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Zwillingsstudie: So stark beeinflusst der Appetit das Gewicht
Corbis

Was bestimmt, ob jemand übergewichtig wird oder nicht? Und wie lässt sich frühzeitig gegensteuern? Eine Zwillingsstudie zeigt: Wer als Baby viel Appetit hat, legt schon in den ersten Monaten deutlich an Gewicht zu.

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nunu-na 18.02.2014, 16:30
10.

Zitat von silverfish
Darüber kann man an dieser Stelle aber auch nur spekulieren. In meiner Herkunftsfamilie waren Süßigkeiten ebenfalls ein "knappes Gut". Es gab tadelnde Kommentare, wenn man den Schoko-Weihnachtsmann gleich komplett aufgegessen hat. Trotzdem bin ich immer sehr schlank geblieben. Für mich waren Süßigkeiten etwas "besonderes", dass man genießen muss und nicht in Maßen in sich reinstopft. So kann man es halt auch sehen.
Ob man schlank bleibt oder nicht hat sicher noch viele andere Gründe. Ich kenne seit weit über 20 Jahren jemanden, dessen Süßigkeiten in der Kindheit rationiert wurden - wörtlich zu nehmen, also 1 Stück pro Woche für jedes Kind z.B. Der futtert heute, im Erwachsenenalter, sehr viel Süßkram - mit Genuss hat das wenig zu tun. Jetzt darf er, also macht er es, scheint da eher das Motto. Nichtsdestotrotz, schlank war er immer, äußerlich auch ohne großen Aufwand ein sportlicher Typ. Würde ich die gleichen Mengen Süßes essen, könnte ich gar nicht so viel Sport machen, wie ich müsste, um nicht zuzunehmen.

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nunu-na 18.02.2014, 16:55
11.

Mich amüsiert die Studie schon ein wenig. Sie trifft so gut auf mich zu. Ich habe eine (gleichgeschlechtliche) Zwillingsschwester (zweieigig) und war immer die, die größere Probleme mit dem Gewicht hatte. Was den Appetit anging, war es bei uns beiden allerdings ein munterer Wechsel. Mal hatte sie mehr, mal ich - nur wurde das bei mir sehr viel kritischer beäugt, weil ich eben dazu zu neigen schien, schneller ein bisschen pummelig zu werden.

Und genau das hat mir das Essen sehr vermiest und meine Stimmung als Kind auch sehr beeinträchtigt. Meine Schwester durfte essen, ich wurde ständig kontrolliert. Dabei war es nie so, dass ich keine Sättigung empfunden hätte. Ich kann mich noch genau erinnern, wie meine Mutter mal entsetzt darauf reagierte, als ich als Kind sagte, dass ich gerne esse. Was stimmte, weil ich Essen immer als Genuss empfunden habe. Aber was war das für eine schlimme Aussage! Das Kind hat doch eh schon ein paar Kilo mehr als das andere! Und dann isst es auch noch gerne!

Aus meiner Erfahrung kann ich sagen, dass mich diese ständige Kontrolle beim Essen frustriert hat - was heimliches Frustessen ist, habe ich als Kind gelernt. Hätte man mir am Tisch einfach erlaubt, mich satt zu essen, hätte ich über den Tag verteilt wahrscheinlich weniger und gesünder gegessen und mein Gewicht eher in den Griff bekommen.
Als ich nämlich älter wurde und öfter selbst für die Zubereitung meines Essens zuständig war und ohne Kontrolle essen konnte, relativierte sich mein Gewicht - wobei ich nie stark übergewichtig, nur eben auch nicht wirklich schlank war.

Ich esse heute immer noch gerne und bestimmt mehr als so manch anderer. Wenn ich Hunger habe, werde ich eben nicht satt, wenn ich eine halbe Nudel beknabbert habe. Und ich bin auch niemand, der essen kann, was er will, und nicht zunimmt. Aber ich komme damit klar und ich genieße Essen. Deswegen sollte man meiner Meinung nach Kindern Freude an (anständigem) Essen vermitteln und sie nicht mit Verboten drangsalieren. Wer wird denn glücklich, wenn er nicht satt sein darf?

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nina1003 18.02.2014, 18:09
12.

lch wurde bereits mit 12 Monaten auf Diät gesetzt und habe mein ganzes Leben immer mit dem Gewicht gekämpft. Bei meinen Kindern hab ich es dann besser gemacht: Die dürfen sich immer satt essen. Als das Gewicht mal recht hoch war, gab es dann nach einem normal großen Hauptgericht Naturjoghurt bis zum Abwinken. Damit war es sehr einfach, das Gewicht zu regulieren ohne den Körper schon im Kleinkindalter auf Diäten und Jojoeffekt zu programmieren.
Daher: Mit ein klein bißchen Verstand kann man den ganzen Gewichtsproblemen bereits im Kindesalter vorbeugen - auch ohne groß angelegte Studien.

