Forum: Gesundheit
WHO-Studie: Warum Männer kürzer leben
DPA

Die Weltgesundheitsorganisation wollte wissen, warum Frauen überall auf der Welt älter werden als Männer. Aus ihrer globalen Studie lassen sich diese sechs Erkenntnisse ableiten.

Seite 1 von 12
JohannesMayborg 04.04.2019, 19:54
1. Psychische Faktoren

Spannend wäre zu verstehen, inwieweit psychische Faktoren eine Rolle spielen. Frauen haben meist deutlich bessere soziale Strukturen aufgebaut und auch das Verhältnis ist häufig offener und ehrlicher.
Männer müsse auch im Freundeskreis zeigen was sie können, Schwäche zu zeigen ist meist Tabu.

Beitrag melden
denny 04.04.2019, 19:56
2. noch ein Grund mehr

Geschlechterrollen abzuschaffen, wie sie noch verfasst sind.

Männern mehr Vorsicht, Sorge, Selbstliebe, Empathie, Sicherheitsbewusstsein und Nachsicht zugestehen. Ich denke dann löst sich auch der Rest des Problems des Patriarchats..

Beitrag melden
upalatus 04.04.2019, 20:01
3.

Wenn ich mir das Verhalten und allgemeine Lebenseinstellungen von Männern so betrachte, kann man leicht den Eindruck bekommen, dass sich Männer den Folgen ihre Tuns und Lassens nicht bewusst sind oder nicht bewusst sein wollen. Resultat ist eine gewisse Minderschätzung des eigenen Lebens, geradezu eine gewisse permanente Todesbereitschaft. Rauchen, Alk, viel Fleisch, Staub/Lackdämpfe usw in Beruf/Hobby, übermäßige körperliche Belastungen..... Mann weiß Bescheid, sagt aber dennoch mit einem fatalistischen Lächeln: Ist doch wurscht! (...und bekommt auch noch Zustimmung aus der Männerrunde!). Könnte auch eine Art Aufmerksamkeitsdefizit sein, um sehnsüchtig vermisste mütterliche Zuwendung herauszfordern.

Frauen sind da anders. Die denken meist auch etwas weiter und tiefer. Schon weil sie es sind, die das weitergehende Leben unter Schmerzen gebären, schützen sie es eher, auch das eigene.

Es drängen sich gar Parallelen zur Tierwelt auf. Nach Hauptpflichterfüllung Samenabgabe gehen männliche Vertreter mancher Spezies einfach hopp, oder verlieren an Bedeutung und geben sich männlichem (meist sinnlosem) Gehabe als zwanghaftem Zeitvertreib hin....

Beitrag melden
spiegel6 04.04.2019, 20:11
4. Feministisches Narativ

Selbst eine WHO-Studie, wo es eindeutig um Nachteile von Männern geht, kommt nicht ohne feministisches Narrativ ist. Was hat die Bemerkung zu den angeblichen 36% der Frauen, die "sexuelle oder körperliche GEwalt erfahren haben" in einer Studie zum Lebensalter der Bevölkerung zu tun? (Zumal diese "Gewalt auch banale Taten wie schubsen oder "leichte Ohrfeigen" mit einschließt.)
Schafft der Spiegel es nicht einmal, über Nachteile von Männern zu schreiben, ohne Frauen wieder zum Opfer zu machen?

Beitrag melden
widower+2 04.04.2019, 20:15
5. Supercentenarians

Besonders eklatant wird der Unterschied, wenn man sich die Liste der Menschen mit dem bisher höchsten nachgewiesenen Lebensalter ansieht. Der erste Mann belegt Rang 16 und unter den ersten 30 finden sich gerade mal zwei Männer.

Deutlich überrepräsentiert sind Japanerinnen und Japaner. Der älteste lebende Mann der Welt ist aber im Moment zufälligerweise ein Deutscher.

Beitrag melden
propheteus 04.04.2019, 20:24
6. Zugang zu Gesundheitsangeboten erleichtern?

Wie soll das bitte aussehen? Sollen die Kellner in der Kneipe auch mal den Blutdruck messen oder wie? Ernsthaft das Problem ist sicher nicht ein Mangel an Angeboten. Es wird wohl mehr damit zu tun haben, dass Männer nicht weinerlich erscheinen wollen, ein Indianer kennt keinen Schmerz. Sei ein Mann! Und krank melden will man auch lieber vermeiden, weil der Chef das richtig illoyal findet. Alles gesellschaftlich gemachte Ursachen. Nach der weiblichen Emanzipation wird eine männliche fällig, aber leider wäre das zu weinerlich. Also bleibt alles wie es ist.

Beitrag melden
apeface 04.04.2019, 20:31
7. Mehr oder minder

alles bekannte Gründe. Auch die Unterschiede erscheinen logisch. so schnell wird sich daran wohl auch nichts ändern. Ein Mann mittleren Alters

Beitrag melden
TheK79 04.04.2019, 20:43
8.

Wenn ich das Diagramm da so sehe, sind Unterschiede vor der Pubertät offenbar irrelevant – erst in der Gruppe ab 15 gibt es ganz langsam eine erhöhte Sterblichkeit der Männer. Dann so 30-45 ist wieder eine Pause; also die Phase, wo die meisten für kleine Kinder sorgen müssen. Danach nimmt es stetig zu und wird jenseits der 70 richtig extrem…
Wenn ich in meinem Umfeld Männer jenseits der 80 sehe, gibt es eigentlich nur zwei Extreme: Entweder, sie sind noch quasi topfit oder vegetieren nur noch vor sich hin. Bei Frauen erlebe ich da viel häufiger eine Zwischenform, in der sie zwar noch weitgehend für sich selbst sorgen und nur für spezielles Hilfe brauchen. Entsprechend erlebe ich auch immer wieder, dass Frauen mit >80 auf einmal lernen müssen, Überweisungen zu tätigen oder ähnliches.

Beitrag melden
theodtiger 04.04.2019, 20:45
9. einige Gründe näher betrachtet

In dem Artikel werden wesentliche Faktoren der kürzeren Lebenserwartung von Männern etwas verkürzt dargestellt. Zum einen werden Männer viel häufiger Opfer von Gewalttaten, bis hin zu kriegerischen Auseinandersetzungen, als Frauen. Außerdem bedeutet die immer noch gesellschaftlich geprägte Männerrolle als Hauptverdiener in Beziehungen und Familien einen deutlich höheren Arbeitsstress (schwierige und gesundheitsgefährdende Jobs z.B. im Straßenbau, Bergbau, Stahlindustrie, Müllabfuhr,etc mit längerer Wochenarbeitszeit und mehr Überstunden sowie mehr Einsatz zwecks Aufstieg) einen schnelleren "Verschleiss" und weniger Zeit für Gesundheitsvorsorge und rechtzeitiger Behandlung von Krankheiten. (Prägend ist auch, dass sich Frauen in der Partnerwahl im sozio-ökonomischen Status eher nach "oben" orientieren, wo es für den Partner stressiger ist). Das Korrelat davon ist der sogenannte "gender pay gap", der für die Männer allerdings teuer - oft auch zugunsten von Partnerin und Familie - erkauft ist.

Beitrag melden
Seite 1 von 12
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!