Forum: Gesundheit
Wutbuch eines Arztes: "Studien-Schwindel im großen Stil"
Corbis

In seinem Buch "Schlechte Medizin" wettert Hausarzt Gunter Frank gegen Ärzte, Krankenkassen, Politiker. In der modernen Medizin läuft demnach vieles falsch - von Studienmanipulationen bis hin zur aufgezwungenen Gruppenmoral. Das Problem: Der Autor schäumt so sehr, dass seine Botschaften bisweilen untergehen.

Seite 4 von 7
badpritt 05.07.2012, 18:48
30. Nichts Neues

und wenigstens verdient der Autor gut am Problem durch den Verkauf seines Buches.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
vogtnuernberg 05.07.2012, 19:13
31. Blöd wird's nur...

Zitat von saurium
Es ist sachlich richtig, daß Bio-Nahrungsmittel tendenziell eine höhere Keimlast haben als konventionell hergestellte Nahrungsmittel. Ebenso sachlich richtig, daß die Pestizide derzeit nicht ganz so schädlich sind wie früher. Aber: Sie sind dennoch schädlich für den menschlichen Organismus und im Gegensatz zu den "Keimen" haben sie akkumulative Eigenschaften. Daher: Lieber Keime mitessen, an die sich der Körper die letzten Jahrtausende angepasst hat, statt irgendwelche Pestizide essen, dessen Langzeitwirkungen völlig unbekannt sind.
Blöd wird's nur, wenn die Keime EHEC verursachen und/oder mutierte Keime sind, die unser Organismus und der unserer Vorfahren noch nie zu Gesicht bekommen haben.

Guten Appetit bei Bio-Keimen.

Immerhin: Ihre Leiche ist dann leichter biologisch abbaubar.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
widower+2 05.07.2012, 19:59
32. Raucher kosten Sie gar nichts

Zitat von sedierung@googlemail.com
Nebenbei: das Recht der Menschen auf autoaggressive Lebensweise endet irgendwie dann, wenn es von meinen Kassenbeiträgen getragen wird, da ist das Solidarprinzip schon arg strapaziert,
Die ewige Mär von den Rauchern, die die Krankenkassen und das Sozialsystem insgesamt belasten. Das ist schlicht falsch. Allein durch ihr "sozialverträgliches Frübableben" verursachen sie im Durchschnitt weniger Kosten als Nichtraucher. Raucher werden weniger dement (ob das durch das Rauchen verursacht wird oder weil sie einfach nicht alt genug werden, um noch dement zu werden, sei dahingestellt), verursachen erheblich geringere Pflegekosten auf die Lebenszeit berechnet und erliegen häufiger Herzinfarkten und Schlaganfällen, ohne noch 20 Jahre gepfelgt werden zu müssen, wie der topfitte nichtrauchende Marathonläufer, der dann noch 20 Jahre dement gepflegt werden muss.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
boeseHelene 05.07.2012, 20:16
33.

