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Arbeitsrecht: Wer zahlt die Anfahrt zum Bewerbungsgespräch?
dpa

Ob mit der Bahn oder dem eigenen Auto: Muss ein Bewerber für ein Jobinterview länger fahren, zahlt dafür der potenzielle Arbeitgeber - mit einer Ausnahme.

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Hans-Dampf 20.03.2019, 17:56
10.

@jupp78
Komische Freunde haben Sie da. Meine lade ich bspw. zum Essen im Restaurant ein und zahle dort die Rechnung. Ein Bewerbungsgespräch habe ich noch nie mit einem Freund geführt. Sollte ich vielleicht mal ausprobieren.

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der_dr_Nickel 20.03.2019, 20:17
11. Grüße an den Prof....

Zitat von firefox34
Wie sagte mein Professor immer "Schöne Idee, lässt sich gut rechnen - kommt aber in der Realität so nicht vor." Ich hab es noch bei keinem Gespräch erlebt, dass der Personaler eine Vergütung der Reisekosten angeboten hätte. Selbst wenn ich Hunderte Kilometer mit Übernachtung anreisen musste. Termin natürlich morgens um 9:30... meine Heimatadresse ist ja nur 600km entfernt vom Interviewort. Ich habe einmal nachträglich um eine Kostenerstattung gebeten. Das Schreiben wurde ignoriert... und einklagen wird das wohl auch niemand.
...gibt genügend AG-Urteile zu dem Thema. Grundsätzlich gilt: wer die Musik bestellt zahlt. Ausnahme: im Einladungsschreiben ist die Übernahme der Reisekosten explizit ausgeschlossen. Bin von BER nach MUC geflogen, wer das gezahlt hat war der der mit mir den Vertrag gemacht hat. Nur wer sich auf Profs. verlässt, so wie früher auf Mutti, steht früher auf.

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damei 20.03.2019, 20:36
12. Alles relativ

Wenn ein Arbeitgeber für 10 Bewerber die Fahrtkosten quer durch die Republik zahlt, wird das als Betriebskosten gebucht und je nach Betriebsgröße aus der Portokasse bezahlt.
Wenn ein Bewerber 10 mal quer durch die Republik fährt, macht das zusammen einen verhältnismäßig größeren Anteil vom Gewinn/Einkommen aus

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Hokuspokus 20.03.2019, 23:23
13. kommt drauf an...

Bei einem Großunternehmen oder einer Behörde kann man da sicherlich nachfragen. Bei einem Bewerbunsggespräch beim Mittelständler wo evtl. der Chef noch mit am Tisch sitzt, würde ich das lieber sein lassen, schließlich hat man seine Zusage i.d.R. ja noch nicht.
Gaanz unangenehme Sitten sind mir in der Personalvermittlungsbranche aufgestoßen. Die bestellen einen gerne mal eine "damit wir uns persönlich kennen lernen". Quer durch die Republik und später hört man keinen Pieps mehr von denen. Die haben ihre Kandidaten Datenbank mit frischen Informationen gefüllt und der Kandidat ist (hoffentlich pünktlich) angetanzt, aber die Motivation dann noch einen Job zu vermitteln scheint dadurch nicht gestiegen zu sein. Und sehr viele Stellen laufen heute über Vermittler. Also kann man sich dem kaum entziehen. Wer länger ernsthaft auf der Suche ist, kann sich das irgendwann nicht mehr leisten.

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Waisenkind 21.03.2019, 04:26
14. Unis laden „Listenfüller“ ein

Bei der ganzen Diskussion um die Bewerber, die einen schlechten Eindruck hinterlassen, weil sie die Fahrtkosten erstattet haben möchten, wird vergessen, dass es einen schlechten Eindruck macht, wenn der potentielle Arbeitgeber es nicht tut. Hat dieser wirklich Interesse am Bewerber? Es kostet den potentiellen Arbeitgeber schließlich nichts, gleich mehrere Bewerber einzuladen, auch dann, wenn der zukünftige Mitarbeiter längst feststeht. An Unis werden die Kosten meistens nicht übernommen. Diese müssen aber oft auch „Bewerberlisten“ vorlegen und dann erklären, warum dieser oder jener Bewerber die Stelle bekommen hat. Da steht dann oft längst fest, dass der Mitarbeiter, dessen Vertrag gerade ausläuft, die Stelle bekommt. Zum Schein werden dann noch andere eingeladen. Diese Bewerber reisen dann auf eigene Kosten an, obwohl schon vorher feststeht, dass sie die Stelle eh nicht bekommen. Müssten Unis für die Reisekosten aufkommen, wäre diese Praxis schnell vorbei.

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c.PAF 21.03.2019, 07:56
15.

Zitat von Hans-Dampf
@eisbaer68 Ich sehe das anders. Wer eine Einladung ausspricht, zahlt am Ende auch, wenn nicht anders vereinbart. Das ist im Privaten schließlich auch so.
Ha ha, der war gut.

