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Arbeitsrecht: Wer zahlt die Anfahrt zum Bewerbungsgespräch?
dpa

Ob mit der Bahn oder dem eigenen Auto: Muss ein Bewerber für ein Jobinterview länger fahren, zahlt dafür der potenzielle Arbeitgeber - mit einer Ausnahme.

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Crom 20.03.2019, 16:14
1.

Falls der Arbeitgeber sich bereits bei solchen Fragen knausrig zeigt, wäre der bei mir unten durch, außer er wäre in der gleichen Stadt oder um die Ecke, dann handelt es sich um Kleckerbeträge, wo die Bürokratie mehr kostet als die Anreise an sich. Da sollte man als potentieller Arbeitnehmern im Gegenzug auch nicht so erpicht auf jeden Cent sein.

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eisbaer68 20.03.2019, 16:37
2. Dem potentiellen Arbeitgeber

gleich mit einer Forderung zur Erstattung der Fahrtkosten zu kommen, macht sicher einen super Eindruck. Entweder er spricht dieses Thema selbst an oder man nutzt dafür wenigstens die Steuererklärung. Da ist zwar u.U. nicht so viel zu holen, macht aber keinen schlechten Eindruck. Wer sich bewirbt weiß schließlich worauf er sich einlässt. Für den Fall, dass man genommen wird, sollte sich die Gesamtsituation (Einkommen und Arbeitsklima) verbessert habe. Dann war das eine korrekte Investition in die Zukunft. Wenn nicht, hat man vielleicht Lehrgeld bezahlt.

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labuday 20.03.2019, 16:48
3. naja - als Bäckergeselle aus Hamburg würde ich auch nicht

nach MUC fahren.
Das sind ja schon eher höherwertigere Jobs - ich kauf mir einen neuen Anzug für 600/800 € und 300 € 2. Klasse sind mir dann zuviel ? Einfach nur dumm.
Wenn ich einen solchen Job in Aussicht habe, hole ich das Geld doch ´nach 2 Wochen schon wieder raus, ich bewerbe mich doch nicht in einem Job ´, bei dem ich nur 150€/Monat mehr kriege.

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chef_vom_dienst 20.03.2019, 16:49
4. Unis erstatten Fahrtkosten meistens nicht

Dies gilt auch bei Stellen für Führungspositionen, wie Akademische (Ober-)Räte und Professuren.

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Hans-Dampf 20.03.2019, 16:55
5.

@eisbaer68
Ich sehe das anders. Wer eine Einladung ausspricht, zahlt am Ende auch, wenn nicht anders vereinbart. Das ist im Privaten schließlich auch so.
Wenn ein potentieller Arbeitgeber die Anfahrtskosten für den Bewerber fürchtet, sollte nicht bundesweit suchen und/oder nur die einladen, die in unmittelbarer Nähe wohnen.

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jupp78 20.03.2019, 17:05
6.

Zitat von Hans-Dampf
Wer eine Einladung ausspricht, zahlt am Ende auch, wenn nicht anders vereinbart. Das ist im Privaten schließlich auch so. Wenn ein potentieller Arbeitgeber die Anfahrtskosten für den Bewerber fürchtet, sollte nicht bundesweit suchen und/oder nur die einladen, die in unmittelbarer Nähe wohnen.
Echt, im privaten läuft das auch so?
Lade ich Freunde zu mir ein, hat noch nie einer von denen mir seine Reisekostenabrechnung vorgelegt. Irgendwie leben wir in unterschiedlichen Welten.

Und wenn ein Arbeitgeber die Reisekosten nicht tragen will, dann schreibt er das einfach in seine Einladung rein. Ist doch ganz einfach.

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insert Randomname here 20.03.2019, 17:09
7. Kostenübernahme

ohne zwingende Kostenübernahme wird man ggf. eher mal zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen, auch wenn die Bewerbungsunterlagen nicht gleich "eingeschlagen" haben und man kann dann vor Ort überzeugen. Aber klar, wer auf den letzten Groschen angewiesen ist, bei dem macht sich die Kostenübernahme schon bemerkbar.

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cinci 20.03.2019, 17:29
8. Nicht zeitgemäß

Zitat von labuday
naja - als Bäckergeselle aus Hamburg würde ich auch nicht nach MUC fahren.
Warum nicht? Es gibt durchaus auch Bäckergesellen oder andere Handwerker, die einen Grund haben, von Hamburg nach München zu ziehen - oder es einfach wollen!?
Grundsätzlich ist eine Nicht-Übernahme von Reisekosten für Vorstellungsgespräche m.E. nicht mehr zeitgemäß. Ich habe Gesprächseinladungen bei solchen Firmen auch schon abgesagt. Andersherum würde ich jetzt auch wegen 10 Euro für ein ÖPNV-Ticket keine Reisekosten zurückverlangen. Da muss man die Kirche auch im Dorf lassen.

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firefox34 20.03.2019, 17:46
9. Schöne Idee

Wie sagte mein Professor immer "Schöne Idee, lässt sich gut rechnen - kommt aber in der Realität so nicht vor." Ich hab es noch bei keinem Gespräch erlebt, dass der Personaler eine Vergütung der Reisekosten angeboten hätte. Selbst wenn ich Hunderte Kilometer mit Übernachtung anreisen musste. Termin natürlich morgens um 9:30... meine Heimatadresse ist ja nur 600km entfernt vom Interviewort. Ich habe einmal nachträglich um eine Kostenerstattung gebeten. Das Schreiben wurde ignoriert... und einklagen wird das wohl auch niemand.

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