Forum: Karriere
Abfindung: Mit wie viel Geld können Arbeitnehmer rechnen?
Corbis

Ein Angestellter will bleiben, soll aber gehen. Die Trennung erkaufen Arbeitgeber dann oft durch eine Abfindung. Sie soll einen Neustart ermöglichen und Rechtsstreit verhindern. Geschicktes Verhandeln zahlt sich aus.

Seite 3 von 6
Klartext007 20.09.2015, 17:09
20. Es lebe die Mitarbeiterorientierung!

Als Führungskraft eines kirchlichen Unternehmens mit über 3.000 Mitarbeitern stehen mir bei dem in Deutschland weltweit einzigartigen Kündigungsschutz die Haare zu Berg.
Dies hat beispielsweise zur Folge, dass arbeitsscheue oder unfähige Mitarbeiter (natürlich erst nach einer Festanstellung mit unbefristetem Arbeitsvertrag) regelmäßig krank schreiben lassen können, ohne Folgen fürchten zu müssen. Die Regelung, dass man sich im Dienstplan einträgt, dann regelmäßig ausfällt und zusätzlich die krankgemeldeten Tage noch als geleistete Arbeitszeit gutgeschrieben bzw. vergütet bekommt, spottet jedem der anderen Arbeitnehmer, der die Mehrarbeit für diese Sozialschmarotzer noch übernehmen muss. Diese Leute kriegt man nicht mehr los, die kommen nach 6 Wochen Krankmeldung zwei Tage präsent, dann wieder im off. Keine Chance! Mich würde interessieren, wie der SPIEGEL mit solchen Fällen umgeht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
hondje 20.09.2015, 17:52
21. mit welche abfindung können arbeitnehmer rechnen

Man sollte solange man in frieden ist mit der Arbeitgeber alles was der tut und nicht darf beweise sichern was nicht in der Öffentlichkeit kommen darf weil dann ist man sehr stark und ist die Abfindung ein fiel Fach höher dass weiß ich sicher weil alle oder die meiste Arbeitgeber tun etwas was nicht erlaubt ist.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
RRR79 20.09.2015, 19:28
22. ... das hohe Ross...

Zitat von SpitzensteuersatzZahler
Gäbe es diesen ganzen Kündigungsschutzsquatsch nicht, würde jedes Unternehmen viel eher neue MA einstellen, statt alle Möglichkeiten auszuschöpfen, da irgendwie drum herum zu kommen. Außerdem wäre diese ganze Befristungsthematik vom Tisch und gekündigte Mitarbeiter hätten innerhalb kürzester Zeit wieder etwas Neues, anstatt wie jetzt 100-200 Bewerbungen durch die Republik schicken zu müssen.
Kommen sie mal vom hohen Ross runter.

Kündigungsschutz ist eine gute Sache. Sie waren OFFENSICHTLICH noch nicht ernsthaft krank, ohne Kündigungsschutz wird man da ganz schnell vor die Tür gesetzt und wenn man richtig krank ist, hat man kaum die Energie sich zu wehren.

Sie haben wohl auch eine Heimchen als Gattin, welches für Sie Kinder hegt und pflegt, Essen kocht etc, damit Herr Pascha in der Arbeit den Helden der Geld nach Hause bringt markieren kann. Schonmal Kinder gepflegt daheim, weil dneen dreckig geht und deswegen wichtige Projekttermine sausen lassen. Sorry... ohne Kündigungsschutz wird man da von manchen Chef aus dem Affekt herausbefödert, weil der sich einbildet seine Ziele und nicht das Wohl von Menschen stehen an erster Stelle.

Dauernde Umzüge, weil man dann auch noch nach dem Willen der AG mobil zu sein hat. Ja, man hat dem AG wie Gott zu dienen und sich ständig entwurzeln lassen ist ja soooo flexibel. Es ist zwar spannend, öfteres den AG zu wechseln, Stabilität ins Privatleben bringt das nicht.

Ich habe einige Zeit in den USA gelebt & gearbeitet, da gehts so zu. Den Leute geht es nicht gut, ausser dem oberen 1%, für das der Rest sich abquält. Man lebt aus Koffern, selbst als gut ausgebildeter Dipl.Ing.
Hire& Fire, soziale Wurzeln kann man so nicht schlagen, man zieht ständig um und das macht die Leute kaputt. Das geht wenn man unter 35 ist... vermutlich sind Sie das auch? Darüber kann man so einen "Lifestyle" vergessen. Dass es der Wirtschaft nicht hilft, sieht man an dem Zustand der US Wirtschaft und dem steilen Absturz der Mitte, die ihre Seelen / Privatleben ihren AG geopfert haben und nichts, rein gar nichts zurückbekommen haben...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Dr. Kilad 20.09.2015, 19:35
23. Darstellung ist unvollständig

