Forum: Karriere
Arbeiten in Wien: So lebt es sich als Piefke
Milagros Martinez-Flener

Sie träumen von der großen Karriere - und werden von Einheimischen oft beschimpft und verspottet. Rund 18.000 Deutsche wandern jedes Jahr nach Österreich aus. Die meisten landen in Wien. Wie es sich dort als Piefke lebt, erzählen vier Exilanten aus dem Norden.

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ramirus 03.01.2013, 21:07
70.

Zitat von peat53
in Deutschland kann ich die beschriebene Ablehnung gg.über den PIEFKE´S bestätigen.Diese ist aber ziemlich mehr als prägnant in Wien ausgeprägt, wo gg. alles Fremde ein Argwohn und ja z.T. offener Rassismus gezeigt wird. Ich selber war bei meinen Besuchen im letzten Jahrzeht von dieser Ablehnung auch betroffen in Wien, da ich ein bremer.Hochdeutsch und ansonsten steir.Dialekt, aber kein wienerisch spreche. Dazu muß ich sagen, dass selbst österr.Menschen aus den anderen BLDern in Wien ebenso angefeindet und gerade im Autoverkehr übelst beschimpft werden. Die Wiener geniessen wiederum auf dem Land wo sie wie die Paschas auftreten, einen schlechten, ja ordinären Ruf und sind wg. ihrem schreckl.Dialekt und teils primitiver Art verpönt, ja werden auf dem Land zur Belustigung auch "nachgeäfft"... jedenfalls nur mit Nasenrümpfen ertragen.Insofern herrscht da in Österreich auch ein gleiches Gefälle wie zw. Süd > Norddeutschland. Als Österreicher in BRD hat man es oft auch nicht gerade leicht. Entweder wird man wg.Hitler,Waldheim,Haider gleich als rechtsgesinnter hingestellt und muß sich erstmal deutlich distanzieren oder in feuchtfröhlicher Gesellschaft heissts schon mal abfällig "Schluchti" usw. So ausgeprägte Ablehnung wie sie meine Landsleute gg. Deutsche leben, hab ich hier aber noch nicht gespürt. Es gibt in Ö schon ein sehr deutlich primitives tiefes Niveau für das ich mich incl. der Politik indirekt auch schämeund nicht damit identifizieren kann. Es sprechen ja nicht mal die österr.TV-Sprecher ein akzentfreies deutsch, die Wiener verlangen aber Migranten sollten es lernen, angesichts des unverständlichem Kauderwelsch dort eine Unmöglichkeit.Da empfinde ich die norddtsch. Aussprache doch noch wie feine Musik, als so ein grobschlächtiges wienerisch.
Wenn ich als Wiener zu den Bauern in die Steiermark fahre, werde ich mehr angefeindet als umgekehrt!

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WolfgangCzolbe 03.01.2013, 21:22
71.

Zitat von paulsen2012
oder lauwarmer Wiener Schmähgenäsel ? Dann doch lieber Piefke aus Preußen !, das es aber beudauerlicherweise nicht mehr gibt, weil es den "Alliierten" zu tüchtig erschien.
Vermutlich fürchteten die alliierten Siegermächte nach dem Krieg, dass die Menschen in den preußischen Landesteilen, die durch die Zoneneinteilung nun in verschiedenen Besatzungszonen lebten, Schwierigkeiten machen würden und die neue Einteilung der Zonengebiete nicht hätten akzeptieren wollen. z.B. wohnten Preußen in Brandenburg, Sachen-Anhalt, Niedersachsen und Nordrhein-Wetfalen. Die Besatzer vermuteten einen besonderen Zusammenhalt dieser Menschen, der ihnen Schwierigkeiten bereiten würde, fürchteten sie.

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to5824bo 03.01.2013, 21:24
72. Die Piefke Saga

Zitat von sysop
Sie träumen von der großen Karriere - und werden von Einheimischen oft beschimpft und verspottet. Rund 18.000 Deutsche wandern jedes Jahr nach Österreich aus. Die meisten landen in Wien. Wie es sich dort als Piefke lebt, erzählen vier Exilanten aus dem Norden.
Vielleicht sollte man sich den guten alten Dreiteiler "Die Piefke-Saga" noch mal wieder zu Gemüte führen (der 4. Teil ist ziemlich abstrus und überflüssig).
Da bekommt man so ziemlich alles an Vorurteilen und Tatsachen zu diesem Thema präsentiert und das auch noch in höchst unterhaltsamer Weise.
Und keine Sorge:
"Ösis" und "Piefkes" bekommen gleichermassen für ihre Eigenarten vor die Mütze.

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josseff 03.01.2013, 21:25
73. Piefke-Gerücht

Zitat von sysop
Sie träumen von der großen Karriere - und werden von Einheimischen oft beschimpft und verspottet. Rund 18.000 Deutsche wandern jedes Jahr nach Österreich aus. Die meisten landen in Wien. Wie es sich dort als Piefke lebt, erzählen vier Exilanten aus dem Norden.
Man erzählt sich in Wien aber auch, dass Johann Piefkes bekanntester Marsch, "Preußens Gloria", alldorten häufiger gespielt wird als in dessen Heimat, dem westlichen Mecklenburg, Schwerin an der Warthe.

