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Arbeitsausfall: Psychische Probleme lassen Krankenstand steigen
DPA

Dreieinhalb Wochen sind deutsche Arbeitnehmer jedes Jahr krank - eine Woche mehr als noch vor wenigen Jahren. Körperliche Beschwerden wie Rückenschmerzen führen zu den meisten Ausfällen, doch gerade psychische Erkrankungen werden häufiger.

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!!!Fovea!!! 10.12.2014, 07:04
30. @kdshp

Auf Ihren Post habe ich gewartet.

Die gute alte Zeit, als auf der Baustelle zum Frühstück noch Leberwurstbrot und Bier gegeben hat.

Früher als es noch keine PC und E-Mails gab. Heute gibt es Diensthandys, ständige E-Mails.

Wenn man früher mal weg aus dem Büro war, war man nicht auffindbar, das geht heute nicht mehr.

Ja, ja, früher war alles besser, die Leute mehr belastbar.

Dafür haben es die Jungen besser drauf, da sie multitasking sind, nicht so wie die Alten, deren Denkprozesse langsamer sind, dieses gepaart mit der Alterssturheit ist für einen Arbeitgeber halt auf ineffektiv und uninteressant, deswegen gibt es nur zwei Möglichkeiten dahingehend: Umschulung --> fit bleiben oder Arbeitslosigkeit. Für wen beides nichts ist sollte aufhören zu jammern bzw. aufhören die alten Kamellen von früher aufzuwärmen.

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GinaBe 10.12.2014, 07:09
31. Angst frisst Seele auf

Sicherlich ist die Zunahme von psychischer Belastung und psychischer Erkrankungen in Deutschland kein Zufall.
WER in den unteren Einkommensschichten hat etwa KEINE Angst, möglicherweise "ausgetauscht" zu werden, weil sein Leistungsprofil nicht mehr dem Soll- Status entspricht? Oder mat Bürger eh nur mehr den befristeten Zeitvertrag oder wird sogar durch einen Leihfirma vermittelt?
Hinter allem droht auch noch Hartz 4 und die dort locker verhängten Sanktionen sowie die Aussichtslosigkeit, dort wieder herauszukommen.
Arbeitsbelastungen werden beschönigt und dem Arbeitnehmer einzig überlassen mit einem süffisanten Lächeln, es läge nur bei ihm, den Arbeitsaufwand zu bewältigen, er könne ja auch gehen...
Zwar reden alle von ENTSCHLEUNIGUNG, aber keiner trägt zu ihr bei. Ausbaden müssen das die Bürger.

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dhanz 10.12.2014, 07:41
32.

Zitat von kdshp
Das kommt mir vor wie ein modetrend! Man hört immer mehr jammerei und das wo die arbeitszeiten gesunken sind. Ich habe noch als junger mann 50-55 stunden gearbeitet und heute sind wir bei 35-40 stunden die woche. Und früher war die arbeit auch härter da gab es viele hilfsmittel nicht. Ich nenne das jetzt "wohlstands burnout"!
Früher hatte man für einen Burn-Our vor lauter Arbeit einfach keine Zeit.

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EmmaDiel 10.12.2014, 07:58
33. Ja, wen wunderts

Immer mehr Druck, Dauermisstrauen und Kontrolle (stimmt die Qualität?), immer am Abgund lang, nichts zu sagen (Stimme abgeben halt), Gehalt stagnierend (sinkend, wenn man die immer höheren Abgaben einrechnet), während die oberen 10.000 in Champagner ersaufen. Und immer mehr Krieg spielen - naja, wenn's dem Wachstum hilft...
Maslow's soziale Sicherheit ist inzwischen verschwunden, Seligman's erlernte Hilflosigkeit ist eingekehrt.

Ach ja, an die Diagnostiker hier: Die Suicide in Griechenland, sind die auch überdiagnostiziert?

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vogel0815 10.12.2014, 08:24
34.

Zitat von Pof
Heute muss der ganze digitale Wahnsinn in einer Tour bedient werden. Kein Wunder, wenn Arbeitszeiten auch deswegen länger werden, weil Leute in der Arbeitszeit und auch im Privatleben pausenlos mit Ihren Smartphones daddeln ...
Also ich bin richtig froh, dass es sowas wie Smartphones gibt. Ohne könnte ich nie früher von der Arbeit weg oder noch spontan Erledigungen machen...

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lotoseater 10.12.2014, 08:26
35. Sie Glücklicher!

Zitat von kdshp
Das kommt mir vor wie ein modetrend! Man hört immer mehr jammerei und das wo die arbeitszeiten gesunken sind. Ich habe noch als junger mann 50-55 stunden gearbeitet und heute sind wir bei 35-40 stunden die woche. Und früher war die arbeit auch härter da gab es viele hilfsmittel nicht. Ich nenne das jetzt "wohlstands burnout"!
Sie arbeiten aktuell nur 35-40 Stunden? Sie Glücklicher. Ich arbeite aktuell 50-55 Stunden die Woche (bezahlt sind lediglich 40). Die vielen Hilfsmittel nützen mir nur begrenzt, da ich die Arbeit erledige, die früher durch zwei Leute gemacht wurde.

