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Arbeitslos mit 57 Jahren: Bayer will 7000 Kilometer laufen, um einen Job zu finden
Privat

Mehr als 100 Bewerbungen hat er erfolglos verschickt, jetzt will er Arbeitgeber von sich überzeugen, indem er vom Nordkap bis nach Sizilien wandert: Thomas Rohrmann über die schwierige Jobsuche mit über 50.

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naklar? 10.04.2017, 15:16
10. Jetzt erklärt sich auch, warum Arbeitslose ab 58j nicht mehr in der Statistik ...

... geführt werden. Arbeiten bis 67j und mehr ist der reinste Schwindel. Sicher könnte der Staat mit seinen öffentlichen Unternehmen Arbeiten bis 67j und mehr gewähren (dank Steuerzahlers Hilfe), aber eben nicht für die Privatwirtschaft.
Und wer hinter die Kulissen von Stadt, Land und Bund schaut, der wird erkennen, daß dort besonders viele Arbeitnehmer weit vor 60j in den Altersruhestand eintreten. Die Hart arbeitenden Beamten trifft wohl auch nur bis 55j zu.

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naklar? 10.04.2017, 15:24
11. Bei Gründung einer Firma in diesem Alter endet man wahrscheinlich auch in H4. Ohne richtig Moos und Konzerngröße ...

Zitat von yom
Denke, dass das bald klappt. Auch von mir viel Glueck. Und an 'Bundeszentrale': Prima, koennte aber sein, dass man mit 57 nicht so scharf darauf ist endlich eine eigene,Firma' zu starten.
... sowie das richtige Produkt dürfte es sehr sehr schwer werden in Deutschland. Einfach mal Herrn Schlecker fragen warum das in Deutschland so ist!

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atzepeng82 10.04.2017, 15:25
12. Viel Glück :)

Eine schöne Aktion und wahrscheinlich erfüllt er sich damit auch einen Traum. Es ist eine traurige Sache, das man im alter schwer vermittelbar ist, obwohl man wahrscheinlich noch fit ist und allerhand Erfahrungen mitbringt, die Kinder aus dem Hause sind und sich das einarbeiten lohnt, da man im alter nach einem jahr nicht gleich wieder loszieht, um neue Erfahrungen zu sammeln...

Viel Glück und ein aufregendes Abenteur :)

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Sibylle1969 10.04.2017, 15:26
13. Viel Erfolg

Ich wünsche ihm viel Erfolg bei seiner Aktion. Ich kann die Verzweiflung gut verstehen. Eine Freundin von mir (51 Jahre alt) hat, nachdem sie ihren Job verloren hatte, anderthalb Jahre lang nach einem neuen Job gesucht und auch zeitweise von ihren Ersparnissen gelebt. Auch wenn seitens der Unternehmen noch so viel über Fachkräftemangel gejammert wird, so schlimm kann der ja nicht sein, wenn Ü50-Bewerber so gut wie keine Chance mehr bekommen.

Man kann allen, die auf die 50 zugehen nur raten, das persönliche Netzwerk gut zu pflegen, darüber ergibt sich noch am ehesten ein neuer Job. Zudem sollte man seine Fachkenntnisse auf dem neuesten Stand halten und wenn möglich auch bereit sein, als Freelancer zu arbeiten. Denn da spielt das Alter wohl keine Rolle, hab ich mir sagen lassen.

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Olaf 10.04.2017, 15:26
14.

Ich wünsche ihm viel Erfolg. Ich bin im gleichen Alter und hätte bei Arbeitsplatzverlust wohl auch keine Chance mehr.

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dingodog 10.04.2017, 15:30
15. Personalabteilungen

Das Deprimierende an der Geschichte ist nicht nur die Altersdiskriminierung, sondern vor allem die Frechheit und Unfähigkeit der Personaler, noch nicht einmal Absagen zu schicken oder mit den Bewerbern vernünftig umzugehen. Sowohl bei eigenen Bewerbungen als auch bei Jobausschreibungen meines Arbeitgebers habe ich vergleichbares erlebt.

Personaler machen sich irgendwie nicht klar, dass Bewerber auch gleichzeitig Kunden sein können, die man nicht dauerhaft verärgern sollte. So ähnlich wie Serviceabteilungen. Im Grunde müssten Personalabteilungen geführt werden wie Vertrieb oder Support, die auf Kundenkontakt getrimmt sind, und nicht wie Finanzbuchhalter oder andere interne Funktionen.

