Forum: Gesundheit
Westerwelle bei Günther Jauch: Der Tod, das Glück, die Chance

Vor einem Jahr erkrankte Guido Westerwelle plötzlich an Leukämie, eine Stammzellenspende konnte ihn retten. Mit Günther Jauch sprach er nun über Nahtod-Erfahrungen und "das größte Glück". Eine berührende Sendung - die dennoch eine Chance vertan hat.

Seite 2 von 11
moveup 09.11.2015, 07:46
10. Als Chef der Partei der Besserverdienenden

hat ihn das Elend anderer auch nicht interessiert. Okay, ich wünsche keinem Krebs, aber Herr Westerwelle ist nicht der einzige Krebserkrankte und hat sich mit seinem Geld die besten Behandlungen zugute kommen lassen. Es sei ihm gegönnt, aber das als Publicity zum Geld verdienen zu benutzen finde ich daneben. Seien philosophischen Erkenntnisse sollte er für sich behalten. Andere kämpfen auch um ihr Leben unter viel schlechteren Randbedingungen.

Beitrag melden
funxxsta 09.11.2015, 07:56
11. Selbst zwei mal an Krebs erkrankt,

habe auch ich niedergeschrieben was mit mir geschah, als ich den Lungenkrebs bekämpfte. Die physische wie auch die psychische Belastung sind gesunden Mitmenschen nicht zu vermitteln. Das wollen die meisten Mitmenschen aber ja auch nicht vermittelt bekommen. Bei Herrn Westerwelle haben sich Management und Verlag gesteuerte PR der vorhandenen Kontakte in die Redaktion Jauch, weitere prominente TV Formate werden zeitnah sicher folgen, bedient. Um den Abverkauf des Buches des Herrn Westerwelle zu fördern. Da sollte die Autorin diese SPON Beitrages bitte vermeiden eine Aufklärungsmotivation zu dem Thema soziale, gesundheitliche und finanzielle Probleme Krebsleidender zu unterstellen. Dazu gäbe es reichlich zu berichten. Krebspatienten die in Hartz4 fallen und von Jobcentern auf das unsäglichste behandelt werden, z.B. Diverse Fälle davon sind mir während meiner Chemotherapie begegnet. Die gesetzlich vorgegebene doch an keiner Stelle der Verwaltung gebotene Unterstützung zur Wiedereingliederung nach überlebter Krebstherapie i.d. Regel als schwerbehindert zurückgelassener Patienten. Lbbyarbeit und Machtmissbrauch der Pharmaindustrie in Bezug auf überteuerte Medizin, etc pp

Beitrag melden
schumbitrus 09.11.2015, 08:29
12. Krankheit auch Mittel zum Zweck?

Ich hatte für die FDP, insbesondere für die Westerwelle-FDP nie etwas übrig.

Davon los gelöst ist so eine Horror-Krankheit natürlich ein Schock für jeden Betroffenen, der mein Mitgefühl verdient.

Als ich gestern aber das Setting mit den drei Personen sah, da hatte ich das Gefühl, hier würde eine Medienkampagne gestartet, um ein Comeback von Herrn Westerwelle anzustoßen: Zusammen mit dem Buch wird drängt Herr Westerwelle zurück in die öffentliche Wahrnehmung.

Dass er gerne zurück möchte ist natürlich ok. Dass er die Krankheit dabei als "Asset" vermarktet und damit sowohl das Thema Krebs, wie auch auch die Sendung instrumentalisiert stößt mich allerdings ab.

Man kann jetzt fragen, ob er die Krankheit, die ihm fast das Leben genommen hat, nicht auch für seine Zukunft einsetzen kann. An sich, z.B. mit dem Buch, ist das aus meiner Sicht auch in Ordnung. Bei der Sendung hatte ich aber eher das Gefühl eines Hijackings und das sowohl die anderen Gäste wie auch der Krebs an sich nur Statisten werden sollten - und es in Wahrheit um die Promotion von Westerwelles politischer Zukunft geht.

Ich denke, das war der Grund, warum ich das ganze nach wenigen Minuten abgeschaltet habe. Trotz eines gewissen anfänglichen Mitgefühls fühlte ich mich bezogen auf den Titel für dumm verkauft.

Beitrag melden
arvin 09.11.2015, 08:31
13. PR für sein Buch

Natürlich wünscht man keinem Menschen solch ein schweres Schicksal, aber wenn ich die Betroffenheitsmimik von Herrn Westerwelle abends bei RTL sehe und später bei Günter Jauch und heut im Spiegel, so weiss ich er will hauptsächlich sein Buch vermarkten.
Was bringen mich solche Gefühlsduseleien eigentlich als Leser?
Das das Leben lebenswert ist?
Manchmal ist es besser man schweigt.

Beitrag melden
astocky63 09.11.2015, 08:38
14. Tolle Sendung

Was ist wichtig im Leben? Gesundheitspolitsche Fragen, Medikamentenpreispolitik? Diese Sendung hat keine Chance vertan sondern im Appell an die Menschlichkeit und dem Aufruf sich als Stammzellenspender registieren zu lassen alles richtig gemacht.

