Forum: Gesundheit
Zahlungen an Ärzte: Keiner ist so nett wie der Pharmareferent
DPA

Eine Essenseinladung hier, ein Honorar da: Selbst kleine Geldsummen beeinflussen Ärzte bei ihren Entscheidungen. Auch wenn sie es selbst nicht glauben wollen.

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Tommi16 26.07.2016, 22:09
60.

Zitat von satissa
Als Kassenpatient gehe ich zum Arzt weil es irgendwo zwickt. Ich werde erst mal wie ein Mensch 2. Klasse behandelt werde. Ich gebe meine Karte ab und habe ab diesem Zeitpunkt keine Kontrolle mehr, was abgerechnet wird. Ich darf nur wieder erhöhte Beiträge bezahlen. Dann geht es zur Apotheke. Dort sind die Rezeptgebühren dann höher als der Medikamentenpreis selbst. Wenn ich dann im Ausland das gleiche Medikament kaufe, wird es dort für den halben Preis angeboten. (Unterschied D und F) Hier wird wieder nur ein Nebenkriegschauplatz eröffnet. Was krank ist, ist das gesamte Gesundheitssystem.
Werter Herr oder werte Dame,
lassen Sie sich von Ihrem Arzt einfach die Rechnung ausdrucken, die den für Ihre Behandlung möglichen Abrechnungsbetrag zeigt. Und fragen Sie Ihren Arzt aber auch, was er für Ihre Behandlung als Fallpauschale bekommt.

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carlitom 26.07.2016, 22:11
61.

Zitat von Fredfreud
da dieses sinnlose Ärzte Bashing davon ablenkt, dass es für Politiker ein Anti-Korruptionsgesetz nicht gibt, obwohl dies aufgrund von EU Recht existieren sollte. Ist aber nicht so wichtig - weiter auf die Ärzte...
1. nicht alles, was Ihnen nicht passt oder eine Klientel kritisiert, die Sie unterstützen, ist "Bashing". Die inflationäre Verwendung dieses Wortes ist an Oberflächlichkeit und Pöbelei nicht zu übertreffen.

2. nur weil es noch andere Schweine gibt, wird der Arzt kein kleineres.

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schwerti 26.07.2016, 22:40
62. Ein paar Euro für die Journalisten....

...ein Buffet im Ministerium hier, Mittagessen bei einem Großkonzern da, Journalistenrabatte in korruptionsverdächtiger Höhe nahezu überall....und schon wird wohlwollend berichtet....und diese Leute wollen über angebliche Ärztevorteile, die es seit Jahren gar nicht mehr gibt, berichten? Sehr glaubwürdig!

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TS_Alien 26.07.2016, 22:49
63.

Zitat von fliegender-robert
"... Wer das als Arzt macht, ist eine Marionette der Pharmaindustrie. ..." Tja, leider sehen Sie ebenfalls wie eine Marionette aus, nämlich am Faden des SPON-Journalismus. Der hat nämlich das Wichtigste "vergessen": Es ist egal, was der Arzt verordnet, in der Apotheke wird es durch das Medikament mit dem entsprechenden Rabattvertrag der Krankenkasse ersetzt.
Bei Privatpatienten wird nichts ersetzt. Es bringt nichts, wenn sich Ärzte mit Halbwahrheiten oder Lügen herausreden wollen. Fakt ist, dass Ärzte in vielen Fällen ein Medikament verschreiben, von dem sie indirekt selbst profitieren.

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BettyB. 26.07.2016, 22:52
64. So so...

Ein Arzt, der nicht vom Pharmareferenten belabert wurde, sein Präparat kaum kennt, verschreibt es kaum. Welch tolle Erkenntnis von Statistikern. Gehörtes beeinflusst ebenso wie Gelesenes, das muss aber nichts mit Bestechung zu tun haben. Allein Bestochene verkaufen wohl bewusst etwas, was ihnen Kohle bringt. Doch dass ist eine andere betrübliche Geschichte...

