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Arbeitsgericht: Kündigung ist zu harte Strafe für Brötchenklau
DPA

Eine Krankenschwester nahm sich acht halbe Brötchen aus dem Klinik-Kühlschrank und verfrühstückte sie mit Kolleginnen. Dafür wurde ihr fristlos gekündigt. Zu Unrecht, hat das Arbeitsgericht Hamburg geurteilt.

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stefano.fereri 10.07.2015, 19:29
40. Das Urteil darf keinen Bestand haben

Das Urteil kann keinen Bestand haben, denn das würde einen Freibrief bedeuten, sich bei seinem Arbeitgeber, der einem ein Einkommen ermöglicht, auch noch die Selbstbedienung einzuführen. Wir alle kennen die Pappenheimer - vor allem die Neider, die gerne vom Burnout und den Ungerechtigkeiten dieser Welt schwadronieren -, die sich dann ganz schnell auch die Pakete mit Druckerpapier greifen, dann die Gerätschaften selbst etc..

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merokutt 10.07.2015, 19:32
41.

Zitat von klausbaerbel
...darf man Unternehmen oder auch Selbstaendige in diesem Lande beklauen? Privat were da sofort Schluss.
Sie würden wegen eines gemopsten Brötchens Freundschaften kündigen? Oh weia.
Oder würden Sie dem Mopser erstmal verklickern, dass das nicht okay war? Das wäre eine Abmahnung. Genau das fand das Gericht angemessen. Und ich auch.

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logtor 10.07.2015, 19:36
42. Missverhältnis

Im Vergleich dazu wie der Staat im Zusammenhang mit der "Eurorettung", die von ihm selbst gesetzten Regeln verbiegt, ist die Kleinkarriertheit des Staates, wie er mit den eigenen Regeln umgeht einfach unerträglich.
Das Missverhältnis ist fast so gross, dass man von einer Versklavung der arbeitenden Bevölkerung sprechen kann.
Da haben die Damen mit den Brötchen ja noch einmal Glück gehabt.

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loesje 10.07.2015, 19:37
43. Es ist schon traurig, dass

Werte wie Fleiß, Ehrlichkeit, Sorgfalt etc heute kaum noch etwas wert sind. Mal ein Brötchen, ein Pfandbon... alles nicht so schlimm. Im öffentlichen Dienst wird Büromaterial mitgehen lassen... ach so ein Kugelschreiber kostet doch nichts! Wenn ja dafür wenigstens die Arbeitsleistung stimmen würde. Aber auch das kann ich heute kaum noch feststellen. Die älteren Mitarbeiter buckeln sich einen ab, damit die Rückstände abnehmen und die Jungen schauen nur auf die Uhr, wann sie Feierabend haben und stehen auch für ihre Fehler nicht mehr ein. Neueste Ausrede diese Woche: Ich habe keinen Fehler gemacht, ich hatte nur kein Bewusstsein, dass es anders geht.

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joG 10.07.2015, 19:38
44. Wenn eine Kündigung ausgesprochen wird.....

....sollte man besser gehen. Denn ohne gravierenden Grund tut das kein Arbeitgeber. Wie man das genau macht ist eine andere Frage, aber gehen sollte man jedenfalls.

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max-mustermann 10.07.2015, 19:39
45.

Zitat von klausbaerbel
...darf man Unternehmen oder auch Selbstaendige in diesem Lande beklauen? Privat were da sofort Schluss.
Wie kommen sie darauf das es erlaubt ist, lediglich die Strafe war zu hart eine Abmahnung hätte gereicht. Sie würden privat natürlich sofort zur Execution schreiten.

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Yves Martin 10.07.2015, 19:41
46.

Zitat von andneu
Dann gäbe es nicht auch nur einen Arbeitnehmer auf der Welt, dem man bisher nicht aus diesem Grund hätte kündigen können. Einschließlich Ihnen selbst. Mal versehentlich einen Kugelschreiber am Arbeitsplatz eingesteckt und vergessen vor dem nachhause gehen wieder zurückzulegen? Mal eine private Notiz auf einem Zettel des Schreibtisches am Arbeitsplatz gemacht, mit dem man sich nach Feierabend vom Arbeitsplatz entfernte? Sich mal ein Stück Papier von der Firmentoilette eingesteckt, mit der man sich nach Dienstende die Nase putzte? Ihrer Interpretation nach alles Kündigungsgründe.
Die Liste kann leicht verlängert werden: Mal ein Glas Wasser auf Firmenkosten getrunken? Vom Dienst-Telefon aus zuhause angerufen oder mit dem Dienst-PC bei ebay, Facebook oder im Online-Reisebüro gewesen? Das Privathandy im Büro aufgeladen?

Man sieht: Wenn man die Bagatellgrenze bei "Null" ziehen würde, hätten auch die grössten und selbstgerechtesten Pharisäer unter den SPON-Foristen keine Arbeitsplätze mehr...

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rbn 10.07.2015, 19:41
47. das beste Beispiel für die Verhältnismässigkeit der Strafe ist unser schönes Bayern

Zitat von sarapo29
ein deutsches gericht schöpft seinen rahmen aus und betrachtet einen fall auch mal unter dem aspekt der verhältnismäßigkeit? das sind ja ganz neue sitten- schön wenn es mehr davon geben würde- in alle richtungen!
bei uns ist die Strafe immer dem Schaden angemessen, siehe unser Uli Hoeness, der bald wieder den FCB managen wird.

Die norddeutsche Prinzipienreiterei und Erbsenzählerei ist hier zu Recht verpönt und undenkkbar. Kündigung wegen 8 Semmeln dazu noch ohne Weisswurst und Senf: lachhaft.

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o.schork 10.07.2015, 19:42
48. augenmass

Augenmass muss in beide Richtungen funktionieren. 23 Jahre Dienst, das sind 5000 Arbeitstage. Sicherlich hat die Krankenschwester da desöfteren auf Arbeitgeberwunsch Dienste getauscht, länger gearbeitet um auf einen verspäteten Kollegen zu warten etc. Das Leben ist ein Geben und Nehmen, auch das Arbeitsleben.

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Meisenresidenz 10.07.2015, 19:48
49. Mein Gott,s cheint normales Sozialverhalten heutzutage kompliziert

zu sein! Wenn früher bei mir im Büro Brötchen bei Meetings etc übrig blieben oder Sachen aus dem Vorratsraum sich dem Verfalldatum näherten, hab ichs in die Küche gestellt zum allgemienn Verzehr, wer Lust hat und dazu ne Mail rumgeschickt! Alles pippifatz mit dem Kündigen wegen Lappalien. Vor allem wenn man wie ich auf bestimmten Ebenen mitbekommt, wie GFs und Vorstände regelmässig sich regelmässig Tische "für 2" fürs Abendessen in Nobelrestaurants bestellen lassen, obwohl definitiv KEIN Geschäftstermin stattfand, jedoch einer auf der Quittung dann immer drauf steht.

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