Forum: Karriere
Arbeiten im Alter: "Vom Rumsitzen wird die Rente auch nicht üppiger"
DPA

Bundespräsident Gauck verzichtet mit 76 auf eine zweite Amtszeit - mit Verweis auf sein Alter. Rolf Helmerdig, 72, ist Rentner, aber nicht im Ruhestand. Ein Anruf.

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wunni2010 07.06.2016, 14:53
1. Tolle Geschichte !

Endlich einmal eine motivierte Geschickte in SPON.
Kann das ganze nur bestätigen , ohne Arbeit geht es nicht .
Bin 65 an einem neu gegründeten Unternehmen mit 3 Mitarbeitern geteiligt (ich bin einer von den 3) und nebenbei noch in einem Aufsichtsrat .
Habe es mir gut eingerichtet und bin zufrieden .

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Spiegelleserin57 07.06.2016, 15:00
2. mit Altersteilzeit kann man mehr!

keine Frage! aber wer zu 100% gearbeitet hat wird die Angelegenheit ganz anders sehen. Besonders Arbeiten die körperlich sehr schwer sind in disem Alter gar nicht mehr zu machen. Ehrenamtlich , ja gerne, aber Ausland? Da stellt sich die Frage wo denn Ausland bedeutet auch Gefahren für Infektionen und die werden im Alter schon sehr gefährlich eben weil der Körper so große Abwehrkräfte nicht mehr hat.
Z.B. Ebola im Alter, kann man davon ausgehen dass dies keiner überlebt.
Auf derCouch sitzen sicher viele die körperlich eben nicht mehr viel gehen können. Leider herrschen in unserer Gesellschaft da sehr viele Vorurteile. Nicht jeder der auf der Couch sitzt will nicht arbeiten.

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haresu 07.06.2016, 15:06
3. Manchen ....

... geht es körperlich und geistig gut und sie möchten noch etwas machen. Herzlichen Glückwunsch! Anderen geht es nicht so gut und sie möchten ihren Ruhestand genießen so gut es geht. Ein Forum wert ist für mich aber nur die Gruppe derer, denen es nicht gut geht die aber trotzdem noch arbeiten müssen um erträglich leben zu können.

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The Realist 07.06.2016, 15:17
4. In Würde altern

Die Wenigsten haben den Wunsch nichts zu tun, dass will uns nur die Politik als Lebensinhalt verkaufen. Die meisten arbeiten gerne, das Gefühl eine Aufageb zu haben wirkt befreiend. Schafft die Altersgrenzen ab und jeder möge so lange arbeiten wie er will.

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suppenschüssel 07.06.2016, 15:32
5.

Zitat von haresu
... Anderen geht es nicht so gut und sie möchten ihren Ruhestand genießen so gut es geht. Ein Forum wert ist für mich aber nur die Gruppe derer, denen es nicht gut geht die aber trotzdem noch arbeiten müssen um erträglich leben zu können.
diese Gedanken kamen mir auch beim Lesen des Artikels.
Wenn man sich gut steht mit der Rente und entsprechende Fähigkeiten und Erfahrungen hat, macht es bestimmt Spaß, sich wie der Hr.Helmerdig zu engagieren.
(Zu) Viele aber MÜSSEN sich zur knappen Rente was dazu verdienen, da es sonst nicht reicht. Und da geht kein schönes Ehrenamt. Schlimmer noch... aufgrund der Tätigkeit im Berufsleben kann diese wegen körperlicher Belastung nicht mehr ausgeübt werden, bzw. die Betroffenen sind froh, diese Arbeit nicht mehr machen zu müssen. Übrig bleiben dann 450 Euro Jobs, die wahrlich alles andere sind, als solch ein glänzendes Ehrenamt.
Und in dem Moment muss ich mich auch über die Einstellung des Hrn.H. wundern, wie er andere Renter sieht....

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Mister Stone 07.06.2016, 15:35
6.

Ja, nee, is klar. Die Menschen wollen gar keine armutsfesten Renten, sondern Verwirklichung durch Arbeit. Hatten wir das nicht schon mal: Arbeit macht glücklich? Vor 75 Jahren klang es ähnlich.....

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gumbofroehn 07.06.2016, 15:36
7. Herr Helmerdig ...

... ist endlich mal eines vielen Positivbeispiele, die im öffentlichen Diskurs leider viel zu kurz kommen. Da wird dann lieber vom Zimmermann gesprochen, der ja nicht bis 67 auf dem Dachfirst rumturnen kann. Stattdessen würde es helfen, sich hier mal ehrlich zu machen: Die meisten Arbeitnehmer arbeiten schon heute im Büro und der Anteil derer, die schwer körperlich arbeiten und aufgrund des physischen Verschleißes vorzeitig nicht mehr können, wird immer kleiner. Die Rente mit 67 ist definitiv keine Zumutung (zumal sie ohnehin erst die Geburtsjahrgänge 1964 ff. betrifft), sondern aufgrund des demographischen Wandels nicht zu vermeiden. Nebenbei: Ich gehöre zu denen, die nach heutiger Rechtslage schon bis 67 arbeiten müssen (und glaube im Übrigen auch nicht, dass es dabei bleiben wird).

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quark2@mailinator.com 07.06.2016, 15:37
8.

Naja, wenn demnächst 40% der Rentner auf HartzIV-Niveau sind, bleibt eh nichts anderes übrig. Da kann man nur auf gute Gesundheit und einen steilen Absturz am Schluß hoffen. Auf YouTube rechnet Volker Pispers das vor ... 2.500,- EUR brutto --> 1.600,- EUR netto --> davon 45% = Grundsicherung aka H4.

Abgesehen davon - ein Grund, warum ich mich selbständig gemacht habe war, daß mir dann niemand sagen kann, daß ich ab morgen zu alt zum Arbeiten bin. Habe gesehen, was das aus jemandem macht, der eigentlich noch fit gewesen wäre ...

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From7000islands 07.06.2016, 15:42
9. Gut zu wissen

Artikel wie dieser sind nützlich. Ich glaube , viele Rentner würden gern eine Arbeit finden, weil ihre Rente niedrig ist und sie durch teilweise Arbeitslosigkeit in ihrem Leben nicht die nötige Einzahlung für die Rente hatten .

Auf der anderen Seite gibt es es keine Regulierung auf dem Arbeitsmarkt nach Bedürftigkeit der Rentner. In meiner Nachbarschaft arbeitet ein 74 Jahre alter Rentner für die Instandhaltung des chemischen Labors. Er hat eine Renten berechtigte Ehefrau, hatte selbst bis 65 gearbeitet und hat Haus und Auto. In derselben Siedlung wohnt ein arbeitsloser Chemiker, Spätaussiedler. Kann man nicht die Arbeit so verteilen wie in der ehemaligen DDR, dass Einkommen und Besitz zählen?

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