Forum: Gesundheit
Zwangsbehandlung: Politiker übergehen die Betroffenen
Corbis

Wann dürfen Ärzte psychisch Kranke oder geistig Behinderte gegen ihren Willen behandeln? Bisher fehlte eine eindeutige Antwort darauf, jetzt liegt ein Gesetzesentwurf dazu vor. Dabei hat die Politik jedoch einen entscheidenden Punkt vergessen: Die Betroffenen selbst zu fragen.

Seite 7 von 13
psychologiestudent 20.11.2012, 11:39
60.

Zitat von oohpss
Aus eigener Erfahrung im Bekanntenkreis: Medikamentöse Zwangsbehandlung, also gegen ausdrückliche Willenserklärung des Patienten, gibt es schon heute. Der Patient bat an der Psychiatrie des UK Würzburg am Wochenende um ein Gespräch mit jemandem der.....
tausende? Unfug. Und bei suizidalen Patienten gibt es immer das Problem, was man jetzt mit ihnen macht. Wenn man sie gehen lässt, und sie sich zuhause umbringen, dann muss man auch mit den Folgen leben...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
marin 20.11.2012, 11:58
61.

Zitat von jgb
Der Assistenzarzt ist einfach nur unfähig zu diagnostizieren. Siehe Erklären sie doch bitte einmal diese "Wunderheilung"
Es ist ja grundsätzlich etwas schwierig aus Einzelfällen auf die Gesamtheit zu schliessen. Tatsache bleibt, dass der Suizid eine häufige Todesursach ist und das diese Suizidalität meist vorübergehender Natur ist. Die Menschen, die in einer solchen suizidalen Krise kkurzzeitig beschützt wurden sind im allgemeinen sehr dankbar und froh.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Frieden ist alles 20.11.2012, 13:43
62. Menschen brauchen Verständnis

Ich halte es für einen Mythos das man Menschen die an der Seele Leiden mit Medikamentenm unterstützen kann.Menschen die in seelischer Not sind brauchen Nähe,Geborgenheit und Vertsändnis.Dies zu geben fällt vielen schwer,auch Menschen die aus beruflichen Gründen mit seelischer Not befasst sind.So wird dann oft der scheinbar einfachere Weg über Medikamente gewählt,was zur verdrängung von Symptomen unter Inkaufnahme heftigster Nebenwirkungen führt-ohne das so jemals ein Heilungsprozess stattfinden kann.Für das Umfeld wird es dafür scheinbar einfacher mit den oft als belastend empfundenen Symptomen umzugehen.So wird das seelische Leiden an den Rand gedrängt,ausgegrenzt und versucht unter Kontrolle zu bringen.Verlieren tun dabei alle,denn eine Auseinandersetzung mit tieferliegenden Ursachen,die auch das Umfeld mit einbezieht,findet so nicht statt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
psychologiestudent 20.11.2012, 13:56
63.

Zitat von Frieden ist alles
Ich halte es für einen Mythos das man Menschen die an der Seele Leiden mit Medikamentenm unterstützen kann.Menschen die in seelischer Not sind brauchen Nähe,Geborgenheit und Vertsändnis.Dies zu geben fällt vielen schwer,....
Bei trauernden oder gestressten Menschen mögen Sie Recht haben. Bei psychisch Kranken ist allerdings manchmal die Wahrnehmungs- und Denkfähigkeit so eingeschränkt, dass sie nicht in der Lage sind, "nur" von Gesprächen, Nähe und Geborgenheit zu profitieren

Beitrag melden Antworten / Zitieren
jgb 20.11.2012, 14:32
64. xxx

Zitat von marin
Es ist ja grundsätzlich etwas schwierig aus Einzelfällen auf die Gesamtheit zu schliessen. Tatsache bleibt, dass der Suizid eine häufige Todesursach ist und das diese Suizidalität meist vorübergehender Natur ist. Die Menschen, die in einer solchen suizidalen Krise kkurzzeitig beschützt wurden sind im allgemeinen sehr dankbar und froh.
1. Jeder Einzelfall ist ein Menschenrechtsverstoß
2. Das sind keine Einzelfälle das ist die Regel, ich arbeite für einen Betroffenenverband, wir haben zig solcher Fälle.
3. Wenn jemand "suizidal" ist. Ans Bett binden und mit Nervengiften abspritzen ???. Sie glauben doch nicht im Ernst, das es demjenigen danach besser geht. Das ist doch vollkommen daneben !!!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Schizo-Gen 20.11.2012, 14:48
65. Na ja...

