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Arbeit und Karriere: Warum man für seinen Job nicht brennen muss
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Jeder kennt sie, die inspirierenden Geschichten von Menschen, die ihrem Herzen folgen und in neuen Jobs glücklich werden. Alles Quatsch, sagt Buchautor Volker Kitz: Letztlich ist Arbeit nur ein Tausch von Zeit gegen Geld.

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SirJazz 10.12.2015, 06:17
1.

Wenn ich 60 Stunden als Ingenieur im Büro Woche für Woche arbeiten muss, dann bringt mir weder meine tolle Frau, meine Kinder, mein Reichtum noch sonst irgendwas. Ja, Arbeit ist ein Tausch zwischen Zeit und Geld, aber mit welchen Kosten dieser Tausch verbunden ist, ist enorm. In der heutigen Zeit ist man für das Unternehmen nurnoch eine Zitrone die man auspressen kann. Fragen Sie doch mal den 27 jährigen Ingenieur, wie er täglich von der Company erdrückt wird. Ich erinnere mich noch an meinen ersten Arbeitstag "Willkommen im Team, 1/3 leidet an Burnout, 1/3 fängt mit dem rauchen/trinken an, 1/3 kriegt familiäre Probleme. Viel Glück!"

Zum Glück konnte ich früh genug die Notbremse ziehen und mein Leben selbst bestimmt. Wer nicht 2/3 vom Tag für sich selbst hat, ist ein Sklave!

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Sabin Chen 10.12.2015, 06:19
2. Genialer Artikel

Danke Herr Kitz! Das Lesen war überaus erfrischend und beruhigend für mich. Ihrem Artikel ist nichts hinzuzufügen. Am liebsten würde ich ihn so ausdrucken, einrahmen und bei uns in den Pausenraum hängen. Mahlzeit.

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NoWorriesCompany 10.12.2015, 06:20
3. Amen

Ich glaube das ist der erste normale Beitrag über Arbeit überhaupt. Zu viele Emotionen haben auf der Arbeit nichts verloren. Des weiteren empfinde ich diesen scheinbaren Zwang seltsam ständig etwas mit den Arbeitskollegen unternehmen zu müssen. Arbeiten ist ein Mittel zum Zweck, war es schon immer. Wenn dort jemand dabei ist mit dem man etwas privat unternehmen möchte ist es OK hat aber im eigentlichen Arbeitsablauf nichts verloren. Ich habe das Gefühl, dass ich auf diese Weise deutlich effektiver arbeitete, als so einige, die deutlich mehr Zeit auf der Arbeit verbringen. Ich verdiene mit dort meine Brötchen, gehe dort hin und erledige alles bestmöglich. Danach geh ich nach Hause und es findet das eigentliche Leben statt (die Frau, die Familie, die Hobbies, whatever).

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Mira Quli 10.12.2015, 06:26
4. Danke,

jetzt geht es mir wieder besser, nachdem ich Ihren Artikel gelesen habe. Ich dachte bisher nämlich, ich mache alles falsch, weil ich das mit der Vermittlung von Irland-Reisen noch immer nicht hinbekommen habe und mich stattdessen jeden Tag 10 Stunden in einem ungeliebten Büro krumm mache.

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NoWorriesCompany 10.12.2015, 06:26
5. Amen

Ich glaube das ist der erste normale Beitrag über Arbeit überhaupt. Zu viele Emotionen haben auf der Arbeit nichts verloren. Des weiteren empfinde ich diesen scheinbaren Zwang seltsam ständig etwas mit den Arbeitskollegen unternehmen zu müssen. Arbeiten ist ein Mittel zum Zweck, war es schon immer. Wenn dort jemand dabei ist mit dem man etwas privat unternehmen möchte ist es OK hat aber im eigentlichen Arbeitsablauf nichts verloren. Ich habe das Gefühl, dass ich auf diese Weise deutlich effektiver arbeitete, als so einige, die deutlich mehr Zeit auf der Arbeit verbringen. Ich verdiene mit dort meine Brötchen, gehe dort hin und erledige alles bestmöglich. Danach geh ich nach Hause und es findet das eigentliche Leben statt (die Frau, die Familie, die Hobbies, whatever).

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srw1988 10.12.2015, 06:32
6. Leicht missverstanden?

Ich vermute, ihr Vorredner hieß wohl Christian Bischoff? Zufälligerweise habe ich mal seinen Vortrag mitbekommen und daraufhin auch sein Buch erworben.
Und ich nehme an sie haben eben dieses nicht gelesen.
Das Beispiel mit dem Herzchirugen, der dann LKW-Fahrer werden will, trifft dort ebenso zu, wenn er anschließend diese Traum wieder aufgibt, da er halt nunmal festgestellt hat, dass dies für ihn doch nicht so erfüllend ist, wie er es ursprünglich dachte. Insgesamt geht es Bischoff darum, über Lebensziele Antrieb zu finden, sein Leben selbstbestimmend zu führen und daran zu wachsen. Für ihn ist das der Schlüssel zu Glück und Erfolg, unabhängig davon ob es beruflich oder privat ist. Jedoch gibt er zu, dass es nur wenigen gelingt, im beruflichen vollkommen selbstbestimmt und frei leben zu können. Dies ist meist nur Selbstständigen vorbehalten. Er erwähnt aber auch nicht, dass dies für jeden das Ziel sein muss, denn jeder muss individuell immer wieder selbst herausfinden, was er im Leben wirklich tun bzw erreichen möchte.

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ingenieur-aus-überzeugung 10.12.2015, 06:33
7. Das ist doch schade.

Arbeitszeit ist mehr als Tausch Geld gegen Lebenszeit. Wer das ertragen muss, jeden Tag....
Der tut mir leid. Beruf kommt doch von Berufung. Solle doch jeder jeder nach dem Job trachten den er gerne macht. Als wäre es sein Job. Dann kommt Freude in den Tag und macht den Job erfolgreich. Und dann gibt es oben drauf sogar Geld dafür.

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jayjay64 10.12.2015, 06:36
8. Die Wahrheit liegt in der Mitte

Obwohl ich eher zu den Vertretern der Leidenschaftstheorie gehöre, kann ich den Argumenten Einiges abgewinnen. Und so ist es wahrscheinlich wie fast immer: die Wahrheit liegt in der Mitte.

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ups 10.12.2015, 06:41
9. Danke

für den Artikel. Er spricht mir aus der Seele. Die meisten von uns tauschen Lebenszeit gegen Geld. Und tauschen dann das Geld gegen ein Auto, um dorthin zu kommen, wo sie ihre Lebenszeit gegen Geld tauschen. Mutig, wenn man diesem Hamsterrad adieu sagen kann.

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