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Arbeitsrecht: Keine Extrawurst für Berufsanfänger
Corbis

Ein 36-Jähriger bewirbt sich auf eine Stelle als Trainee, kassiert eine Absage - und klagt: Er habe den Job nur wegen seines Alters nicht bekommen. Das darf nicht sein, bestätigt das Bundesarbeitsgericht. Warum dies das Ende der Stellenanzeigen für Berufsanfänger sein könnte, erklärt Arbeitsrechtler

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j1958 28.01.2013, 13:36
1. Blanker Wahnsinn

Demnächst wird die Bewerbung eines Müllwerkers auf eine Chefarztstelle noch genauestens analysiert und dokumentiert werden müssen. Lustigerweise sind gerade die Richter, die darüber entscheiden, aufgrund diverser Ausbildungs- und Standesdünkel vor zu viel Wettbewerb geschützt. Aber auch hier gilt Orwell's
Farm der Tiere: alle Tiere sind gleich, aber einige sind gleicher als andere.

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sponner_hoch2 28.01.2013, 13:50
2.

Zitat von sysop
Wenn Formulierungen, die ein Indiz für eine Altersdiskriminierung sein könnten, genauer unter die Lupe genommen werden, gehören Bezeichnungen wie [...] "Junior Project Manager" vielleicht bald der Vergangenheit an.
Na toll. Nur dass das "Junior" darin mal gar nichts mit dem Alter zu tun hat. Ein bißchen Fremdsprachenkenntnisse kann man doch wohl erwarten, oder?

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kein Ideologe 28.01.2013, 14:06
3. 345345

Zitat von sysop
Ein 36-Jähriger bewirbt sich auf eine Stelle als Trainee, kassiert eine Absage - und klagt: Er habe den Job nur wegen seines Alters nicht bekommen. Das darf nicht sein, bestätigt das Bundesarbeitsgericht. Warum dies das Ende der Stellenanzeigen für Berufsanfänger sein könnte, erklärt Arbeitsrechtler Stefan Kursawe.
so, und nun erfinde ich noch die Qualifikationsdiskriminierung. Hatte ja schließlich nicht jeder die Chance zu studieren oder einen Beruf zu erlernen. Dafür kann man nicht ein ganzes Berufsleben lang benachteiligt werden.

suchen Mitarbeiter/in
Qualifikation egal
Alter egal
Geschlecht egal
Teamfähigkeit egal
Mobilität egal
regelmässiges Erscheinen egal
Sprachkenntnisse egal
Religion egal
Umgangsformen egal

Die Arbeitsaufgabe wird, um ungeeignete Bewerber nicht zu diskriminieren, nicht mitgeteilt.

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catcargerry 28.01.2013, 14:33
4. Junior-Putzfrau/mann

Zitat von sponner_hoch2
Na toll. Nur dass das "Junior" darin mal gar nichts mit dem Alter zu tun hat. Ein bißchen Fremdsprachenkenntnisse kann man doch wohl erwarten, oder?
Auch die Übersetzung mit "untergeordnet" leitet sich deutlich von der Ursprungsbedeutung "jünger" ab und löst bei jedem Leser, der femdsprachlich mehr als alberne Anglizismen kennt, entsprechende Assoziationen aus. Man darf eben nicht einfach Leute suchen, die man braucht, sondern muss das breit anlegen und möglichst unauffällig den Mist aussortieren und seinen Bedarf decken. Leider ist dabei auch unvermeidlich, vielenguten aber nicht passenden Bewerbern unnötige Arbeit zu machen und demoralisierende Enttäuschungen zu bereiten.

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happlebee 28.01.2013, 14:35
5. Ein Rechtsanwalt

bewirbt sich und klagt. Er ist nur Rechtsanwalt weil er aufgrund seiner Benotung sich weder als Richter noch als Staatsanwalt bewerben konnte. Er meldet sich auf eine Stelle die der Förderung begabten Nchwuchses dient (und nicht des Gerichtsfutters zu dem er es geschafft hat); Folge: unehrliche Stellenanzeigen, unnötige Bewerbungen, falsche Hoffnungen; aber er hatte immerhin seine 5 Minuten in der Sonne.

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caliper 28.01.2013, 14:50
6. Es gibt doch ein bekanntes Lösungsmuster.

Zitat von sysop
Ein 36-Jähriger bewirbt sich auf eine Stelle als Trainee, kassiert eine Absage - und klagt: Er habe den Job nur wegen seines Alters nicht bekommen. Das darf nicht sein, bestätigt das Bundesarbeitsgericht. Warum dies das Ende der Stellenanzeigen für Berufsanfänger sein könnte, erklärt Arbeitsrechtler Stefan Kursawe.
Ich sehe das Problem nicht. Bei vielen Ausschreibungen kann man doch heute schon lesen, dass gehandicapte Personengruppen bei gleicher Qualifikation bevorzugt eingestellt werden. Wenn das gängige Praxis ist wird es wohl auch zulässig und um weitere Personengruppen ergänzt werden dürfe.

Statt sinngemäss
"bei gleicher Qualifikation werden Frauen und Behinderte bevorzugt...."

könnte man also auch
"bei gleicher Qualifikation werden Frauen, Behinderte und Berufsanfänger bevorzugt...."
schreiben und besonders ausdrücklich zur Bewerbung auffordern.

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fred82 28.01.2013, 14:58
7. und angebote die sich gezielt nur an Frauen richten?

sollten dann doch auch diskriminierend sein, oder? gibt es in den technischen Berufen immer mehr... z.B. von der Telekom, die stellen gezielt für weiblichen IT Nachwuchs ausschreiben ... Wäre das andersrum (gezielt für männl. Bewerber) wäre wieder mal die Hölle los... Naja, vielleicht sollte ich mal klagen ;)

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philip2412 28.01.2013, 15:08
8. optional

Stelle ich Alte ein,werden Junge diskrementiert.Stelle ich Junge ein,verklagen mich die Alten.Wie lange wollen wir uns noch zum Affen machen lassen.Wenn ich den nicht mehr einstellen darf,den ich gerne haben möchte,egal aus welchem Grund,dann werde ich es in Zukunft eben bleiben lassen.Ist ja nur ein Arbeitsplatz weniger.
Vielleicht machen sich mal e9in paar Leute darüber Gedanken,wohin wir mit diesem Schwachsinn steuern werden.
Einen 36jährigen,der immer noch nicht weiß,was er im Leben will,stelle ich schon mal gar nicht ein.

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kein Ideologe 28.01.2013, 15:32
9. 456789

Zitat von philip2412
.................................. Einen 36jährigen,der immer noch nicht weiß,was er im Leben will,stelle ich schon mal gar nicht ein.
wieso weiß er das nicht? Bewerbung mit Formfehler suchen, bewerben, ablenen lassen, Schadenersatz einklagen ist doch durchaus ein zeitgemäßes Geschäftsmodell.

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