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100 Jahre Acht-Stunden-Arbeitstag: Sechs Stunden pro Tag reichen völlig aus
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Seit hundert Jahren arbeiten wir acht Stunden täglich: Das ist längst nicht mehr zeitgemäß. Warum der Sechs-Stunden-Tag die Lösung vieler Probleme wäre.

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neurobi 15.11.2018, 14:44
1. Unausweichlich

Eine Verringerung der täglichen aber auch der Lebensarbeitszeit ist mit fortschreitenden technologischen Fortschritt unausweichlich.

Es sind immer weniger Menschen notwendig um die Wirtschaftsprozesse aufrecht zu erhalten. Also muss die noch zur Verfügung stehender Arbeitspakete stärker aufgeteilt werden.

Das ist auch nichts neues, das war schon bei der letzten in industriellen Revolution so. Nur muss es diesmal viel schneller gehen.

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Krokodilstreichler 15.11.2018, 14:47
2.

Bei einem Sechstundentag ist mehr Zeit für Kindererziehung sowie gesundes Kochen und Sport zur Gesunderhaltung. Von daher sind sechs Stunden pro Tag zu begrüßen.

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seniorfd 15.11.2018, 14:47
3. Perfekt

Ich kann da nur voll und ganz zustimmen,habe vor ein paar Jahren meine Wochenarbeitszeit auf 30 Stunden reduziert.
Das Geld ist mir egal,verbringe die Zeit viel lieber mit meinen Kindern.
Ich kann sagen seither geht es mir deutlich besser!

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Nutzer ohne Namen 15.11.2018, 14:47
4. wer mit seiner Arbeit nicht fertig wird...

... ist einfach nicht in der Lage sich seine Arbeitszeit richtig einzuteilen.
In der Hauptsaison reicht ein 9-Stunden-Tag schon nicht aus, wie soll das dann erst mit nur 6 Stunden gehen.
PS: für 3-4moante jemanden in Teilzeit einstellen, der die restlichen 8-9 Monate nicht gebraucht wird, ist betriebswirtschaftlich untragbar. jemand mit entsprechenden Qualifikationen für nur ein Quartal anzustellen ist für denjenigen auch nicht sehr motivierend und kein Beitrag zu einem geregelten Einkommen.

so lange werde ich weiterhin 4 Monate 9-10h am Tag arbeiten und die restlichen Monate dann 7,5-8h

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alho 15.11.2018, 14:48
5. Keine vollen Bezüge

Die von der Autorin verlinkten Artikel bestätigen die positiven Seiten kürzerer Arbeitszeiten, jedoch ist in keinem davon die Rede, dass das bei vollen Bezügen erfolgt. Und dass bei Toyota daraufhin der Umsatz stieg, kann zwar an kürzerer Arbeitszeit liegen, liegt aber wahrscheinlich vielmehr daran, dass der Service auf einmal 50% länger verfügbar war. Aber es ist eine nette Träumerei.

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Sibylle1969 15.11.2018, 14:52
6.

Gerade um 14:46 Uhr lese ich diesen Artikel und stelle fest, dass der Arbeitstag für mich noch dreieinhalb Stunden dauern wird. Wenn ich nur 6 Stunden arbeiten würde, müsste ich mich in der Tat sputen, um die Kundenpräsentation für morgen fertig zu machen. So halt ein kurz hes Päuschen auf SPON und einen Kaffee...

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so-long 15.11.2018, 14:55
7. Träumerei

Klar, 8 Stunden arbeiten die wenigsten „durch“.
Klar, bei 3 Stunden Arbeitszeit und vollem Gehalt hätte ich noch mehr Bewerber für die fastFreibierveranstaltung.
Aber: bei weniger Arbeitszeit gibt es mehr Freizeit. Freizeit bedeutet Konsum; von dem und dessen (Umwellt)Folgeprobleme haben wir mehr als genug.
Wenn die (qualifizierte/qualifizierbare Bevölkerung künftig eher abnimmt, ist das gut für diese, weil deren Salär zunehmen sollte.

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Hofa05 15.11.2018, 14:57
8.

Der Sechs-Stunden-Tag ist ja eine ganz lustige Idee aber nicht für alle Branchen realistisch. Das ist was für Beamte oder Verwaltungsfachangestellte oder andere Arbeitnehmer, die einen Bürojob haben. In der Hotellerie und Gastronomie ist das nicht realisierbar. Denn da erwarten nämlich genau die, die gerne selbst nur von Montag bis Freitag 6 Stunden täglich arbeiten möchten, dass rund um die Uhr immer jemand da ist, der sich um sie kümmert. Dafür sind wir ja auch da. Aber dann bräuchte man doppelt und dreifach so viel Personal. Und da Gäste ja lieber ganz viel Service für am liebsten gar kein Geld wollen, ist das schlicht nicht finanzierbar. Es geht ja nicht darum, dass es das einem Unternehmen nicht wert sei aber es muss trotzdem finanziert werden können.

Das Selbe gilt auch für die sozialen Berufe. Da verdienen die Arbeitnehmer für einen stressigen Job und einem Haufen Arbeit ohnehin schon nur einen Hungerlohn. Und dann sollen die gleichen Leute nur 6 Stunden arbeiten? In der Pflege muss 24 Stunden jemand da sein. Wer bitte soll das bezahlen? Das Geld muss ja erstmal eingenommen werden, bevor es an die Mitarbeiter bezahlt werden kann.

Also ansich ganz nett gemeint aber absolut an der Realität vorbei. Ich weiß nicht, wer sich das ausgedacht hat. Aber derjenige hat von der Realität keine Ahnung.

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shaboo 15.11.2018, 14:57
9. Man hat als Arbeitnehmer ...

... eben nicht nur Arbeit zu erledigen, sondern vor allem auch nahezu permanent verfügbar zu sein - wie der Kaffeevollautomat, der Drucker oder der Aufzug. So lange sich an dieser überkommenen Anspruchshaltung nichts ändert - der Arbeitnehmer als Leibeigener light - wird's auch mit der 30-Stunden-Woche schwer. Beamte sind übrigens nicht bei 35, 38 oder 39, sondern derzeit immer noch bei 41 Stunden Wochenarbeitszeit- völlig absurd!

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