Ein älterer Kollege, der schon lange in unserer Firma arbeitet hat mich vor einiger Zeit beiseitegenommen und mich diesbezüglich aufgeklärt: "Es liegt nicht an dir. Du allein kannst die Arbeit gar nicht komplett schaffen, früher hatten wir dafür zwei Leute."

Trotzdem bekomme ich für die nicht geschaffte Arbeit Druck von oben. Schöne neue Arbeitswelt!

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Yukikaze 10.12.2014, 08:47
36. Stundenzahl sagt doch gar nichts aus!

Zitat von kdshp
Das kommt mir vor wie ein modetrend! Man hört immer mehr jammerei und das wo die arbeitszeiten gesunken sind. Ich habe noch als junger mann 50-55 stunden gearbeitet und heute sind wir bei 35-40 stunden die woche. Und früher war die arbeit auch härter da gab es viele hilfsmittel nicht. Ich nenne das jetzt "wohlstands burnout"!
Was sagt denn da die Stundenzahl aus? Ich habe eine Kollegin die so massiv von unserem Arbeitgeber gemobbt wird, das sie im letzten Jahr körperlich & geistig total abgebaut hat. Sogar ihre Eltern werden angerufen und es wird Druck gemacht. Sie wird gar nicht mehr richtig gesund wegen dem Stress (Blasen + Ohrennentzündung, vereiterte Nebenhöhlen, Deppressionen). Als ich sie an ihren ersten Tagen kennengelernt habe, war sie ein total lebensfroher Mensch. Jetzt hat sie die ganze Zeit Angst. Und sie ist zu sanftmütig und macht sich zu viele wg. einen neuen Job, als das sie sich wehren würde. Und sie ist kein Einzelfall. Ich habe schon viele (im Niedriglohnsektor) getroffen denen es so geht.

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benutzer8472 10.12.2014, 08:48
37.

Ich kenne eine Frau, die schon seit Monaten wegen psychischer Probleme krankgeschrieben ist.
Das hat - bei ihr - nichts mit der Arbeitsbelastung, der Ausbeutung usw. zu tun, wie hier einige Vorschreiber von sich geben.

Im Gegenteil, nach der Geburt eines Kindes und dem anschliessenden Mutterschaftsurlaub ist diese Person nur in Teilzeit in ihren Job zurueckgekehrt und wurde dort noch weniger belastet.

Trotzdem ist sie entnervt und, nunja, eine Drama-Queen, die aus jedem Muecken einen Riesenelefanten macht und sich ueber alles aufregt und mit vielem ueberfordert ist.

Vor Jahren kaeme niemand auf die Idee, sie krankzuschreiben. Es waere halt eine weitere Person gewesen, die mit ihrem Leben nicht ganz zufrieden ist. Heutzutage schickt man solche Uebertreiber in den Ausstand.

Deswegen bin auch ich der Meinung, dass die Anzahl der psychischen Erkrankungen sich keineswegs vergroessert hat.. die Aerzte sind halt oefter bereit, Menschen deswegen krankzuschreiben.
Fuer mich nicht nachzuvollziehen. Ich habe selbst mit (zugegebenermassen leichten) Depressionen zu kaempfen und ich kaeme nicht auf die Idee, mich deswegen fuer mehr als ein Jahr krankschreiben zu lassen.
Natuerlich gibt es psychische Erkrankungen, die einem das Arbeiten unmoeglich machen.. z.B. schwere Depressionen, bei denen man sich am liebsten jeden Moment umbringen moechte.

Ganz ehrlich, die Aerzte sollten sich 2 mal ueberlegen, ob sie jemanden krankschreiben, nur weil es ihm grad schlecht geht. Diese Phasen haben sehr viele und sie fuehren ihr (Arbeits)leben trotzdem weiter.
Aber eine Krankschreibung ist natuerlich bequemer.

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mundusvultdecipi 10.12.2014, 08:58
38. ??

Zitat von postit2012
"psychische Erkrankungen werden häufiger", aber richtiger wäre wohl "psychische Erkrankungen werden häufiger diagnostiziert", was ein gewaltiger Unterschied ist. Deswegen ist auch völlig offen, ob das nun zu beklagen ist oder eher nicht.
..Krankheiten sind wohl grds.zu beklagen?!

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mundusvultdecipi 10.12.2014, 09:04
39. Mobbing

Zitat von kdshp
Das kommt mir vor wie ein modetrend! Man hört immer mehr jammerei und das wo die arbeitszeiten gesunken sind. Ich habe noch als junger mann 50-55 stunden gearbeitet und heute sind wir bei 35-40 stunden die woche. Und früher war die arbeit auch härter da gab es viele hilfsmittel nicht. Ich nenne das jetzt "wohlstands burnout"!
..kannte man zu Ihren glorreichen ,jungen Jahren eigentlich das Phänomen "Mobbing"?Nein,denn da galt der rundum sorglos spruch:"Einmal bei Daimler immer bei Daimler"!

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