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qoderrat 18.02.2014, 18:55
13. Dauerfeuer

Zitat von Celegorm
Reine Mengen verzehrter Nahrung bei spezifischen Mahlzeiten korrelieren letztlich wohl nur sehr begrenzt mit Übergewicht. Der Fette, der dick ist, weil er bei den Hauptmahlzeiten reinschaufelt wie die Sau am Trog, dürfte deshalb auch ein ziemlich realitätsfernes Klischee sein..
Ich weiss nicht, ich gehe ja immer im grösseren Bekanntenkreis in den Urlaub, und da sieht man ganz gut was die anderen so über den Tag alles essen und trinken.

Bis auf die eine sprichwörtliche Ausnahme, wäre ich bösartig würde ich auf Bandwurm tippen, passt die Essensmenge schon in etwa zur Körperform.

Das kräftigste Paar wäre Ihr oben angeführtes Klischee, da würde mir das Frühstück eines der beiden locker für den gesamten Tag reichen, trotz erheblich höherer körperlicher Aktivität von meiner Person.

Ich selbst wollte nicht dick sein und achte daher auf mein Gewicht, finde dieses mediale Dauerfeuer abnehmen abnehmen abnehmen aber auch langsam deutlich überzogen. Wer sich mit seinem Gewicht wohl fühlt und nicht krank ist soll sich ruhig sein Schitzel oder Karoffelgratin schmecken lassen.

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xebudig 18.02.2014, 19:11
14. Fürchterlich schlechte Wissenschaft die keines Artikels hier Bedarf

Die Studie ist aus wissenschaftlicher Sicht grauhenhaft schlecht.

- Zu kurzer Beobachtungszeitraum (von 3-15 Monate Säuglingsalter).

- Falsche Fragestellung: Gewicht mit 15 Monaten ist nach Stand der Froschung kein Indikator für Obesität bei Erwachsenen. Vielmehr ist das Gewicht mit 4-5 Jahren aussagekräftig. Aber soviel Zeit hatte man ja nicht.

- Keine eigene Datenerhebung (Nutzung einer Altstudie).

- Keine Verifikation der Methodik an einer Kontrollgruppe

Typische Medizinerdissertation.

Zitat von sysop
Was bestimmt, ob jemand übergewichtig wird oder nicht? Und wie lässt sich frühzeitig gegensteuern? Eine Zwillingsstudie zeigt: Wer als Baby viel Appetit hat, legt schon in den ersten Monaten deutlich an Gewicht zu.

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Celegorm 18.02.2014, 20:35
15.

Zitat von qoderrat
Ich weiss nicht, ich gehe ja immer im grösseren Bekanntenkreis in den Urlaub, und da sieht man ganz gut was die anderen so über den Tag alles essen und trinken.
Nunja, die ganztägige Perspektive anstatt einzelne Mahlzeiten ist da sicherlich aussagekräftiger. Allerdings stelle ich hier eben gerade fest, dass viele Übergewichtige eben nicht unbedingt vom Appetit getrieben grosse Mahlzeiten zu sich nehmen, sondern überschüssige Energie wenn schon eher bei permanentem Impulsessen (oder -trinken mittels energiereicher Getränke) holen.

Das Klischee mags sicherlich schon auch geben. Aber meine Erfahrung mit "kräftiger gebauten" Mitmenschen ist eher, dass diese oft bei gemeinsamen Mahlzeiten erschreckend wenig essen während man selber hemmungslos zuschlägt und trotzdem nichts davon sichtbar wäre.

Aber klar, von nichts kommt letztlich nichts, nur muss dass m.E. nur begrenzt mit Appetit an sich zu tun haben..;)

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Florentinio 18.02.2014, 21:47
16. Zustimmung

Zitat von xebudig
Die Studie ist aus wissenschaftlicher Sicht grauhenhaft schlecht. - Zu kurzer Beobachtungszeitraum (von 3-15 Monate Säuglingsalter). - Falsche Fragestellung: Gewicht mit 15 Monaten ist nach Stand der Froschung kein Indikator für Obesität bei Erwachsenen. Vielmehr ist das Gewicht mit 4-5 Jahren aussagekräftig. Aber soviel Zeit hatte man ja nicht.
Dem kann ich nur zustimmen. Mein Sohn war bis zum 18 Lebensmonat ein wirkliches Pummelchen. Im 15 Lebensmonat machte er seine ersten Schritte und hatte mit jedem Monat mehr spaß daran sich zu bewegen. Mit 4 Jahren hat er angefangen Fußball im Verein zu spielen und ist dort ein wahres Laufwunder.