Beitrag melden
heisenberg18 09.11.2015, 08:44
15. Ach Gottchen

Muss nach einem einmal eingeübten Schema vorgehend, immer auch Kritisches gefunden und dann auch berichtet werden? Er hat sich nicht zu gesundheitspolitischen Themen geäußert, der Mensch Westerwelle, enttäuschend aber auch! Wie gut, dass er es nicht getan hat. Alle wären über ihn hergefallen mit Bemerkungen wie "er kann's nicht lassen", "droht ein Comeback?", "dürfen wir uns auf seine Rückkehr freuen?", etc. Wie angenehm war es doch für einen Moment, aus eben diesem Mund keine Politikerphrasen zu hören. Der Mensch Guido Westerwelle, mit seinen Stärken und Schwächen und einer sehr ausgeprägten charmanten Seite, die ich, ich gebe es zu, nach Brüderles weinseligen Nuscheleien gerade einem (Ex-) FDP-Politiker niemals zugetraut hätte. Alle guten Geister mit Ihnen, Guido Westerwelle, genesen Sie! Ihr Umfeld braucht Sie. Eines Tages brauchen wir vielleicht auch wieder politische Äußerungen von Ihnen. Jetzt geht es (noch) um Leben und Tod.

Beitrag melden
dborrmann 09.11.2015, 08:51
16. Liebe und Tod

Das sind die beiden großen Themen des lebenden Menschen. Herr Westerwelle zeigte ein großes Maß an Herzlichkeit und Menschlichkeit im Umgang mit diesen Themen. Ich freue mich für ihn, dass er seine Krankheit überwinden konnte und er seine Liebe weiterleben darf. Was er an Offenheit zeigte, ist bewundernwert. Ich wünsche ihm und seinem Mann von Herzen Glück.

Beitrag melden
bjbehr 09.11.2015, 08:56
17. Von Helden und Paukenschlägen

Für mich wäre der Paukenschlag in dieser Sendung ein ganz anderer gewesen. Was hätte es Jauch gekostet, nach Westerwelles zutiefst bewegendem Satz "Ich habe das größte Glück, das man haben kann. Und das ist die erwiderte Liebe." aufzustehen und an die gesamte Politikerklasse dieses Landes zu appellieren, endlich die rechtlich völlige Gleichstellung homosexueller Menschen zu beschließen! Was hätte es ihn gekostet? Nichts. Er hört bald auf mit dieser Sendung. Von daher ist es seine ganz persönliche verpasste Chance. Sehr schade darum. Jetzt heißt es abermals, Jahre darauf zu warten. Eine unrühmliche Rolle, die Deutschland hier spielt. Im Übrigen ist Herr Westerwelle mein ganz persönlicher Held.

Beitrag melden
jujo 09.11.2015, 09:02
18. ...

Zitat von astocky63
Was ist wichtig im Leben? Gesundheitspolitsche Fragen, Medikamentenpreispolitik? Diese Sendung hat keine Chance vertan sondern im Appell an die Menschlichkeit und dem Aufruf sich als Stammzellenspender registieren zu lassen alles richtig gemacht.
Wenn man die Sendung als Werbung dafür sieht, das jeder(!) gesunde Stammzellen spenden kann, dann hat sie ihren Zweck erfüllt. Wenn man die Sendung aber als Werbeveranstaltung zur Vermarktung von Westerwelles Buch sieht und die Frau als Alibifigur betrachtet, ( mehr war sie nicht, so selten wie Jauch sie ansprach ),dann braucht so eine Sendung niemand!

Beitrag melden
jorei1 09.11.2015, 09:02
19. ich wünsche herrn westerwelle natürlich alles gute

in seinem kampf gegen den krebs. ich frage mich aber, ob diese sendung von jauch tv wirklich war, was sie vorgibt zu sein: aufklärung über den umgang mit der diagnose krebs. ich denke, das talk-show format eignet sich nicht dazu! die elemente sensationshascherei, persönliche zurschaustellung und ausnützen des promi-faktors erdrücken einfach alle anderen aspekte. eine doku mit ausführlichen interviews der beteiligten (patient, ärzte, angehörige etc.) kann hier sehr viel mehr information und aufklärung bringen. so aber blieb bei aller sichtbaren bemühung um aufrichtigkeit bei westerwelle doch am ende das gefühl zurück, einem spektakel beigewohnt zu haben. und off the records: mich nervt dieses dauernde geklatsche und applaudieren der studiogäste in allen deutschen formaten mit studiobesuchern! das ist so peinlich und abstoßend, dass ich mir ein applausverbot während der sendung wünsche! bei jedem satz, meist an den unpassendsten, weil entweder geheuchelten oder auf effekthascherei angelegten statements wird applaudiert. das ist nur ätzend.

Beitrag melden
Seite 2 von 11
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!