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200 Bewerbungen, fast nur Absagen: "Bin ich ein aussichtsloser Fall?"
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53 Jahre alt und auf Jobsuche: Was tun, wenn es monatelang einfach nicht klappen will? Der Karriere Coach Matthias Martens rät, sich die richtigen Fragen zu stellen - und selbstkritisch zu sein.

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markus_wienken 19.06.2019, 15:19
160.

Zitat von bansky
Genau...ich ziehe dann mal mit 53 mal aus und verlasse das Umfeld, mein Haus/Wohnung etc. - klingt nach dem besten Ratschlag ever. Das ist max. unrealistisch. Irrsinn.
Was genau spricht dagegen sich auch mit 53 räumlich zu verändern? Da kenne ich auch 2, die das mit ü50 getan haben.
Und im oberen Management ist es es nicht üblich immer nur an einem Ort zu verweilen.
Wer das nicht tun will darf sich halt nicht beschweren und jammern wenn es mit einem neuen Job nicht klappt.

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Maxkno 19.06.2019, 21:45
161. Ich glaube aber auch es fehlt hie rin Deutschland eine Tugend

Und zwar, dass man mit über 45 oder 50 evtl auch woanders eingesetzt werden kann, ohne dass man einen Brief, Schein oder was auch immer hat. Hat man keine "Berechtigung", dann darf man auch dies oder jenes nicht machen, obwohl man es inder alten Firma gemacht hat. Es wird hier imme rnur von hochrangigen Jobs geredet. Aber genauso ist es doch bei Schweißern, die in der Firma angelernt wurden, aber keinen Schweißerschein haben und somit daran nicht arbeiten dürfen/sollen.
Sie können ein Auto in der Freizeit auseinander nehmen und wieder instandsetzen: nicht gewünscht bei uns. Keine Ausbildung/Schein...darf man nicht. Ich glaube in Deutschland herrscht viel zu vielSchubladendenken vor. Man kann dies und hat jenes gemacht, vielleicht taugt er eben durch seine Erfahrungen doch. Aber das trauen sich die Peronaler nicht. Nur lustig, dass das in der Politik geht: nie ein Finazressort geleitet oder Justizressort? Was soll es: aber ich darf es leiten. Ich hoffe es kommt rüber, was ich mitteilen will. Die Personal müssen Mut haben und ich glaube auch anders Denken. Was für Erfahrungen geben verknüpft miteinander was Neues? Oder die Agentur bildet evtl sinnvoll weiter. Leider manchmal daneben. Aber das ist ein anderes Thema (Einem Sozialphobiker wurde ine Ausbildung als Bürokaufmann bezahlt - geht nicht ans Telefon, keine Kundenkontakt usw. will er haben)

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el__cid 20.06.2019, 11:18
162. Da hilft nur eine Quote für Berufserfahrene 50+

Ich war lange in der Vermittlung von Arbeitslosen tätig und auch selbst betroffen: Auch noch heute - bei dem beklagten Fachkräftemangel - werden viele Bewerber nur altersbedingt abgelehnt. Wegen des Anti-Diskriminierungsgesetzes gibt das niemand offen zu. Auf Rückfrage wird das aber inoffiziell mit dem Hinweis bestätigt, dass man diese Aussage öffentlich bestreiten werde. HARTZ IV Empfänger 50+ haben es besonders schwer. Aussage von Personalern: Wer über ein Jahr arbeitslos war, hat seine Qualifikationen de facto verloren. Das mag bei Otto anders gewesen sein, aber bei vielen Unternehmen gilt: Die Bosse können 60-70 Jahre alt sein, aber Mitarbeiter über 50 sind nicht leistungsfähig!

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Olaf 24.06.2019, 15:50
163.

Zitat von markus_wienken
Was genau spricht dagegen sich auch mit 53 räumlich zu verändern? Da kenne ich auch 2, die das mit ü50 getan haben. Und im oberen Management ist es es nicht üblich immer nur an einem Ort zu verweilen. Wer das nicht tun will darf sich halt nicht beschweren und jammern wenn es mit einem neuen Job nicht klappt.
Nun, warum ziehen die Leute nicht einfach raus aus der Stadt, wenn ihnen die Mieten dort zu hoch sind?

Statt dessen werden Mietdeckel beschlossen und Enteignungen gefordert. Dabei ließe sich auch dieses Problem mit ein wenig Mobilität lösen.

Aber wenn man selber betroffen ist, sieht die Welt halt anders aus.

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aareo 27.06.2019, 06:57
164. An alle in so einer Situation

Ein gutes Haupteinkommen ist wichtig um in diesem Land ein menschenwürdiges Leben zu führen daher möchte ich erstmal mein Verständniss für solch eine Situation ausdrücken. Aber immer Kopf hoch und nach vorne schauen es gibt eigentlich immer eine Lösung, vielleicht wäre die hier Fachliteratur zum bewerben und Vorstellungsgespräch vielleicht auch ein Coaching o.ä. und vielleicht auch eine alternative Möglichkeit ein Zusatzeinkommen aufzubauen.

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spdf 27.06.2019, 20:50
165. re

Zitat von el__cid
Ich war lange in der Vermittlung von Arbeitslosen tätig und auch selbst betroffen: Auch noch heute - bei dem beklagten Fachkräftemangel - werden viele Bewerber nur altersbedingt abgelehnt. Wegen des Anti-Diskriminierungsgesetzes gibt das niemand offen zu. Auf Rückfrage wird das aber inoffiziell mit dem Hinweis bestätigt, dass man diese Aussage öffentlich bestreiten werde. HARTZ IV Empfänger 50+ haben es besonders schwer. Aussage von Personalern: Wer über ein Jahr arbeitslos war, hat seine Qualifikationen de facto verloren. Das mag bei Otto anders gewesen sein, aber bei vielen Unternehmen gilt: Die Bosse können 60-70 Jahre alt sein, aber Mitarbeiter über 50 sind nicht leistungsfähig!
Sie müssen aber auch die andere Seite sehen. So einige Unternehmen haben extrem schlechte Erfahrungen mit Bewerbern gemacht, die direkt vom Arbeitsamt geschickt wurden. Bei meinem Ex-Arbeitgeber war die Erfahrung, dass das Amt bevorzugt ihre negativen Problemfälle schickte. Mit solchen Leuten kann man nichts anfangen.

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vito_sgobba 08.07.2019, 16:42
166. Gute Idee

Zitat von lotoseater
Können Sie einige der gängigen Agenturen in dem Bereich nennen, die Chemiker vermitteln? Ich hatte damit bisher keinen Kontakt, könnte mir das für die Zukunft aber auch vorstellen.
Ich bin auch für diese Agenturen für Chemiker sehr interessiert.

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masterrobin93 18.07.2019, 13:46
167. vermittlungsvorschläge des jobcenters

im moment werden mir laufend vermittlungsvorschläge geschickt, wo ich im call center arbeiten soll. es macht für mich aber kein sinn als kaufmann für büromaanagement im call center zu arbeiten. ich hoffe dass mir das ablehnen der vorschläge nicht teuer zu stehen kommt.

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