Forum: Gesundheit
Zuschuss für Wearables: Die Kasse trainiert mit
Corbis

Schrittzähler, Pulsmesser, Apple-Watch: Mit sogenannten Wearables checken gesundheitsbewusste Menschen ihre Fitness. Jetzt bezuschusst die erste Krankenkasse solche Geräte - doch das ist umstritten.

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tuvalu2004 08.08.2015, 00:10
30. Habe vifit - funktioniert

Was im Artikel steht funktioniert tatsächlich. So ein kleiner Fitnesstracker spornt an, weckt den Spieltrieb, usw. Mit einer ordentlichen wissenschaftlichen Untersuchung würde ich die Subventionierung durch die KK begrüßen. Nicht aber die Übermittlung an die KK.

Was hier die AOK NordOst macht ist keine Vorsorge oder Ansporn für die Gesundheit, sondern der Versuch Kunden zu bekommen -- Kunden, die gerne eine Apple-Uhr haben wollen. Immerhin brauchts dazu auch ein Apple-Smartphone. Von daher kann man die Diskussion um Sinn und Unsinn knicken. Erst wenn verschiedene Fitnesstracker bezuschußt werden ist es einer Diskussion würdig.

tr

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Rotter 08.08.2015, 00:40
31. Und wer bestimmt,

was gesund ist? Ist das allgemein bekannt? Gibt's nachprüfbare Belege dafür?

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bezim 08.08.2015, 00:52
32. rechtlich mehr als zweifelhaft

Dass gesetzliche Krankenkassen auf Kosten aller bei ihr Versicherten einzelne durch Zuschüsse zu solchen Geräten bevorzugen geht juristisch gesehen nicht an. Durch die Neuregelungen mag sie einzelne Leistungen der Krankenbehandlung individuell handhaben können. Ein Zuschuss zu einem technischen Gerät das eventuell die Fitness steigern könnte, ist aber etwas ganz anderes.

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Miere 08.08.2015, 05:16
33. Aber Brillengestelle zahlen sie nicht.

Und auch keine Blutzuckertests für Typ2-Diabetiker. Und für Typ1-Diabetiker nur 4 pro Tag, womit Sport sich verbietet. Doch ja, macht schon Sinn.

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goodcharlotte 08.08.2015, 06:18
34. Warum schlecht?

Ich finde es nicht gut, dass manche,die schon so dick sind, dass sie Kruecken brauchen, sich im Supermarkt immer noch das Kassenband mit Cips, Weißbrot und Abgepaktem volladen.

Ich habe selbst nur mit gesunder Ernährung und regelmäßiger Bewegung, auch mit Hilfe von App und Tracker, v.a. aber Spon Gesundheit (danke!) über 20 kg abgenommen. Meine Familie hatte kein Bildung in Bezug auf Essen (Gruenzeug ist fuer Arme) und Sport (für Angeber) meine Eltern sitzen dauernd beim Arzt mit 'Ruecken' und schlechten Werten.

Viele fragen, wie ich das gemacht habe, nur um mir dann zu sagen, warum sie das nicht können. Die Ausreden sind erstaunlich vielfältig. Viele machen aber auch mit und muessen samtlichst nicht mehr zum Arzt wg Rücken und Knie, meine Walkingnachbarin konnte sogar Antidepressiva absetzen.

In eine Kassse mit Selbstbeteiligung bei penetranter Faulheit und Fehlernaehrung mit begleitenden Ernaehrungskursen und Sportprogrammen würde ich sofort wechseln.

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Mitreder 08.08.2015, 06:50
35. Wie wäre es...

wenn die GKV mal 50 Euro für eine Brille beisteuert oder auch beim Zahnersatz?

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Knuuth 08.08.2015, 07:15
36. Nudging und Scoring

Hier geht es vor allem darum an, möglichst viele Daten von möglichst vielen Menschen zu kommen, ohne jeden Einzelnen dazu zu zwingen.
Diese Daten (Puls, Blutdruck, Körpertemperatur, etc.) werden dazu verwendet, Scores (bzw. Korrelationen zwischen Lebensgewohnheiten und Risikofaktoren) zu erstellen, die dazu dienen, individuelle Versicherungstarife zu erstellen.

