Forum: Karriere
Abrechnung eines Karrieristen: "Bluffen gehört zum Geschäft"
Christian O. Bruch/ DER SPIEGEL

Benedikt Herles zählte zur jungen Wirtschaftselite des Landes - bis er es nicht mehr aushielt. In der Business School komme man nur mit Bulimie-Lernen weiter, sagt er im Interview. Nach ganz oben schafften es nur feige Ja-Sager.

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sincere 08.10.2013, 15:25
1. Respekt

Die Welt braucht mehr von dieser Ehrlichkeit.

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thomas_gr 08.10.2013, 15:41
2. optional

So ist das. Ja-Sager werden gezüchtet und eingestellt. Querdenker und Kritiker als Querulanten abgetan. Das Phänomen findet man in der gesamten Gesellschaft
Schaut mal in den Bundestag? Wer kennt alle MdBs? Wer sind die, die mit Ja oder Nein stimmen? Was passiert mit denen, die sich dem Fraktionszwang entziehen und ihren Auftrag laut Verfassung ausüben? Die landen auf keiner weiteren Wahlliste.

Warum hat der linke Flügel der SPD kaum noch was zu sagen? Querulanten genau...So einfach ist das und dadurch geht das ganze Land den Bach runter.

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noalk 08.10.2013, 15:43
3. inhärente Apoptose

"An den Wirtschaftsuniversitäten wird reines Schablonendenken vermittelt. Geisteswissenschaftliche Komponenten fehlen völlig." --- Klar, sonst würden noch mehr Studenten merken, wes Geistes Kind unser Wirtschaftssystem ist, und vor allem, worauf es hinausläuft.

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fallenangel 08.10.2013, 15:43
4. Nicht nur mehr Ehrlichkeit...

Die Welt braucht vor allem weniger BWLer und weniger Banker. Weiterhin weniger Anwälte, weniger Versicherer und weitaus weniger Berater. :)

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LarsLondon 08.10.2013, 15:45
5. Marketing

Irgendwie muss er ja sein Buch vermarkten. Da kommt ein Interview mit SPON sehr gelegen. Er liegt sicherlich mit einigen Punkten nicht ganz falsch, aber diese Darstellung ist schon sehr einseitig und selbstgerecht.

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reflektiertesdenken 08.10.2013, 15:52
6. scheinst du noch nicht gelernt zu haben

"Elitebashing" schein ja mittlerweile zu den Lieblingsbeschäftigungen der Medien zu gehören.

Allerdings scheint der Interviewee beschwert sich desöfteren das kein Platz für Reflexion blieb. Diesen scheint er auch heute nicht gefunden zu haben.
Ja an der WHU gibt es eine Private Equity Konferenz, welche die 6t größte Veranstaltung an der WHU ist. Daneben gibt es ein Sportfest, eine Grunderkonferenz, Sustainability- , Familienunternehmens-, Supply-Chain-, Marketing-, Steuerechtskonferenzen und andere. Das gesamte Portfolio. Ja, diese werden von Studenten geplant und veranstaltet. Ja dies nimmt Zeit in Anspruch.

Das der Interviewee kein Studentenleben gefunden hat, tut mir natürlich sehr leid. Wenn es vielleicht auch nicht so auschweifend wie an vielen anderen Universitäten ist, so ist es doch vorhanden. Scheinbar hat er sich danach nicht umgeschaut, sondern seine Zeit mit Bullemielernen verbracht.
Bullemielernen ist sicherlich ein berechtiger Kritikpunkt.

Kommentar wie "es stinkt im Saal nach Red Bull" sind für mich stark polemisch. Ja, die Klausurenphasen sind hart, aber als Vergleich möchte ich doch hier die ganz normalen Examen bei Medizin- und Jurastudenten anbringen. Dagegen sind WHUexamen fast ein Kinderspiel.

Ja, die Zeit an der WHU ist hart, ja sie ist stressig, aber auch ja, sie macht Spaß und ja, man hat die Zeit zum reflektieren, die man sich nimmt.

Ich hoffe, dass Benedikt sich nocheinmal ein wenig Zeit nimmt und seine Zeit an der WHU reflektiert.

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Richard Wharfinger 08.10.2013, 15:52
7. off-topic

Mag vielleicht nicht zu Thema gehören, obwohl vielleicht doch, wenn hier im Artikel von "unreflektierten Pfeifen" die Rede ist: wieso wird eigentlich, wenn es um ein Buch geht, immer noch, selbst nach der vom Spiegel maßgeblich mitgetragenen Empörungswelle über die schlechten Arbeitsbedingungen, ganz selbstverständlich ein Link zu *Amazon* in den Artikel integriert? Als ob es das Buch nicht bei 1000 anderen Läden zu kaufen gäbe, und als ob nicht der Verlag selbst eine Website hätte, auf die man, wenn man schon unbedingt auf irgendwas verlinken muss, verlinken kann.

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spongie2000 08.10.2013, 15:53
8. Woher wisse Sie das?

Zitat von LarsLondon
Irgendwie muss er ja sein Buch vermarkten. Da kommt ein Interview mit SPON sehr gelegen. Er liegt sicherlich mit einigen Punkten nicht ganz falsch, aber diese Darstellung ist schon sehr einseitig und selbstgerecht.
Meine Erfahrung mit BWLern ist genau wie er es beschrieben hat: Viel Powerpoint, perfekt gestaltete Folien, in jedem Satz ein englisches Wort (Latein scheint out zu sein) und Null Inhalt.

Das einzige, was ich nicht verstehe, sind die unreflektierte Mathematik-Kenntnisse, die sie angeblich besitzen. Dabei verwechseln sie stupides Einsetzen in Formeln mit Mathematik

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ingnazwobel 08.10.2013, 15:53
9. optional

Zitat:
Herles: Leistung ist in diesem System die einzige Religion. Wer das Risiko scheut, überlebt am besten. Die Leute sind ängstlich und brutal ehrgeizig, Statussymbole sind ihnen wichtig. Und man muss technokratisch veranlagt sein, sonst langweilen einen die Analysen und scheinrationalen Prognosen.

Ja, und später findet man diese verkorksten Existenzen bar jeder emotionalen Intelligenz als seinen eigenen Vorgesetzten in der Geschäftsführung wieder - immer und überall. Aber anders kommt man wohl auch nicht dahin.

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