Forum: Karriere
Alltag eines Pannenhelfers: "Dem Wagen fehlte gar nichts"
DPA

Er wird nicht nur gerufen, um Autos flottzumachen. Manchmal brauchen auch deren Fahrer Hilfe. Ein Pannenhelfer erzählt von harten Schichten im Winter, nervigen Radfahrern - und von einer einsamen Dame.

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Newspeak 31.01.2019, 19:47
40. ...

Wenn ein Auto auf dem Fussweg steht, gehe ich halt drumherum, erspare mir die Aufregung und den Aerger, und gut ist. Natuerlich mag es Faelle geben, wo Jemand nicht drumherum gehen kann, weil er krank ist, behindert, alt, mit Kinderwagen unterwegs. Es mag Faelle geben, Orte, wo dergleichen immer passiert, immer von denselben Personen verursacht. Es mag Faelle geben, wo es keine Moeglichkeit zum Ausweichen gibt. Das ist dann in der Tat aergerlich. Und dann sollten auch Autofahrer so viel Ruecksicht nehmen. Aber wenn Platz ist, sich dann immer gleich auf Recht und Ordnung zu berufen, das koennen nur Deutsche.

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Hagbard 31.01.2019, 19:51
41.

Zitat von henrykmbroder
Fußgänger und - auf Fahrradwegen - Fahrradfahrer müssen dem Pannenauto ausweichen. Evtl. auf die Fahrbahn, wo sie dann wiederum (siehe Kommentar vorher) von Autofahrern als Behinderer angehupt werden. "Gegenseitige Rücksichtnahme" ist nur ein Schlagwort, um sich nicht mit den Folgen des Autofahrens auseinandersetzen zu müssen. Dem Auto wird ohnehin der meiste Platz eingeräumt, und dann darf (bzw. soll) es noch auf dem Fußweg stehen, wenn es kaputt ist. Das IST rücksichtslos gegenüber Fußgängern. Zugegeben: eine Panne in einer einspurigen Straße würde mich wohl auch in eine einigermaßen vertrackte Situation bringen. Aber der Regelfall - zumindest vor meiner Haustür - sind ohen Panne zugeparkte (oder eben nur mal ganz kurz zugehaltene) Fußgängerüberwege, Straßenecken, Feuerwehrzufahrten, Fuß- und Fahrradwege mit überwiegend straffreier Duldung durch die Behörden. Und als Fahrradfahrer oder Fußgänger auf der Fahrbahn (die eben auch den nicht motorisierten Verkehrsteilnehmern "gehört") bin ich täglich gefährlichen Überholmanövern, Hupen, Schimpfen, Belästigung, Behinderung und Gefährdung ausgesetzt. Und muss mir dann noch anhören, ich behinderte den Verkehr. Dabei brauche ich mit dem Rad vom Büro nach Hause ca. 5 min und mit dem Auto ca. 20 min, je nach Uhrzeit. Übrigens vielen Dank an den Pannendienst: der hat mich auch schon mehrmals gerettet. Anbrüllen ist auch nicht in Ordnung.
Einen Fußgänger anhupen, der wegen eines zugeparkten Fußweges auf die Fahrbahn ausweicht ist genau so bescheuert, wie das Anpöbeln des Pannendienstes.

Und na ja, um die restlichen, wechselseitigen Befindlichkeiten geht's ja hier nicht.

Ich bin auch in beiden Welten unterwegs. Es auf beiden Seiten sehr nette Menschen aber halt auch Volldeppen.

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uwe4321 31.01.2019, 19:57
42. nicht nur Pannenhilfe

Onkel und Tante waren nach Österreich in Urlaub gefahren, als er einen Schlaganfall erlitt. Er wurde in einem österreichischen Krankenhaus natürlich gut behandelt, aber sie traute sich dann die Strecke heimwärts mit dem Wagen nicht zu.
Dank ausreichender Absicherung wurden ihr diese Sorgen des Heimtransports aber abgenommen. Sie durfte bei ihrem Mann im Krankenwagen mit fahren und ein Fahrer übernahm den Transport des eigenen Wagens nach Hause.
Es gab früher mal eine Kolumne im Heft der "Gelben" wo weitaus spektakulärere Fälle geschildert wurden. Habe ich stets gerne gelesen und freute mich, daß mit meinem Beitrag auch Menschen in solchen Nöten geholfen werden konnte.

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kimmik 31.01.2019, 19:59
43. Lustig ist..

dass alle finden zum Reparieren gehe man besser auf den Rad- oder Gehweg, weil es auf der Straße gefährlich ist.
Wären Autofahrer rücksichtsvoll, könnte die Reparatur wohl auch auf der Straße erfolgen. Und Radfahrer und Fußgänger scheinen demnach ein verständnisvolles Völkchen zu sein, gell?

Der Herr vom Pannendienst macht den Job seit 5,5 Jahren und ist einmal von einem Radfahrer angepöbelt worden. Klingt für mich nicht so schlecht, dass ich das als Schlusswort nehme müsste.

(schon 39 Beiträge)
Übrigens den Radfahrer kenne ich, der kommt in jedem SPON Artikel über Straßenverkehr vor.

