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Arbeitsmarkt-Studie: Darum haben Migrantenkinder schlechtere Jobchancen
DPA

Die Herkunft entscheidet: Kinder von Migranten haben auf dem deutschen Arbeitsmarkt massive Probleme. Eine neue Studie zeigt, woran das liegt.

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MiguelD.Muriana 19.12.2018, 10:18
1. Verschwiegen

werden neben den genannten Problemen, dass bereits in den Schulen Kinder mit ausländischen Namen schlechter bewertet werden als solche mit „normalen“ Namen. Das setzt sich bei der Jobsuche fort. Identische Bewerbungen nur mit „fremd“ klingenden Namen erhalten signifikant weniger Einladungen zu einem Vorstellungsgespräch. Das ist die Kehrseite der hier genannten Probleme. Alle Probleme müssen aufgezeigt und gelöst werden, auch im Interesse der deutschen Kevins, Mandys etc. Interessant wäre daher auch ein Vergleich mit deutschen Kindern aus Anteilig den gleichen sozialen Schichten und damit auch der Vergleich der Bildungschancen der jeweiligen sozialen Schichten, die in Deutschland sehr ungleich verteilt sind. Da drückt nämlich durch das jahrelange Kaputtsparen der Schuh am meisten...

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rubraton 19.12.2018, 10:26
2. aaaaaach neeee...

... wer hätte denn damit rechnen können, dass ein großer Teil an Migranten als billige Arbeitskräfte verheizt werden, bzw überhaupt auf dem Arbeitsmarkt Chancen haben ?
Lieben Dank an unsere Politik und in erster Linie an Angela Merkel. Meine Tochter hat mir 14 Jahren mehr gesunden Menschenverstand und hat früh gelernt das nur die Bevölkerung Geld bringen welche auch in die Kasse einzahlen. Wir haben mehrere Jahre in unterschiedlichen Länder und Kulturen gelebt und haben hautnah erlebt wie hoch die Arbeitsmotivationen in unterschiedlichen Kulturen sind ... dem ist nichts hinzuzufügen.

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leseoma 19.12.2018, 10:27
3. Bereitschaft zum Lernen kann man nicht erzwingen.

Es ist die Pflicht der Eltern, ihre Kinder so früh wie möglich in Bildungseinrichtungen zu geben, damit ihnen keine Möglichkeit verbaut wird. Wenn sie das - warum auch immer- ablehnen, ist das nicht die Schuld der Gesellschaft.

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andere Hobbys 19.12.2018, 10:32
4. Immer sind die anderen schuld.

Und Migrationshintergrund ist nicht gleich Migrationshintergrund.
Wer das dt. Schulsystem eben nicht mit Erfolg durchläuft, hat eben auch auf dem Arbeitsmarkt kaum Chancen. Dann ist das eben so.
Das hat auch viel mit Eigenverantwortung zu tun, wie gut ich in der Schule bin.
Wenn die Schulzimmertür geschlossen ist und der Lehrer unterrichtet, haben alle dieselbe Chance etwas daraus zu machen. Ich kann das Gejammere über Herkunft usw. nicht mehr hören.

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K:F 19.12.2018, 10:34
5. Herkunft entscheidet

Das ist nicht nur bei Migrantenkindern so, sondern auch bei in Deutschland geborenen Kindern. Kndern aus bildungsfernen Elternhäusern bleibt der soziale Aufstieg in Deutschland verwehrt. Da gibt es genügend Studien drüber. Wieso sollte das bei Migrantenkindern anders sein.