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Grorm 26.07.2016, 23:20
65. Cleverle

Zitat von Denkt mal selber nach
Und was/wem hat das ganze jetzt gebracht? Sie haben also blind alles gestempelt und unterschrieben? Sie sollten wirklich vorsichtig damit sein, anderen Naivität zu unterstellen.
Das ist lediglich die Liste von Ärzten, die ein Pharmavertreter laut seinem Arbeitgeber nachweislich besucht haben muss. Unterschreitet er nämlich eine genau definierte Minimalanzahl, war's das in seiner Firma. Und damit er seine Stelle behalten konnte, nahm ich mir für ihn eben diese Minute. Nicht mehr, nicht weniger ...

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Grorm 26.07.2016, 23:31
66.

Zitat von carlitom
[...] wie wenig vertrauenswürdig die Empfehlungen des Arztes, der ihnen gegenüber sitzt, sind [...]
Es gab während meines Berufslebens genau ein Medikament, das ich explizit empfahl, freiverkäuflich in der Apotheke, eine Salbe, mit der man nach meiner 1,5 Jahre langen Erfahrung in der plastischen Chirurgie nach wesentlich unauffälligere, kaum sichtbare Narben bekommt.

Der Rest waren gängige NSARs, Muskelrelaxantien, Antibiotika sowie Opioide und deren Herstellerfirmen waren mir völlig egal ...

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m.m.s. 27.07.2016, 00:21
67. Wunder Pharmareferentin

Jetzt endlich geht mir ein Licht zum angeblichen Gender-Pay-Gap auf: diese unmöglichen und ganz offensichtlich gierigen Pharmaunternehmen setzen keine Feministinnen ein. Sondern nur so Wundersame Pharmareferentinnen als Waffe gegen die hilflosen Ärzte. Da kann es ja keine Gleichstellung geben, weil die Unterschiede (u.a. im Einkommen) zu offensichtlich sind.

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robinlott 27.07.2016, 00:52
68.

Zitat von satissa
Als Kassenpatient gehe ich zum Arzt weil es irgendwo zwickt. Ich werde erst mal wie ein Mensch 2. Klasse behandelt werde. Ich gebe meine Karte ab und habe ab diesem Zeitpunkt keine Kontrolle mehr, was abgerechnet wird. Ich darf nur wieder erhöhte Beiträge bezahlen. Dann geht es zur Apotheke. Dort sind die Rezeptgebühren dann höher als der Medikamentenpreis selbst. Wenn ich dann im Ausland das gleiche Medikament kaufe, wird es dort für den halben Preis angeboten. (Unterschied D und F) Hier wird wieder nur ein Nebenkriegschauplatz eröffnet. Was krank ist, ist das gesamte Gesundheitssystem.
Sie können sich eine Patientenquittung ausstellen lassen. Sie können sich die gesamte Dokumentation des Arztes / der Ärztin kopieren lassen. Sie können Kontrolle haben, wenn Sie Kontrolle haben wollen. Das Gesundheitssystem ist mitnichten krank. Es hat Schwächen, ja. Aber es gehört dennoch zu den besten Gesundheitssystemen der Welt. Sie beschränken sich jedoch lieber aufs Schimpfen.

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robinlott 27.07.2016, 01:03
69. Evidenz der zitierten Studien?

Im Artikel werden verschiedene Studien angegeben. Aber wo sind die Quellenangaben? Wie wurden die Rohdaten gewonnen? Welche Gruppen wurden untersucht? Repräsentativ? Welche Auswertungswege wurden genutzt? Zeigen die Ergebnisse wirklich ursächliche Zusammenhänge oder sind es zufällige Übereinstimmungen? Ich habe große Zweifel, ob die dargestellten "Zusammenhänge" wirklich evidenzbasiert bewiesen sind. Man kann bekanntnlich mit Statistiken trefflich lügen (und damit Stimmung machen). - Nebenbei: die allermeisten "Ärzteskandale" in Richtung Betrug der letzten Jahre haben einer wirklichen Überprüfung letztlich nicht Stand gehalten. Nur wird darüber allenfalls im Kleingedruckten berichtet.

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