Zitat von sedierung@googlemail.com
Also bei allem Verständniss für den Wert eines ordentlichen Feindbildes: Obwohl jeder bestimmt irgendeinen Raucher kennt, der im hohen alter an einer Nichtraucherkrankheit gestorben ist, steht die Aktenlage dem ja nun mal entgegen: Rauchen macht tot. Extrem fett sein macht krank, genau wie Alkohol und Heroin. Diese Studiengebniss kann nichtmal Herr F. anzweifeln, tut er auch nicht. Aber der geneigte Leser stürzt sich lieber auf die Pharmaindustrie und die Ärzteschaft, deren Medizin schließlich krank und tot macht. Statt einfach weniger zu futter, weniger zu rauchen und gesünder zu leben. Dann spart man sich den Besuch beim Teufel in weiß ganz automatisch, muss nicht seine Pillen schlucken und ist fein raus. Aber das würde natürlich bedeuten, dass man Verantwortung für seine Gesundheit übernehmen müsste, und das geht nun wirklich nicht. Dann schon lieber an den vergifteten Gurken und dem Mediziner sterben, der den Adipositasbedingten Totalschaden aus Zucker, Bluthochdruck, Gelenkschäden und Herzinfarkt nicht mehr sanieren konnte, der verdammte Pfuscher. Und dann noch ein wenig den guten alten Zeiten hinterherwerfen, als die Menschen noch unbehelligt an Masern und Polio sterben dürften, ohne dass ihnen jemand dazwischengefunkt hat. Jaja, damals war alles besser. Damals sind ja auch alle viel älter geworden. Das Wetter war auch besser. Versteht mich nicht falsch: viel von dem, was der Autor äußert stimmt, und das System hält sich Amöben, indem es einen Bedarf schafft, keine Frage. Aber der Griff an die eigene Nase schadet ab und an nicht, soviel ist mal sicher. Nebenbei: das Recht der Menschen auf autoaggressive Lebensweise endet irgendwie dann, wenn es von meinen Kassenbeiträgen getragen wird, da ist das Solidarprinzip schon arg strapaziert,
das ganze Leben macht tot, es ist ja nicht so, dass wenn alles "richtig" machen würde im Leben, man ewig leben würde. Gerne nochmal an sie, wie soll das Leben denn aussehen, damit wir die Krankenkasse möglichst wenig strapazieren, auf der einen Seite wäre Sport verboten die bösen Sportverletzungen, dann Hausarbeit auch ganz böse dabei passieren nämlich die meisten Unfälle auch ganz böse Auto fahren usw. jemand der sich beim Ski fahren z.B eine Querschnittslähmung holt, dürfte deutlich teurer für KK sein als der dicke Raucher, der einen Herzanfall bekommt und dabei stirbt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
CancunMM 05.07.2012, 20:42
34.

Zitat von widower+2
Die ewige Mär von den Rauchern, die die Krankenkassen und das Sozialsystem insgesamt belasten. Das ist schlicht falsch. Allein durch ihr "sozialverträgliches Frübableben" verursachen sie im Durchschnitt weniger Kosten als Nichtraucher. Raucher werden weniger dement (ob das durch das Rauchen verursacht wird oder weil sie einfach nicht alt genug werden, um noch dement zu werden, sei dahingestellt), verursachen erheblich geringere Pflegekosten auf die Lebenszeit berechnet und erliegen häufiger Herzinfarkten und Schlaganfällen, ohne noch 20 Jahre gepfelgt werden zu müssen, wie der topfitte nichtrauchende Marathonläufer, der dann noch 20 Jahre dement gepflegt werden muss.
Sie müssen schlimmer Dinge in ihrem Leben erlebt haben, dass sie solch Zyniker geowrden sind. Abgesehen davon, dass Raucher und Diabetiker in dem kürzeren Leben mitnichten weniger Kosten verursachen. Pro Lebensjahr sogar deutlich mehr. Sie haben in ihren letzten Lebensjahren auch eine deutlich schlechtere Lebensqualität. Und irgendwie haben sie das mit dem Humanismus auch nicht ganz verstanden. Nach ihrer Logik sollten wir gar keine Krankheit mehr behandeln, denn dann stirbt man besonders jung und verursacht man noch weniger Kosten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
allereber 05.07.2012, 21:08
35. Schwindelstudien

Zitat von lotoseater
Bei aller möglicherweise berechtigten Kritik an dem Buch, was soll an dieser Aussage krude sein? Was das angeht, hat der Mann recht, zumindest bezogen auf die EU.
laut geheimer studien der krankenkassen(beim seminar erfahren) ist die lebenserwartung in deutschland gesunken.
bürger die vor dem 65.lebensjahr sterben, werden nicht mit eingerechnet.
da könnte man ja gleich ins altersheim gehen und dort das durchschnittsalter ermittel.
dieser studienschwindel ist für die rentenaltererhöhung.
also, reine rentenkürzungen.
nur für angestellte und arbeiter !!!
siehe wulff &co.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Hugh 05.07.2012, 21:18
36.

Zitat von think_tank
Ich habe den Artikel eher so verstanden, dass das Buch Kritik an dem System übt. Ich möchte mal einen Esoteriker oder 'Heiler' sehen, der seine Methoden selbstkritisch hinterfragt.

Klar übt das Buch Kritik am System, schließlich möchte diese Medizinersekte, der er anscheinend angehört (Cochrane Collobaration) ja den Fuß in die Tür des Systems bekommen.

