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Altes Konzept reloaded: Deutsche Bahn will wieder Werkswohnungen bauen
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Die Deutsche Bahn will ihren Mitarbeiten helfen, eine Wohnung zu finden - und dafür unter anderem Flächen in Konzern-Besitz bebauen. Baureif ist bisher allerdings keines der Grundstücke.

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dhrb 10.07.2019, 18:11
10. keine Versteuerung des geldwerten Vorteils einer Werkswohnung mehr

Das wäre meine erste Forderung . Ich freue mich, dass es endlich, endlich langsam durchdringt, dass auch und gerade fleißige Arbeitnehmer Wohnraum brauchen, der in annebarer Entfernung zum Arbeitsplatz liegt, gerade bei Schichtdienst. Ich hoffe, die Arbeitgeber in den Krankenhäusern, Polizeistationen und Altenheimen bauen oder kaufen Dienstwohnungen. Es muss nicht immer alles auf Wohngeld oder aufstockende Leistungen hinauslaufen. Die privaten Vermieter kriegen den Rachen nie voll, wenn sie auch noch vom Steuerzahler subventioniert werden. Ekelhaft

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balou78 10.07.2019, 18:32
11. @dhrb

Neenee, lass mal, den geldwerten Vorteil zu besteuern ist absolut sinnvoll, sonst wohnt demnächst ab mittleres Management aufwärts alles nur noch in der Werksvilla...

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John.Moredread 10.07.2019, 18:35
12.

Zitat von jogola
Die Bahn muss um 6:00 in "Hintertupfingen" losfahren, damit sie um 8:00 Uhr in z.B. München sein kann. Abends fährt die letzte Bahn um 20:00 dann sind die Leute um 22:00 zu Hause. Wo würden Sie als Schaffner oder Lokführer wohnen wollen: In "Hintertupfingen" oder in München.
Sie kennen offenbar keine Bahnfahrer und wissen nicht, wo die Depots sind. Kleiner Tipp: Sie können sich nicht aussuchen, wo sie anfangen. Das ist von den Fahrplänen abhängig. Selbstverständlich gibt es Personal in den großen Metropolen. Und das wird auch so bleiben.

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balou78 10.07.2019, 18:47
13. @dhrb

Neenee, lass mal, den geldwerten Vorteil zu besteuern ist absolut sinnvoll, sonst wohnt demnächst ab mittleres Management aufwärts alles nur noch in der Werksvilla...
Und zu versteuern ist eh nur der geldwerte VORTEIL!
Vereinfachtes Beispiel aus hiesigen Landen:
4 ZKDB 110m², ortübliche Vergeleichsmiete 1600,-, du bekommt die Wohnung für zB 1200,-, zu versteuern sind demnach 400,-, bei einem Steuersatz von -hopp, ich mach mal für normalen AN gaanz viel- 25% wären dann 100,- Steuer zu zahlen. In der Summe also 1300,- das ist immer noch deutlich günstiger als die Ortmiete.

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lausbube61 10.07.2019, 18:47
14. So weit sehen Deutsche Politiker

das ist die Fernsicht der Deutschen Politiker das hatten wir schon wurde billig verscherbelt und soll jetzt wieder teuer gebaut / gekauft werden so weit zur Weitsicht der Politiker. In Freiburg hat die Bahn Tochter Aurelis Real Estate GmbH die Grundstücke gegen höchst gebot verscherbelt in Bahnhofs nähe!!