Ein großer Esser ist er trotzdem nicht geworden.

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spon-facebook-1776594247 19.02.2014, 07:43
17. Normal:

Schlank sein ist vollkommen normal. Dick sein nicht. Am Dick sein sind nur die schlechten Lebensmittel schuld welche weit täglich essen. Würde sich jeder gesund ernähren ( keine tierischen Eiweiße, wenig gebratenes oder frittiertes, keine künstlichen Zusätze, kein fertig essen) sähe es mit der Fettleibigkeit auf der Welt ganz anders aus. Fettleibigkeit ist nicht angeboren, es ist eine Zivilisations Krankheit.

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happyrocker 19.02.2014, 08:44
18. Ja, die bösen Lebensmittel!

Zitat von spon-facebook-1776594247
Schlank sein ist vollkommen normal. Dick sein nicht. Am Dick sein sind nur die schlechten Lebensmittel schuld welche weit täglich essen. Würde sich jeder gesund ernähren ( keine tierischen Eiweiße, wenig gebratenes oder frittiertes, keine künstlichen Zusätze, kein fertig essen) sähe es mit der Fettleibigkeit auf der Welt ganz anders aus. Fettleibigkeit ist nicht angeboren, es ist eine Zivilisations Krankheit.
So ein Unsinn, man kann auch mit gesunden Lebensmitteln dick werden, einfach weil man gerne isst und nicht zu denen gehört, die nach der Arbeit erst mal für den nächsten Marathon trainieren. (Im Selbstversuch getestet!). Übrigens: trotz deutlichen Übergewichts bin ich fitter und gesünder als viele Kollegen und Kolleginnen, die schlank und 10 Jahre jünger sind, die aber von jeder Erkältung erst mal 1 Woche lahmgelegt werden. Dick ist nicht gleichbedeutend mit krank!

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albert schulz 19.02.2014, 10:21
19. Religionslehre: ein guter Hahn wird nicht fett

Es ist grober Unfug, das Dickwerden und Essen in derart banale Regeln zu zwängen. Ich war als Kind bereits ein ausgesprochener Freßsack und bin das bis heute. Mit neunzehn wog ich 65 Kilo, war also bei meinen 1,90 dürr (Bohnenstange hieß ich). Verheiratet wuchs das Ge-wicht auf 110 Kilo konstant, hat mir aber nie Dicklichkeit beschert. Ich habe mich immer gern bewegt, und vermutlich habe ich immer eine Menge Nahrung in Wärme umgesetzt, ge-schwitzt wie ein Schwein. Wenn ich tagelang nichts esse, passiert ebenfalls rein nichts. Ich habe Freunde, die fressen wie die Scheunendrescher und sind trotzdem dürr, ausgesprochene Wibbelpeter. Das Geschehen wird vom Hirn kontrolliert, ganz sicher nicht bewußt, und abso-lut unabhängig von der Kalorienzufuhr. Ein gutes Beispiel sind die kindlichen Pummelchen, die nach der Pubertät plötzlich gertenschlank werden, oder eben die Magersüchtigen, die her-nach an Fülle zunehmen. Mein Leihsohn etwa hat sich körperlich überhaupt nicht bewegt, nach der Pubertät habe ich ihn mit Bewegung von 110 auf 80 Kilo runtergebracht, aber über keineswegs reichliches Frustfressen hat er es bis zu seinem 25. auf 140 Kilo geschafft. Für ihn war Fressen die Droge, ganz banal, Enttäuschungen ohne Ende und überzeugter Stubenhok-ker. Dieses Phänomen kann man als einfacher Nichtswissenschaftler sehr genau beobachten, wenn man die Wänste der Besucher eines Fußballstadions einer eingehenden Prüfung unter-zieht. Es ist keineswegs nur das Bier, das Männern Brüste und Ranzen wachsen läßt. Es ist Frust pur. Der Grund für das Aufschwemmen ist motorische und innere Trägheit.

Betrachtet man Kleinkinder, so wird womöglich deutlich, wer sich frustgemäß zu einem be-quemen Sesselfurzer und allseits befriedigten Menschen entwickeln möchte, den nichts aus der Ruhe bringen kann. Das ist womöglich eine besondere Art von Klugheit, weil diese Kleinkinder frühzeitig erahnen, daß Hektik das Leiden des Lebens nur unnötig vergrößert.

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