Nicht nur bei betriebsbedingten Kündigungen, sondern auch bei der verhaltens- oder personenbedingten Kündigungen kann man ein Abfindung erzielen, sofern der AG mit seinem Kündigungbegehren sich bei Gericht nicht durchsetzt und es zu einem Vergleich kommt. Man sollte sich auch auf die Regelung "Abfindung statt Prozess" nur nach Konsultation eines guten RA einlassen, besonders wenn man den Eindruck hat die Begründung "betriebsbedingt" ist nur vorgeschoben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Jom_2011 20.09.2015, 20:17
24.

Zitat von kurpfaelzer54
...um Arbeitnehmer gegen Willkürmaßnahmen des Arbeitgebers zu schützen. Andernfalls hätten wir Hire an Fire wie in USA. Um nicht über den Tisch gezogen zu werden sollte kein Aufhebungsvertrag unüberlegt unterschrieben werden bevor die Gewerkschaft oder ein Fachanwalt für Arbeitsrecht dies geprüft hat.
Unsinn. Der deutsche Kündigungsschutz ist die Hauptursache für das hohe Level der Verbreitung von Leiharbeit und die Zurückhaltung der Firmen bei Festeinstellungen.

In Dänemark sind es 14 Tage Kündigungsfrist, ohne großes Palaver, Mobbing um Leute "loszuwerden", erfundene Gründe und teurem Herumgehampel vor einem Arbeitsgericht. Der nächste Job ist sicher, und den Dänen geht es iM besser als uns.

Ich begreife diese Einstellung nicht, so an einer Scheinsicherheit festzuhalten. Außerdem sind klagewütige Mitarbeiter eher diejenigen, die geringere Chancen auf einen neuen Arbeitsplatz haben. Oder denkt da jemand, die Personaler verständigen sich nicht untereinander ?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Jom_2011 20.09.2015, 20:19
25.

Zitat von Klartext007
Als Führungskraft eines kirchlichen Unternehmens mit über 3.000 Mitarbeitern stehen mir bei dem in Deutschland weltweit einzigartigen Kündigungsschutz die Haare zu Berg. Dies hat beispielsweise zur Folge, dass arbeitsscheue oder unfähige Mitarbeiter (natürlich erst nach einer Festanstellung mit unbefristetem Arbeitsvertrag) regelmäßig krank schreiben lassen können, ohne Folgen fürchten zu müssen. Die Regelung, dass man sich im Dienstplan einträgt, dann regelmäßig ausfällt und zusätzlich die krankgemeldeten Tage noch als geleistete Arbeitszeit gutgeschrieben bzw. vergütet bekommt, spottet jedem der anderen Arbeitnehmer, der die Mehrarbeit für diese Sozialschmarotzer noch übernehmen muss. Diese Leute kriegt man nicht mehr los, die kommen nach 6 Wochen Krankmeldung zwei Tage präsent, dann wieder im off. Keine Chance! Mich würde interessieren, wie der SPIEGEL mit solchen Fällen umgeht.
Das ist die offizielle Einstellung zu solchen Problemen, zieht sich durch alles wie ein roter Faden: Lieber etwas mehr "Schutz" für alle und dafür nimmt man die "Ausnutzer" in Kauf. Gut fürs System, schlecht für die Unternehmen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
pascht 20.09.2015, 21:02
26. Weil die Vetragsbindung gewollt anders ist

Zitat von maisa
Warum sind Abfindungen so ein einseitiges Geschäft? Wenn nach Jahren der Einarbeitung und Weiterbildung ein AN einfach geht, bringt das echte Probleme für kleine Unternehmen mit sich. Da kommt seltsamerweise der Gesetzgeber nicht auf die Idee, dass der Kündigende eine Abfindung zahlen sollte.
Abfindungen sind kein einseitiges Geschäft, weil die Vertragsbindung für jede Seite unterschiedlich ist und das aus vollem Willen der Arbeitgeber. Ich habe noch nie gehört dass ein Arbeitgeber einen Arbeitnehmer mit Gewalt zurückhalten wollte. Andererseits gibt es, aus guten Gründen, juristisch eine unterschiedliche Schutzwürdigkeit der beiden Vertragspartner.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
trader_07 20.09.2015, 21:56
27. Da scheinen Sie sich...

Zitat von karin.italienfan
Oft muss man sich selbst einarbeiten, da sich keiner die Zeit nimmt, neue Mitarbeiter einzuarbeiten. Und mit Weiterbildung sieht es in den meisten Unternehmen schlecht aus, auch da wird beim Mitarbeiter möglichst gespart.
Da scheinen Sie sich aber schlechte Arbeitgeber ausgesucht zu haben in der Vergangenheit....

