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Zu viele Patienten: Die Not der Notaufnahmen
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Stundenlanges Warten, schlecht gelauntes Personal, pöbelnde Patienten. Die Notaufnahmen in Deutschland sind überfüllt. Ändern könnten das eine bessere Organisation - und die Kranken selbst.

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max-mustermann 03.01.2017, 20:17
70.

Wenn ich mir überlege das mann als Kassenpatient oft meherere Monate warten darf bis mann beim Facharzt überhaupt einen Termin bekommt. Um dann an besagtem Termin trotzdem noch einen halben Tag im Wartezimmer zu sitzen wundert mich das gar nicht das immer mehr direkt in die Notaufnahme gehen.

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lynx999 03.01.2017, 20:19
71. Ärztezentren!!!

Jeder, aber wirklich Jeder kann die Situation der Ärzte und der Patienten in der Notaufnahme gut verstehen.

Jeder kennt die typischen Probleme:
Man hat sich beim Kochen mit dem Messer tief in die Hand geschnitten. Freier Blick auf den Knochen. Und nun? Notaufnahme? Bereitschaftsdienst um dort auf einen Allgemeinmediziner zu treffen? Also doch lieber in die Notaufnahme...

Aber genau solche Fälle machen es den Nitaufnahmen so schwierig.

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patrick6 03.01.2017, 20:20
72. Alle, die hier schreiben...

.."wo soll ich denn sonst hingehen?", haben offenbar den Artikel gar nicht gelesen. Da steht das nämlich drin, sogar mit Telefonnummer. Ich war nur einmal in einer Notaufnahme (eingewiesen vom Hausarzt mit einem akuten Herzproblem - also ich, nicht der Arzt). Erste Fahrt mit einem RTW, aber ich habe mich lieber gesetzt als hingelegt, fand ich interessanter. Als ich den Mädels in der Klinik klar gemacht hatte, dass ich wegen so einem Herzkasper nicht gleich abzukratzen gedachte, ging das alles wunderbar entspannt ab. Zwischendurch war sogar ein kleines Nickerchen drin, dazu kann man die Wartezeit nämlich auch nutzen... (war dann übrigens 1 Woche Krankenhaus mit OP und so)

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der_mitdenker 03.01.2017, 20:22
73. Wenn man das ganze Elend hier liest, wird einem übel.

Diese Erwartungshaltung die viele hier an den Tag legen, erklärt einiges. Nur dass ihr Beitrage zahlt, heißt nicht dass ihr bestimmt welche Leistungen ihr bekommt, das ist ein solidarisches System wo jeder das nötige, nicht das gewünschte, bekommt. Es sollte allen klar sein, dass wir einen demographischen Wandel haben und deswegen eure Beträge steigen. Die Notaufnahmen sind wegen allem möglichem Schrott voll. Ich hoffe dass Sie irgendwann einfach mal die Leistungen drastisch kürzen, sonst werden wir der Situation nicht mehr Herr.
Ein mal nachts Schlüssel verlieren kostet mehr als 200€, das sollten Bagatelle in der Notaufnahme ebenfalls kosten.

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Lankoron 03.01.2017, 20:25
74. Einfach die

Bereitschaftsärzte oder nen Allgemeinmediziner bei den Notfallambulanzen ansiedeln...wo ist das das Problem?

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nici_d 03.01.2017, 20:29
75. Eigentlich ganz einfach

Warum werden nicht grundsätzlich die ärztlichen Notfalldienste in Krankenhäusern untergebracht? Die Schwester am Empfang entscheidet dann, ob es ein Fall für die Notaufnahme ist oder lediglich ein Fall für den Allgemeinmediziner des ärztlichen Notdienstes. Für den Patienten entfällt die (sowieso meist nicht durchgeführte) lästige Sucherei, wer gerade wo Notdienst hat. Aber das wäre ja zu einfach für Deutschland.

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Harald Schmitt 03.01.2017, 20:33
76. Dringende Reformen nötig

Das ganze Gesundheitssystem ist für die Tonne.
Es ist doch unwirtschaftlich das jeder Dorfarzt EKG, Röntgengeräte, Ultraschall, Labor und sonstwas rumstehen hat. Wenn dann der Hausarzt nicht weiter weiß, gibts eine Überweisung und mann muss sich einen Facharzt suchen und 8 Monate auf einen freien Termin warten, denken die ich geh aus Spaß zum Arzt und meine Beschwerden sind in 8 Monaten noch akut?!
Nach dem FAcharzt muss man wieder zum Hausarzt, weil der dann billiger den Befund vorlesen kann falls er das überhaupt noch macht.

