Forum: Karriere
Alle Otto-Mitarbeiter dürfen den Chef duzen: Sagt einfach "Hos" zu mir
DPA

Die Otto Group hat weltweit 53.000 Mitarbeiter - Vorstandschef Hans-Otto Schrader hat nun allen das Du angeboten. Unter einer Bedingung.

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hans-rai 26.02.2016, 15:52
1. Das ist wohl die dümmste...

...Aktion, die ein Chef machen kann in einem Unternehmen mit traditioneller Struktur. Mag bei Startups und IT-Game-Firmen gehen. Aber er tut vielen Mitarbeitern bestimmt keinen Gefallen, die sich wahnsinnig unwohl fühlen werden, wenn sie nun auf ihn treffen, was bei über 50 000 Mitarbeitern aber wohl auch selten sein wird. Als PR-Gag aber gelungen.

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xaindsleena 26.02.2016, 16:02
2. Peinlich.

Von oben oktroyierter Kulturwandel 4.0: "Wir sind jetzt alle per Du, ich bin der HOS.".

Egal, ob man da mitmacht oder nicht (ist ja freiwillig): Eine solche "Ansage" klingt stark nach "gut gemeint ist nicht gut gemacht".
Ich find's peinlich und glaube auch nicht, dass sich durch solche Maßnahmen irgendwas verbessert.

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kildo 26.02.2016, 16:51
3. Warum ist das eine Spon Meldung wert?

Was ist denn daran jetzt so wahnsinnig voll toll? Ich habe als Student den Vorstandsvorsitzenden eines TecDax Unternehmens auch duzen dürfen. Wie alle anderen auch. Hat Otto da vielleicht was verpasst, so dass dazu nun auch eine PR Mitteilung raus muss: Hallo Welt, wir tuns jetzt auch....

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fraenki999 26.02.2016, 18:25
4. Ich finds gut.....

Bin selber Chef und das duzen schon seit Jahrzenten gewohnt. Auch in den Firmen, in denen ich vorher als Angestellter gearbeitet habe. Als ehem. Pfadfinder habe ich eh schon immer ein ungutes Gefühl beim Siezen gehabt....

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at.engel 26.02.2016, 18:29
5.

Ich persönlich duze Leute, mit denen ich irgendetwas teile; entweder privat oder beruflich. Ansonsten ist es wesentlich einfacher beim "Sie" zu bleiben; und vor allem wesentlich weniger demagogisch.

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loscha2 26.02.2016, 21:28
6. Bedauerlicher Sprachverlust

Als Ü60-Schweizer deutscher Sprache habe ich den Verlust der Höflichkeitsform am Arbeitsplatz mitgemacht. Ich empfinde ihn als grossen Verlust. Wir haben keine Möglichkeit mehr, zunehmende Vertraulichkeit mit der Sprache auszudrücken. Diese Angleichung ans Englische macht uns kulturell ärmer.

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Rainer Helmbrecht 26.02.2016, 22:20
7.

Zitat von fraenki999
Bin selber Chef und das duzen schon seit Jahrzenten gewohnt. Auch in den Firmen, in denen ich vorher als Angestellter gearbeitet habe. Als ehem. Pfadfinder habe ich eh schon immer ein ungutes Gefühl beim Siezen gehabt....
Mein Vater hatte eine Werkstatt und seine Angestellten 25-3 Jahre lang. Ich war 35 Jahre selbständig und hatte meine Angestellten ebenfalls 25-30 Jahre lang.

Sowohl mein Vater, als auch ich, haben uns immer mit unseren Leuten gesiezt. Allerdings, hatten wir immer einen respektvollen Umgang miteinander.

Bei Kollegen konnte ich nicht feststellen, dass die Duzerei Vorteile hätte.

MfG. Rainer

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franz von list 26.02.2016, 22:27
8. ob Otto oder Springer

Konzerne wissen nicht mehr weiter, so ist das bei der neuen sogenannten industriellen Revolution 4.0 . das werden Startupstrukturen als Heilsbringer in der digitalen Markwirtschaft verstanden. tja wie soll man das Wachstum nur schüren... wie noch massig Kohle machen? nun auf die Kumpeltur. tja, die amies können das besser,
aber da kommt der ganze digitaler Wahnsinn her. Deren Kultur war aber immer schon anderes.

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Denei 26.02.2016, 22:54
9. Versionen

Diese Versionsnummernvergabe à la 4.0 ist der neue Synergie-Effekt-Manager-Sprech, der eigentlich auch schon wieder überholt ist.

Da im Unternehmen immer noch Leute arbeiten und bei Version 3.2 leider 2500 Leute gefeuert wurden, dreht man schnell die Version weiter auf 4.0, dann ist wieder alles gut.
Nah, mit der Version von 3.8 habe ich nix zu tun.Da ging das politisch so entsetzlich schief.

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