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Det_onator 10.04.2017, 15:32
16. Dank rot-grüner Agenda 2010 - Gesetzlich geregelte Armut!

Am Beispiel Rohrmanns sieht man, was hier auf dem Arbeitsmarkt, in dieser Jugend- und Billigwahngesellschaft schief läuft.
Man soll bis 67 sogar bis 70 Jahre arbeiten (wird schon von Seiten der Politik und der Wirtschaft gefordert) findet aber mit 50+ keinen vernünftigen neuen Job mehr, wenn man aus dem 1. Arbeitsmarkt rausfliegt.
Was sollen solche Forderungen an die Menschen @ Politiker und Wirtschaft? Die Unternehmen stellen doch niemanden mehr ein, der Ü50 arbeitslos wurde oder schon länger arbeitslos ist.
Rohrmann ist doch dafür das beste Beispiel.
Zudem wurden die Sicherungsmaßnahmen, die solche Fälle sozial absichern sollten, rigeros zusammengekürzt.
Heute steht jeder aktuell Arbeitslose und jeder Sozialhilfeempfänger schlechter da, als vor der Agenda-Reform von Rot-Grün.
Die Jobs die seitdem hauptsächlich entstanden sind, finden sich im Niedriglohnsektor über Leih- und Zeitarbeit, sind befristet, sind prekär, sind Minijobs.
Rohrmann hat als Außendienstler in seinem Alter sicher zuletzt gutes Geld verdient, zudem war er nicht schuld an seiner wohl betriebsbedingten Kündigung.
Interessant wäre zu wissen, ob eine Abfindung ausbezahlt wurde und in welcher Höhe sich diese bewegte.
Bringt Rohrmann natürlich auch nichts, wenn er erst 57 Jahre alt ist, somit noch mind. 8 Jahre bis zur Rente arbeiten müsste, nach einem Jahr in ALG 2 abrutscht, was mit Hartz IV gleichzusetzen ist.
ALG2 nennt sich nur anders, ist aber das Gleiche wie Hartz IV, da man dem Arbeitsmarkt ja noch zur Verfügung steht.
Da die Vermögens-Freibeträge bei Hartz IV sehr niedrig sind, ist der über Jahrzehnte erarbeitete Besitz und Wohlstand von Rohrmann erst aufzubrauchen, bevor überhaupt Sozialleistungen bezahlt werden.
Findet er in seinem Alter keinen neuen Job mehr, wird er so gut wie alles verlieren, bevor er mit staatlicher Unterstützung rechnen kann. Zudem werden im ALG 2 und Hartz IV keine Beiträge mehr zur gesetzlichen Rentenversicherung abgeführt, was trotz Jahrzehnte langer Arbeit die zukünftige Rentenauszahlungsbeträge massiv schmälern wird. Schade, dass die Medien nicht ein einziges Mal gründlich und vor allem ehrlich darstellen, was in diesem System und auf dem Arbeitsmarkt so dermaßen schiefläuft, dass es zum Himmel stinkt!

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frankfurtbeat 10.04.2017, 15:32
17. heute ...

heute wandert eine Bewerbung mit ü40 bei Konzernen direkt im Papierkorb ... persönlich bin ich seit ca. 8 Jahren in unterschiedlichsten Branchen selbständig unterwegs, muss mich permanent neu erfinden um nicht auf das Amt angewiesen zu sein ... bewerben mit damals 47 oder heute 55 ... sinnlos ...
einerseits wird immer von offenen jobs gefaselt aber ... ?
ich arbeite gerne und sicher auch länger als bis 67 ... hält geistig und gegebenenfalls auch körperlich fit ... fördert die Kommunikation ... finde ich aufregender als das TV-Programm :-)

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jakam 10.04.2017, 15:38
18.

Eine gute Freundin, BWL in den USA studiert und reichlich Erfahrung, sucht nach Auslandsrückkehr seit 4 Jahren erfolgslos. Jetzt ist sie 48 und hat dieselben Erfahrungen wie im Artikel gemacht. Man kann ab was...45?...schon froh sein, wenn man nicht suchend ist. Und dann plappert die Politik was von noch späterem Renteneintrittsalter?

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Fakler 10.04.2017, 15:38
19. Geld verdienen !

Es geht nicht nur um Arbeiten schlechthin sondern auch um Geld zu verdienen. Ich haette fuer 2000 Euro brutto in Stuttgart oder 1800 Euro in Nuernberg arbeiten koennen. Aber wer kommt mit so wenig Geld aus - Wohnung, zur Arbeit fahren, alles kostet Geld !

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