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Zusatzangebote: Wird bei der Schwangerschaftsvorsorge übertrieben?
Corbis

4D-Ultraschall, spezielle Bluttests, Akupunktur: Eine Studie legt nahe, dass fast alle Schwangeren in Deutschland Zusatzangebote zur Vorsorge nutzen. Experten sehen das kritisch.

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madita-mia 27.07.2015, 12:52
30. Ein zweischneidiges Schwert

Zitat von norsail
spielt mit Sicherheit eine grosse Rolle bei diesen zusätzlichen Untersuchungen. Meine Frau hat uns 3 wunderbare gesunde Kinder geboren nach normaler Schwangerschaft. Was ihr Gynäkologe ihr immer wieder an Untersuchungen als dringend geboten "anpries", war unglaublich. Nun sind meine Frau und ich "vom Fach" und konnten diesem ständigen Anpreisen widerstehen. Aber welcher besorgte Laie kann das schon? Laut Gynäkologenrechnungen waren die Schwangerschaften trotzdem alle Risikogeburten...
sind die IGEL-Leistungen sicherlich- aber obgleich ich Ärztin bin, war und bin ich ihnen, insbesondere in der Schwangerschaft, mitunter sehr aufgeschlossen. Man bedenke, dass jede Schwangere über 35 als risikoschwanger gilt, da kann es im Verlauf von 40 Wochen schon zu einigen Überraschungen kommen, die bei 3 Ultraschall- Untersuchungen nicht zwingend oder erst spät erfasst werden. Abgesehen davon zeigt die Erfahrung, dass die Frauen meist lieber oefter als nur an 3 Terminen Sonobilder ihrer Kinder sehen und mit nach Hause nehmen möchten- wer weniger anbietet, wird womöglich bald nicht mehr aufgesucht. Die speziellen Sonografieuntersuchungen (Feindiagnostik) machen zumindest insofern Sinn, als dass die Eltern bei Organfehlbildungen das postpartale Leben besser planen oder sogar praenatale chirurgische Verfahren in Anspruch nehmen können (z.B. bei einer Lenin vom selige me). Es gibt im Rahmen der Schwangerschaft auch Laboruntersuchungen, die sogar erstaunlich selten angeboten werden, wie die Bestimmung des CMV- Titers z. B bei dafür seronegativen Frauen mit erhöhter Exposition.

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breakthedawn 27.07.2015, 12:53
31. Im Eigeninteresse der Familie

Zitat von C.Galki
Lieber eine Blutuntersuchung oder Ultraschall zu viel als eine zu wenig!
sollte sie auch einen eigenen Beitrag dafür leisten.
Blutuntersuchungen haben auch ein Risiko (Infektion, Blutgerinnsel etc.)

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miyu82 27.07.2015, 12:55
32. Die normalen Untersuchungen sind sinnvoll

da sich immer Komplikationen einstellen können! Die bekommt die werdende Mutter so nicht mit oder dann wenn es zu spät ist. Da Gynäkologen immer genau sagen, was die Kasse zahlt und was nicht, ist es jeder Schwangeren selbst überlassen wie weit die Vorsorge geht. Mich persönlich hat es einfach nur beruhigt wenn meine Gynäkologin gesagt hat: Alles gut. Die Hebamme habe ich eher zur Nachsorge benötigt. Auf das 3D Ultraschallbild haben wir verzichtet. Private Leistungen waren alle 3 Monate Impfungen, da wir zu der Zeit Katzen hatten und einmal das Ersttrimester-Screening. Jeder Schwangeren und ihrem Partner sollte selbst überlassen sein welche Untersuchungen sie macht und wieviel Vorsorge betrieben wird. Daher ist eine Wertung nicht nötig.

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felisconcolor 27.07.2015, 13:00
33. erstens

Zitat von peter_rot
Da wird eine Studie veröffentlicht, die nicht repräsentativ ist und schon kommt das in allen Nachrichten. Was will man damit bewirken? Ist denn die Leistung der gesetzlichen Krankenkassen das non plus ultra? Mit Sicherheit nicht. Und wenn Frauen nun interessiert sind möglichst eines sichere Schwangerschaft zu haben - was soll dann diese Kritik? Natürlich werden von Ärzten gerne Igel Leistungen angeboten, die nur dem Arzt nützen und nicht den Patienten - aber das ist bei vielen Ärzten so.
Ja die Leistungen der gesetzlichen Krankenkasse sind eher suboptimal und werden immer schlechter. Die Leistungen der Ärzte und Krankenhäuser wird im gegezug immer Profit orientierter. Echt Hilfe im Sinne von Menschlichkeit, Pustekuchen. Jeder möchte es mittlerweile TOTAAAL sicher100% wäre toll 120% Klasse 200% .... Wir haben uns an eine Vollkaskomentalität verkauft. Und das wird weidlich ausgenutzt, von denen die suggerieren das 300% auch funktionieren. Es gibt keinen der diesem Blödsinn einhalt gebietet, auch nicht von dem der es besser wissen müsste, dem Arzt. Und wenn das bei vielen Ärzten so ist.... dann haben veile Ärzte wohl doch den falschen Beruf. Und nein ich arbeite auch nicht umsonst, aber bei meinen Forderungen bleibe ich doch auf dem Teppich. Ja ja ich bin selbst Schuld wenn ich noch keine Yacht habe. Aber so bin ich nun mal und ich verkaufe keine 300%ige Sicherheit