Beitrag melden Antworten / Zitieren
TimeTraveler 21.09.2015, 02:59
28. Mal eine Frage ...

... Abfindung-, Aufhebung-, ... (ausgenommen der "goldene Handschlag" fuer Manger welche sich dieser Instrumente bedienen) ... gibt es das noch in Deutschland ? Im Zeitalter (2015) der Leiharbeiter und Mindestlohn Hartz IV Aufstocker.

Der Artikel ist unvollstaendig und die Foristen Meinungen subjektiv. Da ich selber einen Abfindungsvertrag unterschrieben habe hier meine Stellschraube zum Steuer sparen. Nach der Fuenftelregelung (Gesetzes Grundlage von 2008) arbeitete man nur noch fuer das Finanzamt (bei Spitzensteuersatz) wenn man das Ende des Arbeitsverhaeltnisse auf die Monate Juli bis November zulaesst. Also das Vertragsende auf den Dezember verlegen. Habe meinen Aufhebungsvertrag um 9 Monate vorverlegt (auf Dez., meine Bedingung um ihn zu aktzeptieren). Die Verhandlungen mit dem Arbeitgeber dauerden 5 Minuten (da fuer ihn billiger) und mir brachten sie bis zu 100' Eur Steuerersparnis unter der Bedingung im Abfindungsjahr (Geldueberweisung Abfindung im Januar!) keinen mueden Cent zu verdienen. Dies war meine Stellschraube fuer Steuerersparnis (nicht Hinterziehung).

Die Gesetzes-Lage in Deutschland (im Jahr 2015) ist mir nicht mehr bekannt. Ist auch persoenlich uninteressant, da ich seit damals im Ausland lebe. Deutschland brauchte mich nicht, also war aussteigen angesagt.
Uebrigens von den Arbeitskollegen welche damals auch diesen Weg eingeschlagen haben (weit mehr als 20, alles Einzelschicksale), sind die in Deutschland Verbliebenen heute zu 70 Prozent Hartz 4 Empfaenger.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
TimeTraveler 21.09.2015, 03:09
29. Fragen zu ...

Zitat von fleischwurstfachvorleger
Gequatsche. Arbeitgeber nützen in Deutschland jeglichen Spielraum und gehen auch noch darüber hinaus: Siehe: Leiharbeit ......
... Abfindung-, Aufhebung-, ... (ausgenommen der "goldene Handschlag" fuer Manger welche sich dieser Instrumente bedienen) ... gibt es das noch in Deutschland ??? Im Zeitalter der Leiharbeiter und Mindestlohn Hartz IV Aufstocker.

Die Artikel
(... Jobverlust Mit welcher Abfindung können Arbeitnehmer rechnen? )

sind unvollstaendig und die Foristen Meinungen subjektiv. Da ich selber einen Abfindungsvertrag unterschrieben habe hier meine Stellschraube zum Steuer sparen. Nach der Fuenftelregelung (Gesetzes Grundlage von 2008) arbeitete man nur noch fuer das Finanzamt (bei Spitzensteuersatz) wenn man das Ende des Arbeitsverhaeltnisse auf die Monate Juli bis November zulaesst. Also das Vertragsende auf den Dezember verlegen. Habe meinen Aufhebungsvertrag um 9 Monate vorverlegt (auf Dez., meine Bedingung um ihn zu aktzeptieren). Die Verhandlungen mit dem Arbeitgeber dauerden 5 Minuten (da fuer ihn billiger) und mir brachten sie bis zu 100' Eur Steuerersparnis unter der Bedingung im Abfindungsjahr (Geldueberweisung Abfindung im Januar!) keinen mueden Cent zu verdienen. Dies war meine Stellschraube fuer Steuerersparnis (nicht Hinterziehung).

Die Gesetzes-Lage in Deutschland (im Jahr 2015) ist mir nicht mehr bekannt. Ist auch persoenlich uninteressant, da ich seit damals im Ausland lebe. Deutschland brauchte mich nicht, also aussteigen war angesagt.
Uebrigens von den Arbeitskollegen welche damals auch diesen Weg eingeschlagen haben (weit mehr als 20, alles Einzelschicksale), sind die in Deutschland Verbliebenen heute zu 70 Prozent Hartz 4 Empfaenger.

Hoffentlich faellt dieser Artikel nicht der Finanzamtlobby zur Zensur. Macht nichts kopiere Ihn einfach in meinem Blog und/oder Homepage, hier wird er dann wenigstens gelesen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 3 von 6