Dann dieser sinnlose ärztliche Dienst, wo man abends erst mal eine Nummer anrufen muss und dann stundenlang 80km durch die Dunkelheit in irgendein anderes Dorf, wo eine Kinderärztin dann versucht eine Diagnose zu stellen um einen dann doch ins Krankenhaus einzuweisen.
Im Krankenhaus haben sie alle nötigen Geräte, Fachabteilungen, warum zum Geier können die da nicht 24h einen Allgemeinmediziner hinsetzen, der entscheidet wie akut die Probleme sind?

Es kann doch nicht sein, bei den Beitragen die sie mir abziehen und dann 2 Stunden warten für die 20 Sekunden Gespräch mit dem Arzt und er hämmert dann noch minutenlang auf der Tastatur für einen Krankenschein. Medikamente gibts ja nur noch im Notfall und dann das allerbilligste mit Zuzahlung.

Bei meinen Eltern gibts einen Arzt da muss man auch mit Termin bis 8Uhr in überquellenden Warteraum sein und dann teilweise 4-5 Stunden warten. Wer später kommt wird nach Hause geschickt.
Wenn man die direkt bezahlen müsste und es sich aussuchen kann, würde da keiner mehr hingehen aber das ist ja leider keine MArktwirtschaft. Die bekommen einfach Geld egal wie gut oder schlecht sie sind. Die PAtienten haben keine Wahl und keinen Einfluß ausser man ist privat versichert, dann gibts sogar extra Wartezimmer um nicht mit dem Pöbel in Kontakt zu kommen.

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d. stenzel 03.01.2017, 20:35
77. Schlechte Recherche?

Das Problem überfüllter Notaufnahmen mag durchaus existieren und mag durchaus ernst zu nehmen zu sein.
Um so nachlässiger finde ich, dass Sie das Altonaer Kinderkrankenhaus als Beispiel aufführen, das ganz offiziell wochenends und feiertags, 10 bis 18 Uhr, den kassenärztlichen Notfalldienst im Hamburg Westen übernimmt bzw. an dem niedergelassene Ärzte zu diesen Zeiten den Notdienst übernehmen.
Auch in der zugehörigen Grafik ist das Kinderkrankenhaus nicht als "kassenärztlicher (Kinder-)Notfalldienst an einer Klinik aufgeführt.

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desillusionment 03.01.2017, 20:37
78.

Zitat von alternativloser_user
Was bleibt also übrig um arbeitsrechtliche Konsequenzen zu vermeiden ? Richtig, der Gang in die Notaufnahme.
So ein Blödsinn! Sie können eben nicht in die Notaufnahme. Diese hat in den meisten Fällen keinen KV-Sitz (wie die Niedergelassenen). Deshalb kann ihnen dort weder eine Krankschreibung noch ein Kassenrezept ausgestellt werden. Deshalb müssen sie dann am nächsten Tag sowieso wieder zum Niedergelassenen um ihr Rezept zu bekommen. Ausnahmen sind z.B. BG Fälle, wenn die Klinik eine BG Sprechstunde hat oder Privatrezepte.

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christopher_seitz 03.01.2017, 20:40
79.

Es ist sind meist Bequemlichkeit bzw. eine Art Konsumverhalten (24/7 verfügbar, umfangreiche Diagnostik ruckzuck vorhanden - wenn auch meist nicht sinnvoll), eine zunehmende Sorge/Unsicherheit vor "etwas Schlimmen" (Vollkasko/Garantiementalität) plus eine gute Portion Halbwissen (Dr. Google) sowie Verlust von Körpergefühl (was ist krank-krank und was eine Befindlichkeitsstörung) respektive fehlender Zugriff auf Erfahrungswissen älterer Generationen und zuletzt fehlende Geduld (paar Tage Bett einhüten, mal schauen ob es weggeht) die mir bei den Patienten regelmäßig begegnen...
116117 kennt keine "Sau", frag ich gar nicht mehr nach.
Ein Strukturproblem vermag ich nur in Teilen zu erkennen, primär ist es eines der Protagonisten...

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