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felisconcolor 27.07.2015, 13:04
34. Auf

Zitat von norsail
... Laut Gynäkologenrechnungen waren die Schwangerschaften trotzdem alle Risikogeburten...
jeder Zahnarztrechnung steht auch das eine simple Extraktion etwas absolut Schwieriges war und Sonderkosten aufwarf. Komischerweise haben sich gerade die Krankenkassen gegen eine Kontrolle durch den Patienten verwahrt. Sprich Transparenz ist überhaupt nicht erwünscht. Und solange es niemand in Frage stellt das es eben doch keine Risikogeburten waren und die Voraussetzungen dafür auch immer weiter herunter geschraubt werden so etwas auszuzeichnen.... Es mag moralisch unanständig sein, gesetzlich ist es nicht verboten. Siehe auch unverschämte Ablösesummen bei einem bekannten deutschen Banker. Überall der gleiche Kram

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roul79 27.07.2015, 13:16
35.

Überflüssig erscheint mir eher diese Studie als die Vorsorgeuntersuchungen. Was genau soll sie bezwecken? Den Müttern ein schlechtes Gewissen einreden, wenn sie Leistungen in Anspruch nehmen und am Ende vielleicht aufgrund eines Untersungsergebnisses per Kaiserschnitt entbinden, ihnen Verschwendung von Krankenkassengeldern vorwerfen? Diese ist eine Studie mehr, die unnötigen Druck ausübt und Eltern noch mehr verunsichert. Krankenkassenbeiträge gehen hauptsächlich für die Versorgung der überalternden Bevölkerung drauf. Es wird Zeit, dass die Eltern in Ruhe gelassen und ihre Ängste ernst genommen und nicht wegargumentiert werden. Sonst entscheiden sich noch weniger für Nachwuchs.

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alexxa2 27.07.2015, 13:16
36. Ach, die Kohle

ist nicht mehr da, was ? Erst war die Hautkrebsvorsorge zu teuer und sinnlos, jetzt die Schwangershaftsvorsorge ..Was kommt morgen ? Die Hüftprothese über 65 ist überflüssig ?

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bettyboo5 27.07.2015, 13:19
37. Das Gefühl der Überversorgung...

... kann ich nur bestätigen. Ich wohne seit 10 Jahren in Dänemark und habe hier drei Schwangerschaften und Geburten erlebt. Ultraschall? Zwei pro Schwangerschaft. Reicht auch! Wünsch-Kaiserschnitt? Pustekuchen! Und wozu denn auch?? Generell ist man hier eher der Auffassung, eben nicht krank zu sein - sondern einfach nur schwanger. Beim ersten Kind vielleicht noch etwas gewöhnungsbedürftig (wenn man noch vom deutschen Patientensystem verwöhnt ist), beim dritten Kund herrlich entspannend! Wozu sich wuschig machen, wenn alles ok ist?

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hifimacianer 27.07.2015, 13:21
38.

Ich denke die Inanspruchnahme der Zusatzleistungen ist zum Großteil der heutigen Gesellschaft geschuldet.

Es werden sowieso immer weniger Kinder geboren, oft weil es die finanzielle Situation der Familie nicht anders zulässt.

Und wenn sich die Paare für Kinder entscheiden, dann wollen sie wenigstens ein gesundes Kind haben, mit dem man den späteren Alltag (inkl. arbeitender Mutter) planen kann. Bei einem behinderten Kind ist das oft nur schwer bis gar nicht möglich.

Wenn es Paaren heute immer noch möglich wäre von einem Einkommen die Familie zu ernähren, inkl. Jahresurlaub und Hausdarlehen etc., würde es auch heute noch mehr Kinder in den Familien geben, und dann wären auch behinderte Kinder weniger ein Problem in den Familien.

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stefzeri 27.07.2015, 13:23
39. Ohne diese sogenannte Überversorgung

... gäbe es meine Tochter heute nicht. Sicherlich gibt es Praxen, die wahllos alles anbieten, auch wenn es nicht nötig ist. Aber hier bitte ich auch immer den Einzelfall zu berücksichtigen, die Probleme bei mir traten völlig unerwartet auf. Im übrigen ist meine Tochter keine überverhätschelte Prinzessin, sondern eine waschechte Rabaukin. ;-)

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