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WHO-Studie: Warum Männer kürzer leben
DPA

Die Weltgesundheitsorganisation wollte wissen, warum Frauen überall auf der Welt älter werden als Männer. Aus ihrer globalen Studie lassen sich diese sechs Erkenntnisse ableiten.

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Peer Pfeffer 05.04.2019, 11:52
100. Irres Weltbild

Zitat von fatherted98
Zitat von denny: "Geschlechterrollen abzuschaffen, wie sie noch verfasst sind. Männern mehr Vorsicht, Sorge, Selbstliebe, Empathie, Sicherheitsbewusstsein und Nachsicht zugestehen. Ich denke dann löst sich auch der Rest des Problems des Patriarchats" Zitat von fatherted98 : "......nur wofür braucht es da überhaupt noch Männer....? Könnte man doch gleich alle aussortieren...."
Ich verstehe Deinen Einwand nicht. Das klingt, als wären Männer mit diesen Qualitäten keine Männern mehr, daher auch nicht mehr Zeugungsfähig (was für ein Unsinn) und daher dann komplett überflüssig.

Qualitäten wie "Vorsicht, (Für) Sorge, Selbstliebe, Empathie, Sicherheitsbewusstsein und Nachsicht " etc. sind doch keine männlichen oder weiblichen Qualitäten. Sie wurden nur Männern in unserem Gesellschaftsmodell aberzogen, weil angeblich nicht männlich. Ich halte das für Bullshit, dass Männer diese Qualitäten nicht haben dürfen, sonst keine Männer sind. Was ist das für ein Weltbild?

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h.kuebler 05.04.2019, 11:59
101. Soll er doch

Zitat von Kampfgeist
Männer arbeiten härter und mehr. Das beinhaltet eine andere Art von Verschleiß. Aber natürlich kein Wort davon im Artikel, weil das den Genderpaygap rechtfertigt. Aufgrund der Rollenverteilung fühlt sich der Mann für die Versorgung der Familie und die Gewährung von Freizeit für die Hausfrau und Mutter verantwortlich. Er geht in Jobs, die gut bezahlt werden, weil die hart sind (die Vielen: Bau, Straßenbau, Metall, Kfz, Schiffbau, Bergbau, Handwerk) oder schwer sind (Die Wenigen: MINT). Sie kloppen Überstunden für das Haus und ächzen im Zweitjob für den Urlaub. Krankfeiern wird nicht verziehen, Klar ist auch, dass das im Wandel ist. Klassische Frauenberufe werden auch immer mehr für gewisse Männer attraktiv. Aus falschen schlechten Gewissen hat man z.B. Grundschullehrer, Sozialpädagogen und Erzieher gehaltsmäßig upgegradet, dass die simple Ausbildung und der Ertrag attraktiv wird. Da verdient man üppig und macht sich nicht tot. Man kann auch oft zum Arzt. Ein Freund von mir hatte keine Lust mehr auf Landschaftsgärtner und hat innerhalb sechs Monate per Umschulung seinen Erzieher gemacht. Jetzt ist er so gut wie unkündbar, bekommt ein Hochschulgehalt und ist sechs Wochen im Jahr krankgeschrieben ("Machen die anderen ja auch.") Schon klar, dass der mich überlebt.
Da ist sicher was dran, dass Männer oft einen aufreibenderen Job ergreifen. In den Führungspositionen, den ganz oberen, sind die Frauen rar. Das wird auch so bleiben, denn Frauen entscheiden sich oft für Familie/Kinder und meinen, dass sie das mit der großen Karriere (oder auch einem Beruf wie z.B. Koch) nicht vereinbaren könnten. Ist verständlich und auch ihr gutes Recht. Wer geruhsam leben will, soll eben schauen, wie er das zustande kriegt. Insofern hat ihr Freund sehr richtig gehandelt. Aber ob Erzieher weniger stressig ist als Landschaftsgärtner, das würde ich jetzt mal bezweifeln. Und dass das ein Hochschulgehalt bringt, halte ich für ein Gerücht. Wichtig ist nur, dass ihn sein Leben zufrieden macht. Jeder ist der Regisseur seines eigenen Lebens.

