Forum: Gesundheit
Zwillingsstudie: So stark beeinflusst der Appetit das Gewicht
Corbis

Was bestimmt, ob jemand übergewichtig wird oder nicht? Und wie lässt sich frühzeitig gegensteuern? Eine Zwillingsstudie zeigt: Wer als Baby viel Appetit hat, legt schon in den ersten Monaten deutlich an Gewicht zu.

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andjessi 18.02.2014, 12:20
1. Auch nur Mutmaßungen

"Einfach langsamer essen könnte schon helfen...“
„ ...den geforderten Nachschlag auch mal nicht zu servieren"
Ob diese "Tipps" nicht sogar konterproduktiv sind, würde mich wirklich interessieren. Meine Vermutung ist eher die, dass die Reduzierung des Essensangebots bei Kleinkindern bewirkt, dass sie sich den Bauch vollschlagen und Essen als „knappe“ Ressource wahrnehmen und im weiteren Verlauf der Kindheit auch mal Reinhauen, wenn kein Hungergefühl mehr da ist. Das heißt jetzt nicht, dass man alles in die Kleinen reinstopft, aber satt essen sollten sie sich schon dürfen. Gleiches gilt vielleicht auch bei Süßigkeiten. Erst durch Verknappung (schlimmstenfalls als Belohnung oder zum Trost) werden sie was besonders.

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Mitch 18.02.2014, 13:05
2. Wahnsinn

Also dass höherer Appetit mit Gewichtszunahme einhergeht... unglaublich. Welche ungeheuerlichen Erkenntnisse vermag die moderne Wissenschaft uns wohl NOCH zu schenken? :-D

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jaybe87 18.02.2014, 13:23
3.

So stark beeinflusst Appetit unser Gewicht? Sensationell! Um zu dieser Einsicht zu kommen muss ich wohl erst studieren. Ich schätze in ein paar Jahren entdecken unsere Wissenschaftler noch einen Zusammenhang zwischen Sport und Gewicht. Ganz ehrlich: Wir leben in einer "Spaß-orientierten Scheiß-egal-Gesellschaft" und dass die Zeit der Aufklärung hinter uns liegt ist eine Lüge. Immer wieder habe ich den Eindruck, dass Menschen nicht aufgeklärt sein wollen, sondern lieber farbige Wohlfühlpillen schlucken und möglichst immer den Weg des niedrigsten Widerstands wählen. In diesem Fall: Fressen bis ich fett bin und dann ab zum Arzt: "Einmal Fett absaugen bitte!" :-) Gruß

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dunkelsänger 18.02.2014, 13:40
4. und wer bestimmt

das es nur schlanke Menschen geben darf?
Wenn es doch offensichtlich natürlich ist, daß es Menschen gibt, die weniger essen und auch solche die mehr essen ....
Möglicherweise sollte man nicht darüber forschen ab wann man Kindern den Brotkorb hoch hängen soll, sondern besser darüber wie man Menschen dazu bringt nicht nur das als normal zu akzeptieren was innerhalb eines kleinen willkürlich festgelegten Rahmens liegt.
Und - dick heißt nicht zwangsweise auch gleich krank - auch dazu gibt es bereits vielfältige Studien.
Was natürlich nicht heißt, daß ich der hemmungslosen Völlerei das Wort rden will, es ist nichts gegen einen bewusten Umgang mit Essen und dem eigenen Körper einzuwenden, aber es ist eben NICHT nur eine Kleidergröße 32 normal, für manch einen ist es eben die 48.
Fazit: lieber ein bisschen Speck auf den Hüften als Magersucht im Gehirn!

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silverfish 18.02.2014, 13:44
5.

Zitat von andjessi
"Einfach langsamer essen könnte schon helfen...“ „ ...den geforderten Nachschlag auch mal nicht zu servieren" Ob diese "Tipps" nicht sogar konterproduktiv sind, würde mich wirklich interessieren. Meine Vermutung ist eher die, dass die Reduzierung .....
Darüber kann man an dieser Stelle aber auch nur spekulieren. In meiner Herkunftsfamilie waren Süßigkeiten ebenfalls ein "knappes Gut". Es gab tadelnde Kommentare, wenn man den Schoko-Weihnachtsmann gleich komplett aufgegessen hat. Trotzdem bin ich immer sehr schlank geblieben. Für mich waren Süßigkeiten etwas "besonderes", dass man genießen muss und nicht in Maßen in sich reinstopft. So kann man es halt auch sehen.

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happyrocker 18.02.2014, 14:26
6. Wirklichen Erkenntnisgewinn

brächte die Studie aber nur, wenn geklärt wäre ob der Zwilling mit dem größeren Appetit auch kränker wäre als der Wenig-Esser. Höheres Gewicht allein ist ja noch kein Problem(solange es keine extrem-Formen annimmt), wird hier aber so dargestellt. Ob ein Kleinkind jetzt 1 kg mehr wiegt oder ein 15-jähriger 5 kg mehr - wer hat damit ein Problem, außer der Mode- und Diätindustrie?

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bekkawei 18.02.2014, 14:34
7.

Zitat von jaybe87
So stark beeinflusst Appetit unser Gewicht? Sensationell!

Zitat von jaybe87
Ich schätze in ein paar Jahren entdecken unsere Wissenschaftler noch einen Zusammenhang zwischen Sport und Gewicht.
Den gibt es sooo direkt nicht.
Ich kenne etliche schlanke, ja duenne Menschen, die aber auch nicht das geringste bisschen Sport machen.

Und meine Nachbarin, die fuenf mal die Woche "three miles" (sie kommt aus Australien;-) joggt, tja, die hat noch kein Gramm abgenommen. Im Gegenteil, es haben sich sogar noch ein paar Pfunde drauf geschlichen, wo ohnehin schon zuviele waren.
Von daher, so simpel ist es nicht.

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wgschmidt 18.02.2014, 15:04
8. Deutsche Sprach, schwere Sprach

Zitat von silverfish
Für mich waren Süßigkeiten etwas "besonderes", dass man genießen muss und nicht in Maßen in sich reinstopft.
Hieß es nicht immer, man könne "in Massen" und "in Maßen" nicht verwechseln?

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Celegorm 18.02.2014, 15:09
9.

Zitat von Mitch
Also dass höherer Appetit mit Gewichtszunahme einhergeht... unglaublich. Welche ungeheuerlichen Erkenntnisse vermag die moderne Wissenschaft uns wohl NOCH zu schenken? :-D
Was für den Laien trivial scheinen mag, ist nicht zwangsweise trivial. Stoffwechsel und Körperfettanteile unterliegen solch komplexen Prozessen, dass es verwegen wäre, einfach einen linearen Zusammenhang mit dem Appetit zu vermuten. Umso mehr als Appetit seinerseits auf einem komplizierten hormonellen Feedback-System basiert.

Grundsätzlich sagt darum ein grosser Appetit wenig über Ursachen und Konsequenzen aus und ist oft schlicht darin begründet, dass der individuelle Körper effektiv eine grössere Energiemenge benötigt, sei es durch höhere Aktivität oder weil es ein "schneller Verbrenner" ist. Reine Mengen verzehrter Nahrung bei spezifischen Mahlzeiten korrelieren letztlich wohl nur sehr begrenzt mit Übergewicht. Der Fette, der dick ist, weil er bei den Hauptmahlzeiten reinschaufelt wie die Sau am Trog, dürfte deshalb auch ein ziemlich realitätsfernes Klischee sein..

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