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Arbeitsrecht: Wenn am Ende des Jahres noch Urlaub übrig ist
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Urlaubstage mit ins nächste Jahr nehmen - das darf ein Arbeitnehmer nicht so ohne weiteres. Was also tun, wenn Sie jetzt noch Urlaubsanspruch haben? Alles Wissenswerte zum Thema.

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Chris Sharma 27.11.2018, 12:02
1. Veralteter Artikel?

Gab es nicht etwa vor 2 Wochen ein neues Gesetz des EuGH laut dem viele ihrer im Artikel aufgeführten Punkte für nichtig erklärt wurden? z.B. Dass Urlaubstage eben nicht mehr verfallen dürfen.

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2. Urteil des EuGH

Zitat von Chris Sharma
Gab es nicht etwa vor 2 Wochen ein neues Gesetz des EuGH laut dem viele ihrer im Artikel aufgeführten Punkte für nichtig erklärt wurden? z.B. Dass Urlaubstage eben nicht mehr verfallen dürfen.
Vielen Dank für die kritische Lektüre des Artikels. Die Urteile des EuGH sind aber unter den letzten zwei Punkten genannt - und dass sie in Deutschland für Aufregung sorgen. Allerdings ändern sich durch die Urteile keine Gesetze, sondern ggf nur die Rechtsauslegung. Und über die müssen unter Berücksichtigung des europäischen Urteils nun wiederum deutsche Gerichte urteilen. Betrachtet wird da erst mal nur der Einzelfall.

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digge8 27.11.2018, 13:56
3.

Wer am Ende des Jahres noch Urlaub übrig hat, hat seine work-life-balance nicht im Griff und sollte für die noch nichtgenommenen Urlaubstage in den Zwangsurlaub geschickt werden. Denn niemand ist unersätzlich e

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cor 27.11.2018, 14:31
4. Nette Pauschalaussage

Zitat von digge8
Wer am Ende des Jahres noch Urlaub übrig hat, hat seine work-life-balance nicht im Griff
Nach dieser Logik hat auch derjenige, der nicht auf allen Vieren Abends aus dem Büro kriecht, einfach nicht genug Arbeit.

Sie merken schon, dass ihr Pauschalaussage nicht ganz so hinhaut, oder?

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Crom 27.11.2018, 14:51
5.

Zitat von digge8
Wer am Ende des Jahres noch Urlaub übrig hat, hat seine work-life-balance nicht im Griff und sollte für die noch nichtgenommenen Urlaubstage in den Zwangsurlaub geschickt werden. Denn niemand ist unersätzlich e
Selten so ein Blödsinn gelesen. Es kann z.B. vorkommen, dass Kollegen krank werden und man deswegen keinen Urlaub antreten kann. Ich muss aktuell meinen Urlaub mit fünf Kollegen abstimmen, da ich entweder für diese Vertretung machen muss oder umgekehrt. Da kann es schon vorkommen, dass man dann eben nicht alle Tage nehmen konnte.

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Neandiausdemtal 27.11.2018, 16:08
6. Wie immer liegt es vor allem am Arbeitgeber

Arbeitgeber haben dafür zu sorgen, dass die Beschäftigten ihren Erholungsurlaub nehmen und vor allem nehmen KÖNNEN. Arbeitsstau o. ä. sind keine Entschuldigung sondern nur faule Ausreden wegen Managementfehlern.

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j.malle 27.11.2018, 16:31
7. Der Artikel ist wieder mal sehr Allgemein

denn es gelten auch noch Tarifverträge. Im Bauhauptgewerbe ist die Regelung abweichend.
Da kann ich nämlich meinen Resturlaub noch das ganze folgende Jahr nehmen. Erst im Folgejahr
wird er von der Soka Bau ausgezahlt. Nach dieser Tarifregelung verfällt kein Urlaub.
Führt aber auch dazu, dass man fast immer Resturlaub mit ins neue Jahr nimmt. Weil man im Sommer meist nur 2 Wochen am Stück bekommt. (Hochsaison)

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UlrichLamprecht 27.11.2018, 18:03
8. Fragezeichen

Beziehe ich mich nur auf den Anspruch lt. BUrlG, dann sind viele Aussagen im Artikel falsch. Der Urlaubsanspruch entsteht am 1.1. und verfällt ohne Urlaubswunsch am 31.3. des Folgejahres, 15 Monate nach Enstehung. Die Ansprüche sind unabdingbar, also nicht von Zustimmungen des AG abhängig. Das neue Urteil entlässt den AN sogar aus der Verpflichtung, den Urlaub anmelden zu müssen.

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Knossos 28.11.2018, 11:35
9.

Sonderbar ist doch, daß es ein solches Gesetz geben kann und, daß es hingenommen wird.
Während Vertragswerk und Kleingedrucktes ansonsten über noch so offensichtliche Übervorteilung und zum Nachteil Gelackmeierter steht, ist hier wiederum plötzlich nachrangig, daß eine festgelegte Anzahl an Arbeitstagen im Arbeitsvertrag vereinbart ist. Und es darf ein Arbeitnehmer, der in der Regel wegen Firma / Arbeitsaufkommen auf Urlaub verzichtete, nun um ihm zustehende, freie Arbeitstage betrogen werden.

Nach dem ich einem eiskalt ausbeutenden Betrieb kündigte, saß mir der Chef tolldreist gegenüber und stellte schlicht und ergreifend 15 meiner ausstehenden Urlaubstage in Abrede. Ohne mit der Wimper zu zucken unterschlagen und tschüß.

Unrecht bleibt Unrecht.
Im Übrigen hat auch auf selbem Prinzip beruhende Verjährung in einer Rechtsprechung, die Ethik für sich beansprucht, nichts verloren.

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