämischen Muskelsklerotiker mit Glasknochen-Syndrom zurückgeblieben sind, hatte diese Praxis Null Effekt über das einfache Fehlen dieser Personen hinaus. Oder haben Sie schonmal von irgendeinem Volk gehört, das so erfolgreich/erfolglos war, weil seine Angehörigen überdurchschnittlich stark/schwach waren? Nein, weil so ein Unfug nicht vorkommt. Was entscheidet sind Organisation, Innovation und (früher weit mehr als heute): Zahlenstärke.
Zudem: Die meisten Sklaven wurden nicht von irgendwelchen europäischen Banden gejagt und eingefangen, sondern den afrikanischen Aristokraten abgekauft, bei denen sie bereits Sklaven oder zumindest Leibeigene waren. Selbst wenn also die Abwanderung der Kräftigsten irgendeinen Effekt hatte, dann kann man es auf die gleichen Probleme wie heute zurückführen: die eigenen Eliten, die ihre Landsleute für ein bisschen Luxus verkaufen. Natürlich haben die das außerhalb von Afrika auch oft genug gemacht. Aber da wurden sie dann irgendwann abgesetzt.

Beitrag melden
sunsan 12.10.2015, 20:12
7. Völlig falsch.

Der grösste Hungertreiber ist die Bevölkerungsexplosion und die Vervielfachung der Bevölkerung in den Hungerländern innerhalb von Jahrzehnten. Den Müttern und Väern ist es nämlich meist vollkommen egal, ob die dutzend Kinder dann mal verhungern.

Beitrag melden
Reinhardt Gutsche 12.10.2015, 20:21
8. Papiersieger

Zitat: „Die Zahl der weltweit hungernden Menschen ist in den ersten 15 Jahren dieses Jahrhunderts deutlich gesunken.... (und) liegt heute bei 795 Millionen.“ An dieser Zahl der FAO sind erhebliche Zweifel geboten. Nach der ihr zugrunde liegenden Definition ist erst dann von chronischem Hunger eines Menschen zu sprechen, sobald dessen Energiezufuhr dauerhaft niedriger als 2100 kcal/Tag ist. Noch vor 25 Jahren wurden über eine Milliarde dauerhaft hungernde Menschen gezählt. Die wundersame Reduzierung dieser Zahl wird allgemein auf das Konto der Globalisierung gebucht. Blickt man etwas genauer hin, so stellt sich allerdings heraus, daß nicht die Zahl der Hungernden abgenommen, sondern sich lediglich die FAO-Definition geändert hat, was unter einem Hungernden zu verstehen ist. Jean Feyder, langjähriger Vertreter Luxemburgs bei der WTO und einer der besten Kenner der Materie, weist in seinem sehr zu empfehlenden Buch „Mordshunger! Wer profitiert vom Elend der armen Länder?“ darauf hin, daß die Untergrenze von 2100 kcal einen Durchschnittswert darstellt, der alle menschlichen Lebewesen auf der Welt vom Säugling bis zum bettlägerigen Greis einbezieht. Da aber die Mehrzahl der auf der Welt lebenden Menschen körperlich schwer arbeitende Kleinbauern in der Vierten Welt sind, die logischerweise weitaus mehr Tageskalorien brauchen, wurde in der früher geltenden Definition dieser unterschiedliche Kalorienbedarf in die Schätzungen einbezogen, was zur Zahl von einer Milliarde Hungernden führte.

Die Siege bei der weltweiten Hungerbekämpfung sind also von ähnlicher Güte wie diejenigen bei der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit nach den Hartz-Gesetzen: Sie stehen nur auf dem Papier.

Beitrag melden
see_baer 12.10.2015, 21:01
9. Wir kamen in den 80er mit 6000to Mehl

für die Sahelzone nach Port Sudan. Die wollte dort aber keinen haben - wir haben die Ladung dann in der ROTSEE versenkt.

Beitrag melden
Seite 1 von 6
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!