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Anne Conté 19.12.2018, 10:49
6. Soziale Schicht

Wie so oft zeigt diese Studie, dass die Diskussion um Benachteiligung, Leistung und Chancengleichheit in Deutschland erstaunlich blind für soziale Schicht und Klasse, aber dafür mit zu viel Augenmerk auf die "Abstammung" geführt wird. Umgekehrt wird ein Schuh daraus: zuerst einmal die Aufstiegsschancen von Kindern aus von Armut bedrohten und bildungsfernen Schichten untersuchen, und dann sehen, ob sich innerhalb dieser Gruppe aussagekräftige Unterschiede nach Herkunft feststellen lassen. Die Sprachkenntnisse sind nämlich auch bei vielen "Biodeutschen" keineswegs so, dass sich damit eine berufliche Zukunft aufbauen ließe. Die von den Autoren der Studie angemahnten Fördermaßnahmen würden dann allen Kindern zugute kommen, die Startschwierigkeiten haben, und auch den in Deutschland leider so verbreiteten Neid, wenn andere Unterstützung bekommen, etwas verringern.

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wynkendewild 19.12.2018, 10:50
7. Fürsorgepflicht

Zitat von MiguelD.Muriana
werden neben den genannten Problemen, dass bereits in den Schulen Kinder mit ausländischen Namen schlechter bewertet werden als solche mit „normalen“ Namen. Das setzt sich bei der Jobsuche fort. Identische Bewerbungen nur mit „fremd“ klingenden Namen erhalten signifikant weniger Einladungen zu einem Vorstellungsgespräch. Das ist die Kehrseite der hier genannten Probleme. Alle Probleme müssen aufgezeigt und gelöst werden, auch im Interesse der deutschen Kevins, Mandys etc. Interessant wäre daher auch ein Vergleich mit deutschen Kindern aus Anteilig den gleichen sozialen Schichten und damit auch der Vergleich der Bildungschancen der jeweiligen sozialen Schichten, die in Deutschland sehr ungleich verteilt sind. Da drückt nämlich durch das jahrelange Kaputtsparen der Schuh am meisten...
Sorry aber das ist so nicht richtig.

Erklären Sie dann doch mal bitte wieso bei Großkonzernen wie Daimler und anderen Automobilbauern Ausländer arbeiten und nicht zu wenige?

Mehr als 300.000 Flüchtlinge gehen z.B. ja auch einer geregelten Tätigkeit nach.

Bildung muss als Dienstleistungs verstanden werden, die niemand aufgezwungen werden kann. Wer die Schule schwänzt hat es später als sehr viel schwieriger auf dem Arbeitsmarkt.

Wir sollten Kinder deshalb nicht gegeneinander ausspielen , sondern schauen das die Eltern ihre Fürsorgepflicht so wahrnehmen wie man es von ihnen erwarten kann und muss.

MfG:
wynkendewild

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sebastian.scha.3 19.12.2018, 10:53
8. Angebot vs Nachfrage

Das beste Angebot zu frühkindlichen Förderung bringt nichts, wenn es nicht genutzt wird. Wie in dem Bericht so schön umschrieben, besuchen Kinder mit Migrationshintergrund erst vergleichsweise spät eine Betreuungseinrichtung. Das deckt sich mit meinen Erfahrungen. Selbst der normale Kindergarten wird von vielen nicht wahrgenommen. Dass die Studie zur Verbesserung dieser Situation die "Gesellschaft" in der Pflicht sieht, ist mal wieder typisch. Wenn die Eltern der Kinder es nicht für nötig halten bestehende Betreuungsangebote wahrzunehmen, können sich die Kinder später bei ihren Eltern für ihre mieße Bildung bedanken und die Schuld dafür nicht bei der "Gesellschaft" suchen.

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kayakclc 19.12.2018, 11:00
9. Verantwortung der Eltern

Es ist völlig zu kurz gegriffen, diese gesellschaftlichen Problem einfach bei den Schulen abzuladen. Es gehört zu zentralen Verantwortung der Eltern, wenn sie in ein ihr fremdes Land migrieren, sich besonders intensiv mit den Bildungsangeboten des Gastlandes auseinander zusetzten. So kenne ich es von vielen Deutschen, die in andere Länder überall auf der Welt ausgewandert sind.

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