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Gertrud Stamm-Holz 03.01.2013, 21:36
74. heilige Einfalt

Zitat von plietsch
Rassismus ist tatsächlich ein unglücklicher Begriff, weil er darauf abspielt, daß Menschen aufgrnud ihrer Gene "anders" (in der Regel "minderwertig") seien. Treffender wäre wohl der Begriff Xenophobie, der auf ein solches Verhalten genau zutrifft.
Sie bemühen jetzt bitte Posting Nr. 11 und denken dann bitte gründlich nach. Das war nämlich der Ausgangspunkt.
Ich erwarte von Leuten, die hier munter die Tastatur bemühen, dass sich vorher eingelesen wird und man dann zuschlägt. Das wäre wirklich zu gütig.

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schmiergelsiepen 03.01.2013, 21:38
75. schmiergelsiepen

die Wiener sind nicht massgebend fuer Oestereich. Denn die Wiener sind in Oestereich ungeheuer unbeliebt.

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liborum 03.01.2013, 21:43
76. @frenado

Zitat von frenado
"Bedauerlicherweise" ist gut. Preußen wurde aufgelöst, weil es eine kriegstreibende Nation war. Tüchtig ja, aber nicht lebenswert.
Der die größte Sch..... angerichtet hat war aber "Überraschung" - Österreicher. Und der I.WK entstand letztendlich aus dem Attentat von Sarajewo. Und das war die K+K-Monarchie -nicht Preußen.

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Münchener 03.01.2013, 21:45
77. Deutsche = Ausländer

Wenn man davon absieht, daß "Deutsche" in Österreich keine Ausländer sind, sondern lediglich Deutsche aus einem anderen deutschen Staat...

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plietsch 03.01.2013, 21:46
78.

Zitat von Gertrud Stamm-Holz
Sie bemühen jetzt bitte Posting Nr. 11 und denken dann bitte gründlich nach. Das war nämlich der Ausgangspunkt. Ich erwarte von Leuten, die hier munter die Tastatur bemühen, dass sich vorher eingelesen wird und man zuschlägt. Das wäre wirklich zu gütig.
Keineswegs. Ich habe auch alles bis dahin gelesen und sicherlich nicht "zugeschlagen". Daß Rassismus ein unglücklich gewählter Begriff ist, nun, da habe ich Ihnen lediglich zugestimmt und es ergänzt um die Bemerkung, wieso das Besprochene (-> Kontext) bzw. Verhalten typische Xenophobie darstellt. Das war kein Angriff oder eine Kritik an Ihnen, da Sie ebenfalls anmerkten, daß man in diesem Falle nicht von Rassismus sprechen kann. Der Rest war nur eine allgemeine, weitere Anmerkung. Ich hielt es für offentlich dargestellt. Falls Sie es mißverstanden haben, so verzeihen Sie bitte.

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ausmisten 03.01.2013, 21:47
79. sorry muenchner?

Zitat von plietsch
Bloß sind diese NC-Flüchtlinge hauptsächlich aus dem benachbarten Bayern, die in Salzburg und Klagenfurt ihr Unwesen treiben. Studiengebühren sind natürlich ein Grund mehr, die es nur in zwei von 16 Bundesländern gibt. Glücklicherweise wissen die Österreicher da ein bisschen zu differenzieren, wenn ein Bremer mit seiner nüchternen Arti bei ihnen vorbeischaut. Da ist die Aversion auch nicht ganz so groß wie gegenüber den lauten, hochnäsigen Münchenern. Scheinbar sind die Bayern sowas wie ein kleiner Erzfeind für die Österreicher. Verständlich. ;) Übrigens werben österreichische Hochschulen um deutsche Studenten in Zeitungen, wie auch Hochschulen aus den Niederlanden und Dänemark. Merkwürdigerweise freut man sich in den letzteren zwei darüber, wenn motivierte, integrationsfähige Menschen nach 12/13 Schuljahren und ggf. 3 Jahren Bachelorstudium zu ihnen kommen, ein Masterstudium absolvieren und dann im Land bleiben, um notwendige Arbeitsplätze zu besetzen -- zu Lasten des deutschen Steuerzahlers. Anderswo vergrault man sie lieber und wundert sich, daß man im OECD-Vergleich so wenige Akademiker hat, während die Wirtschaft sie dringend benötigt. Und zu guter Letzt: In Österreich studieren 27.000 Deutsche. In Deutschland 2.500.000. Wie stark Deutschland nun die Ausbildung von Akademikern auf andere Länder abwälzt, kann sich jeder selbst ausrechnen. (Hachja, da merkt man: Ich bin ein besserwisserischer Piefke, aber irgendwie kommt man doch ganz gut miteinander aus)
Sie scheinen voellig desorientiert zu sein.hochnaesige muenchenr?ich lach mich krank!hauptstadt von preissn...? muenchen!

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