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s_o_p_h_u_s 05.04.2019, 12:00
102. Hier bitte:

Zitat von women_1900
"War die Lebenserwartung bei der Geburt im Jahr 2014 hierzulande bis auf 78,44 Jahre für Männer und 83,33 für Frauen geklettert, fiel sie 2015 auf 78,13 Jahre beziehungsweise 82,98 Jahre. (...) Konnte es in so unterschiedlichen Ländern auf der „Verliererseite“ wie Italien, Deutschland und Schweden nicht auch noch andere Gründe geben?" https://www.faz.net/aktuell/wissen/der-grund-fuer-die-gesunkene-lebenserwartung-in-westlichen-laendern-15741064.html " Arbeitsmarktstudie Die meisten Frauen in Teilzeitjobs sind zufrieden " http://www.spiegel.de/karriere/teilzeit-die-meisten-frauen-in-teilzeit-jobs-sind-zufrieden-a-1243712.html Wann findet endlich einmal ein Vergleich der Vollzeit Beschäftigten Männer versus Frauen statt? Weshalb wird dieser Vergleich gescheut? Immer wieder Äpfel mit Birnen vergleiche und schon glaubt es die Mehrheit im Lande. Sinkende lebenserwarung passt nun gar nicht zur Diskussion um eine weitere Anhebung des Renteneintrittalters, also eine weitere Kürzung der Rente.
https://www.compensation-partner.de/downloads/Studie_Entgeltmonitor2018.pdf

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Freier.Buerger 05.04.2019, 12:03
103. mehr Risiken

Zitat von h.kuebler
Och Gott, wie traurig. Benachteiligte Männer, ich bin voller Mitgefühl. Die Gene sind es also, dass Männer mehr rauchen, mehr saufen, mehr grillen, mehr rasen, mehr Risiken eingehen? Dafür gehen sie dann weniger zum Arzt und - falls sie alt und alleinlebend sind - verwahrlosen und vereinsamen sie eher. Kann man nix dagegen machen, sind ja die Gene.
Die Männer gehen ein höheres Risiko ein, im schlechten, Rauchen, Saufen, Motorradfahren...und im Guten, hier rufen, wenn der Chef einen Projektleiter sucht, mehr Gehalt beim Einstellungsgespräch verlangen, schwere Studienrichtung mit 50% Durchfallquote wählen...

Ja es sind die gleichen Grundeigenschaften, die Männer hoch steigen und tief fallen lassen. Wenn es gesellschaftlich gewollt ist Frauen mit besserer Steigtechnik auszurüsten, Girlsday, Quoten etc., um das auszugleichen, brauchen die Männer beim Fallen einen Sonderairbag.
Nur wollen viele Frauen nicht geschoben werden und viele Männer ohne Seil klettern.
Warum sollten wir die Unterschiede einebnen?

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shekina_niko 05.04.2019, 12:15
104. Lächerlich

Zitat von hexagon7467
Und woran liegt? Das Bildungssystem ist mindestens bis zur 4. Klasse extrem stark weiblich geprägt. Kindergärtnerinnen, Grundschullehrerinnen und sogar weiblich Fussballtrainerinnen..... Kein Wunder, das das Schulsystem von Frauen für Mädchen gemacht wird. Nur ein weitere Punkt, wo das Matriarchat Männer unterdrückt.
Ihre Behauptung ist eine völlige Verdrehung von Tatsachen. Das Schulsystem war bis vor einigen Jahrzehnten fest in männlicher Hand.

So, wie Sie das darstellen, könnte man meinen, Feministinnen würden mit Gewalt Männer davon abhalten Kindergärtner oder Lehrer zu werden. Dass sie es nicht werden liegt daran, dass der früher prestigeträchtige und gut bezahlte Job eben im Vergleich zur Karriere in der Wirtschaft oder Forschung für Männer offensichtlich uninteressant geworden ist.

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Keene Ahnung 05.04.2019, 12:57
105. Was tut die Vergangenheit zur Gegenwart?