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Nordstadtbewohner 10.07.2019, 19:27
15. Altes Denken in einer globalisierten Welt

Zitat von balou78
Statt Mietpreisbremse etc pp sollte man alle Arbeitgeber ab einer gewissen Größe (zB 100 MA) verpflichten in direkter Nachbarschaft der Arbeitsstätte Wohnraum für die einkommenschwächsten 20% der Mitarbeiter zu schaffen bzw bereitzuhalten. Quasi den AG zur einer sozialen Verantwortung zwingen
Ihr Vorschlag würde, wenn man mal staatsnahe Unternehmen wie Bahn außen vor lässt, dazu führen, dass sich die Arbeitskosten für die Unternehmen in Deutschland noch weiter erhöhen. Mit ihren Vorschlägen drängen Sie deutsche Unternehmer noch mehr ins Ausland, gerade vor dem Aufziehen einer konjunkturellen Krise. Menschen wie Sie verstehen leider nicht, dass jeder in erster Linie für sich selbst verantwortlich ist und nicht alles, was dem Lebensunterhalt dient, den Unternehmen unter dem Begriff "soziale Verantwortung" abgepresst werden kann. In der ehemaligen DDR hatten die Großbetriebe auch Werkwohnungen. Wozu das geführt hat, kann man heute in den neuen Bundesländern sehen.

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Stäffelesrutscher 10.07.2019, 19:57
16.

Tja, wer hat im Jahre 2000 stolz verkündet, 114.000 Eisenbahnerwohnungen verkauft zu haben? Ein Verkehrsminister mit demselben Parteibuch wie der damalige Kanzler. Und nun wundern sich alle, dass Bahner aufstockendes ALG II beantragen müssen und die Prozente der Autokanzlerpartei sich der Einhelligkeit nähern.

SPON darf gerne mal ausbreiten, wer sich diese Wohnungen unter den Nagel gerissen hat ...

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112211 10.07.2019, 20:20
17.

Zitat von balou78
Statt Mietpreisbremse etc pp sollte man alle Arbeitgeber ab einer gewissen Größe (zB 100 MA) verpflichten in direkter Nachbarschaft der Arbeitsstätte Wohnraum für die einkommenschwächsten 20% der Mitarbeiter zu schaffen bzw bereitzuhalten. Quasi den AG zur einer sozialen Verantwortung zwingen, die früher (da war sowieso alles besser ;-) durchaus üblich war. Würde mich interessieren wohin die Reise dann geht, sicher nicht mehr nach B-, HH-, F-, M-City!
In direkter Nachbarschaft zur Arbeitsstätte? Da werden sich viele Beschäftigte bedanken. Mir ist ein gewisser Abstand zur Firma lieb & wichtig. Äußerst wichtig.

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salzie 10.07.2019, 21:11
18.

Wir wohnen auch in einer der 114.000 ehemaligen Eisenbahnerwohnungen. Diese wurden im Jahr 2000 von der damaligen rot-grünen Bundesregierung verscherbelt. Jetzt gehört unsere Wohnung der Vonovia.

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Athlonpower 10.07.2019, 21:11
19. War alles schon mal da und hat nicht ansatzweise funktioniert

Zitat von so-long
die DB höhere Gehälter zahlen, anstatt sich im Wohnungsmarkt zu tummeln. Das dadurch fehlende Kapital für die eigentlichen Bahnzwecke soll dann von der Allgemeinheit aufgebracht werden?
War in ähnlicher Form z. B. hier in München schon vor Jahrzehnten der Fall, allerdings funktionierte es nicht ansatzweise so, wie es eigentlich gedacht war, da sich die höheren Chargen des Unternehmens die billigen Zimmer und Wohnungen mieteten und dann ihre studierende Brut dort unterbrachten, für die nach München geschickten Beamten war dann nichts mehr übrig, alle wußten wie es läuft und keiner hat was dagegen getan.

Deshalb bin ich absolut sicher, daß es mit den billigen Werkswohnungen genauso laufen wird, von den höheren Chargen offiziell angemietet und dann Sohnemann und Töchterchen billigen Wohnen überlassen, während Papi und Mami mit den fast geschenkten Job-Tickets weiterhin rein- und rausfahren!

Übrigens hatte die DB mal viele günstige Werkswohnungen und nach den Erkenntnissen vor dem verscherbelnn äh verkaufen, waren über 50% der dort wohnenden Mieter keine DB-Mitarbeiter, wie die nur an bzw. in die günstigen Wohnungen gekommen sind?

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