Forum: Karriere
Arbeiten ohne festen Arbeitsplatz: Mama, ich will Nomade werden
Regina Sablotny

Thorsten Kolsch, 34, hat einen Film über Menschen gedreht, die von unterwegs arbeiten, nur mit Laptop und Handy. Jetzt will er selbst digitaler Nomade werden. Seine Eltern sind entsetzt.

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Mehrleser 17.10.2014, 08:23
1.

Schade, dass man nicht mehr erfährt - der Artikel scheint einfach in der Mitte aufzuhören. Vielleicht ist er ja auch nomadisch erstellt worden und der Autorin ging bei Starbucks der Kaffee aus.

Ich hätte gerne gewusst, mit welchem Geschäftsmodell man seinen Lebensunterhalt bestreiten kann, wenn als Arbeitsfläche nur ein Laptop zur Verfügung steht. Oft fällt da der Begrifff "Online", aber was ist damit gemeint? Etwas Entwicklung von Apps? Oder bloggen? Youtuben? Es können eigentlich nur Content-Sklaven sein, für alles andere reicht es nicht.

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login37 17.10.2014, 08:29
2. Digitaler Nomade? Oh je.

Massenweise tragen sie es wie eine Religion vor sich her, sie seien digitale Nomade. Das wäre ein Lifestyle. Und der wäre so etwas von cool und überlegen. So ziemlich jeder soll das können und jeder der das nicht so macht, ist wohl ein bisschen doof und rückständig.

Die "digitalen Nomaden" sind alle so wahnsinnig erfolgreich mit ihren Blogs samt Affilate-Links und angebotenen minderwertigen eBooks. Und weil die alle (nicht) so wahnsinnig erfolgreich sind, geben die nun alle auch Seminare (nicht digital, sondern klassische Präsenzseminare - schöner Treppenwitz) "Wie wird man digitaler Nomade" um ein paar Einnahmen zu erzielen. Und wenn dann mal was schief geht, dann jammern die Leute herum, die vor kurzem noch in ihrem Blog herum gepostet haben, wie überlegen und toll das Leben als digitaler Nomade doch angeblich sei. Dann kommt plötzlich raus, wie wahnsinnig dünn die finanzielle Decke ist und das sie quasi von der Hand in der Mund leben.

Jung sind sie fast alle. Zu 90% ledig und zu 99,9% kinderlos. Einige sagen es naiv ganz offen und andere nur hinter vorgehaltener Hand: Was kann man mir schon passieren? Man ist in Deutschland ja so gut abgesichert. D.h. die digitalen Nomade verlassen sich auf die soziale Hängematte in Deutschland. Ein System zu dem sie meistens 0,0 beitragen, weil sie hier in der Regel weder Steuern noch Sozialbeiträge zahlen. Man ist dann mehr Made als Nomade.

Ich liebe auch das Reisen und ich bin auch gern an nicht ganz so gängigen Zielen wie Zimbabwe oder dem Oman unterwegs. Die Motivation der Leute, zu reisen, etwas von der Welt sehen zu wollen, kann ich deshalb absolut nachvollziehen. In jungen Jahren um die Welt zu ziehen, halte ich auch für absolut richtig. Dieser Planet ist abgefahren schön und interessant. Man sollte möglichst viel davon sehen.

Nur wenn mit missionarischem Eifer das digitale Nomadentum propagiert wird, reagiere ich mittlerweile etwas allergisch. Es ist kein Lifestyle, kein Lebensentwurf. Der Hype erfüllt in vielen Punkten die Merkmale eines klassischen Schneeballsystem. Wenn viele so leben würden, dann wäre jede Gesellschaft, jedes Sozialsystem am Ende.

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subcomandante_m 17.10.2014, 08:30
3. Herrlich familienkompatibel

... viel Spaß beim Aufwachen in der wirklichen Welt.

PS
Bin seit 20 Jahren international als Consultant tätig

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Kom_Mentar 17.10.2014, 08:34
4. Stereotypistin?

....hmmmmm kann mir jemand beschreiben, was das sein soll? Eine Frau, die gelernt hat stereotyp zu sein? Oder ist hier vielleicht nicht eher die Stenotypistin gemeint? Also das menschliche Diktiergerät. Sie wissen schon, die Damen, die nur für Eingeweihte lesbare Zeichen auf dem Papier hinterlassen konnten.

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vaterstochter 17.10.2014, 08:36
5. Genau so habe ich mir das gedacht

"Sein Sohn hatte eine Nomadin im Film nach Existenzängsten gefragt. "Was ist das eigentlich?", fragt sie zurück. "Die Angst, dass man nicht mehr existiert? Oder dass das Geld weg ist? Dann würde ich wohl meine Eltern anrufen."

Das wird Thorsten im Zweifel auch tun.....

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kloppskalli 17.10.2014, 08:44
6. eeeh ja - und?

wo ist die erhellende Erkenntnis oder soll das jetzt nur Werbung fuer den Film sein? ich war sehr gespannt zu erfahren welche Berufsgruppen sich sonst noch so ein Leben erlauben koennen - meistens lese ich was von Reisebloggern, aber der Markt muss jawohl auch so langsam gesaettigt sein. (?)

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lilli42 17.10.2014, 08:56
7. ?

Sorry, aber "Entsetzt sein" sieht anders aus. Die Eltern finden seine Pläne doch gar nicht so schlecht.
Der Artikel ist insgesamt recht dünn, finde ich. Kaum Infos zu dem Film, wenig Konkretes zu den Plänen des Neu-Nomaden und ein merkwürdiger Schluss.

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dr.dax 17.10.2014, 08:57
8.

Und wie soll sich dieses "Nomadenleben" mit den deutschen Meldegesetzen vereinbaren lassen?!

Aber man kann sich natürlich immer einreden dass man vollkommen Unabhängig ist so lange man nur jeden Tag an einem anderen Ort seinen Laptop aufklappen kann...

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tomtom1963 17.10.2014, 09:08
9. Ein Abituraufsatz...

...der wahrscheinlich gerade so das"Bestanden" erreicht hätte, denn das wirklich Interessante, nämlich wie er sein Geld verdienen will, wie er, oder wie die anderen "Nomaden" so leben, erfährt man leider nicht.

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