Zitat von shekina_niko
Ihre Behauptung ist eine völlige Verdrehung von Tatsachen. Das Schulsystem war bis vor einigen Jahrzehnten fest in männlicher Hand. So, wie Sie das darstellen, könnte man meinen, Feministinnen würden mit Gewalt Männer davon abhalten Kindergärtner oder Lehrer zu werden. Dass sie es nicht werden liegt daran, dass der früher prestigeträchtige und gut bezahlte Job eben im Vergleich zur Karriere in der Wirtschaft oder Forschung für Männer offensichtlich uninteressant geworden ist.
Abgesehen davon, dass ich mir nicht sicher bin ob ihre Behauptung stimmt, aber selbst wenn, was tut es zur Sache, dass in in umgedrehte Verhältnisse existierten. Kann man altes Unrecht mit neuem Unrecht aufwiegen und es kommt Recht raus? Ich glaube nicht.
Und nein, ihre Vermutung ist nur ein teil der Wahrheit. Ein ganz relevanter Teil, warum es weniger Männer in Grundschulen gibt sind die Schulnoten der Jungen selbst. Um Grundschulpädagogik studieren zu dürfen muss man bessere Noten haben als wenn man ein höher bezahlter Fachlehrer in der Sekundärstufe werden will. Ich kenne etliche Männer, die gern Grundschulpädagogik studiert hätten, aber nur hohe 1,X Abinote hatten und keine niedrige und es aussichtslos war sich überhaupt zu bewerben. Könnte man ja auch mal über Quoten nachdenken!

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mark.muc 05.04.2019, 12:59
106. @ shekina_niko 104

Sie bestätigen das Argument von hexagon 7467 ohne dies zu wollen. Ja vor Jahrzehnten war das Schulsystem Männer dominiert. Richtig. Und Jungen erhielten die besseren Abschlüsse. Heute ist es genau umgekehrt: Das Schulsystem ist Frauen dominiert (zumindest in der Grundschulzeit) und Mädchen erhalten die besseren Abschlüsse. Ich bin zwar ein dummer alter weißer Mann, aber das verstehe selbst ich, daß sie damit die Aussage von hexagon stützen. Ist das lächerlich? Nein. Ich nenne es lustig. Hexagon hat auch nicht behauptet, daß Feministinnen Männer von der Lehrerarbeit abhielten. Er behauptet implizit aber, daß auch im Bildungsbereich Macht ausgeübt wird. Übrigens auch in der weiblich dominierten familiären Erziehung. Wenn Sie sich allerdings nur an den Maßstäben aus der "männlichen Welt " ( "Karriere in der Wirtschaft oder Forschung " ) orientieren, dann sind Sie natürlich blind für solche Machtpositionen und es gehen Ihnen viele Aspekte der Gesellschaft verloren. Das ist das lustige an manchen Feministen und Feministinnen, daß sie sich völlig in einem überholten semantischen Raum bewegen, den man früher mit einem gewissen Recht als männlich bezeichnen konnte.

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chrbrunswick 05.04.2019, 13:19
107.

Da wir ja in einer Welt der Gerechtigkeit leben, sollten die Männer auch viel mehr verdienen dürfen, ohne dass andere hysterisch schreien, alles erben, nachweislich weit weniger arbeiten und sehr gerne Zeit verschwätzen.

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mark.muc 05.04.2019, 14:05
108. 106. @ shekina_niko 104 / Ein paar Zahlen zum Thema..

Quelle 1: https://www.pedocs.de/volltexte/2012/5942/pdf/ZfPaed_1999_1_Lundgren_Feminisierung_des_Lehrerber ufs.pdf
Anteil Frauen Primarstufe bzw. Volksschule:
1931: 29%,1967: 66%, 1991: 84%
Quelle 2:
https://www.aktionsrat-bildung.de/fileadmin/Dokumente/Dokumentation_2009.pdf
2009: über 95% in Sachsen, ca. 88% in Deutschland (Daten aus Graphik abgelesen.

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VormSpiegel 05.04.2019, 14:40
109. Vor 100 Jahren mehr Männer als Lehrer

Lag wohl eher daran das Frauen "allgemein" vor 100 Jahren viel weniger außerhalb des Haushalt gearbeitet haben und die ganze Lehrstruktur eher militaristisch angelegt war.

Heute findet man so gut wie keine Männer mehr im Lehrerberuf für Grundschulen und bei Kindergärtnern wird jeder Mann schon komisch angeschaut als wäre es ein Pädophiler Triebtäter ; man kann also sehr gut davon sprechen das Männer der Lehrerberuf wahnsinnig unattraktiv gemacht wird und gegen allen Erwartungen von vermeintlich schlechter Bezahlung ist das Frauen wohl total egal.

An Hochschulen sieht das schon anders aus, da gibt es noch einige männliche Professoren.
Heute muss man sich schon glücklich schätzen in einer Schule überhaupt noch einen männlichen Lehrer zu finden der nicht gerade Sport unterrichtet.

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