"Die AOK z.B. lässt über den Datenanalyst
Dacadoo einen sogenannten „Healthscore“ für jedes ihrer Mitglieder berechnen. Die Ermittlung dieses aggregierten Zahlwerts ist Betriebsgeheimnis und die Verarbeitung findet nach eigenen Angaben „derzeit noch anonym“statt. Für uns derzeit lediglich sichtbar: In Einzel-Modulen müssen immer mehr Risiken zusätzlich zu einer weiter schrumpfenden Basisversicherung mitversichert werden."

Zitat:
D i s c o n n e c t – k e e p t h e f u t u r e u n w r i t t e n

https://capulcu.blackblogs.org/bandii/

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mwroer 08.08.2015, 07:32
37.

Zitat von Bernie74
Problematisch wird es spätestens dann, wenn man gesund lebt und Sport treibt - dies aber aus Datenschutzgründen nicht durch Wearables dokumentieren möchte. Wird eine gesunde Lebensweise dann von den Krankenkassen nur noch anerkannt, wenn sie digital erfasst werden kann?
Zwangsweise - oder ist Ihnen entgangen das Menschen lügen um sich einen Vorteil zu verschaffen?

Es ist Ihnen überlassen wieviel Ihnen Datenschutz wert ist - wie in allen anderen Bereichen Ihres Lebens auch. Wer aus Bequemlichkeit jeden Kleinkram mit Kreditkarte zahlt und dabei auf seine Airmiles, DigiPoints oder was auch immer besteht dem ist der Datenschutz halt keine 10 Cent wert. Das gleiche gilt für Internetnutzung und andere Bereiche des Lebens.

Die Daten müssen ja nicht mal eine Positionsangabe beinhalten - *wo* Sie trainieren ist völlig irrelevant (wobei viele Fitnesszentren mittlerweile auch Chipkarten haben, man also dort weiss wann Sie im Normalfall kommen und wie lange Sie bleiben). Wobei das alles Zukunftsmusik ist worüber Sie sich Sorgen machen.

Pflicht kann es auch kaum werden. Die Betrugsmöglichkeiten sind zu groß - keiner kann verhindern dass Sie 4 Uhren tragen (gerne auch wechselseitig und verschiedene an verschiedenen Tagen). Es gibt aus gutem Grund keine niedrigeren Prämien für 'gesunde Ernährung' - solche Dinge effektiv zu kontrollieren ist viel, viel teurer als jede Ersparnis bei zukünftigen Behandlungskosten.

Letzten Endes können Sie sich beruhigt darauf verlassen dass Krankenkassen auch nur eins im Sinn haben: Profit. Daher wird es manche Dinge nicht geben :)

Im Moment ist die Option dass solche Geräte bezuschusst werden doch prima. Wer keine benutzt der braucht keinen Zuschuß, wer sie benutzt freut sich über die gesparten xy Euro.

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Rassek 08.08.2015, 07:33
38. Gibts bei VW

Dort können Menschen, die Leistungsgewandelt sind nachweisen, daß sie dank Runners Point App etwas für ihre Gesundheit tun.
Ebenso müssen sie 80 mal 45 min. Eigenbeitrag in einem Verein ..etc. nachweisen. Per Heft und Stempel.
Das erspart dann Ärger mit der Personalabteilung.
Jeder, der das Heft abgestempelt hat, weiss dann, daß der Mensch, dem es gehört, krank ist und bei VW in einer sog.
W2W Abteilung arbeitet.
Na wenn das kein Fortschritt ist ))))).
Wird aber keinen kümmern, solange VW Anzeigenkunde ist.

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Maya2003 08.08.2015, 08:07
39.

Zitat von Bernie74
Problematisch wird es spätestens dann, wenn man gesund lebt und Sport treibt - dies aber aus Datenschutzgründen nicht durch Wearables dokumentieren möchte. Wird eine gesunde Lebensweise dann von den Krankenkassen nur noch anerkannt, wenn sie digital erfasst werden kann?
Und wer definiert was "gesund" ist ? Am Ende wird jeder Bürger nach seiner Lebensweise "eingestuft" - Orwell lässt grüßen.

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