Zitat von psychologiestudent
10x ist Schwachsinn, ich glaube mal etwas von 3x gelesen zu haben. Der größte Teil der Patienten ist ungefährlich. Man muss auf dem Teppich bleiben, eine Dämonisierung ist unfair gegenüber den Patienten.
Man kann ja alles drehen und wenden wie es einem passt. Das Problem ist, dass entstehende Gewalt den "Psychotikern" grundsätzlich in die Schuhe geschoben wird. Es ist aber eher das ungewöhnliche Verhalten, welches Gewalt bei anderen provoziert, bzw. gewaltsame Auseinandersetzungen auslöst. Eigentlich ist man in Folge zu 100% Opfer psychiatrischer Gewalt, die nur dazu geeignet ist einen vom psychotischen Verhalten abzuschrecken, bzw. einen Verteidigungsunfähig zu machen. Irgendeinen direkt "gesundmachenden" Einfluss kann man diesen "Medikamenten" bei bestem WIllen nicht attestieren. Es handelt sich eher um eine Art "Zombie-Puder", was einem jeglichen eigenen Willen und Verstand nimmt und bei längerfristiger Einnahme zu dauerhafter Gehirnschädigung und Behinderung führt.
Neuroleptics and Chronic Mental Illness

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Schizo-Gen 20.11.2012, 15:07
66. Ergänzung

Zitat von Schizo-Gen
Man kann ja alles drehen und wenden wie es einem passt. Das Problem ist, dass entstehende Gewalt den "Psychotikern" grundsätzlich in die Schuhe geschoben wird. Es ist aber eher das ungewöhnliche .....
Ursache der Psychosen ist oft ein sog. "schizoaffektiver Stau" und jemand der seinen "Stau" vorzeitig gewaltsam entlädt, der wird auch keine Psychose entwickeln. Man kann also behaupten dass sog. "Psychotiker" überdurchschnittlich friedfertige Menschen sind, weil die Psychose eben Ergebnis einer sehr hohen Gewalthemmschwelle ist, bzw. der Stau löst sich auf dem Wege der Psychose auf, die eher den Charakter eines Verbalamoks hat.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
psychologiestudent 20.11.2012, 15:15
67.

Zitat von Schizo-Gen
Man kann ja alles drehen und wenden wie es einem passt. Das Problem ist, dass entstehende Gewalt den "Psychotikern" grundsätzlich in die Schuhe geschoben wird. Es ist aber eher das ungewöhnliche Verhalten, welches Gewalt bei anderen provoziert, bzw. gewaltsame Auseinandersetzungen auslöst. Eigentlich ist man in Folge zu 100% Opfer .....
Schwachsinn. In Kombination mit Drogen oder wenn sie sich in ihrem Wahn angegriffen fühlen, KÖNNEN Schizophrene auch gewalttätig werden. Ist allerdings nicht die Regel und hängt immer auch mit dem "Grund"-charakter und der Situation zusammen. Zu behaupten, das wär alles nur Reaktion auf das aggressive Verhalten der Nichtschizophrenen, ist schon ziemlich dreist. Und dass es keinen gesundmachenden Einfluss der Antipsychotika gibt, ist völliger Unfug, dafür hab ich zu viele Menschen gesehen, auf die die Medikation einen positiven Einfluss hatten. Die Medikation erlaubt es endlich wieder selbst zu denken, oder finden Sie, sich Gedanken vom Radio eingeben zu lassen, bedeutet eigene Entscheidungen treffen? Ich hab mir übrigens mal die Mühe gemacht, mir ihren Link durchzulesen. Nicht nur werden alle Studien mit anderen Resultaten (bspw 11-year follow-up of mortality in patients with schiz... [Lancet. 2009] - PubMed - NCBI PsychiatryOnline | American Journal of Psychiatry | Relationship Between Duration of Untreated Psychosis and Outcome in First-Episode Schizophrenia: A Critical Review and Meta-Analysis) ignoriert, sondern es werden auch größtenteils nur alte, nebenwirkungsreiche Medikamente diskutiert und keine neuen (Atypika).

Beitrag melden Antworten / Zitieren
psychologiestudent 20.11.2012, 15:18
68.

Zitat von Schizo-Gen
Ursache der Psychosen ist oft ein sog. "schizoaffektiver Stau" und jemand der seinen "Stau" vorzeitig gewaltsam entlädt, der wird auch keine Psychose entwickeln. Man kann also behaupten dass sog. "Psychotiker" überdurchschnittlich friedfertige Menschen sind, weil die Psychose eben Ergebnis einer sehr hohen Gewalthemmschwelle ist, bzw. der Stau löst sich auf dem Wege der Psychose auf, die eher den Charakter eines Verbalamoks hat.
und woher kommt dieser kreative Gedanke?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
psycheciety 20.11.2012, 15:56
69. jaja

Zitat von marin
Es ist ja grundsätzlich etwas schwierig aus Einzelfällen auf die Gesamtheit zu schliessen. Tatsache bleibt, dass der Suizid eine häufige Todesursach ist und das diese Suizidalität meist vorübergehender Natur ist. Die Menschen, die in einer solchen suizidalen Krise kkurzzeitig beschützt wurden sind im allgemeinen sehr dankbar und froh.
Das sind ja auch nur SuizidVERSUCHE. Wer sich suizidieren will, wer das wirklich will, der schafft das auch. SuizidVERSUCHE werden überlebt und sind "Hilfeschreie". Und die muss man dann durch Gewaltanwendung und Zwang beantworten? Das nennen Sie tatsächlich ernsthaft "beschützen", was in der Klinik dann so "läuft"?? Viel Spaß bei eigenen Erfahrungen - statistisch erlebt jeder Mensch in seinem Leben mal (mindestens) eine Krise!!! - [psycheciety]

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 7 von 13