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dirsch 31.01.2019, 20:00
44. @35

Ist das nicht - wie so vieles hier - am Thema vorbei? Es geht hier eben NICHT um viele Autos, die alle paar Meter auf dem Gehweg parken um mal kurz Brötchen oder Zeitung zu kaufen. Es geht um ein liegen gebliebenes Fahrzeug, dass in der Regel vom Pannenhelfer in relativ kurzer Zeit wieder flott gemacht oder abgeschleppt wird. Wie oft kommt genau das in Ihrer Straße vor und wie stark behindert es sie? Es geht eben nicht um die Schwachmaten, die sich das Recht nehmen, mal kurz auf dem Gehweg zu parken.
Und zu Ihrer Bemerkung mit der allgemeinen Rücksichtnahme: ebensogut kann man behaupten, dass diesigeren von Radfahrern als Ausrede herangezogen wird um bei Rot über die Kreuzung zu fahren, eine Abkürzung über den Gehweg zu nehmen usw.
Aber nein, natürlich sind nicht alle Radfahrer so, allerdings sind es die Negativbeispiele, die immer (auch bei Autofahrern usw) auffallen.

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jujo 31.01.2019, 20:01
45. ...

Zitat von readme74
Ich bin seit 22 Jahren Mitglied im "grossen gelben" Automobilclub, und habe ab und zu über die Jahre mal die Pannenhilfe in Anspruch genommen. Zwei- oder dreimal musste ich abgeschleppt werden zu mir nachhause, einige andere Male war meine Batterie im Winter leer und ich brauchte nur Starthilfe. Einmal hat der Pannenhelfer vor Ort ein gebrochenes Zündkabel geflickt, ein anderes Mal mit etwas Schleifpapier die völlig verbrutzelten Kontakte in der Verteilerkappe gesäubert, als mein Wagen dauernd aus ging und kaum vorwärts kam. Alle Pannenhelfer mit denen ich zu tun hatte waren immer sehr freundlich und hilfsbereit, und ich hatte jedes Mal das Gefühl, dass mein jährlicher Mitgliedsbeitrag mehr als gut angelegtes Geld ist. Weiter so!
Ich fahre seit 1972 Auto, habe noch nie einen Pannenhelfer gebraucht, bin auch nirgendwo Mitglied. Ich denke da habe ich im hohen vierstelligen Bereich Geld gespart?
Trotzdem ist es gut, das es die Pannenhelfer gibt!

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gral59 31.01.2019, 20:05
46. Die alte Dame

Hallo? Macht sich mal jemand Gedanken über die alte Dame? Wenn alle Foristen auf SPON da einmal anrufen würde, wäre sie nicht mehr einsam. Und was Autofahrer vs. Radfahrer angeht: Immer an den Worst Case denken. Wer verliert Zeit? Wem kostet das Geld? Wem kostet das das Leben?
Danke natürlich an die Helfer ...

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rubi.stephens 31.01.2019, 20:11
47. Parken....

Man kann sich über vieles aufregen und streiten. Egal ob Radfahrer oder Autofahrer. Aber die Diskussion hier ist lächerlich sinnlos wenn man mal nachdenkt bevor man los koddert. Mit Sicherheit hat die Situation es erfordert auf dem Gehweg zu parken für die Reparatur. Zum Spaß macht ein Pannenhelfer sowas nicht. Schon mal daran gedacht dass Liegenbleiber und Pannenhilfe vielleicht auf der Straße stehend Rettungswege blockiert hätten? Es gibt durchaus sehr sehr viele Straßen die dicht zugeparkt sind und bei einer Panne schließlich ganz dicht. Stau, kein Durchkommen, keine Chance für Rettungswagen, Feuerwehr etc. Ich wohne an einer zweispurigen Straße mit parkstreifen (immer voll) radwegen auf beiden Seiten und Gehweg.... Und ich staune oft nicht schlecht wenn ich minutenlang Blaulicht vor dem Fenster habe weil ein Krankenwagen nicht durch kommt. (das Wort Rettungsgasse kennen hier scheinbar viele nicht und ihr feines Gefährt auf den Grünstreifen in die Mitte setzen der höchstens 10 Zentimeter hoch ist wollen sie partout auch nicht, Auto könnte ja dreckig werden). Meistens ist der Grund für die volle Straße dass an jeder Ecke einer mal kurz zweite Reihe parkt.. Macht auf ner Straßenlänge von 200 Metern vor einer riesen Kreuzung manchmal fünf, sechs Autos in einer Fahrtrichtung die das tun. Und die tun das nicht weil sie nicht anders können sondern aus Faulheit, zum mal schnell Pizza kaufen, nur mal schnell dem Kumpel was erzählen, kippen kaufen etc. Der pannenhelfer wird genau gewusst haben was er tut. Wenn ich in so einer Straße liegen bleiben würde würde ich meine Karre auch auf den Gehweg schieben, möglichst weit auf den Gehweg und dann Hilfe rufen.

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LuPy2 31.01.2019, 20:15
48. ich bin schon durch einige Foren geritten,

aber diese Diskussion hier ist das Allerletzte! Armes Deutschland!

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dirsch 31.01.2019, 20:17
49. @43

Vielleicht auch reine Physik. 2 Tonnen die mit 50km/h auftreffend,haben nunmal mehr Energie an den Pannenhelfer abzugeben, als ein Fußgänger.

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