Es wird in dem Buch eben nicht seine eigene Methode ("evidenzbasierte Medizin") hinterfragt, nur die der Anderen.

Und dass bei der evidenzbasierten Medizin etliches schief läuft, haben wir erst vor ein paar Jahren erlebt, als einer der ihren, der eine gewisse Machtstellung im Gesundheitswesen erlangt hatte, die Tatarenmeldung herausgab, dass Langzeitinsuline Krebs auslösen würden, und deshalb die Krankenkassen sie nicht mehr bezahlen dürften. Was bei vielen Diabetiker Angst und Schrecken auslöste. Nicht das Krebsrisiko, das ist vernachlässigbar gering, sondern, dass man wieder auf die Kurzzeitinsuline zurück geworfen würde, die den Zuckerspiegel viel unzuverlässiger regeln.
Glücklicherweise ist er über den privaten Gebrauch seines Dienstwagens gestolpert bevor er noch mehr Schaden anrichten konnte.

Aber über diese Verschwendung unserer Beiträge wird sich in dem Buch nicht beschwert. War schließlich ein Sektenbruder.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
widower+2 05.07.2012, 22:02
37. Nicht deutlich mehr

Zitat von CancunMM
Sie müssen schlimmer Dinge in ihrem Leben erlebt haben, dass sie solch Zyniker geowrden sind. Abgesehen davon, dass Raucher und Diabetiker in dem kürzeren Leben mitnichten weniger Kosten verursachen. Pro Lebensjahr sogar deutlich mehr. Sie haben in ihren letzten Lebensjahren auch eine deutlich schlechtere Lebensqualität. Und irgendwie haben sie das mit dem Humanismus auch nicht ganz verstanden. Nach ihrer Logik sollten wir gar keine Krankheit mehr behandeln, denn dann stirbt man besonders jung und verursacht man noch weniger Kosten.
Kosten pro Jahr verursachen Raucher pro Lebensjahr. Dazu gibt es keinerlei belastbare Studien. Zudem geht es ja gerade um die Lebensjahre! Jeder soll in Deutschland bis zu seinem Ende die bestmögliche Behandlung erhalten (wo Sie bei meinem Beitrag Zynismus sehen, weiß ich nicht).

Es geht mir einzig und allein um die Mär, dass Raucher übermäßige Kosten für das Gesundheitssystem verursachen. Das Gegenteil ist der Fall! Das belegen alle seriösen Studien zu diesem Thema.

Ich bin nicht einmal Raucher, aber ich kann Statistiken lesen und auswerten, ebenso medizinische Studien.

Mein Nachbar ist Extremsportler. 3 Marathons pro Jahr zuzüglich 3 Triathlons. In den letzten Jahren 3 Rehas und 2 Kuren. Schönen Dankl

Beitrag melden Antworten / Zitieren
manuelbaghorn 05.07.2012, 22:33
38. im Recht?!

Der Autor scheint ja in vielen Punkten, durchaus nachvollziehbare Kritik vorzubringen. Seine Kritik an der Kritisierung von Schwangeren die Rauchen, kann ich allerdings nicht nachvollziehen. Denn natürlich hat zwar jeder Mensch für sich das Recht ungesund zu leben, nicht aber ein anderes in Mitleidenschaft zu ziehen und nichts anderes passiert nunmal in diesem Falle. Insofern sollen Schwangere mit Zigarette im Mund ruhig scharfer Kritik ausgesetzt sein, nichts anderes haben sie mit ihrem das Kindeswohl missachtenden Verhalten verdient!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
paul otto 05.07.2012, 23:00
39. evidence based bullshit

Solange der Grossteil der ev based studien von der pharmaz. Industrie bezahlt und damit kontrolliert wird, geht viel in die falsche Richtung. Besonders bei uns muss mehr öffentliches Geld für Studien zur verfügung gestellt werden. Da bei uns die Kohle vor allem in den bürokratischen
kontrollwahn (z.b. elektronische Gesundheitskarte, mehr als 1 milliarde bisher!!) gesteckt wird, soll sich keiner beschweren.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 4 von 7