Ja klar, ich werde auf einen Geburtstag, eine Hochzeit oder eine Grillparty eingeladen und legen gleich mal meine Reisekostenabrechnung vor...

Ende des Textes, muß nun erstmal den Kaffee vom Bildschirm wischen. Man sollte einfach nicht Kaffee trinken, während man hier liest.

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markus_wienken 21.03.2019, 08:16
16.

Zitat von Hokuspokus
Bei einem Großunternehmen oder einer Behörde kann man da sicherlich nachfragen. Bei einem Bewerbunsggespräch beim Mittelständler wo evtl. der Chef noch mit am Tisch sitzt, würde ich das lieber sein lassen, schließlich hat man seine Zusage i.d.R. ja noch nicht. Gaanz unangenehme Sitten sind mir in der Personalvermittlungsbranche aufgestoßen. Die bestellen einen gerne mal eine "damit wir uns persönlich kennen lernen". Quer durch die Republik und später hört man keinen Pieps mehr von denen. Die haben ihre Kandidaten Datenbank mit frischen Informationen gefüllt und der Kandidat ist (hoffentlich pünktlich) angetanzt, aber die Motivation dann noch einen Job zu vermitteln scheint dadurch nicht gestiegen zu sein. Und sehr viele Stellen laufen heute über Vermittler. Also kann man sich dem kaum entziehen. Wer länger ernsthaft auf der Suche ist, kann sich das irgendwann nicht mehr leisten.
Man kann das mit den Kosten auch vor der Anreise klären:
Schicken Sie mir das Bahn/Flugticket zu oder vergüten Sie es anschließend?

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vitalik 21.03.2019, 08:50
17.

Zitat von Hans-Dampf
@jupp78 Komische Freunde haben Sie da. Meine lade ich bspw. zum Essen im Restaurant ein und zahle dort die Rechnung. Ein Bewerbungsgespräch habe ich noch nie mit einem Freund geführt. Sollte ich vielleicht mal ausprobieren.
Sie vergleichen Äpfel mit Birnen. Hier geht es nicht um die Restaurantrechnung, sondern um die Kostenübernahme der Anfahrt oder zahlen Sie für Ihre Freunde auch die Fahrkarte zum Restaurant?

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offonline 21.03.2019, 09:17
18. Warum ist hier ständig vom Arbeitgeber die Rede,

wenn es um Bewerbungen geht? Wenn ich mich irgendwo vorstelle, dann ist das ja noch gar nicht "mein Arbeitgeber", sondern nur irgendein potientieller Arbeitgeber.
Aus meiner eigenen Erfahrung kann ich nur sagen, daß In der heutigen Welt des "Bewerbunsgwahnsinns" über sogenannte "Premiumstellenanzeigen" in irgendeiner Bewerbungsplattform es der "Bewerber" unheimlich schwer hat, überhaupt über die sogenannte "Vorauswahl" zu kommen?
Wenn dann noch für ein und dieselbe Stelle(?) in mehreren Bewerbungsplattformen "gesucht" wird, dann wird es noch undurchschaubarer. Wenn man es dann nach einem Telefoninterview bis zu einem "persönlichen Vorstellungsgespräch" geschafft hat, dann habe ich leider noch keinen erlebt, der meine Reisekosten übernimmt!!

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Bastian__ 21.03.2019, 11:41
19. sollte gesetzlich geregelt sein

Es sollte gesetzlich geregelt werden, dass bei jeder Einladung zum Vorstellungsgespräch die Reisekosten nach Reisekosten-Gesetz vom Einladenden übernommen werden. Es ist ein Unsitte im öffentlichen Bereich, die Erstattung auszuschließen. Es gehört zum Kostenblock der Personalgewinnung, neben Anzeigen und der Kosten der Personalabteilung, auch die Reisekosten der Bewerber. Mit Bewerbungsmappen und Telefoninterviews können aus der Masse der Bewerber schnell drei für die Vorstellung vor Ort ausgewählt werden und diese Kosten sind für die Personalgewinnung vernachlässigter (insbesondere gegenüber einer falschen Auswahl). Insbesondere jetzt im Zeitalter der Multimedia-Nutzung sollte ein vorweg geschaltetes Telefoninterviews State-of-the-Art sein, insbesondere um vorher zu klären, ob es überhaupt Sinn ergibt, sich persönlich treffen zu müssen. --> Ich persönlich habe gute Erfahrungen mit Telefoninterviews gemacht, hat mir viel Reisezeit erspart, denn häufig habe ich gemerkt, das sich meine Vorstellungen nicht mit den Vorstellungen des Auftraggeber übereinstimmten und ich den Job sowieso nicht annehmen werde. Nach dem Telefoninterviews hat dann der Arbeitgeber auch gerne die Reisekosten übernommen um mit mir persönlich reden zu können.

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