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Arbeitsgericht: Kündigung ist zu harte Strafe für Brötchenklau
DPA

Eine Krankenschwester nahm sich acht halbe Brötchen aus dem Klinik-Kühlschrank und verfrühstückte sie mit Kolleginnen. Dafür wurde ihr fristlos gekündigt. Zu Unrecht, hat das Arbeitsgericht Hamburg geurteilt.

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Oskar Mayer Wiener 10.07.2015, 17:40
1. Wirklich wegen Broetchen ?

Niemand wird wg. des Diebstahls von Broetchen,
Bleistiften oder Pfandbons gekuendigt, die wahren Gruende sind andere und der Arbeitgeber sucht nur einen Grund fuer die Kuendigung, schlimm genug, aber Menschlichkeit ist in der Arbeitswelt schon lange ein Fremdwort...

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sarapo29 10.07.2015, 17:40
2. nanu?!

ein deutsches gericht schöpft seinen rahmen aus und betrachtet einen fall auch mal unter dem aspekt der verhältnismäßigkeit? das sind ja ganz neue sitten- schön wenn es mehr davon geben würde- in alle richtungen!

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gerd33 10.07.2015, 17:42
3. Na klar,

die Krankenschwester hat 23 Jahre im Job hinter sich, dürfte als ca. Mitte 40 sein. Hat nach jahrzehntelangem Klinikjob jetzt Rückenprobleme, kann nicht mehr so gut Nachtdienst machen, wird gemobbt. Da kommt es dem Arbeitgeber gelegen, die Dame mit solchen Bagatellen loszuwerden und eine angemessene Abfindung zu sparen.
Pfui Arbeitgeber!

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katjanella 10.07.2015, 17:51
4.

Den Kläger bei dieser Geschichte kann ich nur als erbärmlich bezeichnen. Wenigstens waren einmal die Richter vernünftig gewesen.
Wenn so etwas ein Kündigungsgrund wäre, würden jeden Tag tausende fliegen...oder man schafft Firmenkühlschränke, gemeinsame Firmenküchen etc. ersatzlos ab. Und wer Mitarbeiter loswerden will, legt solange einen Schokoriegel vor ihre Nase, bis sie zugreifen, und "schnapp" gehören sie der Katz....?

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klausbaerbel 10.07.2015, 17:51
5. warum bitte...

...darf man Unternehmen oder auch Selbstaendige in diesem Lande beklauen? Privat were da sofort Schluss.

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glasperlenspieler 10.07.2015, 17:52
6. Grenze?

Der Nächste nimmt sich mal so im Vorbeigehen ein Paar Ampullen aus dem Giftschrank. Ein anderer Arbeitnehmer bedient sich am Büromaterial, weil ihm zuhause alles grad ausgegangen ist und wieder andere essen sich satt aus den Supermarkt-Regalen, ohne etwas dafür zu bezahlen. Was die Richter nicht verstehen, dass selbst bei einem Diebstahl von 2 Euro das Vertrauen hinüber ist. Wer möchte weiterhin jemanden für sich arbeiten lassen, dem er nicht trauen kann?

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gerd33 10.07.2015, 17:55
7. Na klar,

die Krankenschwester hat 23 Jahre im Job hinter sich, dürfte also ca. Mitte 40 sein. Hat nach jahrzehntelangem Klinikjob jetzt Rückenprobleme, kann nicht mehr so gut Nachtdienst machen, wird gemobbt. Da kommt es dem Arbeitgeber gelegen, die Dame mit solchen Bagatellen loszuwerden und eine angemessene Abfindung zu sparen.

Pfui Arbeitgeber!

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Le Commissaire 10.07.2015, 17:57
8. Grenze

Ich fordere ja seit langem die Einführung einer Bagatellgrenze zum Beispiel bei 10 EUR. Klaut mal ein Angestellter etwas unter diesem Wert oder überweist der Arbeitgeber innerhalb dieses Rahmens mal etwas weniger Lohn, ist es ok.

Ich vermute mal, dass beim zweiten Fall alle groß aufschreien und klagen werden, weil hier geht's ja um's Prinzip und so. Wenn's um das Geld anderer geht, werden die Maßstäbe plötzlich verblüffend flexibel.

Unabhängig vom Streitwert oder der Fragem wann eine Kündigung berechtigt sei: Pausenverpflegung aufzuessen, die offensichtlich für andere bestimmt ist, zeugt von einem üblen Charakter. Mit so jemandem möchte ich nicht im Team arbeiten.

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Tubus 10.07.2015, 17:57
9. Oberschwester

Häufig sind solche Kündigungen doch nur ein Vorwand für andere Gründe und Konflikte mit einem Mitarbeiter. Und natürlich ist es ein Unterschied, wenn eine Verkäuferin Waren aus dem Regal klaut oder ob eine Krankenschwester Brötchen mit Kolleginnen isst, die für Rettungssanitäter bestimmt waren, die von diesen möglicherweise nicht abgeholt wurden. Gerade in Krankenhäusern wird Essen, das von Patienten zurückgewiesen wird, in Massen weggeschmissen. Früher war das kein Thema, wenn sich Ärzte und Krankenschwestern, die 24h und länger im Krankenhaus verbrachten daran bedienten. Dass so etwas nicht aus dem Ruder lief, kontrollierte die Oberschwester.

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